{"id":43848,"date":"2016-05-13T00:50:07","date_gmt":"2016-05-12T22:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=43848"},"modified":"2016-05-13T00:50:07","modified_gmt":"2016-05-12T22:50:07","slug":"novellen-der-leidenschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=43848","title":{"rendered":"Novellen der Leidenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Nach den Sp\u00e4twerken geht es wieder zur\u00fcck in Stefan Zweigs Schaffen, mit der &#8220;Donauland-Ausgabe&#8221; &#8220;Novellen der Leidenschaft&#8221;, die mit einem Nachwort von Richard Friedenthal, zehn seiner ber\u00fchmten Novellen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>In dem Nachwort wird die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/05\/06\/die-welt-von-gestern\/\">&#8220;Welt von Gestern&#8221;<\/a> beziehungsweise Zweig zitiert, wie er in Amerika, sich vorstellend er sei ein armer Einwanderer durch New York wandelte und so wahrscheinlich Stoff f\u00fcr seine\u00a0 Erz\u00e4hlungen fand,\u00a0 die er dann zu seinen meisterhaften Novellen verdichtete.<\/p>\n<p>Der 1930 bei Insel erschienenen Band &#8220;Erstes Erlebnis&#8221; wird erw\u00e4hnt, der als N\u00e4chstes auf meiner Leseliste steht und dann geht es los mit der 1922 erstmals ver\u00f6ffentlichen Erz\u00e4hlung &#8220;Der Amokl\u00e4ufer&#8221; mit der ich, ich mu\u00df es bekennen meine Schwierigkeiten hatte.<\/p>\n<p>Die Klarheit w\u00fcrde ich es definieren, die mir sowohl in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/04\/20\/ungeduld-des-herzens\/\">&#8220;Ungeduld des Herzens&#8221;<\/a> als auch besonders in der &#8220;Welt von Gestern&#8221; so gefallen hat, geht mir hier ab und ich wei\u00df ich nicht, ob ich es damit begr\u00fcnden kann, da\u00df es halt ein Fr\u00fchwerk ist.<\/p>\n<p>Die Novelle ist, habe ich, gelesen und in der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=H_Xviz-NDgg\">&#8220;Arte-Dokumentation&#8221;<\/a> geh\u00f6rt, unter dem Einflu\u00df Freuds entstanden, das kann ich nachvollziehen, logisch erscheint mir diese Geschichte einer &#8220;Besessenheit&#8221;, aber nicht und aus heutiger Sicht gesehen, wahrscheinlich auch ein bi\u00dfchen rassistisch.<\/p>\n<p>Es gibt einen Erz\u00e4hler, der f\u00e4hrt 1912 mit einem Schiff von Kalkutta nach Europa zur\u00fcck undhat da des Nachts auf dem Deck eine seltsame Begegnung mit einem seltsamen Mann, der ihn zuerst bittet, er soll nichts von seiner Anwesenheit erz\u00e4hlen, ihm in der n\u00e4chsten Nacht dann seine Geschichte erz\u00e4hlt, dabei eigenartig wirkt.<\/p>\n<p>Er ist Arzt und hatte in Leipzig, wo er in einem Spital arbeitete,\u00a0 Schwierigkeiten mit den Frauen und dem Gesetz, so mu\u00dfte er sich nach Indonesien in die Kolonien versetzen lassen, lebte da sieben Jahre in der Wildnis, ohne wei\u00dfe Frauen, nur von &#8221; gelben Weibern&#8221;\u00a0 und Whisky umgeben.<\/p>\n<p>Dann kommt eines Tages eine verschleierte Dame zu ihm und bittet ihn, um eine Abtreibung, beziehungsweise bietet sie ihm zw\u00f6lftausend Gulden daf\u00fcr, wenn er danach verschwindet.<\/p>\n<p>Er will sie aber haben, sie verl\u00e4\u00dft beleidigt sein Haus, er f\u00e4hrt ihr nach in die Stadt, geb\u00e4hrdet sich wieder seltsam und begr\u00fcndet das seinem Zuh\u00f6rer mit &#8220;Amok&#8221;, &#8220;einer Art Trunkenheit bei den Malaien&#8221;, die man eben\u00a0 in den Tropen durch die Hitze oder die Abstinenz der wei\u00dfen Frauen so bekommt.<\/p>\n<p>Die Dame hat sich inzwischen zu einer chinesischen Kurpfuscherin begeben und liegt in ihrem Blut, der Arzt wird geholt, sie stirbt in seinen H\u00e4nden, aber nun hat sie ihm das das Versprechen abgenommen, da\u00df ihr Mann, der ein paar Tage sp\u00e4ter aus Holland zur\u00fcckkommt, von ihrer Schande nichts wissen darf, so bedroht oder besticht er den Amtsarzt, der ihren Tod feststellen mu\u00df, um einen falschen Totenschein, l\u00e4\u00dft dann alles stehen und liegen und geht auf das Schiff, wo sich der Ehemann mit dem Sarg ebenfalls befindet, so versteckt er sich und h\u00e4lt sich nur in der Nacht auf dem Deck aus, erz\u00e4hlt\u00a0 seine Geschichte und verschwindet dann wieder, beziehungsweise kommt es in Neapel, als alle an Land gehen, zu einem Vorfall, als der Sarg ausgeladen werden soll, st\u00fcrzt sich &#8220;ein Irrsinniger&#8221; auf ihn und rei\u00dft den Witwer ins Wasser, der wird gerettet, der Sarg\u00a0 geht unter und eine m\u00e4nnliche Leiche wird dann auch gefunden.<\/p>\n<p>In den Rezensionen, die ich gelesen habe, wird die Meisterleistung des Erz\u00e4hlers ger\u00fchmt, logisch erscheint mir diese Besessenheit, die aus einem ziemlichen Zick-Zack besteht, aber nicht, sondern eher,\u00a0 aus dem Kopf, in dem Bestreben eine psychologische Erz\u00e4hlung zu verfassen, nachempfunden.<\/p>\n<p>In &#8220;Die Frau und die Landschaft&#8221;, die ich fast eine wenig, wenn es auch ganz anders ist,\u00a0 mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/10\/die-stunde-zwischen-frau-und-gitarre\/\">&#8220;Stunde zwischen Frau und Gitarre&#8221;<\/a> vergleichen m\u00f6chte, kann ich die Psychologie der Leidenschaft, wenns auch f\u00fcr den heutigen Geschmack wahrscheinlich kitschig ist und vielleicht\u00a0 deshalb zu dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/21\/zwischendurch\/\">Rauswurf aus dem Kanon<\/a> f\u00fchrte, besser nachvollziehen. Hier steht der, es gibt wieder einen auktorialen, Erz\u00e4hler in Tirol in einem hei\u00dfen Sommer vor dem Hotel und wartet auf den Regen, hinter ihm steht ein junges M\u00e4dchen, die Tochter seiner\u00a0 Tischnachbarn, eine b\u00fcrgerliche Familie und wartet auch, der Regen kommt nicht gleich, beim Essen wundert sich der Erz\u00e4hler \u00fcber die Gleichg\u00fcltigkeit der Hotelgesellschaft, dann geht er spazieren und, als er sp\u00e4t in sein Zimmer kommt, findet er die Sch\u00f6ne in einem somnabulen Zustand in seinem Zimmer, es kommt fast, aber doch nicht ganz zur Verf\u00fchrung, das einsetzende Gewitter hindert ihn daran, sie erwacht,erflieht in der Helle des Blitzes. Am n\u00e4chsten Morgen sitzen sie sich im Speisesaal gegen\u00fcber und sie sieht ihn fragend an.<\/p>\n<p>Ja, so warns, die Phantasien der b\u00fcrgerlichen junge M\u00e4nner zu Anfangs des vorigen Jahrhunderts, die noch dazu Freud gelesen haben, k\u00f6nnte ich jetzt vorlaut unken, gehe aber weiter zum &#8220;Brief einer Unbekannten&#8221;, ebenfalls 1922 erschienen, die auch verfilmt worden sein d\u00fcrfte, jedenfalls gibts bei &#8220;Arte&#8221; daraus einen Auszug und die psychologisierte Leidenschaft geht weiter. Da kommt diesmal der Schriftsteller R. aus dem Gebirge zur\u00fcck, sein Diener gibt ihm einen Brief und die Unbekannte schreibt ihm, da\u00df ihr (gemeinsames) Kind gestorben ist und gesteht ihm ihre Liebe. Als sie dreizehn war, ist er in das Haus gezogen, wo sie mit ihrer Mutter lebte und der Backfisch verliebte sich in ihm, als er zu ihr &#8220;Danke Fr\u00e4ulein!&#8221;, sagte, nachdem sie ihm eine T\u00fcr \u00f6ffnete. Sie steht fortan am Spion um ihn, seine Bekannten und Besucherinnen zu beobachten, als sie sechzehn ist, heiratet die Mutter wieder und zieht mit ihr nach Tirol. Sie kommt als Angestellte eines Gesch\u00e4ftes wieder nach Wien zur\u00fcck und geht t\u00e4glich nach der Arbeit vor sein Haus, einmal spricht er sie an, nimmt sie mit in sein Zimmer und wundert sich, da\u00df sie gleich arglos mitkommt ohne das sonst so \u00fcbliche schamhafte Verhalte zu bem\u00fchen. Das wiederholt sich ein paarmal, dann geht er auf Reisen und meldet sich nie mehr. Sie bekommt das Kind, l\u00e4\u00dft sich, um ihm eine gute Ausbildung zu erm\u00f6glichen, von anderen M\u00e4nnern aushalten, schickt ihm aber jedes Jahr zum Geburtstag einen Strau\u00df Rosen. Bei einer Gesellschaft sieht sie ihn dann nochmals wieder und geht nochmals mit ihm und jetzt liest er den Brief, den er nach ihrem Tod bekommen hat und wundert sich, da\u00df diesmal keine Rosen kamen.<\/p>\n<p>Mit der &#8220;Mondscheingasse&#8221; geht es weiter und die ist nicht im siebenten Bezirk, sondern irgendwo an einer K\u00fcste, war ja Stefan Zweig ein weitgereister Mann und er ist wahrscheinlich wieder der Erz\u00e4hler, kommt an Land, geht in die hintersten Gassen der Hafenstadt, wo es keine elektrische Beleuchtung mehr gibt spazieren und ger\u00e4t in eine Art Bordell, von einer Frauenstimme angelockt, die den &#8220;sch\u00f6nen gr\u00fcnen Jungfernkranz&#8221; aus dem &#8220;Freisch\u00fctz&#8221; auf Deutsch singt, obwohl man in dieser Stadt Franz\u00f6sisch spricht. er folgt der Stimme nach, ger\u00e4t zu dem Haus, das gerade ein verst\u00f6rter Mann verl\u00e4\u00dft, er geht hinein, l\u00e4\u00dft sich von der Sch\u00f6nen ein Bier kredenzen, der Mann kommt wieder hinein und sieht sie flehentlich an, sie verh\u00f6hnt ihn, nennt ihn geizig, kuschelt sich an den vermeintlichen Freier. Aber der Erz\u00e4hler ver\u00e4\u00dft auch das Lokal um sich von dem Mann, der ihm dann zu seinem Hotel begleitet seine Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Dann folgen die Novellen &#8220;Geschichte der D\u00e4mmerung&#8221; und &#8220;Die Gouvernante&#8221;, die auch mit dem &#8220;Brennenden Geheimnis&#8221; in\u00a0 den &#8220;Kinderland-Band&#8221; enthalten sind, so da\u00df ich sie, um diesen Blog nicht zu lang werden zu lassen, auslie\u00df und gleich zu &#8220;Buchmendel&#8221; \u00fcbergegangen bin, wo es um eine andere Art von Leidenschaft geht, die Erotik scheint jetzt schon vorbei, denn &#8220;Buchmendel&#8221; ist ein alter galizischer Jude, der f\u00fcr nichts anderes als f\u00fcr B\u00fccher Gedanken hat, so da\u00df er gar nicht mitbekommen hat, da\u00df in Wien und in dem Cafe Gluck, wo er t\u00e4glich sitzt, der erste Weltkrieg l\u00e4ngst ausgebrochen ist, er schreibt weiter Briefe nach Frankreich und nach England, um B\u00fccher zu bestellen oder sich zu beschweren, da\u00df sein bezahlten Abonnent nicht eingetroffen ist, diese Briefe erwischt die Geheimpolizei und weil er auch noch russischer Staatsb\u00fcrger ist, wird er als Feind verhaftet und kommt in ein KZ und als er zwei Jahre sp\u00e4ter zerst\u00f6rt wieder zur\u00fcckkommt, hat das Cafe Gluck einen anderen Bezsitzer und er wird als Schnorrer hinausgeschmissen.<\/p>\n<p>&#8220;In unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk&#8221; k\u00f6nnen wir vielleicht wieder erfahren, wie Zweig zu seinen Geschichten kam, er sitzt, im April 1931 in einem Pariser Stra\u00dfencafe und beobachtet ein merkw\u00fcrdiges B\u00fcrschlein mit einem gelben Anzug. Wer ist es? Zuerst denkt er an einen Detekiven, dann vermutet er einen Taschendieb und folgt seinen Spuren nach.<\/p>\n<p>Weiter gehts mit der Leidenschaft der &#8220;Angst&#8221; und den Methoden eines an der Psychologie interessierten Rechtsanwaltes, der seiner Frau eine diesbez\u00fcgliche Lehre gehen will. So schickt er ihr, als sie verschleiert, die Wohnung ihres Liebhabers verlassen will, eine junge Schauspielerin, die sie erpresst, ihr Briefe schreibt, immer mehr und mehr von ihr verlangt, w\u00e4hrend er mit den Kindern, das M\u00e4dchen hat das Pferdchen des Bruders in den Ofen gesteckt, eine Gerichtsauff\u00fchrung demonstriert, um ihr dann, als sie sich in der Apotheke schon das Gift besorgt, verstehend zu folgend und ihr alles erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Ein umgekehrter Leutnant Gustl, glaube ich und wahrscheinlich eine der ersten Erz\u00e4hlungen dieser Zeit, die Novelle wurde 1910 geschrieben, die sich mit den Gef\u00fchlen einer Frau besch\u00e4ftigt, ich wei\u00df, &#8220;Effi Briest&#8221; und &#8220;Madame Bovar&#8221;y habe ich noch nicht gelesen. Der Ton der Geschichte erscheint mir wieder frisch und erstaunlich modern. Die Frau tut mir leid, denn was soll sie, aus b\u00fcrgerlichen Haus,\u00a0 verm\u00f6gend, aber an ihr Geld kommt sie nach den damaligen Gesetzen ohne Einverst\u00e4ndnis des Mannes nicht heran, tun, eine Ohrfeige geben und ihn verlassen, wird sie sich nicht trauen und nicht k\u00f6nnen, da der Liebhaber als sie ihn verzweifelt besucht, gerade bei einem Sch\u00e4ferst\u00fcndchen ist und nur &#8220;Gn\u00e4dige Frau&#8221; zu ihr sagt, so wird sie wahrscheinlich mit Schuldgef\u00fchlen weiterleben und wir k\u00f6nnen uns nur freuen, da\u00df unsere Gesellschaft hundert Jahre sp\u00e4ter diesbez\u00fcglich etwas offener geworden ist, so da\u00df sich die Ehebrecherinnen nicht mehr verschleiert aus den T\u00fcren ihrer Liebhaber schleichen, m\u00fc\u00dfen, wo dann die Erpresserinnen lauern.<\/p>\n<p>Um die Psyche, in diesem Fall, um Krankheit, Schmerz und \u00c4lterwerden, geht es auch in &#8220;Untergang eines Herzens&#8221;, 1926 geschrieben und ist vielleicht wieder etwas schwer verst\u00e4ndlich. So w\u00fcrde ich es jedenfalls anders deuten, als im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Untergang_eines_Herzens\">&#8220;Wikipedia-Eintrag&#8221;<\/a> steht.<\/p>\n<p>Da ist ein alter Mann, Jude, der, wie &#8220;In der Ungeduld des Herzens&#8221; reich geworden ist, aber unter der Armut seiner Jugend, seiner Ungebildetheit, er spricht im Gegensatz zu seiner Frau und seiner Tochter, die das selbstverstr\u00e4nlich lernten, kein Franz\u00f6sisch, leidet. Jetzt ist er alt, f\u00fcnfundsechzig, heute m\u00fc\u00dfte man das wohl zwanzig Jahre hinaufdrehen, leiet an Gallenkr\u00e4mpfen, f\u00e4hrt aber nicht, wie vom Art geraten zur Kur nach Karlsbad, sondern mit der Famalie nach Italien, damit sich die am\u00fcsieren. Nachts sieht er die Tochter aus dem Zimmer eines vermeintlichen Liebhabers schleichen, ob das wirklich so ist, bin ich mir nicht sicher, das l\u00f6st bei ihm aber einen Wirbel der Gef\u00fchle aus, er will abreisen, die Frau lacht ihm aus, die Tochter sagt einige Male, &#8220;Was hast du, Papa?&#8221;, zu ihm, die Frau sch\u00fcttelt den Kopf und meint nur, da\u00df er gratig ist und sich besser kleiden soll.<\/p>\n<p>Er reist allein ab, die Familie kommt dann aber nach, denn irgenwer mu\u00df das Hotel ja zahlen, er zieht sich in seiner Wohnung immer mehr zur\u00fcck, geht nicht mehr ins Gesch\u00e4ft, ben\u00fctzt die Dienertreppe, geht aber in den Tempel und, als der Arzt sagt, jetzt mu\u00df man doch operieren, geht er an das Grab der Eltern, verschenkt sein Geld an Bettlein und verstirbt danach im Spital. Zu einer Vers\u00f6hnung mit seiner Familie ist es nicht mehr gekommen.<\/p>\n<p>Eigentlich auch eine sehr starke Geschichte, die ich mir weniger mit der Erotik der Tochter, als mit dem \u00c4lter werden, vielleicht sogar mit einer m\u00f6glichen Demenz, aber \u00fcber die hat man damals wahrscheinlich noch nicht geschrieben, deuten w\u00fcrde. Die Schuldgef\u00fchle oder die Unzufriedenheit des alten Mannes wegen des nicht gelebten Lebens, immer nur Geld &#8220;ruacheln&#8221; und es dann nicht f\u00fcr sich ausgeben, solche Motive gibt es ja auch bei der &#8220;Ungeduld&#8221; und beim &#8220;Buchmendel&#8221;.<\/p>\n<p>Starke Geschichte der inneren Gef\u00fchle, diese Novellensammlung, die alle wahrscheinlich fr\u00fcher in anderen Ausgaben erschienen sind, die gegen Ende immer dichter werden und sicher auch heute noch gelesen werden sollten und ich wiederhole es, Stefan Zweig doch als gro\u00dfen Autor ausweisen, der neben <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/27\/aus-meinem-leben\/\">Michael Felder <\/a>in den Kanon geh\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Sp\u00e4twerken geht es wieder zur\u00fcck in Stefan Zweigs Schaffen, mit der &#8220;Donauland-Ausgabe&#8221; &#8220;Novellen der Leidenschaft&#8221;, die mit einem Nachwort von Richard Friedenthal, zehn seiner ber\u00fchmten Novellen enth\u00e4lt. 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