{"id":3612,"date":"2010-06-06T21:45:33","date_gmt":"2010-06-06T19:45:33","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3612"},"modified":"2010-06-06T21:45:33","modified_gmt":"2010-06-06T19:45:33","slug":"brunch-im-hotel-strudlhof","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3612","title":{"rendered":"Brunch im Hotel Strudlhof"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/20100603-163437.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/20100603-163437.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100603-163437\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-3621\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aufmerksamen Lesern wirds nicht entgangen sein. Letzte Woche gabs kaum Literaturveranstaltungen. Am Montag hatte ich zwar was eingetragen &#8211; &#8220;Jubil\u00e4umsbibliothek f\u00fcr Brigitte Salanda&#8221; in der Alten  Schmiede, aber dann wollte ich zur Diskussion \u00fcber die neue WU und bin letztendlich \u00fcber meiner Abrechnung gesessen.<br \/>\nAm Dienstag war die Margaretner Kunst- und Kulturmesse, da gabs  bekanntlich nicht so viel Literatur, am 21. ist eine Nachbesprechung, wo ich nicht wei\u00df, ob ich hingehen soll, denn wenn ich sage, ich will einen gr\u00f6\u00dferen Raum f\u00fcr die Literatur plus Honorar, wirds den Bezirksvorsteher nicht sehr r\u00fchren, andererseits lese ich ja gern und interessiere mich auch f\u00fcr die Sachen der anderen.<br \/>\nDen Rest der Woche hatte ich nur wenige Stunden und am Donnerstag war \u00fcberhaupt ein Feiertag. Ich habe nachgesehen, ob es am Mittwoch oder Freitag etwas gibt, habe aber au\u00dfer, da\u00df die El Awadalla bei der Kettenbr\u00fcckengasse f\u00fcr die KP\u00d6 die Bittbriefe vorgelesen hat, die sie bekam, nachdem sie die Million gewonnen hat, nicht viel gefunden. Die Kulturprogrammeinsparungen sind offenbar schon sp\u00fcrbar.<br \/>\nAlso bin ich zu Hause geblieben und habe mit dem Fehlerteufelchen gek\u00e4mpft, das mich mit der Frage, ob das jetzt Kapitel oder Kapiteln hei\u00dft, manchmal zur Verzweiflung brachte.<br \/>\nDaf\u00fcr ist der &#8220;Heimsuchung&#8221; &#8211; Korrekturausdruck gekommen und die ersten Fotos f\u00fcr das &#8220;Mimi&#8221;-Cover sind gemacht. Ich hab auch viel gelesen, die ganze &#8220;B\u00fccherdiebin&#8221; und nat\u00fcrlich einige Blogs, so hat leselustfrust  einige literarische Wien-F\u00fchrer entdeckt und liest jetzt die &#8220;Strudlhofstiege&#8221;. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/20100606-205413.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/20100606-205413.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100606-205413\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-3622\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da kam dann die sonnt\u00e4gliche Einladung zum Geburtstagsbrunch &#8220;Zwanzig Jahre Psychotherapiegesetz&#8221; im Hotel Palais Strudlhof gerade richtig. Zwar war das keine literarische Veranstaltung, aber als die Konferenzr\u00e4ume des Hotel Palais Strudlhofs, noch die Gewerkschaftsakademie waren, bin ich einige Jahre am Donnerstag im vierzehnt\u00e4gigen Rhythmus zur Schreibwerkstatt mit Eveline Haas gegangen und dort einiges Interessantes erlebt und einige interessante Schreibimpulse, bishin zum &#8220;Literarischen Leben der Dora Faust&#8221; bekommen. Das Hotel Palais Strudlhof, liegt ja an der ber\u00fchmten Stiege und nachdem Leselustfrust die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/14\/wiener-literatur-schauplatze\/\">&#8220;Wiener Literatur Schaupl\u00e4tze&#8221;<\/a> besprochen hat, habe ich Anna Lindners literarische Entdeckungsreisen hervorgeholt und noch einmal durchgesehen.<br \/>\nAls mir der Alfred das Buch vor eineinhalb Jahren aus dem Souveniergesch\u00e4ft in der Kettenbr\u00fcckengasse oder von wo auch immer brachte, habe ich das Buch durchgebl\u00e4ttert und die  Kurzbeschreibung der f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Literaturschauspl\u00e4tze f\u00fcr die Auftragsarbeit einer Studentin gehalten, die noch dazu mit meiner Tochter Anna in dieselbe Klasse gegangen ist. Ein Buch f\u00fcr den schnellen Bildungstouristen halt. Nach fast zwei Jahren Literaturgefl\u00fcster ist mir viel interessant erschienen und so habe ich das B\u00fcchlein am Morgen in die Tasche gesteckt und zum psychotherapeutischen Fr\u00fchst\u00fcck mit Alfred Pritz, Gernot Sonneck, Gerhard Stumm, Heiner Batuska und wie die anderen Pioniere hei\u00dfen, die uns in den Genu\u00df des Psychotherapiegesetzes brachten, mitgenommen.<br \/>\nDa f\u00e4llt mir doch ein Literaturbezug ein, zumindest habe ich an einem meiner Geburtstagsfeste in der Reinprechtsdorferstra\u00dfe, 1993 oder 1994 war es wohl, nicht aus meinen Texten, sondern aus einem Briefwechsel gelesen, den ich mit dem damaligen \u00c4rztekammerpr\u00e4sident, Gernot Sonnek und dem \u00d6BVP \u00fcber die Frage, ob auch ein Nichtmediziner Psychotherapie machen und dann noch dasselbe Honorar bekommen soll? gef\u00fchrt habe, was sehr lustig oder  auch sehr traurig war. Die heutige Geburtstagsdiskussion war dagegen lehrreich und auf dem Weg in die Strudlhofgasse bin ich auch an einigen Literaturschaupl\u00e4tzen vorbeigekommen.<br \/>\nSo ist, wo die Operngasse in den Esperantopark m\u00fcndet, der Ausgangspunkt f\u00fcr die ber\u00fchmten &#8220;3. Mann Kanaltouren&#8221; und da standen die F\u00fchrer schon startbereit und vis a vis beim Cafe Museum, das jetzt renoviert wird, leuchtete der Friedrich Torberg gro\u00df und wuchtig von der Fensterscheibe. In der Herrengasse sitzt der  Peter Altenberg im Cafe Central und die Gina Kaus hatte ihren Zirkel im Cafe Herrenhof.<br \/>\nDie Psychotherapeutischen Reminiszenzen waren interessant und das Brunch sehr gut mit kleinen Vorspeisen, warmen Hauptspeisen, Cafe und Kuchen. Nachher bin ich bei dem wundersch\u00f6nen Wetter noch die Strudlhofstiege hinuntergegangen und habe mich mit dem Buch auf eine Bank gesetzt. Den ber\u00fchmten Roman habe ich nicht gelesen, nur die &#8220;D\u00e4monen&#8221; im Sommer 1977, als ich in die Otto Bauergasse gezogen war und am Freitagabend mit dem Willi in den Volksgarten tanzen ging, obwohl ich gar nicht tanzen kann. Die Strudlhofstiege feiert heuer ihren hundertsten Geburtstag und den Translatio, den \u00dcbersetzerpreis, der anl\u00e4\u00dflich des Bachmannslesens in Klagenfurt vergeben wird, ergeht an eine Holl\u00e4nderin, die die &#8220;Strudlhofstiege&#8221; ins Niederl\u00e4ndische \u00fcbersetzte und Anna Lindner hat, wie mir die andere Anna schon l\u00e4nger sagte, inzwischen auch einen Wiener Krimi F\u00fchrer geschrieben.<br \/>\nDas wars von der letzten Woche, zum Lesen habe ich  &#8220;Shanghai Baby&#8221; angefangen, das auch in der Schachtel vor dem Wien-Souveniergesch\u00e4ft in der Kettenbr\u00fcckengasse lag und n\u00e4chste Woche gibts mehr Literaturveranstaltungen.<br \/>\n &#8220;Die Heimsuchung&#8221; wird wahrscheinlich geliefert werden, ich hoffe die Korrekturen zu schaffen und als kleine Vorschau ein paar Fotos aus der Cover-Werkstatt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufmerksamen Lesern wirds nicht entgangen sein. Letzte Woche gabs kaum Literaturveranstaltungen. 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