{"id":4371,"date":"2010-09-17T09:49:14","date_gmt":"2010-09-17T07:49:14","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4371"},"modified":"2010-09-17T09:49:14","modified_gmt":"2010-09-17T07:49:14","slug":"in-eigener-sache","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4371","title":{"rendered":"In eigener Sache"},"content":{"rendered":"<p>Seit ich aus Harland zur\u00fcck bin, habe ich bei der &#8220;Absturzgefahr&#8221; mehr oder weniger vor mich hinged\u00fcmpelt. Das geht mir manchmal so, wenn ich mit der Rohfassung fertig bin, will das Korrigieren nicht von der Hand. Ganz stark war das  bei der &#8220;Viertagebuchfrau&#8221;, diesmal war es moderater. Ist das Schreiben des Rohentwurfs ja flott dahingegangen,  hat Spa\u00df gemacht und  bin mit dem Ergebnis eigentlich auch zufrieden. Meine Rohfassungen sind inzwischen fl\u00fcssiger und gar nicht mehr so, da\u00df man verzweiflen m\u00fc\u00dfte.<br \/>\nTrotzdem vor mich hingetr\u00f6delt und immer wieder in das Netz geschaut. Ich versuche damit tolerant umzugehen, denke, da\u00df ich das brauche und versuche nur, ein bi\u00dfchen was zu tun, auch wenn es schneller gehen k\u00f6nnte. Also das, was ich auch meinen Klienten rate.<br \/>\nSo bin ich gestern mit der zweiten Gesamtkorrektur fertiggeworden. Das Ganze ist erwartungsgem\u00e4\u00df geschrumpft, hat jetzt  knapp hundertdreizehn Seiten beziehungsweise 62.514 Worte. Obwohl ich gro\u00dfe Pl\u00e4ne hatte, habe ich am Inhalt nichts ver\u00e4ndert und werde das wahrscheinlich auch nicht sehr, obwohl ich vorhabe, wenn &#8220;Mimis B\u00fccher&#8221;, das mir der Alfred endlich gegeben hat, durchgesehen ist, mich damit in die Stra\u00dfenbahn zu setzen, um nachzuschauen, ob ich die Handlung nicht vielleicht doch \u00e4ndern will. Meist  komme ich darauf, es bei der Rohfassung zu lassen und das hat vielleicht auch sein Gutes.<br \/>\nAlso keine \u00c4nderung der Beziehungsgeschichte Fritzi &#8211; Jan. Da bleibts bei dem Angedeuteten, was vielleicht auch realistisch ist. Sie d\u00fcrfen keine Liebe haben, weil es die Kirche nicht erlaubt und tun es auch nicht, weil sie nichts ver\u00e4ndern wollen. Die sogenannte Bigitte Schwaiger Szene habe ich schon in Harland ein bi\u00dfchen aufgep\u00e4ppelt. Da trifft der alte Mann am Schrank eine Frau mit einer gro\u00dfen B\u00fcchertasche, nachher waren Schwaiger B\u00fccher drinnen und Elena liest aus der Zeitung von einer Wasserleiche vor. Auch die M\u00e4nnerfeindlichkeit der Mutter ist, denke ich, klar genug erz\u00e4hlt und Erikas Liebe zu ihren zwei M\u00e4nnern bleibt auch nur ein Nebenstrang.<br \/>\nBis Weihnachten wahrscheinlich Korrigierarbeit und dann Digitalbuch f\u00fcnf- oder sechsundzwanzig. Da\u00df meine S\u00e4tze vielleicht ein bi\u00dfchen klarer werden, hoffe ich. Der Ton bleibt realistisch, das Stiefkind der Literatur ich wei\u00df und der Inhalt ist sehr leise und verhalten, obwohl es von Traumatisierungen wimmelt. Das ist wohl das meine und ich will mich wohl auch mehr selbst verwirklichen, als f\u00fcr den Markt schreiben.<br \/>\nAls n\u00e4chstes steht die Endkorrektur von Mimis B\u00fccher an, damit das an die Druckerei gehen kann. Das ist in den letzten Wochen ein bi\u00dfchen untergegangen, beziehungsweise w\u00e4hrend des Sommers auf Alfreds Schreibtisch gelegen, weil wegen Pendeln keine Zeit. Jetzt hoffe ich, da\u00df es bald fertig wird und und mu\u00df mich um den Beschreibungstext k\u00fcmmern.<br \/>\nSonst sind Lesepl\u00e4ne angestanden, aufmerksame Leser wissen es, ich hatte im Sommer  eine Krimiphase, am ersten September &#8220;Ein Mann, ein Mord&#8221; ausgelesen, dazwischen zwei brandneue Rezensionsexemplare eingeschoben und konnte dann zu meiner Leseliste zur\u00fcck, die ich mir im Juni vorgenommen habe. Seit den offenen B\u00fccherschr\u00e4nken komme ich damit aber geh\u00f6rig durcheinander, weil ich regelm\u00e4\u00dfig vorbeikomme und wenn ich was finde, schiebe ich es auch ein.<br \/>\nDiese Woche bin ich endlich dazugekommen, den Ulrich Becher zu lesen, der schon sehr lange auf der Liste steht, als n\u00e4chstes st\u00fcnde ein Alberto Moravia an und Tom Parks &#8220;Schicksal&#8221; sollte ich auch mal lesen. Trotzdem bin ich am Dienstag zu dem kleinen Regal gegangen, wo meine B\u00fccherkastenfunde liegen, habe ein bi\u00dfchen umgeschlichtet. Am Abend war ich wieder beim  Schrank, sah dort Susanne Riedels &#8220;Die Endlichkeit des Lichts&#8221;, was in Wien offenbar gern gelesen wird, denn das habe ich schon im Sommer gefunden, aber darauf vergessen. Also kein John Irving, der ja auch auf das Lesen wartet, sondern damit begonnen, dann bin ich zur Buch-Wien gesurft und erfuhr, da\u00df in vierzehn Tagen das neue Buch des Buchmessen Stars Ken Follet &#8220;Sturz der Titaten&#8221; erscheinen wird und, um die Leser besonders scharf darauf zu machen, gibt es t\u00e4glich ein Video mit dem charmanten wei\u00dfhaarigen Herrn, der eine kurze Frage dazu beantwortet &#8220;In zehn Tagen k\u00f6nnen Sie erfahren&#8230;&#8221;<br \/>\nDa ist mir eingefallen, da\u00df im Badezimmer auch ein Ken Follet liegt, also Leseliste umgekrempelt, die Susanna Tamaro mu\u00df noch drauf und zwei der Folio B\u00fccher, die ich bei Buchlandung gefunden habe.<br \/>\nGestern hat Leselustfrust von einer Herbst-Winter Challenge geschrieben und ihren B\u00fcchervorsatz bekanntgegeben. Man kann einen Wettsport mit genauen Regeln daraus machen und es SUB-Abbau nennen, aber im Gro\u00dfen passiert ja genau dasselbe. Die Neuerscheinungen werden pr\u00e4sentiert und Weihnachten kommt. Das deutsche Buchpreis Spektakel sagt ja auch, welche zwanzig B\u00fccher man jetzt kaufen oder lesen soll. Zum zweiten B\u00fccherschrank, bin ich gestern nach der Doron Rabinovici Lesung auch gegangen. Dagegen d\u00fcrfte es den in der Otto Bauer Gasse vielleicht doch nicht geben, zumindest ist er von der B\u00fccherschrank-Homepage verschwunden. Ein Gl\u00fcck f\u00fcr mich, denn dort komme ich noch \u00f6fter vorbei und ich habe ein Platzproblem und wie man sieht, die \u00dcbersicht schon fast verloren.<br \/>\nEine Idee f\u00fcr mein n\u00e4chstes Schreiben ist mir beim Lesen von &#8220;Kurz nach vier&#8221; auch gekommen. Denn das hat eine interessante Dramaturgie. Da f\u00e4hrt einer durch Italien, beobachtet die Touristen und erz\u00e4hlt sein Leben. Das k\u00f6nnte ich mit einer Frauenfigur auch probieren.<br \/>\nAnsonsten gibt es zwei neue Lesetermine. Die &#8220;Sophie Hungers&#8221;, die mir beim Schreiben ja nicht so fl\u00fcssig von der Hand gegangen ist, wird am 6. Dezember  in der Alten Schmiede vorgestellt und dann noch einmal im neuen Jahr, n\u00e4mlich am 5. September 2011 im Cafe Amadeus in der M\u00e4rzstra\u00dfe, in dem ich noch nie gelesen habe. Also vormerken, hoffentlich gibts von meiner f\u00fcnfzig St\u00fcck Auflage dann noch ein paar Exemplare. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ich aus Harland zur\u00fcck bin, habe ich bei der &#8220;Absturzgefahr&#8221; mehr oder weniger vor mich hinged\u00fcmpelt. Das geht mir manchmal so, wenn ich mit der Rohfassung fertig bin, will das Korrigieren nicht von der Hand. 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