{"id":3908,"date":"2010-07-21T08:19:59","date_gmt":"2010-07-21T06:19:59","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3908"},"modified":"2010-07-21T08:19:59","modified_gmt":"2010-07-21T06:19:59","slug":"ab-in-die-sommefrische","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3908","title":{"rendered":"Ab in die Sommerfrische"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt sitze ich wieder in der Harlander K\u00fcche, da ich mich mit meinem zerbrochenen Laptop nicht auf die Terrasse traue, ihn aber erst reparieren lassen will, wenn wir in die Slowakei fahren werden.<br \/>\nDurch Alfreds Polenreise hat die Sommerfrische sp\u00e4ter begonnen, durch das Kino unter Sternen ist es aber ein wundersch\u00f6ner Wien Sommer geworden, mit Filmen \u00fcber Wien und dem Literarischen darum herum in allen seinen Variationen.<br \/>\nFilme \u00fcber Wien von 1896, wo die Fiaker \u00fcber die Ringstra\u00dfe und in den Prater fahren, bis 2010, wie zum Beispiel  &#8220;Schottentor&#8221;,  den es am Montag als Preview gab und der das sogenannte &#8220;Jonas-Reindl&#8221;,  das ich gut kenne, da ich dort, wenn ich als Studentin zur Uni oder in die Oper wollte, vor\u00fcber mu\u00dfte, in einer &#8220;lost in translation&#8221; Form zeigt.<br \/>\nIn den Filmen der Siebzigerjahre waren die VWs zu sehen, so da\u00df die Nostalgie auf die Kindertage geweckt wurde, auch mein Vater hatte einen, nach seiner Beiwagenmaschine.<br \/>\n1934 wurden von der Kronenzeitung gesponsort, die Firmlinge in einen geschm\u00fcckten Wagen gepackt und \u00fcber den Karlsplatz, wo fr\u00fcher eine Stra\u00dfe war, zuerst in die Stephanskirche, dann in den Prater gef\u00fchrt, behelmte Polizisten bewachten, Franz Lehar spielte Klavier, die S\u00e4ngerin verzog den Mund, zu h\u00f6ren war sie nicht und Wolfgang Kos, der Direktor des Wien Museums erkl\u00e4rte an dem Tag, wo es &#8220;Scorpio&#8221; zu sehen gab, da\u00df der Karlsplatz gar kein Platz ist und wie er fr\u00fcher ausgesehen hat.<br \/>\nDreizehn Filme habe ich gesehen, einmal bin ich ziemlich na\u00df geworden, die von A1 gesponserte Pelerine, hat aber gut gesch\u00fctzt und darunter hielt ich auf dem Scho\u00df eine Riesenpackung Mannerschnitten, die ich bei dem davor stattgefundenen Rollenspiel-Adventure mit Albert Farkas von FM4, auch einem Sponsor, gewonnen habe. Es war zwar ziemlich peinlich, da hinauszurennen, mich von dem sehr jungen Mann mit &#8220;du&#8221; anreden zu lassen und den Titel seines Internetromanes zu nennen, aber jetzt habe ich einen Mannerschnittenvorrat bis Weihnachten, obwohl ich Mannerschnitten gar nicht so mag, da es die in meiner Kindheit in gro\u00dfen Mengen gab und ich auch, wenn ich in die Volksschule ging, den Schokoduft von der naheliegenden Fabrik roch.<br \/>\nAm Sonntag gestaltete der Augustin das Vorprogramm, es gab gratis Bionade und gratis Waffeln und im Hauptprogramm einen Film \u00fcber acht M\u00e4nner, die beim &#8220;Homeless World Cup&#8221; in Melbourne vertreten waren, sehr interessant, denn ich habe nicht gewu\u00dft, da\u00df es so etwas gibt.<br \/>\nBis Sonntag gibt es noch Programmm, heute den &#8220;Dritten Mann&#8221;  am Freitag liest Franz Schuh vor drei Experimentalfilmen von Kurt Kren, Lisl Ponger und Ferry Radax.<br \/>\nWer in Wien ist, dem kann ich das Hingehen nur empfehlen, man lernt sehr viel dabei und es ist eine sch\u00f6ne Atmosph\u00e4re.<br \/>\nAber ich habe mich mit meinem Laptop und zwei Mappen Schreibliteratur aufs Land begeben und da habe ich auch mein Programm. Heute und in den n\u00e4chsten Tagen, die bisher vorhandenen vierundf\u00fcnfzig Seiten korrigieren und mich dann wieder in die Welt meiner Romanfiguren hineinbegeben, sie wachsen und kommen lassen, wie sie wollen, so da\u00df ein weiterer Eva Jancak Roman entstehen kann, womit nur noch zu kl\u00e4ren ist, wie professionell ich bin, denn da gab es gestern, mit <a href=\"http:\/\/texteundtee.wordpress.com\/2010\/07\/20\/rezensent-und-was-sich-dafur-halt\/\">Anni B\u00fcrkls<\/a> neuen Roman <a href=\"http:\/\/leselustfrust.wordpress.com\/2010\/07\/19\/anni-burkl-ausgetanzt\/\">&#8220;Ausgetanzt&#8221;<\/a> Troubles.<br \/>\n&#8220;Leselustfrust&#8221; hat ihn schon besprochen, ich habe einen Kommentar geschrieben, Anni B\u00fcrkl scheint sich angegriffen gef\u00fchlt zu haben und hat die &#8220;Rund um-Keule&#8221; von nicht professionell und daher offenbar nichts sagen d\u00fcrfen, geschwungen.<br \/>\nDa Anni B\u00fcrkl meinen Kommentar, in dem ich etwa das Gleiche, wie &#8220;Leselustfrust&#8221; in ihrem, geschrieben habe, nicht zu ver\u00f6ffentlichen scheint, merke ich hier an, da\u00df ich mich professionell als Psychologin, im Schreiben und im \u00c4u\u00dfern meiner pers\u00f6nlichen Meinung halte, meine Besprechungen zwar Rezensionen nenne, obwohl sie im strengen Sinn des Wortes keine sind und ich mich eigentlich immer bem\u00fche, keine negativen Kritiken zu geben, vielleicht ist das das Nichtprofessionelle daran, weil ich niemanden kr\u00e4nken will und nach zwei Jahren auch herausgefunden habe, da\u00df ich dabei trotzdem ehrlich sein kann.<br \/>\nMi\u00dfverstanden kann immer etwas werden und mit Anni B\u00fcrkl hatte ich ja und jetzt schreibe ich das einmal ausf\u00fchrlicher, im Jahr 2007 Schwierigkeiten, als ich ihren Roman &#8220;Arbeits\/los&#8221; nur tauschen wollte, obwohl sie vorher ein Buch von mir gekauft hat. Ich habe es ihr und auf meinen Blog sehr genau begr\u00fcndet, warum ich keine B\u00fccher kaufen will, die mehr als einen Euro kosten und ich denke auch, das ist legitim, da\u00df eine versucht mit m\u00f6glichst wenig Geld zu leben, weil sie nur so leben kann, wie sie es sich vorstellt und gedacht, da\u00df das Problem mit der von der GAV finanzierten Lesung, zu der ich sie 2008 nach Vorarlberg eingeladen habe, bereinigt ist.<br \/>\nIch hab mich dann im Herbst auf ein Gewinnspiel in ihren Blog, den ich f\u00fcr sehr professionell halte, obwohl sie, soweit ich wei\u00df, keine Schreibtrainerausbildung gemacht hat, gemeldet und wir hatten eine Zeitlang einen guten Kontakt, sie hat einige Mal auf meinen Blog  interessante Kommentare gemacht, mich in ihre Artikel einbezogen, wollte eine gegenseitige Verlinkung, hat mich gebeten, auf ihre Krimi-Werkstatt hinzuweisen&#8230;<br \/>\nSchade, da\u00df sie jetzt b\u00f6s auf mich ist, es tut mir leid, kann es aber nicht ver\u00e4ndern. Falsch verstanden wegen Tauschen habe ich aber nichts, denn es gibt ja keine Vorschrift, da\u00df man ein Buch unbedingt kaufen mu\u00df und seine Meinung \u00fcber B\u00fccher darf man \u00e4u\u00dfern. Da man nicht alles lesen kann, was es so gibt, plaudere ich auch gern \u00fcber Ungelesenes. Da gibt es sogar ein <a href=\"http:\/\/leselustfrust.wordpress.com\/2009\/07\/17\/pierre-bayard-wie-man-uber-bucher-spricht-die-man-nicht-gelesen-hat\/\">Buch<\/a>, das einem dazu ermuntert.<br \/>\nAber jetzt bin ich aufs Land gekommen, werde in den n\u00e4chsten sechs Wochen schreiben, Rad fahren, in der Badewanne lesen und dar\u00fcber berichten, das Wetter ist zum Gl\u00fcck sehr sch\u00f6n&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt sitze ich wieder in der Harlander K\u00fcche, da ich mich mit meinem zerbrochenen Laptop nicht auf die Terrasse traue, ihn aber erst reparieren lassen will, wenn wir in die Slowakei fahren werden. 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