{"id":51235,"date":"2017-04-21T22:23:42","date_gmt":"2017-04-21T20:23:42","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=51235"},"modified":"2017-04-21T22:23:42","modified_gmt":"2017-04-21T20:23:42","slug":"von-zweihundert-jahre-leo-zur-krise-der-nachkriegszeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51235","title":{"rendered":"Von zweihundert Jahre Leo zur Krise der Nachkriegszeit"},"content":{"rendered":"<p>Vielleicht im Zusammenhang mit dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/19\/zum-welttag-des-buches\/\">&#8220;Welttag des Buches&#8221;<\/a> oder nur so, feiert die Buchhandlung Leo an diesem Wochenende zu ihrem zweihundertj\u00e4hrigen Bestehen ein Lesefestival rund um den hohen Markt.<\/p>\n<p>Eine Information, die ich von der Hauptverbandsseite habe, denn eigentlich, ganz ehrlich, war mir die Buchhandlung Leo kein Begriff, obwohl ich im Nachhinein daraufgekommen bin, da\u00df ich sie schon einmal gesehen habe.<\/p>\n<p>Ob ich in ihr drinnen war und etwas kaufte, wei\u00df ich gar nicht so genau.<\/p>\n<p>Denn ich ziehe mir ja inzwischen meine B\u00fccher meistens aus den Abverkaufskisten des &#8220;Morava&#8221;, gelegentlich aus der kleinen alten Buchhandlung in der Lerchenfelderstra\u00dfe vielleicht und da gibt es noch den &#8220;Thalia&#8221; in St. P\u00f6lten, das w\u00e4re au\u00df\u00e9r den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/21\/bucherschrank-geschichten\/\">offenen B\u00fccherschr\u00e4nken<\/a> schon alles. Ja richtig, im J\u00e4nner habe ich mir in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/28\/in-salzburg-angekommen\/\">Salzburg<\/a> auch etwas gekauft.<\/p>\n<p>Auf das Lesefestival bin ich aber neugierig geworden, das am Freitag Nachmittag mit der Begr\u00fc\u00dfung der Buchh\u00e4ndlerin, die Buchhandlung wird von zwei Schwestern gef\u00fchrt, in den R\u00e4umen des Alpenvereins begonnen hat.<\/p>\n<p>Warum das dort war, wei\u00df ich eigentlich nicht so genau, aber wahrscheinlich w\u00e4ren in die Buchhandlung nicht so viele Leute hineingegangen und es hat sogar, glaube ich, deshalb ein Gewinnspiel gegeben, wie die Buchh\u00e4ndlerin erkl\u00e4rte, als ich kurz vor drei den Saal betreten hate.<\/p>\n<p>Dann hat das Programm schon begonnen, das sich, glaube ich, auch rund um die Innere Stadt oder den hohen Markt zentrierte, denn es kam zuerst ein Geologe mit einem witzigen Buch, das &#8220;Haie, Goethe und die Gurken&#8221; hie\u00df und von dem er einen kurzen Einblick \u00fcber die f\u00fcnfzehn Kapitel gab, die erkl\u00e4rten, wo es in Wien Haifischz\u00e4hne zu finden gibt, warum das Maria Theresia Denkmal und das des Goethes so verstrahlt ist, wie das mit dem Zentralfriedhof, den Dnosauriern und mit noch vielen anderen ist.<\/p>\n<p>Dann kam der Psychiater und Filmemacher Houchang Allihary mit seinem Buch, das er, glaube ich, mit einem Ghostwriter geschrieben hat &#8220;Normalsein ist nicht alles&#8221;, wo er seinen beruflichen Werdegang erz\u00e4hlte.<\/p>\n<p>Dazwischen gab es immer Pausen mit Buffet und Gespr\u00e4chen, sowie einen B\u00fcchertisch. F\u00fcr die Kinder hat es, glaube ich, ein Buchbinderworkshop, wo man sich ein &#8220;LEOrello&#8221;- ein Erinnerungsbuch an das &#8220;200-j\u00e4hrigeBestehen der Buchhandlung&#8221; mit sch\u00f6nen Bildern von der Umgebung und den Orten, wo die Buchhandlung fr\u00fcher, beispielsweise im &#8220;Heinrichshof&#8221; gegen\u00fcber der Oper, der 1952 abgerissen wurde, machen konnte\u00a0 und ein Probeklettern, sowie eine B\u00fccherecke gegeben.<\/p>\n<p>Lida Winiwewick mit ihren Lebenserinnerungen &#8220;Der verlorene Ton&#8221;, sowie Wolfgag Popp, den ich schon einmal im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/27\/wolfgang-popps-wueste-welt\/\">Literaturhaus geh\u00f6rt habe<\/a>, folgte mit seinem Roman &#8220;W\u00fcste Welt&#8221; da projezierte er auch die Bilder von seiner Recherchereise durch Marokko an die Wand und erz\u00e4hlte einiges zur Erstehung des Buch.<\/p>\n<p>Dann wars schon kurz vor sechs. Es gab Wein, Brot und Aufstriche, vorher hat es eher Kaffee und Kekse gegeben und noch einmal eine Leserunde, die aus dem Krimiautor <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/27\/a-morda-fruhling\/\">Andreas Pittler<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/21\/zum-zweihundertsten-geburtstag-von-betty-paoli\/\">Eva Geber,<\/a> die, glaube ich, Rosa Mayreders &#8220;Haus in der Landskrongasse&#8221;, die ja ganz in der N\u00e4he ist,vorstellte,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/01\/sechs-osterreicher-unter-den-ersten-funf\/\"> Dick Stermann<\/a> mit seinem neuen Buch und ein Nachrichtensprecher, aber ich habe mich doch entschlo\u00dfen in die Wien-Bibliothek und zur <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/20\/zweimal-karl-kraus\/\">zweiten Karl Kraus Veranstaltung zu gehen<\/a>, wo ja das auf Deutsch \u00fcbersetzte und in der &#8220;Bibliothek der Provinz&#8221; herausgegebene Buch &#8220;Karl Kraus -Die Krise der Nachkriegszeit und der Aufstieg des Hakenkreuzes&#8221; von Edward Timms vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Der Lesesaal der Wien Bibliothek, die ja, wie die Direktorin Sylvia Mattl-Wurm erkl\u00e4rte, den Karl Kraus Nachla\u00df beherbigt, war sehr voll von Karl Kraus Experten, aber auch von anderen, so fragte mich die Frau, die neben mir sa\u00df, wer Karl Kraus war?<\/p>\n<p>Gar nicht so leicht zu beantworten. <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/09\/02\/zum-achtzigsten-todestag-von-karl-kraus\/\">Ein Schriftsteller und Satyriker<\/a>, f\u00fcr \u00d6sterreich ein gro\u00dfer Mann und streitbarer Geist, der die &#8220;Fackel&#8221; herausgegeben und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/12\/die-letzten-tage-der-menschheit\/\">&#8220;Die letzten Tage der Menschheit&#8221;<\/a> geschrieben hat, mit Gott und der Welt wahrscheinlich zerstritten war, Gedichte geschrieben und, wie ich glaube auch Opernarien gesungen hat.<\/p>\n<p>N\u00e4heres ist sicher bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Kraus\">&#8220;Wikepedia&#8221;<\/a> nachzulesen oder unter <a href=\"http:\/\/www.kraus.wienbibliothek.at\/content\/71-vorlesung-am-11031914\">www.kraus.wienbibliothek.at,<\/a> wie Sylvia Mattl-Wurm noch erkl\u00e4rte und das Buch kann man sich nat\u00fcrlich auch kaufen.<\/p>\n<p>Ich habe aber noch zwei ungelesene in meinen Regalen. So h\u00f6rte ich nur der Einleitung von Hubert Christian Ehalt und dem Vortrag von Edward Timms zu, der einige Symbole er\u00f6rtere, die Karl Kraus in den Zwanziger- und Drei\u00dfigerjahren, als in Wien allm\u00e4hlich das Hakenkreuz aufzog und das andere verdr\u00e4ngte, st\u00f6rte.<\/p>\n<p>Dann gabs ein Gespr\u00e4ch mit dem Autor und der \u00dcbersetzerin und es wurden auch \u00fcber die &#8220;Letzten Tage der Menschheit&#8221; gesprochen, die Edward Timms ins Englische \u00fcbersetzt hat.<\/p>\n<p>Dann gabs wieder Brot und Wein, ich habe aber nur ein schnelles Gl\u00e4schen getrunken, weil ich dachte, vielleicht komme ich noch zur &#8220;Nacht-Lese-Party der Buchhandlung Leo zurecht.<\/p>\n<p>W\u00e4r ich wahrscheinlich auch, nur leider war das Haustor verschlossen und es hat mir niemand aufgemacht. Es ist auch niemand hinuasgegangen und ich wollte auch nicht lange warten, so habe ich den Abschlu\u00df vers\u00e4umt und kann meinen interessierten Lesern nur verraten, da\u00df es morgen, um elf mit einem Vortrag zur Buchhandlungsgeschichte und einer anschlie\u00dfenden R\u00e4tselralley beziehungsweise einem Open House in der Buchhandlung am Lichtensteg weitergeht.<\/p>\n<p>Da kann man sich vielleicht auch die &#8220;Anthologie zum Welttag des Buches holen&#8221; beziehungsweise diesen feiern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielleicht im Zusammenhang mit dem &#8220;Welttag des Buches&#8221; oder nur so, feiert die Buchhandlung Leo an diesem Wochenende zu ihrem zweihundertj\u00e4hrigen Bestehen ein Lesefestival rund um den hohen Markt. 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