{"id":4932,"date":"2010-11-24T18:00:58","date_gmt":"2010-11-24T17:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=4932"},"modified":"2010-11-24T18:00:58","modified_gmt":"2010-11-24T17:00:58","slug":"korrigiermonat-zwischenbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=4932","title":{"rendered":"Korrigiermonat-Zwischenbericht"},"content":{"rendered":"<p>Am 31. 10. habe ich  in Anlehnung zum <a href=\"http:\/\/www.nanowrimo.org\/\">Nanowrimo<\/a> dieses Monat als <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/31\/korrigiermonat\/\">Korrigiermonat<\/a> ausgerufen, weil ich mich am nationalen Schreibemonat nicht beteilige, sondern die &#8220;Absturzgefahr&#8221; korrigieren wollte. Wer wissen will, was daraus geworden ist? Na, ja, ich korrigiere immer noch die Seite 53 und bin jetzt beim Kapitel &#8220;Posttraumatisch&#8221; angekommen.<br \/>\nSoweit war ich zwar schon in Harland vor drei Wochen, aber da hatte ich keinen Drucker, so da\u00df ich weitergegangen bin und mich erst jetzt mit den Feinheiten besch\u00e4ftigte. Allerdings war ich sehr abgelenkt. Kam ja die Literatur im Herbst, mein Geburtstagsfest, diverse Gratisgutscheine von Leiner und Kika, die eingel\u00f6st werden wollten, sowie die Buch-Wien, was ich alles sehr intensiv betrieben habe und meine Stunden und ein bi\u00dfchen Diagnostik gab es auch.<br \/>\nDas hat es im letzten Jahr aber auch gegeben und da habe ich beim Nanowrimo mitgemacht und war mit dem Rohentwurf der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/24\/kurzer-blick-aufs-neue-buch\/\">&#8220;Heimsuchung oder halb eins&#8221;<\/a> am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/19\/50-687-worte\/\">19. 11.<\/a> fertig, das was ich mir jetzt gar nicht mehr vorstellen kann.<br \/>\nAber das Korrigieren verleitet vielleicht zum Tr\u00f6deln, da ja immer wieder der Gedanke kommt, wozu tue ich mir das an? Dann habe ich zu Ostern oder so mein sechsundzwanzigstes Buch und ernte, wenn ich es jemanden zeige, einen mitleidigen Blick.<br \/>\nDas ist nicht sehr motivierend, obwohl ich eine enorme Antriebskraft habe und mich nun schon siebenunddrei\u00dfig Jahre dazu bringe, weiterzumachen und nicht aufzugeben.<br \/>\nAber auch das \u00e4ndert sich ein bi\u00dfchen und so kann ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/22\/kulturpolitik-und-andere-veranstaltungen\/\">Ilse Kilics<\/a> Beitrag beim Kulturpolitischen Arbeitskreis im Oktober, das sie das nicht mehr tut, zustimmen, obwohl es f\u00fcr mich nicht ganz stimmt.<br \/>\nNat\u00fcrlich mu\u00df ich nicht schreiben. Nie mehr eine Zeile, wenn ich das nicht will,  ich will es aber, auch wenn ich mich von den Events um mich herum bereitwillig ablenken lasse. Dann packt mich wieder soetwas, wie das schlechte Gewissen und ich denke, nein, ich gehe nicht in die Alte Schmiede sondern  korrigiere, so wie ich das heute machen werde, obwohl ich das &#8220;Dicht-Fest&#8221; mit Helga Glantschnig, Georgi Gospodinov, Mircea Lacatus und Evelyn Holloway angestrichen habe.<br \/>\nAlso habe ich mich heute, da ich nur eine Stunde hatte, vor den Laptop gesetzt und mir das Manuskript vorgenommen. Und das geht eigentlich ganz gut und ich bin damit zufrieden.<br \/>\nDa\u00df meine Sprache,  bleibt wie sie ist, damit habe ich mich abgefunden, bzw. will ich das so und auch mit den \u00dcberh\u00f6hungen, will ich lieber vorsichtig sein. Schimpfkanonaden a la Thomas Bernhard oder so, liegen mir nicht. Bei mir kann es ruhig so sein, wie ich es im psychotherapeutischen Alltag erlebe und, da\u00df man damit leicht \u00fcbersehen wird, wei\u00df ich schon und kann, seit ich das Literaturgefl\u00fcster habe, besser damit umgehen.<br \/>\nAber ein bi\u00dfchen Konzentration tut nat\u00fcrlich gut, der November mit seinem Ablenkungsprogramm ist fast vorbei, jetzt wieder die &#8220;Absturzgefahr&#8221; hervornehmen und wenn ich zu Ostern so weit bin, da\u00df es an den Digitaldruck gehen kann, bin ich  zufrieden, denn es war mir ohnehin ein wenig unheimlich, da\u00df 2010 drei B\u00fccher erschienen sind.<br \/>\nDem Vorwurf eine manische Schreiberin zu sein, will ich mich nicht aussetzen und auch keine diesbez\u00fcgliche mitleidige Blicke ernten. Qualit\u00e4t braucht Zeit. Nat\u00fcrlich und da ich ich den letzten Jahren wirklich ununderbrochen vor mich hingeschrieben habe, ist sicher was daran bez\u00fcglich Ausgeschrieben und ewigen Wiederholungszwang.<br \/>\nZwar ist die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/06\/sophie-hungers-krisenwelt-2\/\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a>, bei der ich im vorigen Fr\u00fchling sehr stark dieses Gef\u00fchl hatte, gut angenommen worden, aber ich denke schon, da\u00df man weiterkommt, wenn man sich ein bi\u00dfchen Zeit l\u00e4\u00dft und habe, als ich im Sommer mit dem Rohkonzept fertig war, gedacht, vielleicht sollte ich ein Jahr nichts schreiben, damit ich anschlie\u00dfend eine andere Sichtweise und Ausgangspunkt habe. Da\u00df ich das nicht wirklich schaffe, ist klar, aber jetzt habe ich einige Monate vor mich hinget\u00fcmpelt, sch\u00f6ne und intensive Berichte f\u00fcrs Literaturgefl\u00fcster geschrieben und auch ein paar interessante R\u00fcckmeldungen bekommen.<br \/>\nSo kann ich also bekanntgeben, ich bin derzeit bei 120 Seiten und 61.869 Worte und plane mich in der n\u00e4chsten Zeit ein wenig intensiver damit zu besch\u00e4ftigen und was den Nanowrimo und die <a href=\"http:\/\/www.schreibwerkstatt.de\/nanowrimo.php\">Statistikseite<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\/\">schriftsteller-werden.de<\/a> betrifft, ist das auch sehr interessant.<br \/>\nDenn da sind schon dreiundzwanzig Leute fertig und der erste hat schon 375.415 Worte geschreiben, aber Jacky, die vor zwei Jahren versch\u00e4mt gestand, da\u00df sie es auf hunderttausend Worte brachte, liegt erst bei  18.365 und hat bei ihrem ersten Bericht in ihrer <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\/gedankenblitz\/nanowrimo-2010-blogparade\/\">Blogparade<\/a> auch davon geschrieben, da\u00df sie nur am Wochenende schreiben und in der anderen Zeit korrigieren will.<br \/>\nInteressant habe ich gedacht und bemerkt, da\u00df der erste Wochenbericht sehr intensiv ausgefallen ist, aber dann kam nichts mehr und als ich mich schon dar\u00fcber wunderte, kam vor zwei Tagen die Nachricht, <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\/gedankenblitz\/3-390-g\/\">Jacky ist Mutter<\/a> geworden und die Blogparade mu\u00df ein wenig warten.<br \/>\nAndere Leute f\u00fchren also auch ein intensives Leben, aber nat\u00fcrlich mu\u00df man aufpassen am Weg zu bleiben, um nicht, wie <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/20\/dritter-messetag-und-was-frauen-schreiben\/\">Ruth Kl\u00fcger am Samstag<\/a> meinte, beim Kochtopf zu landen, weil man keine Anerkennung f\u00fcrs Schreiben bekommt.<br \/>\nDa\u00df es sehr gut ist, da\u00df ich eine flei\u00dfige Schreiberin bin, wei\u00df ich schon und das werden mir auch die best\u00e4tigen, die an Schreibblockaden leiden. Davon bleibe ich durch meine Disziplin verschont und dann gibt es ja noch andere Hindernisse und das sind die vielen B\u00fccher, die ich immer nach Hause schleppe und die auch gelesen werden wollen und da habe ich ebenfalls den Anspruch dran zu bleiben und bin auch gut unterwegs. Bei sechsundsiebzig gelesenen B\u00fcchern liege ich, glaube ich, gerade, also fast doppelt soviel, wie im vorigen Jahr und das habe ich Elisabeth von <a href=\"http:\/\/leselustfrust.wordpress.com\">leselustfrust<\/a> zu verdanken, die sich gerade  auf Blogpause begeben hat. Das scheint derzeit in zu sein. Ich lese immer noch Norbert Gstreins &#8220;Die ganze Wahrheit&#8221; und hoffe, das demn\u00e4chst zu besprechen und habe ansonsten meine Leseliste etwas umdisponiert, da ich den Anspruch habe, zumindestens die Romane, die ich von der Buch-Wien nach Hause gebracht habe, m\u00f6glichst bald zu besprechen, obwohl von da kein Druck kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 31. 10. habe ich in Anlehnung zum Nanowrimo dieses Monat als Korrigiermonat ausgerufen, weil ich mich am nationalen Schreibemonat nicht beteilige, sondern die &#8220;Absturzgefahr&#8221; korrigieren wollte. Wer wissen will, was daraus geworden ist? 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