{"id":4200,"date":"2010-09-02T08:56:55","date_gmt":"2010-09-02T06:56:55","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4200"},"modified":"2010-09-02T08:56:55","modified_gmt":"2010-09-02T06:56:55","slug":"lesetheaterfestveranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4200","title":{"rendered":"Lesetheaterfestveranstaltung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4214\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-174842.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4214\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-174842.jpg?w=300\" alt=\"Publikum\" title=\"Publikum\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-4214\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4214\" class=\"wp-caption-text\">Publikum<\/p><\/div>\n<p>Die Er\u00f6ffnungsgala zu zwanzig Jahre erstes Wiener Lesetheater hat gestern im Festsaal des Bezirksamtes Landstra\u00dfe stattgefunden, in dem Bezirk, wo 2004 der Osterspaziergang war. Dar\u00fcber gab es auch eine Fotoausstellung  und weil Werner Gr\u00fcner, der beides organiserte, gestern verhindert war, habe ich mich mit diesen Osterspaziergang, der der erste war, an dem ich teilgenommen habe, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/13\/lesetheateranekdoten\/\">auseinandergesetzt<\/a>.<br \/>\nManfred Loydolt, der die Gala organisierte, hat ab 14:30 zu einem Brainstorming eingeladen und wollte mich zum Osterspaziergang und andere besondere Lesetheaterveranstaltungen, sowie die zw\u00f6lfj\u00e4hrige Selma Oerge zu der Sicht der Jugend interviewen.<br \/>\nDas sollte ein bi\u00dfchen vorbereitet werden, leider gab es in dem gro\u00dfen, sch\u00f6nen, alten Festsaal kein Mikrophon und ich habe eine eher leise Stimme und keine Sprechausbildung.<br \/>\nAnsonsten war es ein sehr sch\u00f6nes, vielf\u00e4ltiges Programm in einunddrei\u00dfig Punkten, das Manfred Loydolt zusammengestellt hat. Er und Silke Rosenb\u00fcchler, die ich kenne, seit sie 1999, den Lise Meitner Preis gewonnen hat und die jetzt in Ober\u00f6sterreich lebt, haben moderiert und begonnen hat es mit Manfred Loydolt am Klavier und einer Brechtadaptierung.<br \/>\nDann haben Christian Schreibm\u00fcller und Elisabeth Chovanec eigene Gedichte gelesen, bevor begr\u00fc\u00dft und f\u00fcr das Buffet gedankt wurde. Sehr viel Ehreng\u00e4ste waren nicht zu sehen, nur eine Dame vom Kulturforum Sandleiten, aber viele Lesetheaterinteressierte. Dann kam Ottwald John mit einer gro\u00dfen Rolle auf die B\u00fchne  und hat \u00fcber die erste Leseauff\u00fchrung berichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_4216\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-174949.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4216\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-174949.jpg?w=300\" alt=\"Christian Schreibm\u00fcller, Elisabeth Chovanec\" title=\"Christian Schreibm\u00fcller, Elisabeth Chovanec\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-4216\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4216\" class=\"wp-caption-text\">Christian Schreibm\u00fcller, Elisabeth Chovanec<\/p><\/div>\n<p>Manfred Loydolt w\u00fcnschte sich ja Anekdoten und das Lesetheater wurde vor zwanzig Jahren von  Manfed Chobot, Hansj\u00f6rg Liebscher, Manfred Chobot, Brigitte Guttenbrunner, Evelyn Holloway und nat\u00fcrlich Rolf Schwendter gegr\u00fcndet und ist seither ein wichtiges St\u00fcck Wiener Untergrundkultur, wo sich Autoren, Schauspieler und interessierte Laien treffen und mit viel Engagement und wenig Geld sehr viel auf die Beine stellen, was sonst nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<br \/>\nAlle au\u00dfer, die von rechts, k\u00f6nnen dabei mitmachen, brachte es Manfred Loydolt auf den Punkt und so kamen auch gleich vier Mitgliederinnen der Frauen lesen Frauen Gruppe und brachten Elfriede Gerstls Kurzh\u00f6rspiel &#8220;Berechtigte Fragen&#8221;.<br \/>\nAnekdoten gab es \u00fcber eine offenbar zu lange &#8220;Don Carlos&#8221; Auff\u00fchrung, wo das Publikum eingeschlafen ist, aber ich erinnere mich an einige Marathonveranstaltung, wie zum Beispiele die Lesung von Musils &#8220;Mann ohne Eigenschaften&#8221; im WUK.<br \/>\nManfred Loydolt wurde auch von einem scheinbaren Sandler zum Mitlesen aufgefordert, der sich dann als Dr.Dr.Dr. Subkulturforscher und Universit\u00e4tsprofessor entpuppte.<br \/>\n&#8220;Rolf in der Einsamkeit bei Potz-Neusiedl&#8221; war auch ein Punkt und die Geschichte, wo die Kronenzeitung gro\u00df mit Qualtinger Bild \u00fcber eine Helmut Qualtinger Lesung berichtete. Da kam auch Publikum, nur peinlich, da\u00df sich dieses &#8220;Und wo ist jetzt der Qualtinger?&#8221;, erkundigte.<br \/>\nManfred Chobot, auch ein Gr\u00fcndungsmitglied des Lesetheaters, hat sich \u00fcber die M\u00e4nner und Frauensprache in &#8220;Eine Textin f\u00fcr das Sprechen&#8221; auseinandergesetzt, war aber selbst nicht da.<br \/>\nLilo Perchthold las ein St\u00fcck aus Sigmund Freuds &#8220;Das Unbehagen in der Kultur&#8221; und Pia Taibl die Katzengeschichte &#8220;Drei W\u00fcnsche&#8221;, denn <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/24\/katzenfasching\/\">Katzen sind auch ein gro\u00dfes Thema beim ersten Wiener Lesetheater<\/a>.<br \/>\nWas geh\u00f6rt noch dazu? Der Kaffeeklatsch und das Kuvertieren, denn Rolf Schwendter ist ja einer, der alles mit der Hand schreibt und das Programm des ersten Wiener Lesetheater ist das sogenannte &#8220;Lesezeichen&#8221;, wo die Veranstaltungen in Schnipseln angek\u00fcndigt werden, einmal im Monat trifft man sich in einem Kaffeehaus und kuvertiert. Inzwischen gibt es auch das Internet und eine Homepage <a href=\"http:\/\/www.lesetheater.at\/\">www.lesetheater.at<\/a>, aber das ist eine Besonderheit des Lesetheaters und das &#8220;Lesezeichen&#8221;, geh\u00f6rt zu den Sammelst\u00fccken.<\/p>\n<div id=\"attachment_4218\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-191626.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4218\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-191626.jpg?w=300\" alt=\"Silke Rosenb\u00fcchler, Eva Jancak, Manfred Loydolt\" title=\"Silke Rosenb\u00fcchler, Eva Jancak, Manfred Loydolt\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-4218\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4218\" class=\"wp-caption-text\">Silke Rosenb\u00fcchler, Eva Jancak, Manfred Loydolt<\/p><\/div>\n<p>Dann hab ich ein bi\u00dfchen was \u00fcber den Osterspaziergang und die Ausstellung erz\u00e4hlt, auch, da\u00df ich die Lesetheatergr\u00fcndung in der GAV mitbekommen habe, als Autorin davon angezogen wurde und meine Ersterfahrung  eine &#8220;Blaue Stunde&#8221; war, wo Eva Fillipp einen meinen Texte las, die &#8220;Blaue Stunde&#8221; ist eine Veranstaltung, die, wie Rolf Schwendter sp\u00e4ter ausf\u00fchren sollte, 1994 gegr\u00fcndet wurde.<br \/>\nInzwischen gibt es ein Dreiergremium f\u00fcr die Entscheidungen, das aus Eva Fillipp, Rolf Schwendter und Susanne Schwarz-Aschner besteht, das verlas die Namen der  verstorbenen Mitglieder und da waren nicht nur Rudolf Sladky, sondern auch Elfriede Gerstl, Gerd Jonke, Gerhard Kofler, Andreas Okopenko dabei und Doris Haubner, an die ich mich von der Nestroy Marathonnacht im K\u00fcnstlerhaustheater erinnere, dann gab es, glaube ich, noch eine Literaturhausveranstaltung, wo es um Fl\u00fcsterwitze ging, die w\u00e4hrend des dritten Reiches im BBC gesendet wurden.<br \/>\nEine Anekdote, die ich fast vergessen h\u00e4tte, w\u00e4re noch, da\u00df einmal jemand, der sich sonst nicht so f\u00fcr Literatur interessiert, begeistert mit dem Autogrammbuch zu einer Veranstaltung kam und entt\u00e4uscht wurde, weil er diese Waltraud Haas nicht finden konnte, was ja auch ein Trauma ist, immer diesbez\u00fcglich verwechselt zu werden.<br \/>\nDas G\u00fcndungsmitglied Evelyn Holloway, die in England lebt und ihre Gedichte zuerst auf Englisch schreibt , hat aus ihrem neuen Band, der bei Wieser erscheinen wird, einige Proben gelesen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4220\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-191936.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4220\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20100901-191936.jpg?w=300\" alt=\"Susanna Schwarz-Aschner, Eva Filipp, Hahnrei Wolf K\u00e4fer, Rolf Schwendter\" title=\"Susanna Schwarz-Aschner, Eva Filipp, Hahnrei Wolf K\u00e4fer, Rolf Schwendter\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-4220\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4220\" class=\"wp-caption-text\">Susanna Schwarz-Aschner, Eva Filipp, Hahnrei Wolf K\u00e4fer, Rolf Schwendter<\/p><\/div>\n<p>Zur Vorstellung der Poetnight und des Chansonabends ist es nicht mehr gekommen, es gab aber eine Lesetheaterhymne von Ingrid Jantzen und Richard Matula und Rolf Schwendter hat nat\u00fcrlich wieder eine seiner ber\u00fchmten Gedichtballaden auf &#8220;Zwanzig Jahre Lesetheater&#8221; gemacht.<br \/>\n&#8220;Und es ist nichts los in der Kulturpolitik &#8211; in der Kulturpolitik ist nichts los..&#8221;<br \/>\nIm Lesetheater aber sehr viel, denn es lasen noch Susanne Schneider, es gab ein Dramolette von Hahnrei Wolf K\u00e4fer aufgef\u00fchrt mit Eva Fillipp, Susanne Schwarz-Aschner und Rolf Schwendter &#8220;Die Krise im Gem\u00fcse&#8221; und  das \u00dcberraschungsfinale mit Eva Fillipp, Helga Golinger und Susanne Schwarz-Aschner, das die Verabschiedung und die Danksagung an Silke Rosenb\u00fcchler unterbrach.<br \/>\nDamit habe ich einiges ausgelassen, die Zeit war aber schon \u00fcberzogen und Manfred Loydolt hatte seine liebe M\u00fche, den Besuchern einzutrichtern, da\u00df nur im Nebenkammerl, wo das  Buffet errichtet war, gegessen und getrunken werden durfte. Dort gab es ein Gedr\u00e4nge um Wein, Aufstriche und das Str\u00f6ckgeb\u00e4ck, das Ausstellungskammerl, durch das ich f\u00fchren sollte, war lange leer, als sich endlich der Dr. Molt daf\u00fcr interessierte, waren die Fotos, die von Alfred, Thomas Fr\u00f6hlich und den Makomaskis stammen, schon abger\u00e4umt, zum Gl\u00fcck hatte ich ein paar eigene mit.<br \/>\nEs gab ein kleines Honorar, denn inzwischen hat das Lesetheater Subventionen, man sollte sich auf Ottwald Johns Rolle unterschreiben, dann dr\u00e4ngte Manfred Loydolt schon zum Aufbruch, weil das Bezirksamt geschlosen werden mu\u00dfte.<br \/>\nUnd Judith Gruber-Rizy, die mit Hilde Langthaler, Ruth Asp\u00f6ck, Elfriede Haslehner ect. im Publikum war, kl\u00e4rte mich dar\u00fcber auf, da\u00df die Lesetheaterveranstaltungen in den St\u00e4dischen B\u00fcchereien im &#8220;Lesezeichen&#8221; ausgeschrieben waren, man konnte sich melden und es wurde ausgelost. Selber schuld, wenn man das &#8220;Lesezeichen&#8221; nicht genau genug studiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Er\u00f6ffnungsgala zu zwanzig Jahre erstes Wiener Lesetheater hat gestern im Festsaal des Bezirksamtes Landstra\u00dfe stattgefunden, in dem Bezirk, wo 2004 der Osterspaziergang war. 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