{"id":49458,"date":"2017-01-18T22:33:20","date_gmt":"2017-01-18T21:33:20","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=49458"},"modified":"2017-01-18T22:33:20","modified_gmt":"2017-01-18T21:33:20","slug":"ein-buechner-preistraeger-in-der-alten-schmiede","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=49458","title":{"rendered":"Ein B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger in der Alten Schmiede"},"content":{"rendered":"<p>In der &#8220;Alten Schmiede&#8221; stellte heute der &#8220;B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger&#8221; von 2004, der 1943 geborene Wilhelm Genazino seinen neuesten Roman, Kurt Neumann meinte, es w\u00e4re eher eine Erz\u00e4hlstruktur &#8220;Au\u00dfer uns spricht niemand \u00fcber uns&#8221; vor und es war gar nicht so voll, wie am <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/16\/erlebtes-und-erinnertes-von-georg-stefan-troller\/\">Montag bei Georg Stefan Troller.<\/a><\/p>\n<p>Das ist auch etwas, was ich nie verstehen werde, habe Wilhelm Genazino einmal bei einer der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/16\/die-liebe-das-gluck-die-blodheit\/\">Studentenlesungen im Literaturhaus\u00a0<\/a> und einmal bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/14\/literatur-und-wein\/\">&#8220;Literatur und Wein&#8221; in G\u00f6ttweig<\/a> geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Im Publikum sa\u00dfen Leute, die behaupteten, da\u00df sie alle seine Werke gelesen h\u00e4tten, wobei mir einfiel, da\u00df ich gar nicht wu\u00dfte ob ich einmal was gelesen habe, in meinen Regalen habe ich aber &#8220;Die Liebesbl\u00f6digkeit&#8221;, &#8220;Ein Regenschirm f\u00fcr alle Tage&#8221; und auch den dritten Teil der von Kurt Neumann erw\u00e4hnten &#8220;Abschaffeltrilogie&#8221;\u00a0 &#8211; &#8220;Falsche Jahre&#8221;,\u00a0 stehen und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=mittelm%C3%A4%C3%9Figes+heimweh\">&#8220;Mittelm\u00e4\u00dfiges Heimweh&#8221;<\/a> habe ich gelesen, aber offensichtlich schon wieder vergessen. Dagegen ist mir in Erinnerung, da\u00df es mich in G\u00f6ttweig sehr st\u00f6rte, da\u00df die Leute w\u00e4hrend der Lesung so laut gelacht haben, ich habe. glaube ich. den Autor am Signiertisch darauf angesprochen, ob er diese Stellen auch so lustig gefunden h\u00e4tte. Er hat glaube ich, &#8220;nein&#8221;, gesagt, vielleicht war das aber nur die H\u00f6flichkeit des Autors, denn Kurt Neumann hat in seiner Einleitung auch die Komik angesprochen und w\u00e4hrend der Lesung\u00a0 mehrmals geschmuzelt.<\/p>\n<p>Es geht um den kleinen Mann, hat er glaube ich, eingeleitet, da\u00df Genazino in einer Werkreihe, Trilogie, etcetera dar\u00fcber schreiben w\u00fcrde, meinte, da\u00df die Erz\u00e4hlstruktur an Becket mahnen w\u00fcrde und erz\u00e4hlte dann von einer Carola mit der der Ich-Erz\u00e4hler befreundet sei, sich im Laufe des Romans aber von ihr trennen w\u00fcrde und, da\u00df die eine Marathonl\u00e4uferin, zur Alkoholikerin wird und sich dann, glaube ich, auch umbringt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/14\/auserlesen\/\">Friedrich Hahn <\/a>sollte den Autor sp\u00e4ter fragen, ob ihm das nicht leid t\u00e4te, seine Figuren sterben zu lassen, was er, glaube ich,\u00a0 auch verneinte und er las das erste und das siebente Kapitel.<\/p>\n<p>Ein Mann geht spazieren k\u00f6nnte man so sagen und macht dabei seine Alltagsbetrachtungen, er ist Rundfunksprecher, offenbar nicht sehr erfolgreich, denn Carola schl\u00e4gt ihm vor, sich arbeitslos zu melden, das ist aber unter seiner W\u00fcrde, beziehungsweise will er vom Arbeitsamt nicht umgeschult werden und im ersten Kapitel geht er durch die Stadt und in eine Pizzeria, beobachtet einen Marathonlauf, bei dem auch Carola, mit der er nicht zusammenlebt, teilnimmt, was er nicht wu\u00dfte, er beobachtet ihr Tatoo und noch verschiedenes andere und im siebenten Kapitel beschlie\u00dft Carola sich von ihm zu trennen.<\/p>\n<p>Dann konnte man Fragen stellen und es gab diesmal eine sehr intensive Diskussion, die sich auch, was ich sehr interessant fand, weil ich mich ja <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/15\/handlungsluecken-und-ungereimtheiten\/\">derzeit<\/a> intensiv damit besch\u00e4ftigte, um das Schreiben, beziehungsweise, um die Einf\u00e4lle geht.<\/p>\n<p>Kurt Neumann fragte, glaube ich, wie der Autor zu seinen Einf\u00e4llen kommt? Der antwortete, da\u00df man das nicht wisse, soweit ist die Wissenschaft noch nicht und selbst Einstein hat das noch nicht erforscht. Er hat aber immer einen Zettel und einen Stift bei sich und schreibt alles, was ihm so begegnet und ihm interessant erscheint, auf.<\/p>\n<p>So ein Heftchen habe ich auch in der Tasche, schreibe aber weniger intensiver, als ich eigentlich sollte oder wollte und Wilhelm Genazino scheint sich ganze Aktenordner mit diesbez\u00fcglichen Stichworten anzulegen, die er dann dementsprechend verwendet, was ich sehr interessant findet.<\/p>\n<p>Eine Dame lobte die Beobachtungen und den Blick von Au\u00dfen, wie Genazino beispielsweise den Blick in die Pizzeria beschreibt und ein anderer wollte wissen, ob es eigentlich einen Kommentarband gibt, was Genazino wieder verneinte und meinte, da\u00df das eher etwas f\u00fcr Germanisten sei, die Leser solche B\u00fccher aber nicht kaufen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8220;Ich hoffe es sind hier keine Germanisten!&#8221;, setzte er hinzu. Lautes Gel\u00e4chter, also offenbar doch sehr viele, aber Genazino ist ja selber Germanist, hat das, sowie Soziologie und Philosophie studiert und wird sich weiter mit der Sprache bem\u00fchen und seine Einf\u00e4lle zu Romanen machen und ich habe und das ist vielleicht interessant, mir aus der Lesung mitgenommen, da\u00df ich vielleicht meine\u00a0 <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/10\/handlung-suchen\/\">einundvierzig Szenen<\/a>, die ich inzwischen habe, sprachlich \u00fcberarbeiten sollte und mir vielleicht von Genazinos Sprachgewalt ein Vorbild nehmen, denn da habe ich heute, f\u00fcrchte ich, ein bi\u00dfchen vor mich hingeschluddert.<\/p>\n<p>Ich bin zwar mit meinem Rohkonzept fast fertig und die Therese ist von Salzburg nach Berlin gefahren, aber vor allem da k\u00f6nnte ich die Szenen noch besser ausarbeiten und die Therese im Brecht Haus beispielsweise entsprechende Erlebnisse machen lassen. Wenn es mir da gelingt vielleicht einundvierzige farbige Kurzgeschichten daraus zu machen, h\u00e4tte mein Roman sicherlich gewonnnen.<\/p>\n<p>Mal sehen, ob es mir gelingt. Ich habe es jedenfalls vor und werde mit dem Rohkonzept demn\u00e4chst fertig sein. Vier Szenen fehlen mir, glaube ich, noch und derzeit stehe ich bei 43 435 Worte beziehungsweise \u00fcber achtundachtzig Seiten. Wenn ich die letzten Szenen, die sehr kurz geworden sind, durch genauere Details noch entsprechend verl\u00e4ngere, komme ich vielleicht auch auf das Nanworimoformat, die Rohkonzeptzeit w\u00fcrde entsprechend stimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der &#8220;Alten Schmiede&#8221; stellte heute der &#8220;B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger&#8221; von 2004, der 1943 geborene Wilhelm Genazino seinen neuesten Roman, Kurt Neumann meinte, es w\u00e4re eher eine Erz\u00e4hlstruktur &#8220;Au\u00dfer uns spricht niemand \u00fcber uns&#8221; vor und es war gar nicht so voll, &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=49458\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[199,2710,4914,6275],"class_list":["post-49458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-alte-schmiede","tag-ideen-finden","tag-romankonzept","tag-wilhelm-genazino"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49458"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49458\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}