{"id":50785,"date":"2017-03-31T22:04:25","date_gmt":"2017-03-31T20:04:25","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=50785"},"modified":"2017-03-31T22:04:25","modified_gmt":"2017-03-31T20:04:25","slug":"grande-dame-der-italienischen-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=50785","title":{"rendered":"Grande dame der italienischen Literatur"},"content":{"rendered":"<p>Als meine B\u00fccherliste noch nicht so vollgestopft war, da\u00df ich sie noch herunterlesen konnte, habe ich \u00fcber den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/23\/die-gleichgultigen\/\">Umweg<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/26\/der-konformist\/\"> von <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/17\/eheliche-liebe\/\">Alberto<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/17\/die-romerin\/\">Moravia,<\/a>\u00a0 die 1936 in Fiesole geborena Dacia Maraini kennengelernt, von der ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/31\/bagheria\/\">&#8220;Bagheria&#8221;, <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/05\/stimmen\/\">&#8220;Stimmen&#8221;<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/04\/kinder-der-dunkelheit\/\">&#8220;Die Kinder der Dunkelheit&#8221;<\/a> gelesen und noch einige andere B\u00fccher, wie beispielsweise die &#8220;Stumme Herzogin&#8221; auf meiner Liste habe, beziehungsweise im letzten Herbst\u00a0 davon heruntergestrichen habe.<\/p>\n<p>Da trifft es sich sehr gut, da\u00df inzwischen ein neues Buch, der fast achtzigj\u00e4hrigen Dame &#8220;Das M\u00e4dchen und der Tr\u00e4umer&#8221; erschienen ist, das auch heute in der &#8220;Hauptb\u00fccherei&#8221; vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>&#8220;Wui!&#8221;, habe ich gedacht und bin nat\u00fcrlich hingegangen und als ich zwanzig Miniten vorher den gro\u00dfen Saal erreichte waren dort die St\u00fchle bis ins Foyer aufgestellt, die sich auch nach und nach, vorwiegend von \u00e4lteren Damen, die alle offensichtlich auch einen Italienischkurs besuchten oder, wie der Moderator in der Einleitung ank\u00fcndigte, zu Dacia Moraini Fankreis geh\u00f6rten, f\u00fcllten.<\/p>\n<p>So war des Veranstalters Stimme auch ziemlich belegt, als er von der gro\u00dfen Ehre und der gro\u00dfartigen Veranstaltung sprach und Andreas Pfeifer, der bis 2007 Auslandkorrespondent des ORF in Rom war hat gedolmetscht und das Gespr\u00e4ch mit der alten Dame geleitet. Andrea Ecker die deutsche \u00dcbersetzung gelesen.<\/p>\n<p>Das Buch, das ich schon beim &#8220;Morawa&#8221; gesehen habe, handelt, wie Andreas Pfeifer erw\u00e4hnte, von den Kindern die Dacia Maraini sehr wichtig sind.<\/p>\n<p>Von den Kindern und den Tr\u00e4umen und den Volksschullehrern, die Dacia Matraini besucht hat, um mit ihnen \u00fcber die Erziehung zu sprechen und die sie auch sehr lobte, da\u00df sie mit viel Idealismus und viel Ehrenamt viel Heldenhaftes vollbringen.<\/p>\n<p>Dacia Maraini hat sichauch in ihren fr\u00fcheren B\u00fcchern, in den &#8220;Kindern der Dunkelheit&#8221; zum Beispiel, viel mit Gewalt gegen Kindern, Mi\u00dfbrauch, Prostitution, etcetera besch\u00e4ftigt und in diesen Buch scheint sie\u00a0 in ihre eigene Kindheit zur\u00fcckgegangen zu sein, da sie als Kind, da sie w\u00e4hrend des Faschismus zwei Jahre mit ihren Eltern in Japan interniert war, auch viel Gewalt und das Gef\u00fchl des Eingesperrtseins, erlebte.<\/p>\n<p>Die Handlung des Buches ist schnell erz\u00e4hlt, obwohl sie sehr vielschichtig zu sein scheint. Die Hauptperson ist ein Volksschulllehrer, der seine Tochter mit acht Jahren verloren hat. Jetzt hat er eines Nachts einen Traum, wo er von einem M\u00e4dchen in einem roten Mantel tr\u00e4umt, das auf dem Schulweg verschwunden ist.<\/p>\n<p>Dann wacht er auf und h\u00f6rt im Radio, da\u00df tats\u00e4chlich ein M\u00e4dchen namens Lucia verschwunden ist. Das l\u00e4\u00dft ihm keine Ruhe und er beginnt nach ihr zu suchen, obwohl ihm die Schule und die Eltern der Sch\u00fcler Schwierigkeiten dabei machen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler scheinen ihn aber zu helfen und zu unterst\u00fctzen und einen Vogel, einen Raben, glaube ich, obwohl das in der Diskussion angezweifelt wurde, gibt es auch, der auf der Schulter des Lehrers sitzt und, wie der griechische Chor seine kritische Stimme ist.<\/p>\n<p>Es wurden drei Stellen zuerst auf Italinisch und dann auf Deutsch gelesen. Dazwischen gab es immer sehr viel Gespr\u00e4ch \u00fcber Dacia Marainis Kindheit, die politische Situation in Italien etcetera und man konnte ihm Anschlu\u00df auch Fragen stellen und sich das Buch kaufen, um nachzulesen, wie das dann mit dem M\u00e4dchen Lucia ist und ob es vom Lehrer gefunden wurde.<\/p>\n<p>Dacia Maraini scheint ja gerne eine Art Krimis zu schreiben, die aber sehr hintergr\u00fcndig sind, so diskutiert der Lehrer mit seinen Sch\u00fclern auch \u00fcber Sklaverei und Demokratie und es gibt auch eine Stelle \u00fcber den Wert des Lesens.<\/p>\n<p>Eine lange Schlange von Leuten, die sich das Buch signieren lie\u00dfen, gab es auch und einen vollen B\u00fcchertisch und in dem Buch gibt es eine Stelle, wo Dacia Mairaini sehr kritisch mit den Journalisten ins Zeug geht.<\/p>\n<p>Da mu\u00dfte der JournalistAndreas Pfeifer nat\u00fcrlich kontern, in dem er einige Stellen aus dem Corriere della sere zitierte und ich habe mir das Buch nicht gekauft, hatte aber ein deja Vue Erlebnis, war ich ja vor ein paar Jahren bei einer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/09\/noch-einmal-hauptbucherei\/\">Peter Esterhazy Lesung in der Hauptb\u00fccherei<\/a> und jetzt hatte ich auf dem Weg dorthin seine &#8220;Verbesserte Ausgabe&#8221;, wo es, glaube ich, um die Stasi Eintr\u00e4ge seines Vaters geht, gefunden und ein Buch einer j\u00fcngeren italienischen Autorin, n\u00e4mlich von der 1972 in Cabras geborenen Michela\u00a0 Murgia &#8220;Chiru&#8221;, das mir &#8220;Wagenbach&#8221; vor kurzem schickte, werde ich auch demn\u00e4chst lesen.<\/p>\n<p>Das Leben ist also vielseitig und die Welt voller Probleme. In der Diskussion wurde noch vor dem Schaden, die die Handies anrichten gewarnt, in dem Buch geht es n\u00e4mlich um die, die die Sch\u00fcler in den Taschen haben und der Lehrer sie erst \u00fcberreden mu\u00df, sie w\u00e4hrend des Unterrichts auszuschalten und ob die Politik nach Berlusconi besser wird?, wurde Dacia Maraini auch gefragt und sie ist\u00a0 elegant und h\u00f6flich ausgewichen und nat\u00fcrlich ist es eine M\u00f6glichkeit sich in die Welt der Literatur und der Tr\u00e4ume zu fl\u00fcchten. Dacia Maraini ist aber, glaube ich, eine sehr politische Autorin und gilt als Ikone des Feminismus.<\/p>\n<p>Bei &#8220;Wikipedia&#8221; habe ich gerade gelesen, da\u00df sie auch eine Anw\u00e4rterin des Nobelpreises f\u00fcr Literatur ist. Ich dr\u00fccke ihr also diesbez\u00fcglich alle Daumen, denn dann kann ich im Fall der F\u00e4lle auf die Lesung und meinen Artikel hinweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als meine B\u00fccherliste noch nicht so vollgestopft war, da\u00df ich sie noch herunterlesen konnte, habe ich \u00fcber den Umweg von Alberto Moravia,\u00a0 die 1936 in Fiesole geborena Dacia Maraini kennengelernt, von der ich &#8220;Bagheria&#8221;, &#8220;Stimmen&#8221; und &#8220;Die Kinder der Dunkelheit&#8221; &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=50785\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[1251,2380,2535,2836,5841],"class_list":["post-50785","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-dacia-maraini","tag-gewalt-gegen-kinder","tag-hauptbuecherei","tag-italienische-literatur","tag-traeume"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50785\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}