{"id":3798,"date":"2010-07-02T09:01:49","date_gmt":"2010-07-02T07:01:49","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3798"},"modified":"2010-07-02T09:01:49","modified_gmt":"2010-07-02T07:01:49","slug":"amokspiel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3798","title":{"rendered":"Amokspiel"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt das Kontrastprogramm zu Oswald Egger, n\u00e4mlich Sebastian Fitzeks &#8220;Amokspiel&#8221;, der zweite Thriller des 1971 in Berlin geborenen Erfolgschriftstellers, dessen Romane offenbar die Spannung haben, die man sonst nur den US-Autoren nachsagt und der seine B\u00fccher auch noch \u00fcbers Internet und Gewinnspielen mit gro\u00dfem Charme bewirbt. Das Buch ist \u00fcber den B\u00fccherschrank zu mir gekommen und ist der erste Fitzek Thriller, den ich gelesen habe, dennoch ist es mir bekannt erschienen, habe ich die Stelle von dem Mann, der ein Telefongespr\u00e4ch von einer Frau bekommt, die schon eine halbe Stunde tot sein soll,  im Literaturcafe auf der letzten Buchwoche 2007, die ich mir sehr intensiv gegeben habe, geh\u00f6rt und damals hatte ich von Sebastian Fitzek  keine Ahnung und den Namen, obwohl mich der Vortragsstil sehr beeindruckt hat, auch vergessen und bin im vorigen Jahr durch den Blog von Lillyberry auf ihn gesto\u00dfen, denn damals ist &#8220;Splitter&#8221; erschienen und jetzt &#8220;Der Augensammler&#8221;.<br \/>\nSebastian Fitzek verwendet immer spannende Themen und so habe ich mir gedacht, ich sollte das Buch lesen und wurde auch nicht entt\u00e4uscht. Spielt es doch in einem mir bekannten Milieu oder auch nicht. Denn die Psychologenszene, mit der ich zu tun habe, schaut ganz anders aus und auch das Berlin, das er beschreibt, wirkt eher, wie ein amerikanischer Tatort. Auch sonst ist h\u00f6chste Spannung und Suspense angesagt. Maximale Figuren- und Handlungskapazit\u00e4t nennt das, glaube ich, James N. Frey.<br \/>\nAlso die Hauptfiguren sind zwei Psychologen, erfolgreich, genial, intelligent, der eine in seiner Praxis, die andere, als Polizeiverhandlungsf\u00fchrerin in Geiselfragen und trotzdem sind beide am Ende.<br \/>\nIst dem einen doch im Prolog, das mit seiner Geliebten passiert und dann hat ihm jemand noch Kokain im Kofferraum versteckt und eine seiner Klientinnen soll er auch geb&#8230;, nein bel\u00e4stigt haben, so da\u00df er  ein Jahr sp\u00e4ter auf die Idee kommt, einen Rundfunksender, bei dem der Star Markus Timber Platten auflegt und irgendwo anruft, um dem Gl\u00fccklichen, der sich mit dem Satz &#8220;Ich h\u00f6re 101 Punkt 5 und jetzt her mit dem Zaster&#8221; meldet, f\u00fcnfzigtausend Euro verspricht, zu besetzen, Geiseln nimmt und im Rundfunk Amok mit der Drohung, beim falschen Satz jeweils eine Geisel zu erschie\u00dfen, spielt, um seine Braut, die von ihm schwanger war, zur\u00fcckzubekommen, an deren Tod er nicht glaubt.<br \/>\nDie Polizeipsychologin Ira Samin ist nach dem Selbstmord ihrer Tochter Sara auch am Ende, wurde Alkoholikerin, beschlie\u00dft sich ebenfalls umzubringen und will sich nur noch ein Cola light Zirone besorgen, damit das besser geht.<br \/>\nSie kommt indessen nicht dazu, wird sie doch von der Polizei  gefesselt, entf\u00fchrt und zur Verhandlung mit Jan May gezwungen. Au\u00dferdem ist ihre zweite Tochter Kitty, die seit Saras Selbstmord nicht mehr mit ihr spricht, die Praktikantin, die die Clubmitglieder in das Studio f\u00fchrte und sich dann unter der Sp\u00fcle versteckte.<br \/>\nZwei hohe Polizisten, von denen einer einmal Ira Samins Geliebter war und ein anderer, der vielleicht mit falschen Karten spielt, sind an der Entf\u00fchrung beteiligt.  Ira verhandelt, eine Geisel wird erschossen, ein Staatsanwalt haut ab und der etwas verr\u00fcckt erscheinende Rundfunkdirektor, der gerne mit dem Feuer spielt, findet heraus, da\u00df Leoni Gregor, die Tochter eines ukrainischen Mafia Bosses war und f\u00fcr ein Zeugenschutzprogramm entf\u00fchrt wurde.<br \/>\nDie Handlung wird aber noch spannendender und mehr emotional aufgeladen. So war die Geiselnahme nur figiert, Ira wird von der Polizei verhaftet und vom Mafiaboss eingesperrt, ihr Ex-Geliebter rettet sie und sie bekommt durch kluges Kombinieren heraus, da\u00df sich Leoni Gregor, die inzwischen Jans Kind geboren hat, auf dem Flug nach Z\u00fcrich bzw. Berlin befindet. Ira Samin l\u00e4\u00dft sich gegen ihre Tochter Kitty austauschen und Jan bekommt seine Leoni zu sehen und als wir soweit sind, stellt sich heraus, da\u00df alles anders, als man dachte, der Gute der B\u00f6se war und so rast Ira mit ihrem  Ex-Geliebten dem Tod entgegen, w\u00e4hrend Kitty in der Chariete von einem falschen Psychologen zu einem Abschiedsbrief gezwungen wird und Ira, die nichts als sich umbringen will, rettet nun auch Kittys Leben, in dem sie an ihre eigenen Pulsadern in dem Glauben, da\u00df das G\u00f6tz nicht aush\u00e4lt, geht. Schlie\u00dflich wird dann das, was noch vorhanden ist, gut und aufgekl\u00e4rt.<br \/>\nDas Motiv war, wie immer Schulden, Jan bekommt maximal drei Jahre und kommt danach mit einer elektronischen Fu\u00dffessel in den Hausarrest zu Frau und Kind,  weil er niemanden erschossen hat und er war auch noch Saras Psychologe, die ihm einen Abschiedsbrief hinterlie\u00df, in dem sie von ihrem Hirntumor schreibt und die Mutter  endg\u00fcltig von jeder  Schuld befreit. Der neue Liebhaber hat sich in der Person des leicht verr\u00fcckten Rundfunkdirektors auch schon angek\u00fcndigt, nur, ob er Ira von ihrer Trinksucht befreien kann, wissen wir noch nicht.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt das Kontrastprogramm zu Oswald Egger, n\u00e4mlich Sebastian Fitzeks &#8220;Amokspiel&#8221;, der zweite Thriller des 1971 in Berlin geborenen Erfolgschriftstellers, dessen Romane offenbar die Spannung haben, die man sonst nur den US-Autoren nachsagt und der seine B\u00fccher auch noch \u00fcbers &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3798\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-3798","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3798"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3798\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}