{"id":4063,"date":"2010-08-14T11:54:41","date_gmt":"2010-08-14T09:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4063"},"modified":"2010-08-14T11:54:41","modified_gmt":"2010-08-14T09:54:41","slug":"rezensionen-und-andere-neuigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4063","title":{"rendered":"Rezensionen und andere Neuigkeiten"},"content":{"rendered":"<p>Anni B\u00fcrkl leidet auf ihren Blog noch immer \u00fcber schlechte Kritiken und hegt Schelmenverdacht und ich kann die Empfindlichkeit ein bi\u00dfchen besser verstehen, wenn ich auf Leselustfrusts Blog die Diskussion zwischen Nina und Claudia Toman verfolge.<br \/>\nJa, der Literaturbetrieb ist streng reglementiert und hierarchisch geordnet und wenn man an einer Stelle steht, scheint man von dort nicht weg zu kommen, zumindest mir geht es so, stehe ich ja jetzt schon siebenunddrei\u00dfig Jahre am Eingang, habe f\u00fcnfundzwanzig B\u00fccher geschrieben, komme aber kein St\u00fcck hinauf oder hinein und stolpere von Mi\u00dfverst\u00e4ndnis zu Mi\u00dfverst\u00e4ndnis.<br \/>\nDie Preise der Stadt Wien bekommen zumindest heuer lauter experimentelle Autoren und Sprachk\u00fcnstler, beim Priessnitzpreis ist das \u00e4hnlich, aber der ist auch daf\u00fcr gemacht und bez\u00fcglich der Verlagsszene, gibt es die gro\u00dfen deutschen Verlage, wie Suhrkamp oder Rowohlt. Cornelia Travnicek hat jetzt ihr Geheimnis gel\u00fcftet, ihr n\u00e4chstes Buch erscheint bei DVA, dann gibt es in \u00d6sterreich Residenz, Droschl, Jung und Jung und  die vielen kleinen, wo die B\u00fccher meiner Kollegen erscheinen.<br \/>\nSo habe ich beim letzten Gewinnspiel von Dietmar F\u00fcssel seinen bei Atelier erschienen satirischen Roman &#8220;Diesseits von Eden&#8221; gewonnen, wo es um einen erfolglosen Schriftsteller geht und durch Emily Waltons Blog wei\u00df ich, da\u00df die Bruni wieder ein neues Buch in der Edition Roesner hat, das ist der Kleinverlag, wo auch Anita C. Schaubs Frauenbuch erschienen ist.<br \/>\nSehr viel Unterschied zwischen meinen B\u00fcchern und denen von Kitab, Resistenz, Arovell ect. sehe ich zwar nicht, beziehungsweise doch nat\u00fcrlich, die fehlende ISBN Nummer, um die ich mich ja nicht bem\u00fche und die Reaktionen des Literaturbetriebs.<br \/>\n&#8220;Da d\u00fcrfen Sie sich nicht wundern&#8230;!&#8221;, ect.<br \/>\nNein, stimmt so nicht, es ist ein m\u00fchsamer Weg, aber ich bin ihn schon ein St\u00fcck gegangen und seit ich das Literaturgefl\u00fcster habe, nehme ich meine B\u00fccher auch mehr ernst.<br \/>\n2000 oder 2002, als ich die ersten hatte und damit nach Frankfurt fuhr, war auch die Bruni dort und hat geglaubt, ich trete da in Verlagsverhandlungen. Aber das ist ja etwas, was mir aus irgendeinen Grund nicht gelingt und ich nicht zu k\u00f6nnen scheine. Da habe ich auch gedacht, ich m\u00fc\u00dfte etwas machen, damit meine B\u00fccher endlich einmal wo erscheinen, inzwischen denke ich, sie sind sch\u00f6n genug, professionell gemacht und auf den Inhalt kommt es an und der ist nun einmal wie er ist.<br \/>\nSozialkritisch, leise, vielleicht nicht mit der allerk\u00fcnstlichsten Sprache und vielleicht auch in einer eigenen Mischorthografie. Janko Ferk, der mir f\u00fcr die &#8220;Sophie Hungers&#8221; eine wirklich sch\u00f6ne Kritik geschrieben hat, die auf der Literaturhausseite zu finden ist, man darf es nur nicht aufgeben, dann klappt es schon einmal, nach dem Motto &#8220;Steter Tropfen h\u00f6hlt den Stein!&#8221;, hat zwei Dinge bem\u00e4ngelt, erstens das fehlende Lektorat, da meint er, da\u00df es ein Fehler w\u00e4re, das meine B\u00fccher auf Seite eins beginnen, wo Suhrkamp ect. schon bei neun oder so ist.<br \/>\nNun ja, das erscheint mir nicht so wichtig und Lektorat habe ich keines, stimmt, das machen wir eben so gut, wie wir es k\u00f6nnen, aber wie erw\u00e4hnt, ich denke, die B\u00fccher wirken, abgesehen von dieser Seitenzahl ohnehin sehr professionell und dann bem\u00e4ngelte er die Personenf\u00fchrung. Zu flach und naiv, wenn ich es richtig verstanden habe. Da mag schon etwas daran sein und ich nehme mir auch ernsthaft vor, bei der &#8220;Absturzgefahr&#8221; darauf zu achten, besser zu werden.<br \/>\nAber sonst, glaube ich, kommt die Rezension schon hin zur Professionalit\u00e4t, wie man es es sich w\u00fcnscht und eigentlich auch sein sollte. Denn nat\u00fcrlich verlocken meine selbstgemachten B\u00fccher zum Dr\u00fcberfahren, alles schon erlebt, es mu\u00df aber nicht sein und das das Thema interessant ist, denke ich eigentlich auch.<br \/>\nEs gibt noch eine zweite Rezension vom lieben Otto Lambauer, der im Augenblick seinen Blog wieder betreibt und da haupts\u00e4chlich sozialkritische Sachb\u00fccher bespricht.<br \/>\nDas w\u00e4ren also die Erfolge, ansonsten geht es weiter mit der &#8220;Absturzgefahr&#8221;.<br \/>\nDas die jetzt zu Ende konzipiert ist, habe ich schon erw\u00e4hnt. 101 Seiten bzw. 56.721 W\u00f6rter sind es schon im Rohkonzept, das hei\u00dft 27 Szenen und der Roman, wo die Kapitel \u00dcberschriften haben.<br \/>\nAuf 33 Szenen habe ich es  konzipiert und vom Roman fehlen noch drei Szenen, die wo Jennifer beschlie\u00dft vielleicht doch mit Patrick in die Sanatoriumsstra\u00dfe einzuziehen, Doras Begr\u00e4bnis und die Szene nach dem Geburtstagsfest, wo Johanna schlafen geht: &#8220;Dora, ich komme, denn es geht doch nicht an, da\u00df die Tochter vor der Mutter&#8230;&#8221; Und die Fritzi wird jetzt doch allein nach Linz zu ihrem Vater fahren und die Margret kommt nach Wien, um Jan von dort abzuholen.<br \/>\n120 Rohseiten w\u00fcrde ich mal sch\u00e4tzen, werden es werden und dann ist, glaube ich, noch mehr als sonst zu \u00fcberarbeiten, zu gl\u00e4tten, zu erg\u00e4nzen, einzuf\u00fcgen und nat\u00fcrlich die \u00fcblichen 10-15% wegstreichen.<br \/>\nIch bin da sehr zuversichtlich und es gef\u00e4llt mir auch, obwohl das Rohkonzept nat\u00fcrlich noch sehr holprig ist. Das w\u00e4ren also die Erfolgsberichte oder auch die der Wehmut und der Melancholie, aber sonst bin ich sehr flei\u00dfig, beharrlich und konsequent&#8230;<br \/>\nSonst schaut der Literaturbetrieb dem B\u00fccherherbst  bzw. dem deutschen Buchpreis entgegen. Da wird die Longlist, glaube ich, n\u00e4chste Woche ver\u00f6ffentlicht und es gibt  wieder das Lesebuch zum deutschen Buchpreis, das dem Buchhandel 1 Euro f\u00fcnfzig kostet und ab dem 18. ausgeliefert wird. Das hat dem Literaturgefl\u00fcster im vorigen Jahr  einige Artikel beschert und ich bin ganz sch\u00f6n herumgerannt, bis es mir die Annette Knoch geschickt hat.<br \/>\nSo habe ich gestern gleich ein Presseexemplar bestellt, mal sehen, ob es kommt, sonst kann ich, wenn Residenz auf einer der Listen steht, den Herwig Bitsche danach fragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anni B\u00fcrkl leidet auf ihren Blog noch immer \u00fcber schlechte Kritiken und hegt Schelmenverdacht und ich kann die Empfindlichkeit ein bi\u00dfchen besser verstehen, wenn ich auf Leselustfrusts Blog die Diskussion zwischen Nina und Claudia Toman verfolge. 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