{"id":49067,"date":"2017-01-05T00:45:33","date_gmt":"2017-01-04T23:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=49067"},"modified":"2017-01-05T00:45:33","modified_gmt":"2017-01-04T23:45:33","slug":"ein-windiger-wintertag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=49067","title":{"rendered":"Ein windiger Wintertag"},"content":{"rendered":"<p>Weil ich heute keine Stunden hatte, aber den Tag in Wien verbrachte, habe ich ihn wieder f\u00fcr meine Romanrecherche ben\u00fctzt, denn das mache ich zu Beginn einer neuen Arbeit ja gern.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem mu\u00dfte ich aufs Pa\u00dfamt gehen, denn mein Pa\u00df, den ich mir ja das letzte Mal 2007 ausstellen lie\u00df, als wir mit der Ruth mit dem Rad von Ybbs bis Regenburg fahren, verlor am zweiten J\u00e4nner seine G\u00fcltigkeit und sp\u00e4testens, wenn wir nach Leipzig fahren, was wir ja wahrscheinlich wieder machen, brauche ich einen neuen, also zuerst auf die Mariahilfertra\u00dfe zum &#8220;Hartlauer&#8221; f\u00fcr Pa\u00dffoto, denn das Fotoatelier in der Hofm\u00fchlgasse hat es, glaube ich, schon 2007 nicht mehr gegeben, obwohl das Gesch\u00e4ftslokal noch immer leersteht.<\/p>\n<p>Abmelden von der Gumpendorferstra\u00dfe mu\u00dfte ich mich auch, denn die Anna hat ja die Wohnung dort, in der sie geboren wurde, schon im November aufgegeben und lebt jetzt mit Freund, Hund und Kegel, im Nachbarhaus in Harland, das der Opa ja gerade 2007 f\u00fcr sie zu bauen begann und wor\u00fcber ich das Buch <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_trotzdem.html\">&#8220;Und trotzdem&#8221;<\/a> schrieb.<\/p>\n<p>Und wor\u00fcber wollte ich jetzt bez\u00fcglich der wohnungslosen Dorothea Wewerka recherchieren, werden jetzt veilleicht meine Stammleser fragen oder sich daran erinnern, da\u00df ich ja schon vor Weihnachten mit den Recherchieren begonnen habe.<\/p>\n<p>Denn ich bin ja mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/06\/13\/ein-souvenier\/\">&#8220;Kroatiengeschichte&#8221;<\/a> am\u00a0 sechzehnten Dezember fertig geworden und dann gleich ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/18\/buecherweihnacht-in-der-gruenangergasse-und-andere-adventstimmung\/\">bi\u00dfchen in die Stadt gelaufen, um mir beim B\u00fccherflohmarkt in der Gr\u00fcnangergasse<\/a> ein paar Leseexemplare zu kaufen und mit dem Alfred Punsch zu trinken, denn irgendwie wollte ich mich ja auch ein bi\u00dfchen belohnen, Weihnachten vorfeiern, etcetra, am Dienstag darauf war ich dann beim Friseur und in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/20\/recherchebeginn-und-gluecksschweinmuseum\/\">Hauptb\u00fccherei<\/a>, wo ich in der Zeitschriftenecke, gleich beim Eingag gesessen bin und mir meine Notizen machte.<\/p>\n<p>Geschrieben hatte ich da noch nichts, au\u00dfer den eineinhalb Seiten, die in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/01\/schreibgruppe-und-adventbeginn\/\">Dezemberschreibgruppe<\/a> entstanden sind.<\/p>\n<p>Dann war ich noch beim Flohmarkt im Literaturhaus und habe B\u00fccher nach Hause geschleppt, die ich wahrscheinlich lange nicht lesen werde und am Tag darauf habe ich meine Fenster geputzt.<\/p>\n<p>So beginnen meine Schreibrituale ja immer, dann war<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/25\/weihnachten-mit-oder-auch-ohne-vicki-baum\/\"> Weihnachten schon da und ich in Harland<\/a> und ich habe geschrieben und geschrieben, neun Szenen, f\u00fcnfundzwanzig Seiten und drei Handlungsst\u00e4rnge und noch ein paar Nebenpersonen habe ich\u00a0 schon und wieder bin ich nicht ganz damit zufireden, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/04\/vom-suppenkaspar-max-und-moritz-guten-oder-schlechten-frauen\/#comments\">wenn ich ja nebenbei Kommentare von meinem Leser Uli beantworte,<\/a> der immer wieder \u00fcber mein erfolgloses Schreiben schimpft und ich bin ja irgendwie auch ein bi\u00dfchen masochistisch, da\u00df ich darauf antworte und mich zu rechtfertigen versuche, obwohl ich es ihm wahrscheinlich nie recht machen kann und das auch nicht mu\u00df.<\/p>\n<p>Mir mu\u00df ich es recht machen oder sollte es und da habe ich ja noch immer den Verdacht, da\u00df ich nicht so wirklich wei\u00df, wor\u00fcber ich schreiben will oder um den hei\u00dfen Brei herumschleiche, wenn ich dann aber in meinen bisher erschienenen <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/buecher.html\">B\u00fccher<\/a> lese, habe ich \u00f6fter das Gef\u00fchl, da\u00df ist ohnehin sehr gut, sehr dicht, gut auskomponiert, etcetera.<\/p>\n<p>So ging es mir auch letzte Woche bei der &#8220;Viertagebuchfrau&#8221; zumindest am Beginn, sp\u00e4ter war ich mir nicht mehr so sicher, aber es stimmt schon, die Idee \u00fcber eine wohnungslose Frau zu schreiben, ist nicht so ganz neu und was bitte, ist ein Bibliothekgespenst?<\/p>\n<p>Eine Frau, die dort wohnt und am Tag in Wien spazieren geht, die Selma in der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bank.html\">&#8220;Frau auf der Bank&#8221; <\/a>tut das ja auch und Vorbilder f\u00fcr den Fabian Hirschmann gibts sowohl in zwischen &#8220;H\u00fctteldorf und Heiligenstadt&#8221;, als auch in der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_odessa.html\">&#8220;Reise nach Odessa&#8221;<\/a> ganz abgesehen von meinen vielen depressiven Frauen.<\/p>\n<p>Die drei Geschichten, die vielleicht ganz gut w\u00e4ren, wo jede einzele ihren Spannungsbogen hat, habe ich noch nicht geschrieben, vorl\u00e4ufig larviere ich mich eher um den Brei herum weiter, bin bei Szene neun, wo die Dorothea sich in die Hauptb\u00fccherei \u00fcber die Nacht verzogen hat, die n\u00e4chste Szene ist die, wo die Therese mit dem Bus schon in Graz ist und die Sophie und der Fabian haben im &#8220;Cafe oben&#8221; ein Bier getrunken, dann k\u00f6nnte die Dorothea noch die Bibliothekarin Karoline Prohaska am n\u00e4chsten Morgen ansprechen und sie fragen, ob sie jetzt schon die Therese gefunden hat?<\/p>\n<p>Und das w\u00e4re es wohl, viel weiter bin ich mit meinem Konzept noch nicht gekommen, aber heute auch ein bi\u00dfchen in die B\u00fccherei hineingegangen und vielleicht nach dem Zimmer gesucht, in das die Dorothea sich einquartiert haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dann dachte ich, ich gehe jetzt in die Stadt und schaue um, ob es was f\u00fcr mich zu kaufen gibt, in zwei Schokoladegesch\u00e4ften bin ich schon vorher gewesen, habe mich dann aber nicht zum\u00a0 Kauf von verbilligten Marzipanschweinchen aufraffen k\u00f6nnen, hat mir ja gestern ein Klient auch einen solchen Rauchfangkehrer gebracht.<\/p>\n<p>So bin ich nur in einem Papiergesch\u00e4ft gelandet, wo ich mir f\u00fcr meine Praxis einen Zettelblock und f\u00fcr mich und mein Schreiben zwei sch\u00f6ne Notizb\u00fccher kaufte.<\/p>\n<p>Da war ich ja am heiligen Abend auch in St. P\u00f6lten in so einem Billigladen und habe mir ein paar Notizb\u00fcchlein und auch ein paar warme Patschen mit roten Herzen gekauft.<\/p>\n<p>Beim Mc Donald bin ich schon vorher gewesen und habe dort einen Supercheeseburger mit Pommes frites und Cafe latte zu Mittag gegessen und damit, um zwei meinen Recherchegang, wo es sch\u00f6n kalt und auch etwas windig war, beendet, um jetzt doch noch die drei geplanten Szenen zu schreiben und dann weiterzusehen, wie das mit der wohnungslosen Dorothea und der depressiven Therese Schwarzenberg noch werden wird?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/06\/westbahn-spontan\/\">Schreibgruppentermine<\/a> bis Juni haben wir jetzt ausgemacht und ich habe sie an die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/21\/schliessung-der-schreibegruppe\/\">Gruppe oder den Rest der noch da ist <\/a>geschickt. Ab Februar fangen wir wieder an, da ich ja morgen wieder mit dem Alfred nach Harland fahre, um den Rest der Weihnachtsferien, es gibt ja noch einen Feiertag, dort zu verbringen.<\/p>\n<p>Und auf Annika B\u00fchnenanns Blog &#8220;Vom Schreiben leben&#8221;, die ja, glaube ich, die konsturktive Schreibkritik vergibt, von der in<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/04\/vom-suppenkaspar-max-und-moritz-guten-oder-schlechten-frauen\/\"> meinem letzten Artikel die Rede w<\/a>ar, habe ich mich auch umgeschaut, denn die hat da ja einen Artikel, wo es um die <a href=\"http:\/\/www.vomschreibenleben.de\/5-luegen-die-dich-als-autor-fuer-immer-erfolglos-machen\/\">&#8220;F\u00fcnf L\u00fcgen die einem am Schreiben hindern w\u00fcrden&#8221;<\/a> geht und wenn man ihre Artikel liest, hat man die Ermunterung, die man braucht, denn sie sagt,&#8221;Schreibt drauf los, nur vom Schreiben wird man besser und mit jedem Buch kommt man ein St\u00fcckchen weiter!&#8221;, also das, was ich eigentlich auch glaube.<\/p>\n<p>Bei meinen B\u00fcchern zwar nicht so sehr sehe, denn irgenwie blogge ich ja sehr isoliert vor mich hin und habe nur manchmal einen Kritiker, der seinen Spa\u00df hat, mich zu <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/31\/zurueckgeschaut\/#comments\">beschimpfen<\/a>, aber ganz so stimmt das dann doch wieder nicht, denn ich habe ja im letzten Jahr zwei meiner B\u00fccher nach Deutschland geschickt.<\/p>\n<p>Eines an eine Studentin, die eine Dioplomarbeit oder so etwas \u00fcber Michaela K\u00f6nig schreibt und sich daher\u00a0 f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">&#8220;Mimi&#8221;<\/a> interessierte und dann einen Koreaner oder Chinesen, der \u00fcber Ernst Schwarz eine Hausarbeit schreibt und da bin ich ja bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Schwarz_%28Sinologe%29\">&#8220;Wikipedia&#8221;<\/a> verlinkt, da\u00df es in den <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dreizehn.html\">&#8220;Dreizehn Kapiteln&#8221;<\/a> ein Kapitel \u00fcber den Sinologen gibt, der in Wien geboren wurde , nach Shanghai auswanderte, dann in die DDR kam und zu letzt in M\u00fcnchendorf in Nieder\u00f6stereich gestorben ist.<\/p>\n<p>Es geht also, wie man sieht, auch im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/01\/ins-neue-jahr-mit-hilde-schmoelzer\/\">neuen Jahr rasant weiter<\/a> und ich will mir auch, wie ich wieder wiederhole, mit dem Schreiben Zeit lassen, damit aus den Bruchst\u00fccken und den Fragmenten, die ich derzeit habe, ein Roman wird, der etwas Neuen beinhaltet, ich meinen Stil weiterentwickle und ich am Ende auch zufrieden bin und das ist wahrscheinlich die Hauptarbeit, die vor mir liegt und wenn ich diesbez\u00fcglich ein aufmunterndes Wort zum Weitermachen bek\u00e4me, w\u00e4re das sehr sch\u00f6n und hilfreich, ansonsten setzte ich mich weiter mit meinen Kritikern auseinander.<\/p>\n<p>Und ehe ich es vergesse, am offenen B\u00fccherschrank, bin ich bei meinem Recherchegang auch zweimal vorbeigekommen. Zuerst lag in der Westbahnstra\u00dfe nichts Rechtes daran, dann gab es aber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/06\/weihnachtsbowle-mit-susanne-ayoub\/\">Susanne Ayoubs <\/a>&#8220;Engelgift&#8221; und das ist ja der Roman mit der ihr 2004 schlagartig der Durchbruch gelang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil ich heute keine Stunden hatte, aber den Tag in Wien verbrachte, habe ich ihn wieder f\u00fcr meine Romanrecherche ben\u00fctzt, denn das mache ich zu Beginn einer neuen Arbeit ja gern. 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