{"id":49611,"date":"2017-01-28T00:18:28","date_gmt":"2017-01-27T23:18:28","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=49611"},"modified":"2017-01-28T00:18:28","modified_gmt":"2017-01-27T23:18:28","slug":"in-salzburg-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=49611","title":{"rendered":"In Salzburg angekommen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_49624\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170126-203303\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49624\" class=\"size-medium wp-image-49624\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170126-203303.jpg?w=199\" alt=\"Wolfgang Kauer\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49624\" class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Kauer<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_49623\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170126-201657\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49623\" class=\"size-medium wp-image-49623\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170126-201657.jpg?w=300\" alt=\"Eva Jancak\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49623\" class=\"wp-caption-text\">Eva Jancak<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/29\/salzburg-lesung\/\">2012 habe ich mit Margot Koller, Wolfgang Kauer und\u00a0 Josef K. Uhl im AAI in Salzurg unter dem Thema &#8220;abgeschoben&#8221; gelesen <\/a>und jetzt gab es zum Thema &#8220;angekommen&#8221; am selben Ort sozusagen eine Fortsetzungslesung mit Wolfgang Kauer und Margot H. Koller, die die Lesung sozusagen f\u00fcr die GAv organisierten, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/20\/urgesteine-der-poesie\/\">Manfred Chobot<\/a> und ich sind als G\u00e4ste aus Wien dazugekommen, so da\u00df ich Donnerstag Mittag mit dem Alfred und dem Auto zuerst nach St. P\u00f6lten gefahren sind, weil wir dort am Samstag ins Festspielhaus gehen werden und von dort sind wir mit der Sparschiene im Zug weitergefahren.<\/p>\n<p>Zuerst haben wir aber<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/19\/doris-kloimstein-und-hochsicherheitszone\/\"> Doris Kloimstein<\/a> ganz zuf\u00e4llig am Bahnhof getroffen, so da\u00df ich zuerst mir ihr noch einen Cafe getrunken habe, bevor es nach Salzburg weiterging.<\/p>\n<p>Das afrosasiatische Institut befindet sich in der Wiener Philharmonikergasse und weil wir um cirka halb sechs schon dort waren, die Lesung aber erst um sieben begonnen hat, sind wir in ein Lokal gegangen, wo ich einen Gl\u00fchwein getrunken habe, der Alfred hat K\u00e4sesp\u00e4tzle gegessen und wir haben den Einzug der G\u00e4ste beobachten k\u00f6nnen. Allerdings waren es keine die zu unserer Lesung wollten, sondern festlich gekleidet nach dem Essen in die Felsenreitschule, wo es zur Erf\u00f6ffnung der Salzburger Mozartwoche das &#8220;Requiem&#8221; gegeben hat.<\/p>\n<p>Es gab auch noch ein literarisches Alternativprogramm, n\u00e4mlich<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/13\/die-neunte-buch-wien\/\"> Tereza Mora, <\/a>die gerade den Bremer-Literaturpreis bekommen hat und in Leipzig, den der Literaturh\u00e4user 2017 bekommen wird,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/13\/die-neunte-buch-wien\/\">\u00a0<\/a> im Literaturhaus, so da\u00df Margot Koller, schon bef\u00fcchtetete, da\u00df wir kein Publikum haben werden, es war dann aber halb so schlimm.<\/p>\n<div id=\"attachment_49625\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170126-205405\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49625\" class=\"size-medium wp-image-49625\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170126-205405.jpg?w=199\" alt=\"Manfred Chobot\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49625\" class=\"wp-caption-text\">Manfred Chobot<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_49626\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170126-210809\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49626\" class=\"size-medium wp-image-49626\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170126-210809.jpg?w=199\" alt=\"Margot Koller\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49626\" class=\"wp-caption-text\">Margot Koller<\/p><\/div>\n<p>Denn einige interessierte Damen und sogar ein paar Herren sind eingetroffen und die Lesung, w\u00fcrde ich einmal behaupten, war auch besonders sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Zweimal Lyrik und dazwischen zwei Szenen aus meiner<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_sommer.html\"> Sommergeschichte<\/a>, gefolgt von einem Essay, den Margot Koller zu diesem wichtigen Thema geschrieben hat, bei dem es ja in letzter Zeit leider eine negative Kehrtwende gegeben hat, sprechen inzwischen alle vom illegalen Einwandern und dem Scheitern von Mulitkulti und der Willkommenskultur, was ich nicht so finde und es wahrscheinlich auch nicht ist.<\/p>\n<p>Es begann also der 1957 in Linz geborene Lehrer und Autor\u00a0 Wolfgang Kauer, der f\u00fcr die Lesung extra einen Gedichtband geschrieben hat, der als &#8220;Podium Portrait 92&#8221; erschienen ist und den ich demn\u00e4chst besprechen werde, so da\u00df ich mich hier kurz halten kann.<\/p>\n<p>Dann kam, wie schon erw\u00e4hnt ich, mit Szene vier und f\u00fcnf aus den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/13\/lesung-bei-summa-in-da-stadt\/\">&#8220;Ereignisreichen Sommererlebnissen&#8221;<\/a>, die Fatma Challaki-Szene, wo sie mit dem Boot aufbricht, also noch lange nicht angekommen ist, habe <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/03\/26\/osterspaziergang-am-viehofner-see\/\">ich<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/21\/poet-night-im-november\/\">schon<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/16\/ein-abend-zum-thema-flucht-und-migration\/\">mehrmals <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/06\/literarisches-geburtstagsfest-4\/\">gelesen <\/a>und weil die nicht f\u00fcnfzehn Minuten dauert, habe ich noch mit der Folgeszene angeschlo\u00dfen, wo Sandra Winter bei der Gro\u00dfmutter und ihrer Pflegehelferin im Haus ihrer Eltern in Harland ist und Fatmas Nachricht erstmals verdaut.<\/p>\n<p>Dann kam das Urgestein der Poesie, der 1947 in Wien geborene Manfred Chobot und hatte auch sehr scharfe und sehr spritzige, meist im Wiener Dialekt gehaltene Gedichte, zu dieser Frage und danach folgte Margot Koller mit zwei Fallbeispielen von Fl\u00fcchtlingsschicksalen, die nach dem Krieg aus Siebenb\u00fcrger gefl\u00fcchtet, bezeihungsweise als Gastarbeiter aus Serbien nach Wien gekommen sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_49622\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170126-195414\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49622\" class=\"size-medium wp-image-49622\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170126-195414.jpg?w=300\" alt=\"Manfred Chobot, Eva Jancak, Margot Koller, Wolfgang Kauer\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49622\" class=\"wp-caption-text\">Manfred Chobot, Eva Jancak, Margot Koller, Wolfgang Kauer<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_49627\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170127-123037\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49627\" class=\"size-medium wp-image-49627\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170127-123037.jpg?w=300\" alt=\"Max-Reinhardt-Platz, Salzburg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-49627\" class=\"wp-caption-text\"><br \/>Max-Reinhardt-Platz, Salzburg<\/p><\/div>\n<p>Dann gab es eine lange und sehr intensive Diskussion, die sp\u00e4ter noch durch individuelle Gespr\u00e4che bei Wein und Knabbereien erg\u00e4nzt wurde und als wir gehen wollten, habe ich mit Schrecken festgestellt, da\u00df ich meinen Schal und meine Haube irgendwo verloren haben mu\u00df und es ist sehr kalt in Salzburg mit sehr viel Schnee.<\/p>\n<p>Trotzdem sind wir am n\u00e4chsten Tag mit einem ausgeborgten Schal und einer ausgeborgten Haube mit Margot Koller, bei der wir wieder wohnten, nochmals in die Stadt aufgebrochen und da bin ich ersteinmal in die Buchhandlung H\u00f6llriegl eingefallen, das ist die, wo mich der Alfred bei meinem ersten Salzburg Aufenhalt neben dem Buch von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/29\/cornelia-travicek\/\">Cornelia Travnicek &#8220;Chucks&#8221;<\/a> fotografierte, das inzwischen zu mir gekommen ist.<\/p>\n<p>Da gab es eine Abverkaufskiste mit vielen sch\u00f6nen ein oder zwei Euro Abverkaufsb\u00fcchern und da habe ich mir sehr zum Mi\u00dffallen von Alfred, der glaubt, da\u00df ich ohnehin schon soviele B\u00fccher habe oder sie mir nicht tragen will, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/09\/21\/von-der-rebellion-zu-den-literaturdebuts\/\">Ianina Ilitchevas &#8220;183 Tage&#8221; den Bildband, der vor eineeinhalb Jahren bei den &#8220;Kremayr &amp; Scheiaus-Debuts&#8221; <\/a>erschienen ist, sowie Iris Hanika &#8220;Wie der M\u00fcll geordnet wird&#8221; und noch drei weitere B\u00fccher gekauft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170127-164926\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-49633\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170127-164926.jpg?w=199\" alt=\"20170127-164926\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20170127-162449a\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-49632\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170127-162449a.jpg?w=199\" alt=\"20170127-162449a\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was vielleicht wirklich nicht so notwendig war, denn das weitere Programm bestand sozusagen aus einer Fortsetzung unserer<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/01\/salzburg-buechertour\/\"> &#8220;Salzburger-B\u00fcchertour&#8221;,<\/a> die wir schon im Vorjahr begonnen haben.<\/p>\n<p>Da haben wir die offenen B\u00fccherschr\u00e4nke abgeklappert, einen gibt es ja beim Literaturhaus, einen bei dem Haus, wo wir im Vorjahr in einem Kabarett waren und noch einen anderen.<\/p>\n<p>Margot Koller, die aber auch ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/02\/im-paradies-der-buecher\/\">Buch \u00fcber Gratisb\u00fccher<\/a> geschrieben hat, hat uns schon im Vorjahr von einem Wirtschafts- oder Recyclinghof erz\u00e4hlt, der geh\u00f6rt, glaube ich, zur M\u00fcllabfuhr und dort gibt es auch B\u00fccherregale, wo man sich eindecken kann, bevor die B\u00fccher zerschreddert werden und Margot Koller, die diesen Hof regelm\u00e4\u00dfig besucht, hat jetzt in einer ehemaligen Kaserne, in der inzwischen alternative Gesch\u00e4fte und Restaurants eingezogen sind, eine eigene B\u00fccherecke errichtet, die sie betreut und, wo sie auch auf unsere Lesung hingewiesen hat und dort sind wir als n\u00e4chstes gewesen.<\/p>\n<p>Im Wirtschaftshof habe ich,\u00a0 was ich schon lange wollte, Joseph Roths &#8220;Kapuzinergruft&#8221; gefunden und in Margot Kollers offener B\u00fccherecke, die neben einem Cafe angesiedelt ist und, wo wir nach dem Essen, das wir nebenan eingenommen haben, hingingen, Isabel Bodgans &#8220;Der Pfau&#8221;, ein Buch das ich auch schon lange wollte.<\/p>\n<p>Dann machten wir noch eine Runde durch die &#8220;Panzer Hallen&#8221;, sind dann zum &#8220;Hangar 7&#8221; hinausgefahren, wo es Flugzeuge, Autos und auch Bilder, sowie ein Kochbuch zu bewundern gab und dann gab es noch einen l\u00e4ngeren und sehr sch\u00f6nen Spaziergang durch den verschneiten Winterwald beim Untersberg.<\/p>\n<p>Am Samstagvormittag geht es nach St. P\u00f6lten zur\u00fcck, wo wir, wie schon erw\u00e4hnt ins Festspielhaus gehen werden und zum Lesen habe ich mir als Salzburglekt\u00fcre aus Wien noch Erich Landgrebes &#8220;Adam geht durch die Stadt&#8221; mitgenommen, der im Salzburger Literaturarchiv, dem wir im letzten Jahr einen Besuch abstatteten, gesammelt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2012 habe ich mit Margot Koller, Wolfgang Kauer und\u00a0 Josef K. 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