{"id":3707,"date":"2010-06-21T19:58:38","date_gmt":"2010-06-21T17:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3707"},"modified":"2010-06-21T19:58:38","modified_gmt":"2010-06-21T17:58:38","slug":"sommerplane","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3707","title":{"rendered":"Sommerpl\u00e4ne"},"content":{"rendered":"<p>Gerade bin ich von der Feedbackrunde der zweiten Margaretner Kunst- und Kulturmesse zur\u00fcckgekommen. Es war, wie erwartet, der zweite Tag kein Erfolg und die Aussteller sind allein im Festsaal gesessen, so da\u00df es im n\u00e4chsten Jahr wieder auf ein oder zwei Tage, von siebzehn bis einundzwanzig Uhr mit Programm, ver\u00e4ndert wird. Nur ein Herr wollte seine Bilder eine Woche lang ausstellen und daf\u00fcr dem Bezirk zehn Prozent bezahlen.<br \/>\nEs gibt ein sch\u00f6nes Foto mit dem Bezirksvorsteher und eigentlich beginnt jetzt bald die Sommerpause.<br \/>\n&#8220;Mai Juni gibt es \u00fcberall Veranstaltungen!&#8221;, hat der Herr Bezirksvorsteher auch seine Erfahrungen ausgetauscht, ab drei\u00dfigsten Juni wird dann alles still und ab da ist man in den fr\u00fcheren Zeiten mit Kind, Kegel und Geschirr in die Sommerfrische gefahren und da ich etwas nostalgisch bin und wir die Wohnung in dem Haus in Harland haben, habe ich seit einigen Jahren auch vor Juli und August in Harland zu verbringen und nur jeweils zwei Tage in der Woche in Wien meinen Praxisbetrieb zu machen.<br \/>\nVor Jahren hat die Ruth Asp\u00f6ck einmal zwei Sommerfeste gemacht. Eines am Freitag mit einem guten Trautmannsdorfer Reis und einigen Salaten in ihrer Wohnung in der Burggasse, am Samstag  gabs dann eines in St. Peter am Wimberg, ihrem Verlagssitz und hat das so begr\u00fcndet, da\u00df die Salons fr\u00fcher Ende Juni ihre Sommerfrische mit einem Saisonschlu\u00df- bzw. Sommerfest gefeiert haben.<br \/>\nSommerfrischefeste gibt es bei mir nicht, nur das literarische Geburtstagsfest im November, trotzdem hat die Sommerfrische bei mir  Tradition, nur heuer ist es ein wenig unsicher, wann sie beginnen wird. In der ersten Juliwoche gibt es seit einigen Jahren das Symposium der j\u00fcdischen Geschichte \u00d6sterreichs, das mit einem Fest in der Synagoge von St. P\u00f6lten begonnen hat und dann in Wien, fr\u00fcher bei der BAWAG jetzt am Petersplatz, stattfand. Da bin ich im vorigen Jahr nach der ersten Landwoche sozusagen nach Wien zur\u00fcckgegangen, heuer wollte ich das Symposium auslassen, schlie\u00dflich hat es ja nicht so viel mit Literatur zu tun, aber da gibt es die Idee, da\u00df der Alfred mit dem Karl vom siebenten bis achtzehnten Juli irgendwohin fahren will.<br \/>\nAm sechsten hatte ich schon einen Klient eingeteilt und wollte dann aufs Land fahren, wenn aber anschlie\u00dfend das Symposium mit dem Thema &#8220;Zinsverbot und Judenschaden&#8221; ist, kann ich hingehen und erst nach dem zwanzigsten aufs Land fahren und dann bis zum Volksstimmefest bleiben.<br \/>\nJetzt wei\u00df der Alfred zwar nicht, ob er f\u00e4hrt und ich habe alle Optionen offen. Die Sommerfrische passt ja heuer auch sehr gut. Denn ich bin am Donnerstag mit dem Korrigieren von &#8220;Mimis B\u00fcchern&#8221; fertiggeworden und daher frei f\u00fcr den neuen gro\u00dfen Roman.<br \/>\nDa gibt es schon ein paar Ideen, so da\u00df ich wieder auf Recherche gehen k\u00f6nnte. Die und die n\u00e4chste Woche h\u00e4tte ich Zeit dazu, aber am Mittwoch beginnt das Bachmannpreislesen, da\u00df man sehr sch\u00f6n im Internet verfolgen kann. Das kann ja auch inspirierend sein und dann gibt es die Idee, den Sommerfrischesommer f\u00fcr Schreib\u00fcbungen zu n\u00fctzen. Recherchieren wird es sich in St. P\u00f6lten nicht sehr gut lassen, ich k\u00f6nnte mir aber ein intensiveres Schreibseminar vornehmen. \u00dcbungsideen habe ich inzwischen genug und auch eine Menge Kriminalromane, die ich als Sommerlekt\u00fcre einschieben k\u00f6nnte, die sind allerdings in Wien und in Wien gibt es einige Festivals. Das am Rathausplatz ist das bekannteste, im Juli gibts am Karlsplatz Filme und im Museumsqartier am Donnerstag Literatur,  da w\u00e4re am achten Juli der Arno Geiger und am f\u00fcnfzehnten, der Clemens Berger am Programm.<br \/>\nMal sehen, wie es werden wird. Ich halte alle M\u00f6glichkeiten offen, so da\u00df ich am siebenten aufs Land oder zum Symposium gehen kann und bez\u00fcglich schreiben, habe ich wieder einmal vor, mir viel Zeit zu lassen.<br \/>\nTrotzdem habe ich in der Nebelsteinh\u00fctte schon Pl\u00e4ne  gemacht. Die Idee eine Mutter Tochter Geschichte und \u00fcber den Flugzeugabsturz im April in Polen zu schreiben ist mir schon fr\u00fcher gekommen. Meine Mailkontakte zu meinem holl\u00e4ndischen Brieffreund Frans sind auch sehr inspirierend, w\u00e4hrend ich in der H\u00fctte dachte, da\u00df ich auf den besonderen Eva Jancak Ton achten und nicht einfach einen Beziehungs- und Gesellschaftsroman schreiben will. So ist mir die f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrige Schreibtrainerin Fritzi Jelinek eingefallen, die  bei ihrer Mutter, einer Deutsch unterrichtenden Mittelschullehrerin lebt, die ihr diesen besonderen Namen gegeben hat und einen wei\u00dfhaarigen dementen Gro\u00dfvater, der auch Deutschlehrer gewesen ist und jetzt die B\u00fccher vom offenen B\u00fccherschrank nach Hause schleppt, womit die Tochter gro\u00dfe Probleme hat, k\u00f6nnte es auch geben. Und Fritzis Diplomarbeit ist ein Schreibcoaching des oben geschilderten Romans.<br \/>\nSehr originell ist das m\u00f6glicherweise nicht, vielleicht gelingt es mir aber  daraus einen l\u00e4ngeren Roman zu machen, der das besondere Lebensgef\u00fchl des beginnenden einundzwanzigsten Jahrhunderts mit all seinen Entm\u00fcdigungs- \u00dcberwachungs- und Wirtschaftsproblemen beschreibt.<br \/>\nIch habe auch vor gr\u00fcndliche Studien zu machen, in meinen bisherigen Romanen zu lesen und all die Schreibb\u00fccher herauszukramen, um mich weiterzuentwickeln und bei den Schw\u00e4chen weiterzukommen, die ich vielleicht noch habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade bin ich von der Feedbackrunde der zweiten Margaretner Kunst- und Kulturmesse zur\u00fcckgekommen. 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