{"id":3660,"date":"2010-06-11T00:26:10","date_gmt":"2010-06-10T22:26:10","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3660"},"modified":"2010-06-11T00:26:10","modified_gmt":"2010-06-10T22:26:10","slug":"zum-dritten-mal-gesellschaft-fur-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3660","title":{"rendered":"Zum dritten Mal Gesellschaft f\u00fcr Literatur"},"content":{"rendered":"<p>War ich am Donnerstag in dieser Woche bei den Buchvorstellungen von Lukas Cejpek &#8220;Wo ist Elisabeth?&#8221; und Herbert J. Wimmers Opus Magnum &#8220;k\u00fchlzack &amp; flexer. aggregat&#8221; beide Sonderzahl Verlag. Moderiert hat diesen Abend der dritte Gesellschaft f\u00fcr Literatur Germanist, wenn man so sagen kann, n\u00e4mlich Manfred M\u00fcller, der f\u00fcr die experimentelle Literatur zust\u00e4ndig scheint und der Aufh\u00e4nger zu beiden B\u00fcchern k\u00f6nnte die Frage &#8220;Was ist und wie schreibt man einen experimentellen Roman?&#8221;, sein, die Lukas Cejpek auch sogleich beantwortet hat.<br \/>\nDenn da hat bei ihm ein Angestellter des M\u00f6belhauses Leiner angerufen und mitgeteilt, da\u00df seine Frau ihre Handtasche im Gesch\u00e4ft vergessen hat, nun hat er keine solche, ging aber gleich auf Spurensuche und forschte akribisch einer fiktiven Elisabeth nach. Indem er Handtaschen und Container beschrieb und den Krokodilen bis ins \u00e4yptische Museum folgte, sich sozusagen detektivisch auf Elisabeths Spuren machte, um konkrete Geschichten \u00fcber sie zu erz\u00e4hlen und die Realit\u00e4t zur Fiktion zu machen und umgekehrt. Der Sonderzahlverlag ist ja ein konkreter Verlag, \u00e4hnlich wie der Ritter und Dieter Bandhauer, der Verleger, der auch anwesend war, ging bei den B\u00fcchert\u00fcrmen ziemlich gro\u00dfz\u00fcgig mit den B\u00fcchern um und hat meistens sehr aktuelle Sachen hineingestellt. So habe ich von damals leider ungelesen einiges von Herbert J. Wimmer und mit Lukas Cejpek habe ich vor Jahren einmal &#8220;Vera Vera&#8221; getauscht und &#8220;Keine Namen&#8221;, der letzte, wie Manfred M\u00fcller erw\u00e4hnte, 2001 erschienene Roman, stand wohl im B\u00fccherturm. Beide Autoren kenne ich schon lang, z\u00e4hlen sie ja zum Wiener Literaturbetrieb. Herbert J. Wimmer ist regelm\u00e4\u00dfiger Besucher der Alten Schmiede und ich glaube auch Stammgast im Filmmuseum, denn daf\u00fcr interessiert er sich ebenfalls, wie Lukas Cejpek engagierter H\u00f6rspielregisseur ist. In dieser Funktion hat er zwei Texte von Herbert J. Wimmer inszeniert. Zusammen haben beide das letzte Mal 1992 gelesen und Herbert J. Wimmer stellte sein Opus Magnum &#8220;k\u00fchlzack&amp;flexer&#8221; mit der Gattungsbezeichnung &#8220;aggregat&#8221; vor. Was wohl das Gemeinsame an beiden Texten ist, da\u00df sie aus Montagen und Assoziationen bestehen. Herbert J. Wimmer nennt es nicht Roman, sondern hat f\u00fcr jeden seiner Texte ganz bestimmte Gattungsbezeichnungen.<br \/>\nLukas Cejpek besteht auf die Romanbezeichnung, erz\u00e4hlend sind sie beide nicht und da f\u00e4llt mir ein, als ich so 1999 oder 2000 meine &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221; an die literarische Agentur Diana Voigt geschickt habe, hat sie sie mir mit der Anmerkung, da\u00df das kein Roman sei, zur\u00fcckgeschickt, was mich lang verwirrte. Sind meine Sachen ja  erz\u00e4hlend, realistisch und in den  Wiener Verh\u00e4ltnissen geht es in Anlehnung an einen Roman von Ruth Asp\u00f6ck \u00fcber Alfred Stern, um eine junge Frau, die in der Verlassenschaft ihres Vaters ein altes Buch findet, damit nach New York fliegt und dort die Geschichte eines neunundneunzigj\u00e4hrigen Emigranten erz\u00e4hlt bekommt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung.jpg?w=193\" alt=\"\" title=\"neues_buch_heimsuchung\" width=\"193\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-3663\" srcset=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung.jpg 1560w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung-193x300.jpg 193w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung-659x1024.jpg 659w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung-768x1193.jpg 768w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung-989x1536.jpg 989w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/neues_buch_heimsuchung-1318x2048.jpg 1318w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vielleicht hat sie es nicht so literarisch empfunden, erz\u00e4hlend ist es jedenfalls. Ich habe aber nichts gegen experimentelle Romane und da erz\u00e4hlte Herbert J. Wimmer auch von einem mit dem Titel &#8220;Die goldenen Fr\u00fcchte&#8221;, in dem es nur um Gespr\u00e4che \u00fcber einen Roman mit dem Titel &#8220;Die goldenen Fr\u00fcchte&#8221; geht.<br \/>\nDa bin ich schon beim zweiten Teil des heutigen Eintrags.<br \/>\n&#8220;Heimsuchung oder halb eins&#8221; ist gekommen und so bin ich am Donnerstagnachmittag am Schreibtisch gesessen und habe wieder eine kleine Aussendung gemacht und das ist kein Roman, sondern eine Erz\u00e4hlung, bzw. ein &#8220;Nanowrimo-Novel&#8221; und das Ergebnis eines interessanten Schreibexperimentes und ein drittes habe ich auch noch zu berichten und da bin ich wieder bei Lukas Cejpeks Beobachtungen, bzw. bei einem  Papiercontainer, in dem ein Hausbewohner seine ganze Kriminalbibliothek aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, also alle seine Hitchcocks, Wallaces, Simeons, Hamiltons ect. entsorgte.  Dar\u00fcber k\u00f6nnte man ebenfalls Romane schreiben, bei mir wirds sicher  ein erz\u00e4hlender und die Idee, wie es einer geht, die den ganzen Tag zu Hause sitzt und ihre B\u00fccher liest, schleppe ich auch schon lang mit mir herum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>War ich am Donnerstag in dieser Woche bei den Buchvorstellungen von Lukas Cejpek &#8220;Wo ist Elisabeth?&#8221; und Herbert J. Wimmers Opus Magnum &#8220;k\u00fchlzack &amp; flexer. aggregat&#8221; beide Sonderzahl Verlag. 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