{"id":4899,"date":"2010-11-21T20:37:09","date_gmt":"2010-11-21T19:37:09","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4899"},"modified":"2010-11-21T20:37:09","modified_gmt":"2010-11-21T19:37:09","slug":"buch-wien-2010-letzter-tag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4899","title":{"rendered":"Buch-Wien 2010, letzter Tag"},"content":{"rendered":"<p>Zu was kommt man w\u00e4hrend einer Buchmesse nicht? Richtig zum Lesen, wenn man es so intensiv wie ich betreibt. Da ich aber gestern mit einer vollen B\u00fcchertasche nach Hause gekommen bin, habe ich heute morgen in die Anthologien wenigstens hineingeschaut.<br \/>\nDa gibt es ja die von Linda Stift herausgegebene Rom-Anthologie &#8220;Alle Wege&#8221;, in der Cornelia Travnicek und Andrea Stift Texte haben, so da\u00df ich das Entstehen \u00fcber deren Blogs ein wenig mitverfolgte.<br \/>\nEs sind dreizehn Texte meist j\u00fcngerer AutorInnen enthalten, die meist von ihrem Rom Stipendien erz\u00e4hlen, da gibt es ja ein schlecht eingerichtetes Atelier, \u00fcber das schon sehr viel geschrieben wurde und da das Buch Texte von Rosemarie Poirarkov, Johannes Gelich, Anna Kim, Markus K\u00f6hle, Mieze Medusa, Sabine Gruber, Michael Stavaric, Angelika Reitzer, Olga Flor, Marin Amanshauser ect enth\u00e4lt, gibt es wohl tats\u00e4chlich, wie im Klappentext steht, ein sehr gutes Panorama der \u00f6sterreichischen Gegenwartsliteratur, was auch der Grund ist, da\u00df sich eine Romanleserin, wie ich auf Anthologien steht, geben sie doch einen guten \u00dcberblick und ich habe ja den Anspruch \u00fcber die \u00f6sterreichische Gegenwartsliteratur Bescheid zu wissen.<br \/>\nDas Nachrufbuch auf Norbert Silberbauer &#8220;Manchmal alles &#8211; manchmal nichts&#8221;, hat zwar einen traurigen Anla\u00df, gibt aber   ebenfalls einen guten Einblick in das Leben und das Wirken des 1959 geborenen, in Retz gelebt habenden Dichters, der eine Zeitlang GAV Vertreter von N\u00d6 war, wodurch ich auch, durch die Lesungen, die ich in den Neunzigerjahren f\u00fcr GAV N\u00d6 in St. P\u00f6lten organisierte, Gabriele Ecker kennenlernte.<br \/>\nSolcherart ger\u00fcstet,  konnte ich zum letzten Messetag aufbrechen und noch einmal das etwas verlorene Gef\u00fchl erleben, das aufkommt, wenn man kurz nach dem \u00d6ffnen durch die Halle geht. Katja Gasser besprach gerade mit Lojze Wieser an seinem Stand die nachfolgende Veranstaltung, ich setzte mich in die ORF-Lesbar zu einem Kaffee und dem mitgebrachten Nu\u00dfkipferl und h\u00f6rte Katja Gasser auf der ORF B\u00fchne die Veranstaltung er\u00f6ffnen. Es ging um ein Gespr\u00e4ch mit dem Verleger des Wieser Verlags \u00fcber die osteurop\u00e4ische Literatur, die wird, wie Lojze Wieser meinte, im Westen nicht gut rezepiert und hat mit vielen Vorurteilen zu k\u00e4mpfen. Die Edition Zwei hat aber in Verbindung mit Kulturkontakt sehr viel in den Westen gebracht und da habe ich in den letzten Tagen einiges dar\u00fcber erfahren.<br \/>\nDanach zog es mich zur Gusto-Kochb\u00fchne, denn wie habe ich im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/15\/buch-wien-wochenende-mit-zwei-seminaren\/\">letzten Jahr<\/a> geschrieben, zu Lesungen komme ich das ganze Jahr, zu Haubenk\u00f6chen fast nur w\u00e4hrend der Buch-Wien. Also auch das genie\u00dfen und mich ein wenig bekochen lassen. Da gab es auch sehr viel zu schmecken, n\u00e4mlich um elf Best of Steak und Fish und um zw\u00f6lf ging es mit Martina Lessing weiter, die in London ein Home Catering Service aufgebaut und ein Buch \u00fcber Finger Food geschrieben hat. Ich sa\u00df  neben ihrer Familie und h\u00f6rte deren Gespr\u00e4chen \u00fcber das sch\u00f6ne Essen mit guten Freunden zu, w\u00e4hrend ich das Kastaniens\u00fcppchen verkostete, garnierte Gurkenscheiben schnabulierte, Teigt\u00e4schen und Sch\u00fc\u00dfelchen mit Wachteleirn bzw. Ravioli-Spie\u00dfe gab es auch.<br \/>\nDann war es schon Zeit f\u00fcr das \u00d61 Quiz, das im VIP Zentrum live von der Buch-Wien \u00fcbertragen wurde. Auch da sa\u00df ich neben der Tochter eines der Kanditaten und wu\u00dfte die Frage nicht, mit der man den zweihundert Euro Buch Gutschein gewinnen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Edgar Allen Poe w\u00e4re es gewesen, aber der ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Eva Rossmann hat aber ohnehin jemand anderen gezogen. Die drei Kanditaten waren ehemalige Lehrer, darunter ein einundachtzigj\u00e4hriger Herr, der gegen die Gesamtschule wetterte und den Quiz nicht ganz ernst zu nehmen schien, weil er immer seinen Konkurrenten einsagte. Es war also sehr lustig und es ging auch mit Niki Glattauers Buch &#8220;Der engagierte Lehrer und seine Feinde&#8221;, weiter mit der Schule und den Lehrern.<br \/>\nIch blieb  bei der Forum B\u00fchne sitzen, weil  Otto Brusattis  Buch &#8220;Die Musik &#8211; Fluch und Gande&#8221; vorgestellt wurde. Irgendwie bin ich ja ein Otto Brusatti Fan und ging nicht um drei zur Textbox, obwohl ich Cornelia H\u00fclmbauer  gerne kennenlernen wollte. Ich habe mir nur sp\u00e4ter einen zweiten Kaffee geholt und mich vom Sascha verabschiedet, der mir sagte, da\u00df er nach Hause geht, weil er von der Messe schon genug hat. Ich bin aber, wie man wei\u00df, sehr best\u00e4ndig und h\u00f6rte mir auch den Beginn von Robert Misiks &#8220;Anleitung zur Weltverbesserung an&#8221;, weil ich den aber von <a href=\"http:\/\/www.misik.at\">misik.at<\/a> gut kenne, bin ich zum Literaturcafe hin\u00fcbergegangen, wo Josef Kleindienst &#8220;An dem Tag als mich meine Friseuse k\u00fc\u00dfte&#8221; vorstellen und sp\u00e4ter Anna Weidenholzer lesen sollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_4939\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/3536.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4939\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/3536.jpg\" alt=\"\u00a9HVB\" title=\"\u00a9HVB\" width=\"265\" height=\"200\" class=\"size-full wp-image-4939\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4939\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9HVB<\/p><\/div>\n<p>Es waren aber gerade ungarische Autoren auf der B\u00fchne und beim Gusto-Stand Josef Zotter mit seiner guten Schokolade, also wieder umdisponiert und weil der sehr lange geredet bzw. gekocht hat, bin ich  zu Anna Weidenholzer nicht mehr gekommen. Macht ja nichts, habe ich ja ihr Buch und au\u00dferdem hat Cornelia Travnicek \u00fcber die Lesung <a href=\"http:\/\/www.buchwien.at\/show_content2.php?s2id=167\">gebloggt<\/a>. Josef Zotter und seiner Schokoladen soll man nicht widerstehen und der hat ger\u00fchrt und erkl\u00e4rt, wei\u00dfes und dunkles Mousse gemacht, Kakaobohnen verkosten lassen, Indianderschokolade zubereitet und Schokoladepl\u00e4ttchen mit Minze und anderer Ganierung, so da\u00df es halb sechs wurde, die Herren mit den mahnenden Blicken erschienen und die Garderobe fast leer war, als ich meine Jacke holte.<br \/>\nDas war die <a href=\"http:\/\/www.buchwien.at\/\">Buch-Wien 2010<\/a>, die ich Dank der freundlichen Bereitstellung der Messe- und Einladungskarten wieder sehr intensiv erleben konnte, wof\u00fcr ich herzlich danke und wem es intesseriert, Buch habe ich heute keines nach Hause gebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu was kommt man w\u00e4hrend einer Buchmesse nicht? 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