{"id":5019,"date":"2010-12-03T22:13:34","date_gmt":"2010-12-03T21:13:34","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5019"},"modified":"2010-12-03T22:13:34","modified_gmt":"2010-12-03T21:13:34","slug":"lockstoff","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5019","title":{"rendered":"Lockstoff"},"content":{"rendered":"<p>Lockstoff eine Literaturperformance des Podiums mit Judith Pfeifer,  Stefan Abermann, Anna Weidenholzer, Thomas Havlik, Sophie Reyer, Martin Fritz und Robert Prosser, fand  heute im Dschungel Wien im Museumsquartier statt. Gro\u00dfe Namen der jungen Literatur und Literaturperformances beziehungsweise Poetry Slams sind derzeit \u00fcberall in.<br \/>\nDie Gesellschaft f\u00fcr Literatur hat den Kolik Slam, das Literaturhaus seine Open Mike und Poetry Slam Veranstaltungen. Cornelia Travnicek erz\u00e4hlt in ihrem Blog immer wieder davon und ich habe auch schon einige dieser Performances beschrieben.<br \/>\nDas erste Mal bin ich aber lange vor dem Literaturgefl\u00fcster auf die Begriffe Poetry Slam und Open Mike gesto\u00dfen. Zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre ist das her, Droschl hat da einen Poetry Slam im Cafe Stein veranstaltet, um junge Talente zu suchen. Ich habe meine Texte hingeschickt, hatte aber keine Ahnung, was einen Poetry Slam von der konventionellen Literatur unterscheidet, aber die  Kathrin Resetarits, Nikoloaus Scheibner und Philip Scheiner dort kennengelernt. Fast zeitgleich gabs von der Bezirkszeitung eine Open Mike Veranstaltungsreihe, wo ich einmal mitmachte und im Schikaneder gabs  auch Poetry Slam, bis die ersten B\u00fccher kamen und die Poetry Slams durch Markus K\u00f6hle, Mieze Medusa sozusagen professionell und zum Begriff wurden.<br \/>\nDen ersten Poetry Slam, \u00fcber den ich im Literaturgefl\u00fcster geschrieben habe, habe ich in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/07\/21\/wieder-zuruck-vom-urlaub\/\">Passau<\/a> erlebt und dann war ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/01\/24\/zweierlei\/\">2009<\/a> einmal im Literaturhaus bei der Slam Sause, wo die Sieger vorgestellt wurden und ich Stefan Abermann kennenlernte und auch die anderen Talente, die heute performten sind mir durch meine Veranstaltungsbesuch ein Begriff.<br \/>\nSo habe ich Anna Weidenholzer kennengelernt, war bei ihrer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/04\/die-welt-ist-uberall-anders\/\">Lesung in der Alten Schmiede<\/a> und Texte von ihr in der Fm4 Anthologie Wortlaut Gold und im LitArena4 Ecetera gefunden. Habe ihren Erz\u00e4hlband &#8220;Der Platz des Hundes&#8221;, der heute in den Beispielen in \u00d61 vorgestellt wurde und GAV-Mitglied ist sie inzwischen auch.<br \/>\nEbenso wie Judith Pfeifer und Sophie Reyer.  Sophie Reyers Texte kenne ich aus den Manuskripten und habe sie einmal bei Rund um die Burg geh\u00f6rt. Judith Pfeifer habe ich  bei dem Lyrikfestifal <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/28\/laut-lauter-lyrik\/\">&#8220;laut lauter lyrik&#8221;<\/a>, das voriges Jahr bei den Erich Fried Tagen im Literaturhaus veranstaltet wurde, kennengelernt. Sie hat bei dieser Lyrik Automaten Aktion mitgemacht und ich habe ein Bild mit einem Text von ihr im Wohnzimmer h\u00e4ngen. Da gab es auch &#8220;Rotten Kinck Show&#8221; mit Ann Cotton, Monika Rinck und Sabine Scho, wo die Puppen aufgezogen wurden, Semmeln ins Publikum geworfen und dabei Lyrik rezitiert wurde. Sigrun H\u00f6llriegl, die ich  bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/01\/24\/zweierlei\/\">\u00d6-Slam-Sieger-Sause<\/a>  am 24. 1. 2009 im Literaturhaus kennenlernte, hat mir damals auch gesagt, da\u00df f\u00fcr sie Literatur eine Performance und keine eint\u00f6nige Lesung sein m\u00fc\u00dfe und sie sich von den Autoren Sprechausbildung etc. erwarte.<br \/>\nDas war heute auf jeden Fall gegeben und auch die anderen Autoren habe ich in den letzten zweieinhalb Jahren kennengelernt, wenn ich sie nicht schon fr\u00fcher kannte. Den 1982 geborenen Martin Fritz z.B, der 2009 den FM4 Preis und heuer den Rauriser  F\u00f6rderungspreis gewonnen hat, ich habe ihn auch bei einer von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/03\/meine-welthier-war-immer-schon-jetzt\/\">Angelika Reitzers Textvorstellungen<\/a> lesen geh\u00f6rt. Thomas Havlik kenne ich durch die GAV, er ist auch in der Jury des LitArena Literaturpreis der Literaturzeitschrift etcetera und Roberts Prosser Namen habe ich im vorigen Oktober das erste Mal geh\u00f6rt, als er mit Cornelia Travnicek und Clemens J. Setz f\u00fcr die \u00d6sterreich Sondernummer der Zeitschrift Buchkultur vorgestellt wurde. Dann wurde sein Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/29\/waltraud-haas-und-robert-prosser\/\">&#8220;Strom&#8221;<\/a> in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur pr\u00e4sentiert. In der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/29\/augenschmaus-und-text\">Alten Schmiede hat er inzwischen auch gelesen<\/a> und vor kurzem den Floriana Literaturpreis bekommen.<br \/>\nDiese sieben Autoren haben heute im Museumsquartier f\u00fcr das Podium performanct und es war wieder so eine Veranstaltung, wo ich mich zuerst nicht ganz hineintraute, dann habe ich aber Hannes Vyoral und Erich Schirhuber gesehen und sp\u00e4ter auch Christian Scheibm\u00fcller entdeckt, was nicht besonders erfreulich war, sagte er mir doch, er h\u00e4tte die mit ihm bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/02\/lesetheaterfestveranstaltung\/\">Lesetheaterfestveranstaltung<\/a> ausgemachte Lesung im Cafe Amadeus am 5. September 2011 schon an einen anderen vergeben. Ich k\u00f6nne am 17. Oktober lesen, aber den Termin hat er, glaube ich, damals an Elisabeth Chovanec verteilt.<br \/>\nDer Saal im Dschungl-Wien war jedenfalls verdunkelt, als ich ihn erreichte. Mikrofone und zwei Lesetischchen waren aufgebaut, die Performer sa\u00dfen an den beiden Seiten. Dann trat ohne Vorstellung und Einleitung Robert Prosser auf, zum Gl\u00fcck habe ich alle gekannt und rezitierte ein bi\u00dfchen was in Poetry Slam Manier.<br \/>\nDann kam Anna Weidenholzer mit einer sehr sozialkritischen Geschichte von einem alten Mann und zwei slowakischen Krankenschwestern, die nicht zum Leichenschmaus eingeladen werden, um sich die Men\u00fcs zu sparen, bevor Thomas Havlik auftrat und sich bei seiner Performance t\u00e4nzerisch bewegte. Dann setzte er sich so etwas, wie einen Reifen auf und trat mit Judith Pfeifer und Sophie Reyer, die Hasenohren trugen und Busenhalter in denen sie Semmeln steckten in einer Art Bunny Show auf. Im Hintergrund gab es einen Film, wo Thomas Havlik wilde Grimassen schnitt, das Ganze verbunden mit sehr poetischen Texten.<br \/>\nAnna Weidenholzer las noch eine zweite Geschichte von dem Taxifahrer Tony der gerne nach New York fahren will und daf\u00fcr Geld spart, die ich inzwischen in ihrem Buch gefunden habe.<br \/>\nOb Robert Prossers Texte aus seinem Buch stammen, habe ich nicht herausbekommen. Stefan Aberman las vor dem Stehmikrofon einen Text, der aus einem Roman stammen k\u00f6nnte. Zwei Philosophen kommen vor, die zuerst einmal den Ich Erz\u00e4hler eine Zeitlang begleiten, bevor sich der in eine Beziehung einl\u00e4\u00dft,  um sich in wilden Grabenk\u00e4mpfen zu bekriegen, bevor sie ihn wieder verl\u00e4\u00dft.<br \/>\nMartin Fritz las Gedichte aus einem Zyklus und spielte mit dem Publikum Lyrikbingo, eine Idee von Ann Cotton und Monika Rinck, wie er erkl\u00e4rte. Teilte Zettel aus, auf denen Bildchen abgebildet waren, man mu\u00dfte zu den Texten irgendwelche Verbindungen herstellen und Bingo schreien. So konnte man ein Zukunftsbuch aus dem Jahr 1972 gewinnen, auch das ist Literaturperformance und Gewinnspiele sind ja in. Da ich nicht Bingospiele habe ich nicht viel davon mitbekommen, einige im Publikum waren aber sehr engagiert dabei.<br \/>\nAm Schlu\u00df stellten sich alle in einer Reihe auf und begannen im Chor jeder seinen eigenen Text zu lesen, bevor das Publikum klatschte, vorher war es mucksm\u00e4uschenstill, sich die Akteure verneigten und sie Stefan Abermann  vorstellte.<br \/>\nIch sehe gerade im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/27\/podium\/\">Podium Werkstattheft<\/a> 2010, da\u00df es schon am 7. Dezember 2009 eine solche Literaturperformance im Dschungl Wien mit Thomas Havlik, Esther Strauss, Robert Prosser, Magdalena Sturm, Magda Woitzuck, Valerie Pachner und Kyrill Sohm gegeben hat, die in dem Heft ausf\u00fchrlich beschrieben ist und die man auch unter <a href=\"http:\/\/www.podiumliteratur.at\">www.podiumliteratur.at<\/a> downloaden kann. Vielleicht kann man das auch f\u00fcr diese Veranstaltung machen, das w\u00e4re sicher ein Gewinn. Ich verlinke jedenfalls ein bi\u00dfchen aus dem Literaturgefl\u00fcsterarchiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lockstoff eine Literaturperformance des Podiums mit Judith Pfeifer, Stefan Abermann, Anna Weidenholzer, Thomas Havlik, Sophie Reyer, Martin Fritz und Robert Prosser, fand heute im Dschungel Wien im Museumsquartier statt. 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