{"id":4145,"date":"2010-08-23T11:16:16","date_gmt":"2010-08-23T09:16:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4145"},"modified":"2010-08-23T11:16:16","modified_gmt":"2010-08-23T09:16:16","slug":"montaglucken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4145","title":{"rendered":"Montagsl\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Nach einigen Absagen bleibt Zeit mich mit meinem Korrigierplan zu besch\u00e4ftigen. Bei <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\/gedankenblitz\/statusbericht-5\/\">www.schiftsteller-werden.de gibt es derzeit einige Artikel dar\u00fcber<\/a>, da Jaqueline Vellguth mit ihren 150.000 oder so W\u00f6rtern jetzt in einer Korrigierkrise ist und auf die Meinung ihrer Probeleser wartet.<br \/>\nMit Probelesern arbeite ich \u00fcblicherweise nicht, das hei\u00dft &#8220;Tauben f\u00fcttern&#8221; und &#8220;Die begrenzte Frau&#8221;, hat mir Judith Gruber-Rizy durchgesehen und bei der &#8220;Mimi&#8221; habe ich den Otto und die Anna gefagt, ob das Down Syndrom richtig beschrieben ist. Sonst bin ich dazu viel zu ungeduldig und auch skeptisch, ob ich sehr viele Probleleser finden w\u00fcrde? \u00dcblicherweise ver\u00e4ndert sich das Rohkonzept auch nicht mehr sehr. Ein Typ der dritten vierten Fassung, die ganz anders als das Original ist, bin ich nicht. Am Samstag habe ich aber mein schwarzes Moleskine aufgeschlagen und mir ein paar Punkte angemerkt, auf die ich schauen sollte.<br \/>\nWieso ist die Lore Jelinek-Listringer so eine M\u00e4nnerhasserin beispielsweise. Ob ich da  noch ein paar Szenen zur Erkl\u00e4rung einbaue? Ihr Vater ist ja eigentlich tolerant, die Gro\u00dfmutter sowieso,  Bernd hat sie betrogen, reicht das schon, denn sie hat das ja mit Mariusz Warszinski auch getan und sich deshalb scheiden lassen.<br \/>\nVielleicht gibt die Literatur Hinweise, die Arbeiten der Elfriede Jelinek, der Margit Schreiner, aber auch beispielsweise, die des Thomas Bernhards k\u00f6nnten sie dahin gebracht haben und das k\u00f6nnte, dann auch der Gag sein.<br \/>\nAuch ein paar andere Handlungsstr\u00e4nge m\u00fcssen wahrscheinlich noch ausgearbeitet werden. Am Samstag habe ich bis zur Szene f\u00fcnf korrigiert, danach will ich mir &#8220;Das Haus im Gr\u00fcnen&#8221; gesondert vornehmen und den einzelnen Kapiteln klingendere Namen geben und wenn ich so weit bin, vielleicht n\u00e4chste oder \u00fcbern\u00e4chste Woche, bin ich auch wieder ganz in Wien und dann ist es vielleicht eine gute Idee, die korrigierte Fassung und das Moleskine zu nehmen und mich damit in die Stra\u00dfenbahn zu setzen. <a href=\"http:\/\/www.wollinger.info\/?p=4704\">Thomas Wollinger probiert das auch gerade aus<\/a>, er nimmt sich das Buch &#8220;20 Master Plots&#8221;, zieht sich damit vom Schreiben zur\u00fcck und \u00fcberlegt, was das Buch seinem Roman sagen will? Vielleicht sollte ich das auch mal machen, die Rohfassung als  Materialsammlung nehmen und daraus den Roman erst machen. Bisher ist mir das zwar nie gelungen, das aber einiges noch im Vagen ist, k\u00f6nnte sein. Etwas ist mir beim Lesen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/14\/wir-mussen-uns-irgendwie-ahnlich-sein\/\">des Buchs von Marketa Pilatova<\/a>, das ich vorige Woche bespochen habe, aufgefallen, die arbeitet \u00e4hnlich wie ich, hat vier Personen bzw. Handlungsstr\u00e4nge und entwickelt die Geschichte daraus. Das mache ich sehr oft, nur denke ich dann manchmal, die Handlung wird vielleicht dadurch zu abgerissen, bei der Pilatova habe ich gesehen, da\u00df es durchaus gelingen kann. Sie ist zwar viel weniger chronologisch als ich und ist auch sehr oft in die Vergangenheit abgedriftet, bei mir es es vielleicht ein Schwachpunkt, da\u00df ich zuviel wiederhole, so etwas hat mir z.B. die Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg bei der &#8220;Radiosonate&#8221; angedeutet, da w\u00e4ren gr\u00f6\u00dfere Handlungsspr\u00fcnge ganz gut. Mal sehen, auf jeden Fall ein interessanter Gedanke zu sagen, ich bin noch nicht fertig, sondern fange jetzt an, aus meiner Materialsammlung, die ich in den letzten sechs Wochen erschrieben habe, einen Roman zu machen.<br \/>\nWie weit ich damit komme, werden meine Leser sehen. Interessantes gibt es auch vom <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/warum-werde-ich-nicht-veroeffentlicht-teil-1\/\">literaturcafe<\/a> zu berichten. Die haben n\u00e4mlich eine Sommerserie &#8220;Warum werde ich nicht ver\u00f6ffentlicht oder die gro\u00dfe Manuskriptverschickung&#8221; worin Tom Liehr in f\u00fcnf Folgen schonungslos aufzeigen wird, wieswo eine halbe Million, die Deutschunterricht genossen hat, autobiografisch schreibt, damit reich und ber\u00fchmt werden will, dennoch unver\u00f6ffentlicht bleibt.<br \/>\nMir macht der Unterton, der wieder das ber\u00fchmte &#8220;Dann d\u00fcrfen Sie sich nicht wundern, keine Chance, keine Chance!&#8221;, beinhaltet, zwar etwas Schwierigkeiten, interessant wird das Verfolgen der Serie aber sicher sein und ich schicke ja bekanntlich nicht mehr gro\u00df herum, meide auch die Zuschu\u00dfverfolge, das gro\u00dfe Feindbild des Literaturcafes, aber meine Art zu Ver\u00f6ffentlichen ist auch nicht angesehen und nat\u00fcrlich interessiert mich, was aus der \u00fcbergebliebenen halben Million wird? Das fasziniert mich immer sehr. Da gibts eine Ausschreibung, f\u00fcnfhundert schicken hin, zwanzig kommen in die Vorauswahl, was macht der Rest?<br \/>\nIch habe das Problem, da\u00df ich nur die sehe, die Erfolg haben, diese Namen und deren Texte finde ich, dann gibt es meine Freundinnen, die bei Kitab, Roesner, Arovell ect ver\u00f6ffentlichen und je nach Temperament auf mich heruntersehen, an jemanden, der soviel schreibt wie ich, nicht ver\u00f6ffentlicht und auch keinen Blog betreibt, komme ich \u00fcblicherweise nicht heran, deshalb interessieren mich solche Sommerserien und der Bedarf ist ja da, sonst w\u00fcrde es sie nicht geben.<br \/>\nMit der H\u00e4me mit der \u00fcber die berichtet wird, die in Auorenforen turnen, Schreibratgeber lesen und dann ihre Manuskripte falsch verschicken, weil sie &#8220;Drei Seiten f\u00fcr ein Expose&#8221; nicht gelesen haben, tue ich mir ein wenig schwer und bin nur gespannt, ob es Cornelia Travnicek beispielsweise im n\u00e4chsten Jahr mit Angela Leinens &#8220;Schreibratgeber&#8221; gelingen wird, den Bachmannpreis zu gewinnen, denn da steht ja offenbar drin, was man nicht oder schon schreiben mu\u00df, um  eine literarische Chance zu haben.<br \/>\nAnsonsten gibts von der Frequency eine Erfolgsnachricht, war doch am Samstag, nachdem ich, da die Anna eine Freundin am Ratzersdorfersee treffen wollte und nicht wu\u00dfte, wie man dorthin kommt, mit ihr hin gefahren bin, alles so, wie ich es mir  vorstelle. Die Tore offen, einmal hat der Anna ein Security freundlich gesagt, sie solle besser schieben und die Leute haben zwar am Weg Biergl\u00e4ser abgeschossen, uns aber in Ruhe gelassen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einigen Absagen bleibt Zeit mich mit meinem Korrigierplan zu besch\u00e4ftigen. 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