{"id":4521,"date":"2010-10-07T20:44:04","date_gmt":"2010-10-07T18:44:04","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4521"},"modified":"2010-10-07T20:44:04","modified_gmt":"2010-10-07T18:44:04","slug":"frankfurt-und-nobelpreis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4521","title":{"rendered":"Frankfurt und Nobelpreis"},"content":{"rendered":"<p>Als ich heute Morgen aufwachte, h\u00f6rte ich als erstes in \u00d61 von Haruki Murakami und den Nachsatz der Moderatorin &#8220;Zu Mittag werden wir wissen, ob er den Nobelpreis bekommt!&#8221;<br \/>\nWas mich ein wenig irritierte, haben die Voraussagen bez\u00fcglich Herta M\u00fcller vor einem Jahr ja auch zugetoffen und ich habe gedacht, das w\u00fcrde erst zu Mittag bekanntgegeben und vorher wei\u00df es keiner.<br \/>\nBei ARD las ich aber ganz andere Favoritennamen, dann begann die Buchmesse und ich fand sowohl das Er\u00f6ffnungsvideo, als auch den Podcast \u00fcber den ersten Messetag und bei 3Sat und am blauen Sofa ging es auch gleich los. Zwar vers\u00e4umte ich Marica Bodrozic von der ich noch immer den ungelesenen Erz\u00e4hlband &#8220;Tito ist tot&#8221;, im Regal stehen habe, den ich mir einmal bei einem Antiquariat in der Kirchengasse um drei\u00dfig Cent kaufte, weil ich lieber die l\u00e4ngeren Formen lese.<br \/>\nBei Michael Kleeberg kam ich aber zurecht und den habe ich schon gestern am blauen Sofa geh\u00f6rt. Dort war heute Pavel Kohout mit seinem neuen Buch &#8220;Mein tolles Leben unter Hitler, Stalin und Havel&#8221; und erz\u00e4hlte einiges Interessantes \u00fcber seine Erlebnisse mit der Weltgeschichte, wie man sich nach Hitler f\u00fcr den falschen Kommunismus entscheiden konnte und, da\u00df er 1977 in die Tschechei zur\u00fcckkehren wollte, aber nicht hineingelassen wurde und, da\u00df die Gewerkschaft in Wien das Volksstheater vor die Wahl stellte, entweder kein Kohout St\u00fcck oder sie kaufen nicht mehr t\u00e4glich zweihundert Karten.<br \/>\nKurz nach dreizehn Uhr, ich war gerade dabei herauszufinden, ob \u00d61 recht behielt, unterbrach der Moderator das Programm, um bekanntzugeben, da\u00df der 1936 geborene peruanische Autor Mario Vargas Llosa der Auserw\u00e4hlte ist. \u00d61 wei\u00df doch nicht alles und  ich habe nachgedacht, ob und was ich von ihm gelesen habe. Der Name war mir im Gegensatz von Jean Marie Gustave Le Clezio vor zwei Jahren, bekannt. In meinem Katalog habe ich aber nichts gefunden und die Reaktionen, die via Buchmesse zu h\u00f6ren waren,  durchaus positiv. Sogar Marcel Reich-Ranicki scheint zufrieden und Suhrkamp \u00fcberrascht, hat dann aber doch ein Buch am Stand gefunden und weiter ging es mit Ferdinand von Schirach auf dem blauen Sofa, der die Moderatorin ein bi\u00dfchen verwirrte, w\u00e4hrend bei 3Sat Peter Wawerzinek zu h\u00f6ren war. Der hat mich bei der Bachmannlesung  sehr begeistert, inzwischen bin ich mir nicht mehr ganz sicher, wieviel Selbstdarstellung in dem Buch zu finden ist. Das Interview und die Textprobe waren aber interessant und Doron Rabinovici, der sowohl bei 3Sat, als auch am blauen Sofa auftrat, las genau die Stellen, die ich schon in der Hauptb\u00fccherei h\u00f6rte.<br \/>\nNeu war f\u00fcr mich aber Markus Feldenkirchen mit seinem ersten Roman &#8220;Was zusammengeh\u00f6rt&#8221; und jetzt h\u00e4tte ich fast die beiden Stars vergessen. Traten doch am blauen Sofa sowohl Bret Easten Ellis, als auch Ken Follett auf und erz\u00e4hlten in charmanten Englisch von ihren neuen B\u00fcchern.<br \/>\nSo ging es, von meiner Praxis unterbrochen, bis halb sechs, wo die 3SatBuchZeit aufgezeichnet wurde und die war interessant, weil man mindestes eine halbe Stunde, die interne Kommunikation mith\u00f6ren konnte. Dann gabs Infos \u00fcber die argentinische Literatur und da wurde ein Autor von der Moderatorin Tina  Mendelsohn gefragt, welche Bedeutung der Nobelpreis f\u00fcr Mario Vargas Llosa auf ihn hat, der nicht recht zu wissen schien, was er darauf sagen sollte.<br \/>\nEs gab aber viel Informationen in der Sendung, von Bildb\u00e4nden bis zu &#8220;Zettel\u00b4s Traum&#8221;, von  Arno Schmidt, alles in jeweils kurzen H\u00e4ppchen und am Schlu\u00df erschien noch die Buchpreistr\u00e4gerin Melinda Nadj Abonji und erz\u00e4hlte von ihrem Buch, an dem sie sechs Jahre gearbeitet hat,  was daran erfunden, was autobiografisch ist.<br \/>\nDazwischen zappte ich mich durch das Er\u00f6ffnungsvideo, wo einige w\u00fcrdige Herrn, die Zukunft des Buches lobten und die Oberb\u00fcrgermeisterin mit einer Plakette ehrten und ich habe eigentlich in das Ausweichsquartier der Alten Schmiede gehen wollen und mir Peter Waterhouses Lesung aus seinem bei Jung und Jung erschienenen Buch &#8220;Der Honigverk\u00e4ufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum&#8221;, das, wie Kurt Neumann am Dienstag erl\u00e4uterte, \u00e4hnlich sprach\u00e4sthetisch, wie das Werk von Ilse Aichinger ist, anzuh\u00f6ren, aber dann dachte ich,  ich mu\u00df nicht \u00fcbertreiben und surfte stattdessen   auf der Buchmesse herum.<br \/>\n&#8220;Mimis B\u00fccher&#8221; sind bestellt und werden ab Montag kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich heute Morgen aufwachte, h\u00f6rte ich als erstes in \u00d61 von Haruki Murakami und den Nachsatz der Moderatorin &#8220;Zu Mittag werden wir wissen, ob er den Nobelpreis bekommt!&#8221; Was mich ein wenig irritierte, haben die Voraussagen bez\u00fcglich Herta M\u00fcller &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4521\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-4521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}