{"id":416,"date":"2008-11-03T20:53:00","date_gmt":"2008-11-03T19:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=416"},"modified":"2008-11-03T20:53:00","modified_gmt":"2008-11-03T19:53:00","slug":"nanowrimo-writing","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=416","title":{"rendered":"Nanowrimo-Writing"},"content":{"rendered":"<p>Nach all den Festaktivit\u00e4ten und Festvorbereitungen l\u00e4\u00dft sich nicht vergessen, da\u00df der November nicht nur wegen der Buch-Wien  und  dem Weihnachtsbuchgesch\u00e4ft, sondern auch f\u00fcr die Internet-Schreiberszene ein wichtiger Monat ist.<br \/>\nN\u00e4mlich der National Novel Writing Month, der in Amerika vor zehn Jahren ausgerufen wurde und bei dem es, wie man h\u00f6rt und staunt, heuer bereits \u00fcber 69.000 Teilnehmer gibt. Ich habe von dem Schreibemonat, wo sich inzwischen die ganze Welt zusammensetzt, um vom ersten bis  zum drei\u00dfigsten November einen Roman zu schreiben, der mindestens 50.000 W\u00f6rter hat, die Quantit\u00e4t ist wichtig, das erste Mal vor  einem Jahr durch das Writersstudio geh\u00f6rt und finde die Idee sehr spannend.<br \/>\nObwohl ich nicht die Absicht habe mitzumachen. Die &#8220;Radiosonate&#8221; ist ja noch zu korrigieren und da werde ich bis Weihnachten brauchen. Aber f\u00fcr das n\u00e4chste Mal oder im n\u00e4chsten Jahr k\u00f6nnte ich es mir vorstellen, um Material zu sammeln.<br \/>\nObwohl ich keine Schwierigkeiten mehr habe, eine Sache zu Ende zu bringen, da hat mir  die Struktur des Tages beim Wiener Stadtroman oder des Jahres, bei der &#8220;Radiosonate&#8221; sehr geholfen und mein n\u00e4chstes Projekt ist \u00fcberhaupt eine Viergenerationengeschichte. So glaube ich  nicht, da\u00df ich mich  anmelden will, um  meine Worte abzuz\u00e4hlen und am Schlu\u00df eine Urkunde zu bekommen, w\u00e4hrend das fertige Produkt niemand zu sehen bekommt, weil nur die Quantit\u00e4t wichtig ist. Ein paar der Nanoschreiber sollen ihre Romane aber schon ver\u00f6ffentlicht haben, etwas anderes ist f\u00fcr mich interessant. Habe ich in meiner nun schon f\u00fcnfunddrei\u00dfigj\u00e4hrigen Schreibgeschichte  ja  immer zu h\u00f6ren bekommen, du bist nicht gut genug,  schreib  nicht soviel, weil uns das nicht interessiert!<br \/>\nHier wird der Spie\u00df umgekehrt, ist doch das Ganze  eine \u00dcbung, um Schreibblockaden wegzubringen und dann fasziniert mich die Idee, da\u00df sich siebzigtausend meist sehr junge Leute an den Computer setzen, von denen einige Tausend die 50.000 W\u00f6rter  dann auch schaffen. Das ist wirklich  interessant, passiert es doch trotz der gro\u00dfen Schreiberzahl unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit. Der Buchhandel interessiert sich nicht daf\u00fcr. Der will seinen Nobel- bzw. Buchpreistr\u00e4ger und die Verlage pushen, jeweils, wie ich beobachten konnte, einen Shooting-Star hinauf, da\u00df sich aber so viele Leute f\u00fcr das Schreiben interessieren, bleibt unerw\u00e4hnt und die werden in Leipzig bzw. f\u00fcr das Bachmannlesen auch nicht genommen, w\u00e4hrend unsere Schulen inzwischen angeblich 20% Analphabeten erzeugen, die den Sinn gedruckter Seiten nicht mehr erfassen k\u00f6nnen.<br \/>\nDieser doch sehr leichtfertige Umgang mit der menschlichen Kreativit\u00e4t hat mich immer schon besch\u00e4ftigt und ich versuche mit meinen M\u00f6glichkeiten dagegen anzuk\u00e4mpfen, weil es f\u00fcr mich zu wenig ist, da\u00df von 600 Schreibenden, die angeblich 15 besten ausgew\u00e4hlt werden, w\u00e4hrend die  verk\u00fcmmerte Kreativit\u00e4t der Abgelehnten sp\u00e4ter vielleicht in einem Altersheim, von einem Schreibanimator im Sinne der oralen History,  m\u00fchsam  erweckt werden mu\u00df. Die Alternative liegt vielleicht in den Schreibforen im Internet, die ich sehr interessant finde.<br \/>\nSo werde ich mich mit dem Nationalen Writing Month  (<a href=\"http:\/\/www.nanowrimo.de\">nanowrimo.de<\/a> oder  <a href=\"http:\/\/www.nanowrimo.org\">nanowrimo.org<\/a>)  sicher  sehr besch\u00e4ftigen. Mal sehen, ob man au\u00dferhalb der Internet Communitiy  etwas davon zu h\u00f6ren bekommt.<br \/>\nIch h\u00e4tte heute eigentlich ins Literaturhaus gehen wollen, um mir die Gedenklesung der Grazer Autoren bzw. des ersten Wiener Lesetheaters anzuh\u00f6en.<br \/>\nDann ist es sich mit meinen Stunden nicht ganz ausgegangen, bzw. hat mir das Literaturgefl\u00fcster in den Fingern gejuckt.<br \/>\nUnd dann habe ich schon wieder bei einem Gewinnspiel mitgemacht und  ein Buch gewonnen, was ich schon habe, n\u00e4mlich &#8220;Bevor Max kam&#8221; von Michael K\u00f6hlmeier, weil ich wu\u00dfte, da\u00df das die Kaffeehausgeschichtensammlung ist, die f\u00fcr den Kurier geschrieben wurde. Leider war ich zu schnell in meiner Begeisterung und als ich vorsichtig anfragte, ob ich nicht stattdessen, den neuen K\u00f6hlmeier haben k\u00f6nnte, lag es schon im  Briefkasten. Jetzt kann ich es veschenken und das andere habe ich auch umsonst bekommen, n\u00e4mlich als erstes oder zweites bei dieser Libro Bestseller Aktion, vor zehn Jahren, als es noch den alten Libro, um den Andre  M. Rettberg gegeben hat. Also wieder eine Gratwanderung zwischen dem  Guten und dem Schlechten, die Liste der f\u00fcnfzehn \u00f6sterreichischen Neuerscheinungen habe ich aber schon im Kopf.<br \/>\nUnd Nervosit\u00e4t bez\u00fcglich meines Geburtstagsfests. Da melden sich jetzt die Leute ab und an und leider hat Lidio Mosca Bustamante, der argentinische Schriftsteller, den ich bei Hilde Schm\u00f6lzer kennenlernte, mit einer Operation Pech gehabt, so da\u00df er nicht wei\u00df, ob er kommen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach all den Festaktivit\u00e4ten und Festvorbereitungen l\u00e4\u00dft sich nicht vergessen, da\u00df der November nicht nur wegen der Buch-Wien und dem Weihnachtsbuchgesch\u00e4ft, sondern auch f\u00fcr die Internet-Schreiberszene ein wichtiger Monat ist. 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