{"id":4860,"date":"2010-11-18T23:15:10","date_gmt":"2010-11-18T22:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4860"},"modified":"2010-11-18T23:15:10","modified_gmt":"2010-11-18T22:15:10","slug":"erster-messetag-und-bank-austria-literaris-lesefest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4860","title":{"rendered":"Erster Messetag und Bank Austria Literaris Lesefest"},"content":{"rendered":"<p>Hinein in die Buch-Wien Nummer III und da bin am Morgen ziemlich verloren durch die Halle gelaufen und dachte, was soll ich da den ganzen Tag?<br \/>\nDabei hat alles hervorragend geklappt, diesmal wartete meine Eintrittskarte am Autorinnenstand, eine Dauerkarte mit der ich beliebig oft hinaus-und hineingehen kann, denn das war in den letzten Jahren etwas schwierig, vor allem am Donnerstag, wo um zw\u00f6lf im Foyer, das eine Stadt-ein Buch Gratisbuch verteilt wird und freie Gardarobe mit der Autorenkarte gab es auch, habe ich doch, wie ich mich erinnern kann, im letzten Jahr  geschwitzt.<br \/>\nSich also am Stand der IG-Autoren niedersetzen, mein Homepoint in Frankfurt oder Leipzig f\u00fcr das volle Taschenabgeben, das Programmheft herausziehen und die Veranstaltungen Punkt f\u00fcr Punkt durchgehen.<br \/>\nUm 10. 15 gings dann bei der ORF B\u00fchne, das ist dort, wo die Er\u00f6ffnung stattfand, in den letzten Jahren hat es, glaube ich, anders gehei\u00dfen mit dem Schwerpunkt &#8220;Serbien liest&#8221;, los. Denn das wird 2011 Gastland in Leipzig und deshalb werden viele B\u00fccher \u00fcbersetzt. Katja Gasser moderierte und weil ich ein schlechtes Personenged\u00e4chtnis habe, habe ich sie bei der Er\u00f6ffnung f\u00fcr Michaela Falkner gehalten und mich gewundert, da\u00df sie so freundlich gr\u00fc\u00dfte. Es ging um das neue Buch von  Sreten Ugricic &#8220;F\u00fcr den unbekannten Helden&#8221; und in der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, was Ugricic von Peter Handke h\u00e4lt?<br \/>\n&#8220;Thomas Bernhard ist der bessere Dichter!&#8221;, antwortete der und &#8220;Serbien braucht seine Hilfestellung gar nicht so sehr!&#8221;<br \/>\nDanach kam Stadtrat  Mailath-Pkorny auf die B\u00fchne und stellte sein &#8220;Ausgezeichnetes Wien&#8221; vor, wo f\u00fcnfzig Portraits von Leuten enthalten sind, die ein Verdienstzeichen der Stadt Wien bekommen haben, denn im Rathaus gibt es eine Ehrenzeichenkanzlei und der Stadtrat mu\u00df die Orden austeilen und es gab eine Diskussion dar\u00fcber, wie die Leute auf Orden reagieren. Die meisten freuen sich wohl heimlich, geben das aber nicht zu und so fangen sie nach dem gro\u00dfen Vorbild, Thomas Bernhard  zu schimpfen an. Der Stadtrat nimmt es aber nicht pers\u00f6nlich und als Stephan Weber ausgezeichnet wurde, sind die Pornohefte in die Luft geflogen, w\u00e4hrend ein Gitarrist nicht zuh\u00f6rte, sondern im Geist schon zu spielen begann. Dann dachte ich, schaue ich noch in die Gusto Ecke, bevor ich mir das Gratisbuch hole und das ist heuer besonders interessant, n\u00e4mlich Dai Sijie &#8220;Balzak und die kleine chinesische Schneiderin&#8221;, das erste Buch, das er  im Pariser Exil geschrieben hat und das gleich ein Bestseller wurde. Er hat es auch verfilmt und w\u00e4hrend ich auf die Er\u00f6ffnung wartete, sagte ich einer Reporterin ins Mikrofon, da\u00df ich diese Aktion nicht ganz so euphorisch, wie die Stadt Wien sehe, schlie\u00dflich finde ich die vorangegangenen B\u00fccher immer im offenen B\u00fccherschrank, bei e-bay sollen sie auch angeboten werden und meistens gefallen sie mir auch nicht so besonders.<br \/>\nDanach wurde im Messe Forum eine Erstver\u00f6ffentlichung eines Kriminalromans von Dorothea Zeemann, der Lebensgef\u00e4hrtin Heimito von Doderer, die in der Edition  der Apfel herausgekommen ist, bisher in einem Archiv lagerte und von Franz Schuh empfohlen wurde, vorgestellt. Es ging um einen alten Philosophieprofessor, der \u00fcber seine Frau und seine Studenten schimpft, eine junge Frau verf\u00fchren will und sehr eigenartige Ansichten hat. Dadurch vers\u00e4umte ich den Beginn von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/03\/putzen-zdenka-becker-und-thalia-besuch\/\"> Burkhard Spinnens &#8220;Ausw\u00e4rts lesen&#8221;<\/a> im Standard Literaturcafe und das ist neu auf dieser Buch-Wien. Burkhard Spinnens Buch habe ich zwar schon Anfang September in St. P\u00f6lten durchgebl\u00e4ttert. Er hat provokante Ansichten, die er auch entsprechend formuliert. Cornelia Travnicek, die  bei den Zuh\u00f6rern war, stellte die Frage, ob besser j\u00fcngere oder \u00e4ltere Autoren in den Schulen lesen sollen und er antwortete, da\u00df er f\u00fcr Schreibwerkst\u00e4tten sei und es ihm reiche, wenn sich die Maturanten kultiviert mit Sprache besch\u00e4ftigen, Romane lesen brauchen sie gar nicht.<br \/>\nUm vierzehn Uhr wurde das Gratisbuch auf der ORF-B\u00fchne vorgestellt, da holte ich mir ein Autogramm, obwohl ich gar nicht so f\u00fcr Autogramme bin, jetzt habe ich es aber in chinesischen Zeichen und die sind sehr interessant. Danach folgte Ken Follett, aber da bin ich schon zur Forum-B\u00fchne und zu Ernst Hinterbergers neuen Roman &#8220;M\u00f6rderische Gier&#8221; gegangen, dort hielt ich es aber nicht lange aus. Das Koch-Forum, das jetzt Gusto-Kochb\u00fchne hei\u00dft, lockte und da gab es Kn\u00f6del in verschiedenen Formen und dann noch eine kleine Portion Gulasch, serviert von Manfred Buchinger.<br \/>\nEmil Rennert, der Enkel von Erwin Rennert, der mit der Anna den Maturaball er\u00f6ffnete, hat ein Buch \u00fcber die j\u00fcdische Bukowina geschrieben und  im Literaturcafe vorgestellt, da erfuhr ich da\u00df sein Gro\u00dfvater vor einem Jahr gestorben ist und als ich beim Luftschacht Verlag vor\u00fcber kam, dachte ich, da\u00df ich die Tradition mir die FMW Wortlaut Anthologie zu holen, auf die ich im Vorjahr durch Cornelia Travnicek gekommen bin, fortsetzen k\u00f6nnte. Wer wei\u00df vielleicht brauche ich sie wieder f\u00fcr ein Veto bei der GAV oder entdecke ein neues Talent, das den Bachmannpreis oder so gewinnt. Das Thema ist &#8220;Ausgehen&#8221;. Emily Walton, Sarah Wipauer sind bei den zehn besten Texten, Valerie Fritsch hat den dritten Preis gewonnen, die anderen Namen sagen mir nicht viel. Bei Christa Stippinger habe ich mich gleich f\u00fcr die neue Exil-Preis Anthologie angemeldet, der diesmal am Samstag auf der Buch-Wien vergeben wird. Ich blieb dann noch im Literaturcafe, unterhielt mich mit dem Sascha und dem Toni Gruber und h\u00f6rte mir die Lesung von Carolina Schutti aus &#8220;Wer getragen wird, braucht keine Schuhe&#8221; an.<br \/>\nDanach gings ins Radio Kulturhaus, wo der Bank Austria Literaturpreis gefeiert wurde. Der ist ja aus der Edition zwei in Zusammenarbeit mit dem Wieser Verlag, der Bank Austria und dem Kulturkontakt hervorgegangen. Da habe ich einmal bei einem Gewinnspiel  die ersten zehn B\u00e4nde gewonnen. Danach war ich bei einer Preisverleihung in dem sch\u00f6nen Geb\u00e4ude beim Schottentor, habe mir Teodora Dimovas &#8220;Die M\u00fctter&#8221; von Annemarie T\u00fcrk erschnorrt und in der Hauptb\u00fccherei im Lesezirkel vorgestellt, wo ich Angelika Reitzer kennenlernte.<br \/>\nDrei Preise wurden vergeben. Der Lyrikpreis ging an den Ungarn Akos Fodor, der Prosapreis an Renata Serelyte &#8220;Blaubarts Kinder&#8221;, das von Cornelius Hell \u00fcbersetzt wurde, der das Buch f\u00fcr den besten litauischen Roman der j\u00fcngeren Zeit h\u00e4lt, dann gab es noch einen Sonderpreis f\u00fcr Boris Chersonskij aus der Ukraine &#8220;Familienarchiv&#8221;.<br \/>\nEin Buch konnte man sich aussuchen. Wein, Wasser und Knabbergeb\u00e4ck gab es auch. Ich bin neben Dr. Koller gesessen und habe mich mit ihm unterhalten und am Freitag werde ich, wenn ich nicht verschlafe und der Bus kommt, mit Rosi Reisen in die Oststeiermark fahren und dort eine Menge Werbegeschenke bekommen bzw. mir eine Produktshow anh\u00f6ren und daher weder zur Buch Wien noch zur Verleihung des Toleranzpreises an Armin Thurnher gehen, was ich zwar  schade finde, ich mu\u00df aber nicht \u00fcberall sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinein in die Buch-Wien Nummer III und da bin am Morgen ziemlich verloren durch die Halle gelaufen und dachte, was soll ich da den ganzen Tag? 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