{"id":47950,"date":"2016-11-07T22:18:25","date_gmt":"2016-11-07T21:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=47950"},"modified":"2016-11-07T22:18:25","modified_gmt":"2016-11-07T21:18:25","slug":"wiener-wissen-in-kunst-kultur-und-alltag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=47950","title":{"rendered":"Wiener Wissen in Kunst, Kultur und Alltag"},"content":{"rendered":"<p>Offenbar eine Reihe bei den &#8220;WienerVorlesungen&#8221; und eine Diskussion zwischen Daniela Strigl und Eva Bliminger\u00a0 mit Hubert Ch. Ehalt, dem ich heute den Vorzug vor der &#8220;Lesart&#8221; mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/04\/02\/hanno-millesi-im-gespraech\/\">Hanno Millesi<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/05\/stadt-wien-stipendiaten\/\">Dieter Sperl<\/a> in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; gegeben habe, weil die Hans Weigel-Veranstaltung in der &#8220;Wien-Bibliothek&#8221; erst am Mittwoch ist und da wird ja die &#8220;Buch-Wien&#8221; er\u00f6ffnet, zu der ich erst die Einladung bekommen mu\u00df.<\/p>\n<p>Ich gehe ja nicht sehr oft zu den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/29\/wiener-vorlesungen-zur-literatur\/\">Wiener Vorlesungen<\/a>, die ja nicht nur literarische Themen zum Inhalt waren, aber das letzte Mal, war ich kurz nach der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/05\/22\/zur-bundespraesidentenwahl\/\">Pr\u00e4sidentenstichwahl<\/a> da, wo ich schon glaubte, da\u00df wir einen mit dem Namen van der Bellen haben, w\u00e4hrend jetzt gerade wieder die ersten St\u00e4nder f\u00fcr die Wahlwiederholung aufgestellt werden und da pr\u00e4sentierte <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/05\/23\/eine-moderne-zeitgenossin\/\">Daniela Strigl ihr Buch \u00fcber die Marie Ebner von Eschenbach<\/a> und Daniela Strigl ist ja ein Name, der anzieht und mich interessiert und der Wiener Alltag besteht ja auch aus Literatur.<\/p>\n<p>Zumindest habe ich einmal unter diesem Titel auch mein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/29\/das-alltagliche-leben\/\">&#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221; im Amerlinghaus<\/a> vorgestellt und als ich\u00a0 den Festsaal im Wiener Rathaus betrat und mit einen Platz suchte, winkte mir auch gleich<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/18\/noch-farb-ich-meine-haare-rot\/\"> Elfriede Haslehner <\/a>zu, dann wurde es aber gleich etwas weniger literarischer, begann die Rektorin der &#8220;Akademie der bildendenen K\u00fcnste&#8221; ihr Eingangsstatement doch mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/08\/kuchlweanerisch\/\">&#8220;Wiener K\u00fcche&#8221;<\/a>, nun ja die geh\u00f6rt auch zum Wiener Alltag, keine Frage und ein diesbez\u00fcgliches Wissen kann auch nicht schaden.<\/p>\n<p>Daniela Strigl wurde dann auch literarischer, ging ins Barock und las ein St\u00fcck aus Abraham a Santa Clara &#8220;Merkks Wienn&#8221;, wo es um den Wiener und sein Verh\u00e4ltnis mit dem Tod geht und alle Stra\u00dfennamen mit dem Tod bezeichnet werden. In der Singerstra\u00dfe singt er, in der Herrengasse, tr\u00e4gt man diese hinaus, denn Angesichts des Todes sind ja alle gleich und da gibt es keine Standesunterschiede.<\/p>\n<p>Der Wiener Dialekt kam auch vor und die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/12\/2-tage-reden-uber-h-c-artmann\/\">Wiener Gruppe, die ja diesen &#8220;mit aner schwarzn Tintn<\/a>&#8221; beschrieben hat, kurz ging es noch um Nestroy, dann ging es schon zu<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/10\/20\/elfriede-jelineks-siebzigster-geburtstag\/\"> Elfriede Jelineks<\/a> &#8220;Burgtheater&#8221;, das, wie Danieal Strigl listig anmerkte, nie in diesem gespielt wurde, aber dem Dialekt eine besondere Nuance gibt, wenn damit die Euthanasie und das Sterben am Spiegelgrund beschrieben wurde.<\/p>\n<p>Diese beiden Statements waren nur kurz, dann schaltete sich das Fernsehen mit einer Signation ein, es gab noch einmal eine Antrittsrede und dann eine einst\u00fcndige Diskussion mit Hubert Christian Ehalt, die Elfriede Haslehner zu lang war, so da\u00df sie fr\u00fcher weggegangen ist und auch einige Klischees bediente, n\u00e4mlich ausgehend mit dem Wiener Kongre\u00df und der Revolution von 1848, zu den Wiener Titeld\u00fcnkeln kam, den wirklichen und unwirklichen Hor\u00e4ten, obwohl es den ja schon seit 1918 nicht mehr gibt, die Hofr\u00e4hte aber schon. Dann ging es zu den Talaren, der Univ-Professoren mit dem falschen oder echten Hermelin.<\/p>\n<p>Ich habe <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/05\/deja-vue-und-arbeitsbericht\/\">Anfangs 1980 ja noch eine solche Promotion hinter mich gebracht <\/a>und Daniela Strigl meinte auch, da\u00df ihr solche Traditionen gefallen w\u00fcrden und die Eltern f\u00fcr ihre Kinder sie auch w\u00fcnschen, wenn diese in das akademische Leben entlassen wurden.<\/p>\n<p>Die Diskussion endete mit Josef Weinhebers &#8220;Wann i verstehst was zreden h\u00e4tt, i schaffert alles ab&#8221;, was Eva Blimiger, die sich ja auch mit den Restitutionen besch\u00e4ftigt hat, nicht gefiel, denn ja, Weinhaber war ein Nazi, aber auch ein guter Dichter und sein &#8220;Wien w\u00f6rtlich&#8221; ist ein St\u00fcck Literatur, das vielleicht von der Wiener Kultur nicht wegzudenken ist, aber dann kamen schon die Publikumsfragen und da hat man sich auch nach dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/09\/tribut-fuer-ernst-hinterberger\/\">&#8220;Mundl&#8221;<\/a> erkundigt, jenem proletarischen Wiener, der \u00d6sterreich, als die Serie, ich glaube, es war in den sp\u00e4ten Siebzigerjahren gesendet wurde, ersch\u00fcttert hatte, denn der Wiener ist ja, wie Daniela Strig erkl\u00e4rte, au\u00dferhalb Wiens sehr unbebliebt und jetzt &#8220;kann er nicht einmal richtig Deutsch!&#8221;.<\/p>\n<p>Sehr interessant, die Diskussion, wenn sie auch etwas Klischee behaftet war und den K und K-Mantel noch ein bi\u00dfchen um hatte, denn Hubert Ch. Ehalt fragte nach den Kreisen, die man, wie Eva Bliminger korrigierte, heute Netzwerke nennen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Da w\u00e4ren wir schon bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/03\/mein-erster-pubn-pub\/\">Social Media<\/a>, aber die wurde nicht erw\u00e4hnt, denn auch Eva Bliniger schwenkte &#8220;von der Partie zu der Partei&#8221; oder auch umgekehrt und meinte \u00fcberhaupt, da\u00df das &#8220;Scha ma mal!&#8221; ein sehr beliebter Wiener Ausdruck ist und dazu kann man vielleicht\u00a0 die Wien Literatur des &#8220;Holzbaum-Verlags&#8221; empfehlen, die ja vom <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/28\/unnutzes-wien-wissen\/\">&#8220;Unm\u00f6glichen Wien Wissen&#8221; <\/a>bis zum <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/04\/30\/schimpfen-wie-ein-echter-wiener\/\">&#8220;Schimpfen wie ein echter Wiener&#8221;<\/a> reicht und ich bin es sie ja auch, eine echte Wienerin, mit der &#8220;behmischen&#8221; Gro\u00dfmama.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offenbar eine Reihe bei den &#8220;WienerVorlesungen&#8221; und eine Diskussion zwischen Daniela Strigl und Eva Bliminger\u00a0 mit Hubert Ch. 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