{"id":43263,"date":"2016-04-14T23:39:29","date_gmt":"2016-04-14T21:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=43263"},"modified":"2016-04-14T23:39:29","modified_gmt":"2016-04-14T21:39:29","slug":"aichinger-digital-human","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=43263","title":{"rendered":"aichinger- digital human"},"content":{"rendered":"<p>Ein &#8220;Ilse Aichinger-Symposium&#8221; in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221;, das erste, wie Manfred M\u00fcller in seiner Einleitung erz\u00e4hlte, Vortr\u00e4ge und Lesungen h\u00e4tte es aber schon gegeben.<\/p>\n<p>Die erste im Dezember 1965, da hat sie aus &#8220;Eliza Eliza&#8221; gelesen.<\/p>\n<p>Das habe ich nat\u00fcrlich vers\u00e4umt, war aber schon bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/05\/hommage-an-ilse-aichinger\/\">Aichinger Veranstaltungen<\/a> in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/25\/vor-dem-90-geburtstag\/\">&#8220;Alten Schmiede&#8221;<\/a> und einmal, glaube ich, in der Beamtenversicherung, da hat sie noch selbst gelesen, vor circa zehn Jahren oder etwas l\u00e4nger und da habe ich mir auch das &#8220;Edition Korrespondenzen Heftchen&#8221;, wo ihre Publikationen angek\u00fcndigt waren, signieren lassen.<\/p>\n<p>Jetzt tritt Ilse Aichinger nicht mehr \u00f6ffentlich auf, daf\u00fcr gab es aber ein gro\u00dfen Foto von ihr vor dem Vortragspult und das &#8220;Aichinger Symposium&#8221;, das am Donnerstag und Freitag in der Herrengasse stattfand wurde, von Christine Invanovic konzipiert, die ist Professorin der Komparatistik und das &#8220;Symposium&#8221; ist ein Studentenprojekt, deshalb waren auch sehr viele junge Leute da.<\/p>\n<p>Drei von ihnen haben am Vortragspult Platz genommen und es begann mit einem Film aus dem Jahr 1965 &#8220;B\u00fccher beim Wort genommen: Schlechte W\u00f6rter&#8221;, den Johannes Schlebr\u00fcgge und Ulrike Voswinckel im Haus der Dichterin in Gro\u00dfgmain, wo sie damals lebte, drehte.<\/p>\n<p>Es ging um das Buch &#8220;Schlechte W\u00f6rter&#8221; und die noch sehr jung wirkende Ilse Aichinger las daraus den Text &#8220;Dover&#8221;: &#8220;Wult w\u00e4re besser als Welt.\u00a0 Weniger brauchbar, weniger geschickt&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Dann ging sie einen Wiesenweg hinunter und erkl\u00e4rte, wie bei ihr das Schreiben funktioniere. Der erste Satz mu\u00df stimmen, mehr wei\u00df sie nicht, aber wenn sie den hat,\u00a0 l\u00e4\u00dft sie sich treiben und der Text entsteht und bei den Figuren ist das \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Erstaunlich,\u00a0 von einer eher experimentellen Dichterin, mit einer Stimme, wie sie heute <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/09\/20\/winters-garten\/\">Valerie Fritsch<\/a> hat, schon\u00a0 1976, das zu h\u00f6ren, was heute in jedem Schreibgeberratbuch lesen kann und im Anschlu\u00df an den Film lasen die drei Studenten, den Text nochmals vor und diskutieren mit dem Publikum eineinhalb Stunden dar\u00fcber, wie man ihn verstehen kann.<\/p>\n<p>Ich habe ja Ilse Aichinger so verstanden, da\u00df ihr Schreiben ein Assoziationsflu\u00df ist, also aus dem Unbewu\u00dften kommt, interessant also die Deutungen der Studenten und interessant, sozusagen live eine Proseminar zu erleben oder sich vorzustellen, wie das Studieren heute geht.<\/p>\n<p>Dann gabs eine Pause und dann ist es mit &#8220;Ilse Aichinger und der Film&#8221; weitergegeangen. Alexander Horvath, der mit ihr befreundet war, hat dazu einen Vortrag gehalten,\u00a0 Ilse Aichinger ist ja sehr lange jeden Tag ins Kino gegangen und hatte vor zehn oder f\u00fcnfzehn Jahren auch einen diesbez\u00fcgliche &#8220;Standard Kolumne&#8221;.<\/p>\n<p>Im Anschlu\u00df daran hat Anne Bennent Aichingers Gedichte gelesen und am Freitag geht es weiter mit dem Syamposium. Ich bin aber schon nach der Pause, in der ich mich sehr lang und sehr intensiv mit dem &#8220;Korrespondenz-Verleger&#8221; Reto Ziegler, der auch mit Ilse Aichinger befreudet ist und der sich jede Woche besucht, unterhalten, gegangen, weil ich\u00a0 mit dem Alfred nach Krems zum achtzehnten &#8220;Literatur und Wein- Festival&#8221; gefahren bin und das Wochenende auch in St. P\u00f6lten, beziehungsweise Krems und G\u00f6ttweig bleiben werde.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend ist vielleicht noch hinzuzuf\u00fcgen, da\u00df es\u00a0 bei dem Symposium auch um Orte, beziehungweise Verortungen geht, deshalb auch der Text &#8220;Dover&#8221; und deshalb gab es auch eine Fotoausstellung mit Bildern von den Studenten, an der Stelle, wo sonst die Fotografien von Hertha M\u00fcller, Friederike Aichinger, Gert Jonke h\u00e4ngen und digital:human hei\u00dft das\u00a0 Studentenprojekt wahrscheinlich, weil sich die Studenten auch im Internet damit besch\u00e4ftigen und da sozusagen ein <a href=\"http:\/\/www.aichingerhaus.at\/#\">&#8220;Aichinger-Haus&#8221; <\/a> eingerichtet haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein &#8220;Ilse Aichinger-Symposium&#8221; in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221;, das erste, wie Manfred M\u00fcller in seiner Einleitung erz\u00e4hlte, Vortr\u00e4ge und Lesungen h\u00e4tte es aber schon gegeben. 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