{"id":51599,"date":"2017-05-16T21:58:43","date_gmt":"2017-05-16T19:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=51599"},"modified":"2017-05-16T21:58:43","modified_gmt":"2017-05-16T19:58:43","slug":"zerstoerung-der-arbeiterkultur-durch-faschismus-und-nationalsozialismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51599","title":{"rendered":"Zerst\u00f6rung der Arbeiterkultur durch Faschismus und Nationalsozialismus"},"content":{"rendered":"<p>Kaum vom <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/15\/um-den-bodensee-mit-ruth-und-alfred\/\">Bodensee<\/a> zur\u00fcckgekommen, geht es schon weiter mit dem Literaturbetrieb, mein Kritiker Uli, der ja jetzt ganz friedlich ist, hat auf meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/08\/die-stipendiatin\/\">&#8220;Stipendiatin&#8221;<\/a> einern Text geschrieben <a href=\"https:\/\/lucas2600.wordpress.com\/2017\/05\/08\/albtraum-in-der-ulmenstrasse-eine-satire-aus-gegebenem-anlass\/\">&#8220;Albttraum in der Ulmenstra\u00dfe &#8211; eine Satire aus gegebenen Anla\u00df&#8221;,<\/a> wo er aus dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/28\/literaturverhinderungshaus-priessnitzpreis\/\">Literaturhaus <\/a>eine ziemliche sch\u00e4bige Absteige macht, aber vieleicht ist das in Deutschland so und eine Frau Jahnke auftreten l\u00e4\u00dft, die dort mit ihren B\u00fcchern herumwachelt, die habe ich dem Herrn im Literaturhaus Wien zwar gezeigt, Bluttropfen hat es dabei keine gegeben, aber in den Schreibseminaren sollen ja die Hobby- und auch die anderen Autoren lernen, da\u00df nur etwas schlimm und blutig genaug sein mu\u00df, damit es die Leser interessiert und Alptraum schreibt, was die leidige Rechtschreibfrage betrifft, zumindestens der &#8220;Standard&#8221; wieder mit harten &#8220;p&#8221; so weit, so gut, aber wie h\u00e4ngt das mit der Arbeiterkultur zusammen?<\/p>\n<p>Eigentlich \u00fcberhaupt nicht oder nur insofern, da\u00df ich ja einmal ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/20\/erinnerungen\/\">Arbeiterkind war das in einem dieser sch\u00f6nen sozialistischen alten Gemeindebauten aufwuchs<\/a>, weil der Vater engagiertes Parteimitglied war und jedes Jahr zu Weihnachten gab es von den &#8220;Kinderfreunden&#8221; der sozialistischen Jugendorganisation, ein Kinderbuch als Geschenk, so bin ich mit Friedrich Feld, Vera Ferra Mikura, den &#8220;Drei Stanisl\u00e4usen&#8221; und anderen in Ber\u00fchrung gekommen und von dem erstenen war heute auch in der Arbeiterkammerbibliothek die Rede, da hat er zwar noch Fritz Rosenfeld gehei\u00dfen und hat in der Zwischenkriegszeit tausend oder hundert Filmrezensionen geschrieben und das wei\u00df ich, weil es vor ein paar Jahren in einer Volkshochschule ein von der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/09\/10\/kramer-preisverleihung-in-niederhollabrunn\/\"> &#8220;Kramer- Gesellschaft&#8221;<\/a> organisiertes Symposium gegeben hat, das sich mit der Arbeiterkultur der Zwischenkriegszeit besch\u00e4ftigt hat und jetzt ist das diesbez\u00fcgliche Buch &#8220;Rote Tr\u00e4nen&#8221; herausgekommen, das in der Arbeiterkammer-Bibliothek pr\u00e4sentiert wurde und als ich hingekommen bin, haben gerade Thomas Reimer und Eva Feimer mit Kontraba\u00df und Keyboard &#8220;Die Arbeiter von Wien&#8221; gespielt und das war sehr angenehm, denn das Kollegium Kalksburg hat dieses sch\u00f6ne Lied &#8220;Br\u00fcder zur Sonne, zur Freiheit&#8221; und dann auch noch die ziemlich verhunzt, um damit den Niedergang der Sozialdemokratie zu zeigen und den gibt es ja, denn durch den B\u00fcrgerkrieg und den Faschismus, wurde ja, wie ich alsbald h\u00f6ren konnte, sehr viel zerst\u00f6rt, wa\u00df es nachher nicht mehr gegeben hat.<\/p>\n<p>Das habe ich als 1953 in einem Gemeindebau Geborene zwar nicht so sehr erlebt, denn meine Eltern, die als Kinder den World War I erlebten und als junge Eltern, mit meiner Schwester Uschy, den zweiten, haben ja in dieser Zeit ihren ersten Aufstieg erlebt.<\/p>\n<p>Die Mutter hat in Kinderg\u00e4rten geputzt oder geholfen, sie war gelernte Stickerin, der Vater hat die Statistik der WGKK in der Wipplingerstra\u00dfe gemacht, dann war er noch am Abend im Tanzclub Hernals Billiteur, der auch der SP\u00d6 geh\u00f6rte und die die B\u00fccher der B\u00fcchergilde Gutenberg hat er auch vertreten, daher wohl meine B\u00fccherliebe und meine literarische Sozilisation und als ich dann die Haushaltsschule oder die h\u00f6here Lehranstalt f\u00fcr wirtschaftliche Frauenberufe beendet hatte, waren die Siebzigerjahre angebrochen, Bruno Kreisky an der Macht, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/06\/johanna-dohnal-platz-und-lange-nacht-fur-wsd\/\">Johnna Dohnal <\/a>zuerst Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr Frauenfragen, dann Frauenministerin, es hat sich die AUF gegr\u00fcndet, es hat die Freifahrt f\u00fcr Studenten und die Grratisschulb\u00fccher gegeben und ich habe in sehr aufbruchsorietierten Zeiten Psychologie studiert.<\/p>\n<p>Seither hat sich viel ge\u00e4ndert, die gl\u00e4serene Decke war bald da und der Neoliberalismus, der Sozialismus ist zur\u00fcckgegangen, in meinen Herzen aber, obwohl ich h\u00f6chstens einmal SP\u00f6 gew\u00e4hlt habe, geblieben und ich interessiere mich auch sehr f\u00fcr Zwischenkriegszeit und den Faschismus, so hat die Zeit nach dem Urlaub gleich sehr politisch begonnen, ich habe mit einem h\u00f6heren Gewerkschaftsfunktion\u00e4r neben dem ich gesessen bin, diskutiert, Klaus Dieter Mulley, der Leiter des Institus f\u00fcr Gewerkschafts- und AK-Geschichte, was es nicht alles gibt, hat er\u00f6ffnet und f\u00fcr die Herausgeberinnen hat\u00a0 Sabine Lichtenberger eingeleitet.<\/p>\n<p>Dann war schon Konstatntin Kaiser am Wort, hat das Podium vorgestellt und jeden der vier Teilnehmer eine Frage gestellt. So hat Derek Weber vom Arbeitersynfonieorcheste erz\u00e4hlt, das in der Zwischenkriegszeit Mahler und Bruckner gespielt hat,\u00a0 bis <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/11\/februarkampf\/\">zum elften Februar 1934<\/a> hat es das getan. Dann war es aus damit und hat nie wieder begonnen und Primus-Heinz Kucher, ein Literaturwissenschaftler von der Uni Klagenfurt hat von denschon erw\u00e4hnten Filmkritiken von Fritz Rosenfeld gesprochen. Dann kam<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/21\/heimito-von-doderer-und-ruth-kluger\/\"> Eva Geber <\/a>mit der Frauenbewegung der Zwischenkriegszeit, die beklagte, da\u00df die heutigen Frauen sehr m\u00fcde geworden seien, klar, es gibt ja <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/30\/frauenpower-beim-bachmannpreis\/\">Ronja von R\u00f6nne<\/a> oder Zeitschriften, die jungen Frauen tats\u00e4chlich den Auftrag erteilen, gegen dien Feminismus anzuschreiben, aber die haben studiert und sogar beim <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/05\/neununddreisigstes-bachmannlesen\/\">Bachmannpreis<\/a> gelesen und Traude Bollauf, die Redakteurin bei der schon erw\u00e4hnten &#8220;Frau&#8221; war, in der ich einmal auch einige Texte hatte, lang lang ists her, denn die sozialistischen Zeitungen gibt es\u00a0 nicht mehr, hat von Stella Klein L\u00f6w gesprochen, die nach dem Anschlu\u00df als Hausangestellte nach London gegangen ist, sp\u00e4ter aber wieder Lehrerin in der Rahlgasse war, in die ja auch die Anna gegangen ist.<\/p>\n<p>Danach gab es eine Diskussion mit einigen kritischen Fragen aus dem Puplikum, dann Wein und Br\u00f6tchen, man konnte sich das Buch verbilligt kaufen, ich habe es mir f\u00fcr das &#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221; genommen und habe also nach Volker Weidermanns &#8220;Ostende&#8221;, das auch nicht sehr weit vom Thema abliegt, noch etwas zu lesen, bevor ich zur Gegenwart und der ebenfalls sehr frauenbewegten und kritischen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/10\/03\/von-marlene-streeruwitz-vorlesung-zum-dicht-fest-fragment\/\">Marlene Streeruwitz<\/a> komme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum vom Bodensee zur\u00fcckgekommen, geht es schon weiter mit dem Literaturbetrieb, mein Kritiker Uli, der ja jetzt ganz friedlich ist, hat auf meine &#8220;Stipendiatin&#8221; einern Text geschrieben &#8220;Albttraum in der Ulmenstra\u00dfe &#8211; eine Satire aus gegebenen Anla\u00df&#8221;, wo er aus &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51599\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[120,369,1958,3260,6424],"class_list":["post-51599","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-ak-bibliothek","tag-arbeiterkultur","tag-faschismus","tag-kramer-gesellschaft","tag-zwischenkriegszeit"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51599\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}