{"id":50513,"date":"2017-03-14T00:06:46","date_gmt":"2017-03-13T23:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=50513"},"modified":"2017-03-14T00:06:46","modified_gmt":"2017-03-13T23:06:46","slug":"nur-einmal-reto-haenny","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=50513","title":{"rendered":"Nur einmal Reto H\u00e4nny"},"content":{"rendered":"<p>In der &#8220;Alten Schmiede&#8221; hats am Montag wieder einmal eine &#8220;literarische Erleuchtung&#8221; gegeben. Der 1947 geborene Schweizer Reto H\u00e4nny, den ich, glaube ich, von einem der &#8220;<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/11\/facts-an-fiction\/\">Fried-Preise&#8221;<\/a> kenne und der einmal auch Bachmannpreistr\u00e4ger war, referierte \u00fcber den mir unbekannten Robert Pinget, den ich auch nicht n\u00e4her kennenlernen durfte, denn ich hatte um f\u00fcnf Uhr eine Stunde eingetragen.<\/p>\n<p>Der Klient ist dann sehr sp\u00e4t gekommen, der Alfred hat\u00a0 auch noch angerufen, so da\u00df es sich nicht ausgegangen w\u00e4re, rasch noch in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; zu hetzen und vielleicht in die letzte Minute beziehungsweise zur Pause zurechtzukommen.<\/p>\n<p>Also sch\u00f6n langsam und als ich dann die &#8220;Alte Schmiede&#8221; kurz vor halb acht erreichte, kam mir eine Stammbesucherin gerade entgegen, ein paar andere standen vor dem Eingang und in der Zeitschriftengalerie lag ein Haufen meist fremdsprachiger Literaturzeitschriften zur freien Entnahme auf.<\/p>\n<p>Nun bin ich ja kein Sprachgenie und habe bekanntlich auch nur wenig Platrz, so da\u00df ich mir nur ein paar der &#8220;99 Nummern -Neues Formum Literatur&#8221; nahm und mich dann eine Reihe vor <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/02\/open-mike-im-cafe-kafka\/\">Evelyn Holloway<\/a> setzte, die jemanden gerade erz\u00e4hlte, da\u00df sie zu wenig zum Schreiben kommen w\u00fcrde, weil sie zuviel lese.<\/p>\n<p>Das passiert mir geigentlich nicht, da\u00df mich das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/03\/12\/was-man-lesen-soll\/\">Lesen<\/a> wirklich vom Schreiben abh\u00e4lt, das w\u00e4re eher das Surfen, das Bloglesen, die Weihnachtsfilme oder die You Tube Videos und als ich Montag Morgen vom Wochenende in Harland zur\u00fcckkam, hatte ich auch zwei Zettel von den deutschen Postdiensten am neiner Wohnungs-Praxist\u00fcr und da mu\u00df man sich die Packerln jetzt ja immer von irgendwelchen Gesch\u00e4ften abholen.<\/p>\n<p>Also zuerst in eine Pizzeria, da bekam ich dann ein Buch von &#8220;Klett-Cotta&#8221;, auf das ich schon vergessen hatte und da der Weinh\u00e4ndler, bei dem ich mir schon einmal eines meiner neuen B\u00fccher abholte, am Montag geschlossen hat, mu\u00df ich noch ein bi\u00dfchen warten, bis ich erfahre, wer mir ein\u00a0 B\u00fccher schickte?<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte das der Olga Grjasnowa sein, auf das ich schon warte oder die vom &#8220;Hommunculus-Verlag&#8221;.<\/p>\n<p>Mal sehen und am Abend habe ich Reto H\u00e4nny zugeh\u00f6rt, der in seiner Schweizer Aussprache gar nicht leicht zu verstehen war.<\/p>\n<p>Johannes Tr\u00f6ndle hat eingeleitet und erz\u00e4hlt, da\u00df sich, no na, &#8220;Blooms Schatten&#8221; auf den &#8220;Ulysses&#8221; bezieht und, da\u00df den Reto H\u00e4nny schon mit F\u00fcnfzehn schreiben wollte und ein diesbez\u00fcgliches Vorl\u00e4uferbuch gibt es auch und dann kam die Lesung aus dem Buch, das, wenn ich die Beschreibung richtig verstanden habe, aus einem einzige Satz besteht und ich habe, obwohl ich schon ein paar mal an den<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/17\/bloomsday-und-apostoloff\/\"> Bloomes-Tage<\/a> mehr oder weniger intensiv teilnahm, den &#8220;Ulysses&#8221; nicht gelesen, obwohl ich es einmal versuchte, weil der Patrick, das Buch ja einmal den Alfred schenkte. Aber als ich endlich soweit war, kam die Anna und borgte es sich aus und was tut man nicht alles um das Leseverhalten seiner T\u00f6chter zu f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Inzwischen hat sie es mir zwar wieder zur\u00fcckgegeben, aber keine Zeit, keine Zeit.<\/p>\n<p>Ich habe mich aber vielleicht in dem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">&#8220;Wiener Stadtroman&#8221;<\/a> auch an dem Thema probiert, denn da rennen ja ein paar Leute einen Tag lang durch Wien im Viertelstundentakt und der Leopold Bloom tut das in Dublin auch.<\/p>\n<p>Wo &#8220;Blooms Schatten&#8221; heruml\u00e4uft, habe ich nicht ganz verstanden, vermutlich in der Schweiz und der versucht sich au\u00dfer an den fast koscheren Nierndln oder ist es eine Leber, an einem Gorgonzolasandwich und trinkt dazu ein Glas Burgunder.<\/p>\n<p>Sehr schmackhaft also und das anschlie\u00dfende Gespr\u00e4ch das Johannes Tr\u00f6ndle mit dem Autor f\u00fchrte war auch sehr interessant.<\/p>\n<p>Denn der erz\u00e4hlte viel von seiner Art des \u00dcberschreibens und sagte, glaube ich, auch etwas, wie, da\u00df man je \u00f6fter man den &#8220;Ulysses&#8221; liest, ihn immer weniger verstehen w\u00fcrde. Was vielleicht als Aufforderung zu verstehen ist, es doch nicht zu versuchen.<\/p>\n<p>Am Schlu\u00df gabs noch eine Zugabe und der Autor bedankte sich beim Publikum, das zum Teil aus seinen Freunden oder Fans zu bestehen schien mit einem Knicks, beziehungsweise tiefen Verbeugung und ich habe wieder einen interessanten Ausflug in die Literatur erlebt, auch wenn ich die Erleuchtung vers\u00e4umte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der &#8220;Alten Schmiede&#8221; hats am Montag wieder einmal eine &#8220;literarische Erleuchtung&#8221; gegeben. 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