{"id":4887,"date":"2010-11-20T22:57:03","date_gmt":"2010-11-20T21:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4887"},"modified":"2010-11-20T22:57:03","modified_gmt":"2010-11-20T21:57:03","slug":"dritter-messetag-und-was-frauen-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4887","title":{"rendered":"Dritter Messetag und was Frauen schreiben"},"content":{"rendered":"<p>Heute bei wundersch\u00f6nen Wetter einen Spaziergang durch den zweiten Bezirk gemacht, die Zirkusgasse entlang zum Praterstern, wo jetzt wieder die Herren mit den schwarzen M\u00e4ntel und den gro\u00dfen Pelzm\u00fctzen zu sehen sind und durch den Prater, der trotz seinem Disneyland-Design mit den Figurengruppen und den schon aufgebauten Punschst\u00e4nden am fr\u00fchen Morgen einen malerischen Eindruck macht, zur Messehalle marschiert, wo in Halle A die alten Damen zur Senorenmesse str\u00f6mten, dazwischen gab es eine Fachbesucherausstellung und ganz hinten, die kleine Halle D mit dem gro\u00dfen Programm und das war sehr dicht.<br \/>\nBin ich doch zuerst die St\u00e4nde abgegangen und habe mir die Neuerscheinungen angesehen. Die von Linda Stift herausgegebene &#8220;Rom-Anthologie&#8221;, bei Sonderzahl, dann beim Gemeinschaftstand der Edition Korrespondenzen, Klever und Mitter zwei Herren beim Gespr\u00e4ch zugeh\u00f6rt. Es ging um einen Text von Anna Weidenholzer in der Anthologie &#8220;Vorschu\u00dflaute&#8221;, der um das Bild ihrer Gro\u00df\u1e3futter aufgebaut ist, h\u00f6rte den Herausgeber Alfred Gelbmann \u00fcber das Erz\u00e4hlen sprechen, da hab ich ihn nat\u00fcrlich angesprochen und bin mit ihm in ein Gespr\u00e4ch gekommen, das mir Anna Weidenholzers Erz\u00e4hlband &#8220;Der Platz des Hundes&#8221; bescherte.<br \/>\nIn der Literaturedition N\u00d6 hat Syvia Treudl einen Nachrufband auf Norbert Silberbauer herausgebracht, der sich 2008 umbrachte. Christopher Stainingers &#8220;Liebes und Ha\u00dfgedichte&#8221; lagen auf, seine gestrige Lesung habe ich vers\u00e4umt<br \/>\nDanach die Textbox der Slampoeten besucht, wo Gauner und Bas B\u00f6ttcher slamten, Cornelia Travnicek \u00fcber den Weg gelaufen und mich um zw\u00f6lf bei der ORF-B\u00fchne eingefunden, wo Martin Pollak sein &#8220;Kaiser von Amerika&#8221; pr\u00e4sentierte, wo es um die Auswanderung der gallizischen Juden um 1900 nach Amerika ging. Ein Buch, das ich bis jetzt immer vers\u00e4umte, eigentlich sollte ich E.A. Richter auf der Forum B\u00fchne treffen, der dort bei einer Lesung von Franz Hammerbachers &#8220;Bravo Hotel&#8221; war. Ich hab mit ihm ein Buch getauscht und bin mit auf einen kleinen Umtrunk an den Verlagsstand gegangen.<br \/>\nIrgendwie kenne ich auf der Buch-Wien schon alle und alle kennen mich. Ein paar sehen weg oder sind b\u00f6s auf mich, wie  beispielsweise Anni B\u00fcrkl, der ich ebenfalls ein paar Mal \u00fcber den Weg lief.<br \/>\nJetzt habe ich Herwig Bitsche doch um das Buch von Angelika Reitzer gebeten und um das  von Dan Lungu &#8220;Wie man eine Frau vergi\u00dft&#8221;, das vorgestern in der Hauptb\u00fccherei pr\u00e4sentiert wurde. Als Abschied sozusagen, den Herwig Bitsche verl\u00e4\u00dft ja Residenz. Kaffee bekommt man \u00fcbrigens beim ORF Stand umsonst, bzw. schenkte den wieder eine Autorin an dem Stand aus, wo auch Susanne Ayoubs neuer Krimi pr\u00e4sentiert wurde.<br \/>\nHaya Molcho, die am Naschmarkt ein Restaurant betreibt, machte auf der Gusto-Kochb\u00fchne &#8220;Lust auf fremde K\u00fcche&#8221; und bereitete eine Eierspeise zu, in die ich, damit sie schneller fertig wurde, ein paar Eier schlug. Wladimir Fried fotografierte und erz\u00e4hlte mir von einem Empfang beim Picus Stand, wo ich Zdenka Becker traf. Dabei vers\u00e4umte ich fast <a href=\"http:\/\/blog.jinxx.net\/?p=2843\">Donna Leon<\/a>, die ihren neuesten Brunetti pr\u00e4sentierte und ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die biologische K\u00fcche hielt, womit sie Gabriele Madeja ein wenig nervte. Vorher habe ich, w\u00e4hrend ich mir auf dem 3-Sat Stand, den Film zu Tolstois hundertsten Todestag ansah, den Messerundgang des Herrn Bundespr\u00e4sidenten mit Gerald Schantin, Inge Kralupper, Valerie Besl und vielen vielen Fotografen beobachten k\u00f6nnen. Um drei bin ich wieder zur Textbox gegangen, weil ich Consens kennenlernen wollte, die mir  gelegentliche Kommentare schreibt, aber die slamt erst morgen. So blieb noch  Zeit f\u00fcr die Pr\u00e4sentation des Br\u00f6sel B\u00e4r Verlags und das ist interessant. Denn an dem bin ich am Donnerstag vorbeigegangen und dachte, das w\u00e4ren Kinderb\u00fccher, dann hat mir eine Frau einen Prospekt in die Hand gedr\u00fcckt und ein Mann erkl\u00e4rte mir, er w\u00e4re der Autor.  Neun Meller Krimis hat er schon geschrieben und eine Kinderbuchserie \u00fcber den Br\u00f6sel B\u00e4r und seine Lesung, die man pro Verlagsstand erh\u00e4lt, fand um 15.45 statt. Dort erkl\u00e4rte er, da\u00df er mit F\u00fcnfzig aus der Werbebranche ausgestiegen ist, weil man da was anderes machen soll und weil er sich von den Verlagen nicht mit Knebelvertr\u00e4gen fesseln sollte, macht er es selber und r\u00e4t das auch jeden Autor. Das ist interessant, die Buch-Wien bot ja wieder ein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/15\/buch-wien-wochenende-mit-zwei-seminaren\/\">Eigenverlagsseminar <\/a>an. Cornelia Travnicek hat es besucht und Marius Huszar mit dem ich mich bei den IG Autoren unterhalten habe, st\u00f6hnt unter den Zuschu\u00dfverlagen. Die Frankfurter Verlagsgruppe hat  einen gro\u00dfen Stand,  Novum gibt es auch und einige Eigenverleger, die sich einen Stand leisten.<\/p>\n<div id=\"attachment_4910\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/20101120-201137.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4910\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/20101120-201137.jpg?w=300\" alt=\"Ursula Seeber und Ruth Kl\u00fcger\" title=\"Ursula Seeber und Ruth Kl\u00fcger\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-4910\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4910\" class=\"wp-caption-text\">Ursula Seeber und Ruth Kl\u00fcger<\/p><\/div>\n<p> &#8220;Canossagang&#8221; Mellers f\u00fcnfter Fall, aus dem der Autor Wolfgang Weiss las, erinnerte mich  manchmal an Thomas Raab, bzw. hat er  eine \u00e4hnliche kr\u00e4ftige Stimme  und es geht um die Sondergruppe M\u00f6dling, die alle F\u00e4lle l\u00f6st. Dann war es schon Zeit f\u00fcr die ORF-B\u00fchne, denn die Exilliteraturpreise wurden heuer dort vergeben, was zwar ein wenig schade  um das sch\u00f6ne Buffet im Amerlinghaus ist. Mehr \u00d6ffentlichkeit wurde aber sicher erreicht und es war auch sehr voll. Cornelia Travnicek, die ja einen ihrer ersten Preise dort gewonnen hat, hat dar\u00fcber <a href=\"http:\/\/www.buchwien.at\/show_content2.php?s2id=167\">gebloggt<\/a>. Diesmal hat Hanno Millesi den Preis mit deutscher Muttersprache gewonnen und der Rom Ilija Ivanovic, der offenbar sehr krank ist, den Lyrik Preis. Julya Rabinowitsch, die heute morgen im Klassiktreffpunkt war und mir sehr viel dar\u00fcber erz\u00e4hlte, war mit Edith Ulla Gasser und Martina Schmidt in der Jury. Es gibt wieder eine Anthologie, in der die Texte zu finden sind und interessant, einen der Sch\u00fclerpreise hat eine Klasse gewonnen, die sich die \u00d6ko-Freewriters nennen und bei deren Lehrerin Gundi Haigner, habe ich beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/24\/vom-zuckerlgeschaft-zur-schreibfreiheit\/\">Writersstudio Er\u00f6ffnungstag<\/a> ja neunmal &#8220;Die Neuigkeit des Tages ist&#8230;&#8221; geschrieben.<br \/>\nEs gab Musik des Schneebergers gypsy trios, danach bin ich mit einer vollen B\u00fcchertasche ins Literaturhaus gefahren, wo Ruth Kl\u00fcger ihr neues Buch &#8220;Was Frauen schreiben&#8221; mit Ursula Seeber pr\u00e4sentierte. Dort war es noch voller und die meisten Leute habe ich nicht gekannt. Das Buch besteht  aus sechzig Rezensionen, die Ruth Kl\u00fcger f\u00fcr eine amerikanische Wochenzeitschrift schrieb. Ruth Kl\u00fcger ist ein bekennender Harry Potter Fan,  las aber auch ihre Rezension \u00fcber Herta M\u00fcllers &#8220;Atmeschaukel&#8221; und eine \u00fcber ein Buch, das Bettina von Arnim mit ihrer Tochter Gisela geschrieben hat. Dann gabs eine Diskussion wieviel Frauen schreiben und Ruth Kl\u00fcger beeidruckt durch ihren trockenen Humor, meinte sie doch, da\u00df &#8220;Frauen, wenn sie f\u00fcr ihr Schreiben keine Anerkennung bek\u00e4men, damit aufh\u00f6ren und das tun w\u00fcrden, f\u00fcr die sie die doch bekommen, n\u00e4mlich kochen!&#8221; und hatte anschlie\u00dfend viele B\u00fccher zu signieren, w\u00e4hrend ich mit  Alfred ein Glas Wein trank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute bei wundersch\u00f6nen Wetter einen Spaziergang durch den zweiten Bezirk gemacht, die Zirkusgasse entlang zum Praterstern, wo jetzt wieder die Herren mit den schwarzen M\u00e4ntel und den gro\u00dfen Pelzm\u00fctzen zu sehen sind und durch den Prater, der trotz seinem Disneyland-Design &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4887\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-4887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4887\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}