{"id":44759,"date":"2016-06-27T23:45:10","date_gmt":"2016-06-27T21:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=44759"},"modified":"2016-06-27T23:45:10","modified_gmt":"2016-06-27T21:45:10","slug":"poliversale-mit-literarischer-erleuchtung-und-kanadischen-star","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=44759","title":{"rendered":"Poliversale mit literarischer Erleuchtung und kanadischen Star"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Eigen Sinn moderner Lesart alter Dinge&#8221;, unter diesem etwas kryptischen Titel, stellte die1936 geborene Marie- Therese Kerschbaumer, die ich vor fast vierzig Jahren im<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\"> &#8220;Arbeitskreis schreibener Frauen&#8221;<\/a> kennenlernte und dann immer wieder in der GAV und bei den IG-Autoren traf, in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; im Rahmen der &#8220;Literarischen Erleuchtung&#8221; Rainer Maria Rilkes &#8220;Buch der Bilder&#8221;, &#8220;Neue Gedichte&#8221; und &#8220;Marienleben&#8221; vor und tat das in ihrer\u00a0 Lesart auf eine sehr interessante Weise<\/p>\n<p>Vorher kommentierte Kurt Neumann ein bi\u00dfchen die Zusammenh\u00e4nge zwischen Rilke und der anschlie\u00dfend auftretetenden\u00a0 Anne Carson, dann ging es hinein in den speziellen Rilke Ton, den wir\u00a0 noch von der Schule im Ohr haben und am Sonntagmorgen bei der &#8220;Holden Kunst&#8221; im Radio h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Interessant, da\u00df Marie Therese Kerschbaumer, von ihrer Aufregung sprach, die sie vor der Lesung hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/12\/julian-schuttings-herrenrunde\/\"> Julian Schutting<\/a>, Lisa Fritsch, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/25\/herbert-j-wimmers-literarischer-konstruktivismus\/\">Herbert J. Wimmer,<\/a> waren unter anderen im Publikum, die Kollegen, von denen sie auch \u00f6fter geschprochen hat.<\/p>\n<p>Sie begann mit einem 1924 entstandenen Gedicht, das sich auf den Sommer und die Sonnenwende bezog und das wie sie anschlie\u00dfend erkl\u00e4rte, kurz vor dem Tod des Dichters, der von 1875 bis 1926 lebte, entstanden ist.<\/p>\n<p>Dann kamen noch ein paar biografische Daten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/06\/25\/bachmann-geburtstag\/\"> Ingeborg Bachmann wurde 1926 geboren<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/20\/ein-tag-mit-friederike-mayrocker\/\">Friederike Mayr\u00f6cker 1924<\/a> haben also eine Zeit gemeinsam mit dem gro\u00dfen Dichter gelebt, Hugo von Hoffmannsthal und Marcel Proust erw\u00e4hnte Marie Therese Kerschbaumer noch und ich erg\u00e4nze <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/05\/06\/die-welt-von-gestern\/\">Stefan Zweig, der ja in der &#8220;Welt von Gestern<\/a>&#8221; erw\u00e4hnt, da\u00df er Rilke, w\u00e4hrend des ersten Weltkrieg im Kriegsarchiv untergebracht hat.<\/p>\n<p>Der Sensible war ja nicht sehr kriegstauglich, obwohl er eine milit\u00e4rische Schulbildung durchlaufen hat, dann eine Handelsschule besuchte und danach schon seine ersten Gedichte schrieb, die von &#8220;Engeln&#8221; handelten und manchmal nicht immer jenen charakteristischen Ton hatten, der sich sofort zuordnen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>&#8220;Du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen&#8221; oder das ber\u00fchmte&#8221;Herbstgedicht&#8221; &#8220;Herr, es ist Zeit&#8221;, der &#8220;Panther&#8221;, den der legend\u00e4re Horaft Unger, der fr\u00fcher die Kunstsektion leitete und die Stipendien vergab, wie Marie Therese Kerschbaumer zu\u00a0 erz\u00e4hlen wu\u00dfte, auswendig konnte.<\/p>\n<p>Sie erz\u00e4hlte auch von der Fr\u00f6mmigkeit, die Rilke einmal in russischen Kirchen, sie w\u00e4hrend ihres Studiums in Bukarest erlebte und glitt so langsam durch Rilkes Leben.<\/p>\n<p>Dann gab es\u00a0 eine Pause in der ich mich ein bi\u00dfchen mit der Dichterin unterhielt.<\/p>\n<p>Die Autogrammsammlerin tauchte auf, denn, um acht gab es einen kanadischen Star, n\u00e4mlich die 1950 geborene kanadische Dichterin Anne Carson, deren Buch &#8220;Decreation &#8211; Gedichte-Oper-Essays&#8221; von der 1973 in Schwandorf geborenen Autorin Anja Utler \u00fcbersetzt wurde und der Raum f\u00fcllte sich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/06\/17\/verwundung-sprache-evidenz-am-zehnten-abend\/\">Michael Hammerschmid<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/07\/saisonstart-mit-angelika-reitzer\/\">Angelika Reitzer<\/a>, der ungarische Dichter Zoltan Lesi, den ich vor kurzem in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/28\/uebersetzungsworkshoppraesentation\/\">&#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221;<\/a>, sowie im<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/04\/27\/wien-budapest-transit\/\"> &#8220;Literaturhaus&#8221;<\/a> h\u00f6rte und und und&#8230;.<\/p>\n<p>Anja Ultler leitete ein und stellte die Autorin vor, dann begann eine zweisprachige Lesung, die fast eine Performance war.<\/p>\n<p>&#8220;If- oder &#8220;Wenn-&#8221; Gedichte, die wie Anne Carson erkl\u00e4rte, zu dreiviertel um w\u00e4ren, wenn das Wort &#8220;Freud&#8221; zu h\u00f6ren w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dann kam ein Essay \u00fcber Proust beziehungsweise seine Albertine und dann ein Talk mit dem Publikum, das Anne Carson in zwei Teile beziehungsweise zwei Chlre einteilte, die &#8220;Kauf ein&#8221; bzw. &#8220;Es ist ein tolles Schn\u00e4ppchen!&#8221; rufen mu\u00dften.<\/p>\n<p>Eine interessante\u00a0 Lyriksession und eine ungew\u00f6hnliche Dichterin, die dann noch ihre B\u00fccher signierte und ich habe wieder eine neue Stimme kennengelernt, beziehungsweise mein Rilke-Schulwissen aufgefrischt, von dem ich mir im Sommer nach meiner Matura eine dreib\u00e4ndige Werkausgabe kaufte und von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/02\/16\/marie-therese-kerschbaumer\/\">Marie-Therese Kerschbaume<\/a>r, die mich\u00a0 durch den &#8220;Arbeitskreis schreibender Frauen&#8221; und indirekt in die GAV f\u00fchrte, habe ich auch schon einiges gelesen, beziehungsweise sie auf den verschiedensten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/02\/essays-von-marie-therese-kerschbaumer\/\">Veranstaltungen in Wien<\/a>, M\u00fcrzzuschlag, etcetera geh\u00f6rt und dort bin ich mit ihr und mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/03\/gerhard-koflers-gedichtpraesentationen\/\">Gerhard Kofler,<\/a> glaube ich, auch einmal ins Brahms-Museum gegangen, als es dort die Feste f\u00fcr <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/06\/sprachenkuenstler-jandl\/\">Ernst Jandl,<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/11\/festival-lateinamerikanischer-poesie\/\">Gerhard R\u00fchm<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/06\/03\/von-friederike-mayrocker-zu-ceja-stojka\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, etcetera, zu denen die GAV ihre Mitglieder eingeladen hat, noch gab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Eigen Sinn moderner Lesart alter Dinge&#8221;, unter diesem etwas kryptischen Titel, stellte die1936 geborene Marie- Therese Kerschbaumer, die ich vor fast vierzig Jahren im &#8220;Arbeitskreis schreibener Frauen&#8221; 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