{"id":5039,"date":"2010-12-04T10:31:52","date_gmt":"2010-12-04T09:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5039"},"modified":"2010-12-04T10:31:52","modified_gmt":"2010-12-04T09:31:52","slug":"4-adventkalenderfenster","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5039","title":{"rendered":"4. Adventkalenderfenster"},"content":{"rendered":"<p>In unregelm\u00e4\u00dfiger Reihenfolge ein paar Adventgedanken. So werden die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie, die das Leseverhalten unserer Sch\u00fcler pr\u00fcft, zwar erst am Dienstag bekanntgegeben, wurden aber schon diese Woche in den Medien diskutiert. Die Ergebnisse sind schlecht, die Zahl der beinahe funktionalen Analphabeten, die in die erste Klasse AHS kommen, steigt, so da\u00df die \u00d6VP prompt wieder eine sehr geliebte Idee aus dem Nachtkastl nahm. Die Aufnahmspr\u00fcfung f\u00fcr das Gymnasium mu\u00df her, denn wir wollen eine Elitebildung, die anderen k\u00f6nnen ihren funktionalen Analphabetismus ja in der neuen Mittelschule ausleben. Nun wei\u00df ich zwar nicht, was das f\u00fcr einen Sinn macht, nur die ohnehin schon Guten zu f\u00f6rdern, sehe aber, da\u00df das auch in anderen Bereichen  gut zu funktionieren scheint, beispielsweise an der Hochschule f\u00fcr Sprachkunst, meinem Lieblingsthema, ich wei\u00df.<br \/>\nIch w\u00fcrde mich dort zwar inzwischen nur als Lektorin aufnehmen lassen, denn ich habe mir das n\u00f6tige Know how, wie ich wirklich glaube, selber beigebracht und bin 1964, als es noch die Aufnahmspr\u00fcfung gab, ohne \u00fcberhaupt den Versuch eine solche zu machen, in eine zuf\u00e4lligerweise sehr gute Hauptschule gekommen, sp\u00e4ter \u00fcber eine Kn\u00f6delakademie zur Matura und danach zum Hochschulstudium, weil unter Kreisky der Zugang zur  Bildung  etwas offener war. Das Kn\u00f6delkochen habe ich in der Schule nicht gelernt, kann es inzwischen aber, auch wenn ich es nur selten praktiziere, da ich keinen Schweinsbraten mache und in der Bildungsdebatte hinken wir nicht nur weiter lustig nach, sondern haben, wie Pisa zeigen wird, schon gro\u00dfe Mi\u00dfst\u00e4nde aufzuweisen. In den Siebzigerjahren hat niemand vom funktionalen Analphabetismus gesprochen, damals wurde die Gesamtschule diskutiert, die es inzwischen in ganz Europa gibt. Nur \u00d6sterreich ist anders und die \u00d6VP schw\u00e4rmt in Zeiten, wo der Standard eine ganze Seite den Ohrenschmaustexten von Menschen mit mentaler Behindertung bringt, der \u00fcbrigens auch von einem \u00d6VP-Politiker intitiert wurde, von den neuen Eliten.<br \/>\nMir f\u00e4llt dazu ein, da\u00df ich vor einiger Zeit Aldous Huxleys &#8220;Sch\u00f6ne neue Welt&#8221;, ein, wie ich mir sagen lie\u00df, dazupassendes Buch aus den Neunzehnhundertdrei\u00dfigerjahren, aus dem B\u00fccherschrank genommen habe, das ich nach den Adventb\u00fcchern  endlich lesen will, wobei ich wieder beim Thema bin, denn eigentlich wollte ich in Zeiten der Adventkalender und B\u00fcchergewinnspiele einiges nachtragen.<br \/>\nSo zum Beispiel, da\u00df ich auch einen &#8220;Adventkalender&#8221; geschrieben habe, n\u00e4mlich jeden Tag ein paar Zeilen, die ich sp\u00e4ter zu der Geschichte &#8220;Adventkalender&#8221; gemacht habe, die im &#8220;Best of &#8211; Das Eva Jancak Lesebuch&#8221;, enthalten ist.<br \/>\nDa ich noch ein paar Exemplare habe, will ich meinen Beitrag zur Lesef\u00f6rderung leisten und obwohl die Gewinnspiele im Literaturgefl\u00fcster kein gro\u00dfer Erfolg sind, ein bis drei daran Interessierten eines der B\u00fccher zu Weihnachten oder auch schon fr\u00fcher schenken.<br \/>\nAnsonsten k\u00f6nnte ich noch nachtragen, da\u00df man auch bei facebook Residenzverlag jeden Tag ein Buch gewinnen kann und Klaudia Zotzmanns Adventkalender noch einmal empfehlen. Sie macht das sehr genau und sorgf\u00e4ltig, man lernt viel dabei, auch wenn man nicht Tagesgewinner wird.<br \/>\nDas sch\u00f6ne wei\u00dfe Winterwetter ist inzwischen eingetroffen und weil Alfred morgen nach Harland zu seinen Eltern Schneeschaufeln f\u00e4hrt, kann ich mich  anschlie\u00dfen und so zum Punschtrinken bei der Familie Herzinger in Nu\u00dfdorf an der Traisen kommen, was immer ein sehr sch\u00f6nes Advent Highlight war.<br \/>\nDer Standard widmet seine Wochenendbeilage unter dem Titel &#8220;Alle Jahre wieder..&#8221;, dem Thema wegwerfen. Andrea Roedig wundert sich dabei \u00fcber die Warenmassen \u00fcber die wir w\u00e4hrend der vier Einkaufssamstage oder auch sonst stolpern und sie  haben zu m\u00fcssen glauben, um sie sp\u00e4ter wegzuwerfen.<br \/>\n&#8220;Wo soll das hinf\u00fchren?&#8221;, fragt sie an und der Standard erkundigt sich bei einigen Prominenten wie Konrad Paul Liessmann, Julya Rabinowich, Andrea Maria Dusl, Sophie Reyer, Peter Truschner und Marlene Streeuwitz, wie sie es mit dem Wegwerfen halten.<br \/>\nInteressant, da\u00df sich  Andrea Maria Dusl und Marlene Streeruwitz als b\u00fcchers\u00fcchtig deklarieren, da kann ich mich nur anschlie\u00dfen. Ich werfe B\u00fccher auch nicht weg, ganz im Gegenteil, ich bringe sie nach Hause, stelle sie auf und unternehme wenigstens den Versuch, sie zu lesen bzw die \u00dcbersicht zu behalten, in dem ich \u00fcber Ungelesenes fl\u00fcstere.<br \/>\nWenn ich einen Weihnachtswunsch freih\u00e4tte, w\u00fcrde ich den Elitegedanken aus den K\u00f6pfen der \u00d6VP-Politiker herauszaubern und auf dem M\u00fcll entsorgen. Da ich das nicht kann, werde ich mich am Nachmittag mit Alfred in den Weihnachtstrubel werfen, zur Gr\u00fcnen Erde gehen und endlich drei B\u00fccherregalreihen bestellen, weil ich wirklich keinen Platz mehr habe und sich die B\u00fccher schon im Badezimmer stapeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unregelm\u00e4\u00dfiger Reihenfolge ein paar Adventgedanken. So werden die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie, die das Leseverhalten unserer Sch\u00fcler pr\u00fcft, zwar erst am Dienstag bekanntgegeben, wurden aber schon diese Woche in den Medien diskutiert. Die Ergebnisse sind schlecht, die Zahl der &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5039\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-5039","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5039\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}