{"id":4506,"date":"2010-10-05T23:08:45","date_gmt":"2010-10-05T21:08:45","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4506"},"modified":"2010-10-05T23:08:45","modified_gmt":"2010-10-05T21:08:45","slug":"hommage-an-ilse-aichinger","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4506","title":{"rendered":"Hommage an Ilse Aichinger"},"content":{"rendered":"<p>Da\u00df das neue literarische Quartier der Alten Schmiede h\u00f6chstwahrscheinlich mit einer Veranstaltung \u00fcber Ilse Aichinger im Oktober er\u00f6ffnet wird, hat Kurt Neumann bei der letzten Alten Schmiede Veranstaltung im Juni angek\u00fcndigt und so stand es auch im Programm.<br \/>\nChristiane Zintzen hat in ihrem in\/ad\/ae\/qu\/at aber schon gestern darauf hingewiesen, da\u00df die Veranstaltung im Theater des Cafe Pr\u00fcckls, stattfinden wird und Ilse Aichinger wurde geehrt, weil Reinhard Urbach, der das Literarische Quartier 1975 gegr\u00fcndet hat, Ilse Aichinger zu der ersten bzw. zweiten Veranstaltung eingeladen hat. Die erste war ein Vortrag von Friedrich Heer und die heutige Veranstaltung mit dem Titel &#8220;Wo ich wohne&#8221;, wurde wieder von Kurt Neumann er\u00f6ffnet, der die Tatsache, da\u00df es noch keinen Strom im neuen Literarischen Quartier zu geben scheint und die n\u00e4chsten drei Veranstaltungen woanders stattfinden werden, mit Dislozierung und Widersetzlichkeit eingeleitet, bzw. bezieht sich das schon auf Ilse Aichingers Werk. Dann kam Reinhard Urbach auf die B\u00fchne und erkl\u00e4rte, warum er 1975 Ilse Aichinger eingeladen hat.<br \/>\n&#8220;Es war niemand anderer da!&#8221;, aber Ilse Aichinger lebte damals auch noch in Salzburg und Wien mu\u00df 1975 ein literarisches Kaff gewesen sein, in dem es au\u00dfer der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und gelegentlichen Lesungen in der Buchhandlung Herzog oder Berger nichts  gegeben hat. Das hat sich inzwischen ge\u00e4ndert und Ilse Aichinger lebt, glaube ich, in einem Pflegeheim und kann nicht mehr zu Veranstaltungen kommen, obwohl  sie laut Wikipedia immer noch fast t\u00e4glich in ihr Stammcafe am Michaelerplatz und ins Kino gehen soll.<br \/>\nDann kam Franz Schuh mit einer kommentierten Lesung zu Ilse Aichingers Werk. Das hei\u00dft, er las ein paar Gedichte, einen Dialog, ein St\u00fcck aus der gr\u00f6\u00dferen Hoffnung&#8221; und dann noch die Titelerz\u00e4hlung &#8220;Wie ich wohne vor&#8221; und gab dazu seine philosophisch weltanschauliche Meinungen und dann gabs noch ein Radio Feature, das Kurt Neumann zu dem 1980 stattfindenden Aichinger Symposium &#8220;Ausschnitte, Impressionen, Assoziationen, Fragment f\u00fcr Rundfunkprogramm mit den Stimmen von Ilse Aichinger, Erich Fried, Peter H\u00e4rtling, Klaus Hoffer, Richard Reichesperger ect. zusammengestellt hat, was sehr interessant und spannend war, obwohl das Publikum reihenweise den Theatersaal verlie\u00df, was vielleicht bedeutet, da\u00df auch die Aufmerksamkeit der Alte Schmiede Besucher nicht unendlich ist.<br \/>\nKurt Neumann r\u00fchmte jedenfalls  Ilse Aichinger als eine, die mit literarischen Mitteln Erkenntnis schafft und setzte hinzu, da\u00df er wohl wisse, da\u00df ihr Name im Literaturleben inzwischen fast vergessen ist.<br \/>\nEin Eindruck, der f\u00fcr mich nicht stimmt, obwohl ich weder bei der ersten Lesung noch bei dem Symposium war.<br \/>\n&#8220;Die gr\u00f6\u00dfere Hoffnung&#8221;, habe ich aber schon vor langer Zeit gelesen. Dann in den Siebzigerjahren, das Interview \u00fcber sie in Hilde Schm\u00f6lzers Buch gelesen. Da\u00df sie mit G\u00fcnter Eich verheiratet war, wei\u00df ich auch und war bei einer Pr\u00e4sentation der &#8220;Aufzeichnungen aus Georgien&#8221; von Clemens Eich, ihrem Sohn in der alten Schmiede. Da sa\u00df sie in der erste Reihe und Clemens Eich ist 1998, in der Station Kettenbr\u00fcckengasse auf die U-Bahnschienen gest\u00fcrzt. Seitdem hat sie sich, steht in Wikipedia aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgezogen. Ich habe aber mindestens zwei beeindruckende Erlebnisse, an die ich mich noch gut erinnern kann. Hat sie ja 2001 bei Rund um die Burg, vor Dietmar Grieser  gelesen und war ein bi\u00dfchen versp\u00e4tet, so da\u00df sie den Unmut der alten Damen, die ihren Liebling h\u00f6ren wollten, erregte und ich dachte mir, da sitzt eine der gr\u00f6\u00dften Dichterinnen und liest mit zitternder Stimme vor und sp\u00e4ter wird Dietmar Grieser in einem Buch dar\u00fcber schreiben und alle werden begeistert sein.<br \/>\nEs gab dann auch die &#8220;Unglaubw\u00fcrdigen Reisen&#8221;, die, glaube ich, im Standard erschienen sind und die gro\u00dfe Kinoleidenschaft der alte Dame. Dann sind zwei B\u00fccher in der Edition Korrespodenzen erschienen, da war ich bei einer Pr\u00e4sentation in der Beamtenversicherung und habe mich, was ich sehr selten tue, um ein Autogramm angestellt. Allerdings habe ich mir nicht das Buch gekauft, sondern mir die Unterschrift in das Programmheftchen der Edition Korrespodenzen geben lassen, was von den hinter mir Stehenden beanstandet wurde. Ich habe die B\u00fccher dann vom Alfred zu Weihnachten bekommen und Anita C. Schaub hat mir erz\u00e4hlt, da\u00df es sehr schwierig war, Ilse Aichinger zu interviewen, so da\u00df ihr Portrait in dem FrauenSchreiben Buch nicht enthalten ist.<br \/>\nEs gab dann noch in der alten Schmiede eine Veranstaltung mit Ilse Aichingers Zwillingsschwester Helga Michie. Da war sie, glaube ich, nicht mehr dabei und 2007 eine Ausstellung von Fotografien von Stefan Moses im Literaturhaus. Das Plakat auf dem man Ilse Aichinger im karierten Kleid oder Bluse schreibend im Kaffeehaus sitzen sieht, habe ich im Wohnzimmer h\u00e4ngen und das H\u00f6rspiel &#8220;Kn\u00f6pfe&#8221; hat mir meine Cousine Elisabeth einmal zum Geburtstag mitgebracht.<br \/>\nIch habe mich also ein bi\u00dfchen mit der \u00f6sterreichischen Nachkriegsdichterin besch\u00e4ftigt und finde ihr Werk, das von Richard Reichensperger, der inzwischen auch schon gestorben ist, herausgegeben wurde, sehr vielf\u00e4ltig. Mit den Ereignissen von nine elfen hat sie sich, glaube ich, auch als eine der Ersten befa\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da\u00df das neue literarische Quartier der Alten Schmiede h\u00f6chstwahrscheinlich mit einer Veranstaltung \u00fcber Ilse Aichinger im Oktober er\u00f6ffnet wird, hat Kurt Neumann bei der letzten Alten Schmiede Veranstaltung im Juni angek\u00fcndigt und so stand es auch im Programm. 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