{"id":330,"date":"2008-10-28T00:24:09","date_gmt":"2008-10-27T22:24:09","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=330"},"modified":"2008-10-28T00:24:09","modified_gmt":"2008-10-27T22:24:09","slug":"literaturverhinderungshaus-priessnitzpreis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=330","title":{"rendered":"Literaturverhinderungshaus-Priessnitzpreis"},"content":{"rendered":"<p>Der Montag war also ein spannender Tag, denn ich mu\u00dfte ab dreizehn Uhr im Literaturhaus anrufen, um die Termine f\u00fcr meine beiden GAV-Veranstaltungen auszumachen.<br \/>\nF\u00fcr 2009 sind es noch zwei, ab dann, wurde am Samstag beschlossen, darf man nur mehr eine pro Jahr machen, um Geld zu sparen und da werde ich mich wahrscheinlich f\u00fcr die Organisation des &#8220;Tag der Freiheit des Wortes&#8221; entscheiden, weil mir der am Herzen liegt.<br \/>\nLeider war ich bl\u00f6d genug, das der Silvia Bartl zu sagen, weil ich gedacht habe, wenn es das letzte Mal ist mit der Frauenlesung, l\u00e4\u00dft sie mich vielleicht noch.<br \/>\nDenn ich bin ja ein treuer Mensch und mir liegt viel am Literaturhaus, habe ich dort ja schon viele Veranstaltungen organisiert und oft gelesen.<br \/>\nBis 2006 war das problemlos. Da habe ich bei der GAV eingereicht und am Montag darauf angerufen und alles hat geklappt.<br \/>\n1991 habe ich, glaube ich, dort die deutschsprachige belgische Literaturzeitschrift &#8220;Krautgarten&#8221; vorgestellt, bei der ich gemeinsam mit Arthur West den \u00d6sterreich-Teil zusammengestellt habe. In diesem Jahr, in dem meine Mutter gestorben ist, war ich auch in der Jury des Nachwuchsstipendiums des damaligen Bundesministeriums f\u00fcr Unterricht und Kunst und habe f\u00fcr mich Franzobel (der damals noch niemandem aufgefallen ist), Bettina Balaka und Stephan Alfare unter anderen entdeckt.<br \/>\nDann mehrmals bei den von Ernst Kostal organisierten &#8220;Wahnsinnssymposien&#8221; gelesen, bis ich 2003 begonnen habe, den &#8220;Tag der Freiheit des Wortes&#8221; im Literaturhaus zu organisieren.<br \/>\n2005 hatte ich gleich drei Veranstaltungen, n\u00e4mlich &#8220;Selbstgemacht &#8211; Die Literatur neben dem Literaturbetrieb&#8221;, in dem ich Kleinverlage, Books on demand und Digitaldruckausgeben, wie ich sie mache, vorstellte und eine Frauenlesung im Rahmen &#8220;Frauen lesen Frauen&#8221; des ersten Wiener Lesetheaters mit Judith Gruber-Rizy, Elfriede Haslehner, Christa Kern, Hilde Langthaler, Mechthild Podzeit-L\u00fctjen, Marlen Schachinger und Hilde Schm\u00f6lzer.<br \/>\n2006 habe ich mit den &#8220;Die Mittleren &#8211; Literatur von Frauen&#8221; begonnen, weil mir das eine gute Idee schien, die starken Frauen abseits vom Mainstream zu pr\u00e4sentieren.<br \/>\nEs war auch eine sch\u00f6ne Veranstaltung mit El Awadalla und den Frauen aus &#8220;Frauen lesen Frauen&#8221;.<br \/>\nAb 2007, wo ich eine Veranstaltung zum Grundeinkommen mit dem Titel &#8220;Arm &#8211; reich &#8211; Grundeinkommen &#8211; prek\u00e4re und andere Arbeitsverh\u00e4ltnisse&#8221; Lesung und Podiumsdiskussion mit Elfriede Haslehner, Ruth Asp\u00f6ck und mir machen wollte, ist es dann den Berg hinab gegangen.<br \/>\n&#8220;Eine Diskussion wollen wir nicht!&#8221;, hat die Silvia Bartl zu mir gesagt und ich habe eine sehr sch\u00f6ne Veranstaltung im Amerlinghaus gehabt und mit dem Teil zwei der Frauenlesung, wo au\u00dfer mir noch Anni B\u00fcrkl und Erika Kronabitter gelesen haben, weil Petra Ganglbauer krank geworden ist, sind wir sogar nach Vorarlberg gefahren und haben in der Villa Falkenhorst gelesen, die einst dem Schriftsteller Norman Douglas geh\u00f6rte.<br \/>\nAuch das war eine sehr sch\u00f6ne Veranstaltung in einem \u00e4u\u00dferst edlen Rahmen, aber ich wollte wieder ins Literaturhaus und so habe ich heute nochmals angerufen und geh\u00f6rt, da\u00df man auch im Literaturhaus nur mehr eine Veranstaltung machen darf.<br \/>\nFriederike Mayr\u00f6cker hat zwar vorige Woche zweimal gelesen und der Schriftstellerverband und das Lesetheater lesen zum Gl\u00fcck wahrscheinlich auch \u00f6fter, aber bei mir geht das nicht, da m\u00fcssen wir schon streng sein, es ist aber nichts gegen dich.<br \/>\nNun gut, bis sechzehn Uhr warten, bis das Amerlinghaus besetzt ist und als ich so ganz niedergeschlagen war und das schon Otto Lambauer mailte, rief mich pl\u00f6tzlich Friedrich Hahn an und lud mich mit &#8220;Und Trotzdem&#8221; zu den Textvorstellungen in die alte Schmiede ein (am 12. M\u00e4rz gemeinsam mit einem Mann, den ich nicht kenne, der aber ein schr\u00e4ger Typ sein soll und Cornelia Travnicek, die morgen in der Nationalbibliothek liest und Christine Werner, mit der ich schon \u00f6fter am Volksstimmefest und bei den Widerstandslesungen gelesen habe.<br \/>\nEin kleiner oder gro\u00dfer Trost also und dann ging es wieder bergauf, denn das Amerlinghaus freut sich auf die Lesung und ich habe die anderen Frauen auch erreicht.<br \/>\nSo da\u00df ich &#8220;Die Mittleren, Teil III&#8221;- Lesung mit Christl Greller, Petra Ganglbauer, Eva Jancak, Christa Kern und Irene Wondratsch am Mittwoch den 18. M\u00e4rz 2009 im Amerlinghaus hier auch gleich ank\u00fcndigen kann.<br \/>\nNun gut, ich erstellte die Lebensl\u00e4ufe f\u00fcr die Programmank\u00fcndigung, um sie ins Amerlinghaus zu mailen und machte mich ins Literaturhaus auf, wo Angelika Reitzer den Priessnitz-Preis bekam, mir Silvia Bartl sogar die Hand gab und sich Gerhard Jaschke \u00fcber die gelungene Generalversammlung freute.<br \/>\nRobert Huez hat die Preisverleihung wieder er\u00f6ffnet, was ich sehr sch\u00f6n finde, da\u00df er das selber tut.<br \/>\n&#8220;Ich wei\u00df nicht, ob ich das immer durchhalte!&#8221;, hat er mir gesagt, als ich ihn darauf ansprach. &#8220;Aber vielleicht am 11. Mai, wenn ich den Tag der Freiheit des Wortes, organisiere&#8221;, habe ich geantwortet und kein Wort von der Literaturverhinderung meiner Veranstaltungen.<br \/>\nDas habe ich mich nicht mehr getraut, habe ich mich im letzten Jahr deswegen ja in gen\u00fcgend Fettn\u00e4pfchen gesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Montag war also ein spannender Tag, denn ich mu\u00dfte ab dreizehn Uhr im Literaturhaus anrufen, um die Termine f\u00fcr meine beiden GAV-Veranstaltungen auszumachen. 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