{"id":4049,"date":"2010-08-13T10:26:35","date_gmt":"2010-08-13T08:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4049"},"modified":"2010-08-13T10:26:35","modified_gmt":"2010-08-13T08:26:35","slug":"lesetheateranekdoten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4049","title":{"rendered":"Lesetheater-Anekdoten"},"content":{"rendered":"<p>Der Osterspaziergang im Bezirk Landstra\u00dfe 2004 war der erste den ich besuchte, verbringen wir Ostern ja meistens in Harland und waren am Ostermontag noch immer dort. Aber 2003 hat mich Werner Gr\u00fcner bei meinem literarischen Geburtstagsfest eingeladen dort zu lesen. Und in dem 2000 geschriebenen Wenderoman &#8220;Die Viertagebuchfrau&#8221; kommen ja an zwei Stellen Ostereier vor.<br \/>\nBlaue von den netten Herren der FP\u00d6 \u00fcberreicht bekommene und gr\u00fcne von den Gr\u00fcnen und eine der Stellen habe ich in der St\u00e4dtischen B\u00fccherei bzw. der kleinen Galerie, wo der Spaziergang, der von Werner Gr\u00fcner organisiert wurde, begonnen hat, gelesen.<br \/>\nDie st\u00e4dtische B\u00fcchereien sind ja literarisch interessant, waren dort doch Dichter Bibliothekare, in der im dritten beispielsweise Gerhard Fritsch, wo ich sp\u00e4ter eine eigene Lesetheaterveranstaltung besuchte.<br \/>\nDer Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters hat mich sehr beeindruckt, ich glaube, ich habe damals noch Fotos gemacht und so gibt es einen Sto\u00df davon, wo einige wahrscheinlich auch in der Ausstellung zu sehen sind. Das Programm habe ich, obwohl  eine hundert Quadratmeterwohnung, die gleichzeitig psychologische Praxis ist,  nicht viel Raum zum sammeln bietet, inzwischen gefunden und das Literaturgefl\u00fcster gab es damals noch nicht.<br \/>\nAlso Zitate aus dem Ged\u00e4chtnis, das ja eines der wichtigsten Paradise sein soll, aus denen man nicht vertrieben werden kann. Die Alzheimerpatienten wissen das besser, aber ich kann mich tats\u00e4chlich an einiges erinnern. An die beeindruckende Er\u00f6ffnung in der B\u00fccherei beispielsweise, dann sind wir \u00fcber die Landstra\u00dfe zu einem Wirtshaus gegangen, das zwar geschlossen hatte, es gibt aber sch\u00f6ne Fotos mit Helga Eichler und Christa Kern und einer Lesung am Modenapark, wo es um den serbischen Dichter Branco Andric ging. Nat\u00fcrlich landeten wir  vor dem Haus in der Beatrixgasse, in dem einmal Ingeborg Bachmann wohnte, ein paar Jahre sp\u00e4ter habe ich ihm Rahmen eines Bachmannsymposiums noch einmal einen zur G\u00e4nze der Dichterin gewidmeten Spaziergang gemacht, wo wir in das Haus hineingegangen sind.<br \/>\nDamals ging es aber weiter zur Kreuzung Radetzkystra\u00dfe, wo Karl Kraus wohnte oder an der Fackel schrieb, da hat Rudolf Sladky gelesen, der noch in diesem Jahr gestorben ist und an den ich mich sehr gut erinnere, weil er immer eine Hutablage im Literaturhaus verlangte.<br \/>\nIn der N\u00e4he des Rudolf von Alt-Platz mu\u00df einmal Josef Weinheber gelebt haben. Franz H\u00fctterer hat jedenfalls &#8220;Der Wiener Ph\u00e4ake&#8221; und andere Gedichte gelesen und Werner Gr\u00fcner oder Rudolf Sladky, als Pedant dazu das Theodor Kramer Gedicht &#8220;Requiem an einen Faschisten&#8221;, am Schlu\u00df ging es \u00fcber das Musilhaus in der Rasumofskygasse, wo sich auch das GAV Sekreatariat befindet, in das Wirtshaus zum silbernen Kanderl, wo man etwas essen und jeder etwas lesen konnte.<br \/>\nIch glaube, die Tochter von der Vera Ferra-Mikura hat etwas von ihrer Mutter gelesen. Die Osterspazierg\u00e4nge haben mich, wie beschrieben so begeistert, da\u00df wir sp\u00e4ter die Osterferien extra verk\u00fcrzten. 2007 ist es durch den siebenten Bezirk gegangen und Ruth Asp\u00f6cks wunderbare Radkarawane hat dort in einem Theater in der Burggasse, das fr\u00fcher einmal ein Kindo war, begonnen. 2008 ging es durch den Achten und da hat mich der Organisator darauf angesprochen, da\u00df es noch nie einen durch den F\u00fcnften gab, so habe ich den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/04\/14\/margaretner-osterspaziergang\/\">2009<\/a> ein bi\u00dfchen mitorganisiert und viel dabei gelesen und ein bi\u00dfchen  heuer der Susanne Schneider bei der Runde durch den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/06\/osterspaziergang-des-ersten-wiener-lesetheaters\/\">vierten Bezirk<\/a> geholfen.<br \/>\nDas erste Wiener Lesetheater das jetzt seinen zwanzigsten Geburtstag feiert und von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/10\/01\/vom-rathaus-ins-literaturhaus\/\">Rolf Schwendter<\/a> mitbegr\u00fcndet wurde, hat mich aber auch sonst sehr begeistert. So habe ich als nebenberufliche Autorin und hauptberufliche Psychologin, die keine Schauspielausbildung hat, zwar nicht wirklich viel mitgelesen, habe aber bei der Zehnjahresfeierm wie ich mich erinnern kann, einen oder zwei Texte daf\u00fcr geschrieben und bin auch bei dieser Protestkarawane nach K\u00e4rnten mitgefahren.<br \/>\nHaupts\u00e4chlich ist es f\u00fcr mich, was, wie ich wohl wei\u00df, nicht so erw\u00fcnscht ist, ein Ort meine eigenen Texte zu pr\u00e4sentieren und so habe ich bei der 2002 von Anita C. Schaub gegr\u00fcndeten und inzwischen umbenannten Frauenlesegruppe eine Zeitlang mitgemacht und auch zwei Veranstaltungen mit eigenen Texten, der dort lesenden Frauen organisiert und 2000 hatte ich eine sehr sch\u00f6ne Lesung meiner eigenen Texte bei dem inzwischen nicht mehr existierenden literarischen Sonntag im Little Stage.<br \/>\nDa ich das ber\u00fchmte K\u00f6rberl ein bi\u00dfchen meide und nicht so sehr an dramatischen Texten interessiert bin, bin ich auch nicht sehr oft im Publikum, kann mich aber doch an einige sehr sch\u00f6ne Auff\u00fchrungen erinnern, die man sonst in dieser Qualit\u00e4t nicht so leicht sehen kann.<br \/>\nSchnitzlers &#8220;Professor Bernhardi&#8221; beispielsweise im Amtshaus des zweiten Bezirks, Ferdinand Bruckners <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/12\/01\/krankheit-der-jugend\/\">&#8220;Krankheit der Jugend&#8221;<\/a> \u00fcber das ich schon im Literaturgefl\u00fcster berichtet habe und eine Auff\u00fchrung der Thomas Bernhard Erz\u00e4hlung &#8220;Ja&#8221; und eine Auff\u00fchrung eines St\u00fccks von Gerhard Fritsch.<br \/>\nVor allem ist aber die Poet Night f\u00fcr mich sehr beeindruckend, die glaube ich, auch 2000 als Lesung eigener Texten der Aktivisten, gegr\u00fcndet wurde, bei der ich fast immer gelesen habe und meistens auch nonstop beiwohnte. <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/20\/literaturmarathon\/\">2008<\/a> und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/13\/poet-night\/\">2009<\/a> habe ich dar\u00fcber berichtet.<br \/>\nSo kann ich, wenn ich das Literaturfl\u00fcster durchschaue, schon eine kleine Anekdotensammlung zusammenstellen, die ich ausdrucken und Manfred Loydolt f\u00fcr das Lesetheaterarchiv bei der Festveranstaltung \u00fcberreichen kann.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Osterspaziergang im Bezirk Landstra\u00dfe 2004 war der erste den ich besuchte, verbringen wir Ostern ja meistens in Harland und waren am Ostermontag noch immer dort. 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