{"id":51850,"date":"2017-05-29T23:00:34","date_gmt":"2017-05-29T21:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=51850"},"modified":"2017-05-29T23:00:34","modified_gmt":"2017-05-29T21:00:34","slug":"vom-oeffentlichen-raum-zum-kuchldeutsch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51850","title":{"rendered":"Vom \u00f6ffentlichen Raum zum Kuchldeutsch"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/15\/um-den-bodensee-mit-ruth-und-alfred\/\">Ruth<\/a> hatte ja Idee zu den Kunstwerken, die es im \u00f6fentlichen Raum, da gibt es einen Folder, ein Schreibprojekt zu machen und dann im n\u00e4chsten Jahr eine Lesung oder einen Rundgang etcetera.<\/p>\n<p>Zu <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/15\/osterspaziergang-3\/\">Ostern,<\/a> als ich gerade meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/11\/wie-es-weitergeht\/\">Schreibcampl\u00e4ne<\/a> bloggte, hat sie mich deshalb angeschrieben oder angerufen und mir dann bei der letzten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/02\/schreibgruppe-sucht\/\">Schreibgruppe <\/a>den entsprechenden Folder \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Lauter experimentelle Kunstwerke vom Hrdklicka-Mahnmal angefangen,\u00a0 bis zu den Figuren in der Kriau, igitt, igitt, aber ich bin ja neugierig und aufgeschlossen und kann eigentlich \u00fcber allles schreiben, obwohl mir die in der Schreibgruppe entsehenden Texte manchmal etwas zu essayistisch sind.<\/p>\n<p>Also okay und mich, wie ich glaubte, heute Mittag zu einer diesbez\u00fcglichen Vorbesprechung mit der Ruth getroffen. Die ist sehr ehrgeizig und will mit mir in den kommenden zwei Woche je zweimal losstarten und heute hat es gleich mit dem Hrdlicka- Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Albertinaplatz angefangen. Das kenne ich sehr gut, trifft sich da ja Jahr f\u00fcr Jahr die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/01\/1-mai\/\">KP\u00d6 am ersten Mai, <\/a>um zum Parlament zu marschieren und heuer habe ich festgestellt, da\u00df es keine B\u00e4nke dort gibt.<\/p>\n<p>Es gibt dort unter anderen, den die Stra\u00dfen waschenden Juden von der Progromnacht 1938, aber weil sich die Touristen ungehemmt immer darauf setzten, ist der inzwischen mit Stacheldraht umh\u00fcllt und vis a vis vor derAlbertina gibt es eine Bank, aber da sitzen meistens auchTouristen darauf und fotografieren sich und als wir uns zaghaft hinsetzen wollten, winkten sie ab, weil sie uns nicht au ihren Fotos haben wollten.<\/p>\n<p>Wir haben es dann doch getan und, wie in der Gruppe zwanzig Minuten geschrieben. Abr was oder wie?<\/p>\n<p>Wenn man Kunstgeschichte studiert, mu\u00df man das Werk beschreiben, aber das tue und will ich ja nicht und ich hatte irgendwie die Idee vielleicht auch meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/29\/der-brief\/\">Fortsetzungsgeschichten<\/a> einzubeziehen.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte sich ja der Moritz mit der Mathilde dort treffen. Aber dann hatte ich keinen Blick auf die Stelen, weil an mir die Hop on -hoff off- Busse vorbeibrausten, die Fiaker ihre Pferde striegelten und ihre Kutschen putzen, wie die Ruth so s1ch\u00f6n geschrieben hat und ein Polizist ein paar Meter neben mir stand und das Ganze scharf be\u00e4ugte.<\/p>\n<p>Und da hat es vor einigen Jahren einen Protrest gegen das Mahnmahl gegeben. Heute hasten die Touristen vorbei, die in die Oper und in die Albertina wollen und wir wollten ja auch noch wohin, n\u00e4mlich zum Ballhausplatz, weil es da ja inzwischen ein Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz gibt und zwar ausgerechnet auf dem Platz, wo es Ende der Achtzigerjahre eine &#8220;Kosmos-Prostestlesung&#8221; gegeben hat, weil Barbara Klein, die engagierierte Intendtantin ein aufgelassenes Sex-Kino als Spielort haben wollte, aber das wollte auch ein Jazzclub und so habe ich da einmal meine&#8221;Verwechslung&#8221; und die ist in der <a href=\"http:\/\/www.linkes-wort.at\/antho.html\">&#8220;Volksstimme-Anthologe&#8221; <\/a>abgedruckt, die auch ein Hrdlicka-Cover hat, gelesen und gehe inzwischen manchmal ins Kosmostheater, das es inzwischen am Siebensternplatz gibt.<\/p>\n<p>Und die modernen Denkm\u00e4ler haben, denke ich, alle das Problem, das sie sehr abstrakt sind und ohne Anleitung nicht so leicht zu erkennen, was damit gemeint ist.<\/p>\n<p>Also an der Stelle, wo einmal eine improvisierte B\u00fchne aufgebaut war,\u00a0 gro\u00dfe Stufen, die die Touristen wahrscheinlich zum Einladuen und &gt;Niedersetzen auffordern. Die Rutha hat geschreiben &#8220;Kinder spielen gl\u00fccklich herum.&#8221;<\/p>\n<p>Und es gibt nat\u00fcrlich eine Tafe auf der man lesen kann, da\u00df die Bundesregierung 2008 beschlossen hat, alle Deserteure im World War II zu rehabiliteren und den Auftrag an den K\u00fcnstler Olaf Nikolai gab, das in einem Mahnmahl darzustellen.<\/p>\n<p>Das ist jetzt also ein gro\u00dfes X, das man allerdings erst so richtig erkennt, wenn man hinaufklettert. Dann sieht man, da\u00df oben\u00a0 &#8220;all all all all alone all all alll all&#8221; etcetera steht und wir haben uns auf eine der Stufen gesetzt und geschrieben.<\/p>\n<p>Eine Frau ist inzwischen gekommen, die sich, glaube ich, auch f\u00fcr das Denkmal interessierte, ein paar Studenten diskutierten dagegen\u00fcber die Hochschulwahl und dann kam noch eine Schulklasse, deren Lehrerin ihnen erkl\u00e4rte, da\u00df es am Heldenplatz inzwischen Container geben w\u00fcrde, weil das Parlament renoviert wird und daher f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre in dieses verlegt wure.<\/p>\n<p>Wor wollten eigentlich noch einen dritten Ort, n\u00e4mlich die Franz West-S\u00e4ule in der Raalgasse beschreiben. Aber ich hatte, um f\u00fcnf eine Stunde und da w\u00e4re sich das dann nicht mehr ausgegangen und am Abend gab es eine Veranstaltung behiehungsweise Buchpr\u00e4sentation in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Deutschlernen von unten- B\u00f6hmakeln und Kucheldeutsch&#8221; eine Gemeinschaftsarbeitder Universit\u00e4t Olm\u00fctz und Bamberg und obwohlich\u00a0 um halb sechs dort war, war es schon sehr voll, weil offenbar ein Fanclub hingepilert ist und auch die achtzig Euro B\u00fccher\u00a0 alle aufgekauft hatten,\u00a0 so da\u00df nurmehr ein Ansichtsexemplar \u00fcber war.<\/p>\n<p>Das Thema ist aber sehr interessant, obwohl heute, nachdem der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/20\/zum-hundersten-geburtstag-von-heinz-conrad\/\">Heinz Conrad <\/a>ja gestorben ist, kaum mehr einer b\u00f6hmakelt. Ich tue es, obwohl meine Gro\u00dfmutter ja von daher hergekommen ist, auch nicht und lese inzwischen ein entsprechendes Pendant, n\u00e4mlich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/03\/der-vierzigste-bachmannpreis\/\">&#8220;Broken German&#8221; von Tomer Gardi <\/a>und das ist es ja, was die Kids mit dem Migrationshintergrund und dem Asylantrag heute sprechen, w\u00e4hrend damals die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/08\/10\/der-veruntreute-himmel\/\">b\u00f6hmischen K\u00f6chinnnen in der K\u00fcche ihr b\u00f6hnmisches Deutsch <\/a>radebrechten und das die Schauspieler in den Kabaretts, ebenfalls taten.<\/p>\n<p>Und der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/15\/die-abenteuer-des-braven-sodaten-schwejk\/\">Joseph Schwejk <\/a>wurde vor f\u00fcnfzig oder so Jahren selbstverst\u00e4ndlich b\u00f6hmakelnd &#8220;Bitte gehorsamst, Herr Oberst!&#8221; \u00fcbersetzt und der Fritz Muliar hat das hervorragend beherrscht, w\u00e4hrend der echte Joseph in Prag ja wahrscheinlich kein Deutsch, sondern Tschechisch gesprochen hat.<\/p>\n<p>Aber so ist das mit den Klischees und die Leute\u00a0 haben sich sich auch blendend unterhalten und sehr gelacht.<\/p>\n<p>Miguell Herz-Kestranek hat\u00a0 Beispiele davon vorgelesen und\u00a0 sich auch beschwert, da\u00df\u00a0 man in Prag keinen b\u00f6hmakelten Schwejk haben wollte.<\/p>\n<p>Der ist inzwischen, glaube ich, auch anders \u00fcbersetzt und nachher gab es Wein ,tschechisches Bier und Oblatten. Ich habe mich mit Ottlwald John und anderen unterhalten und denke sehr \u00fcber das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/31\/leichte-sprache-leichter-lesen\/\">Deutschlernen von Unten<\/a> und die ver\u00e4nderte Sprache nach, werde ich ja auch \u00f6fter wegen meiner <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/23\/unverstaendlich-schreiben\/\">Unverst\u00e4ndlichkeit<\/a> und meinen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/19\/rechtschreibregeln\/\">Rechtscchreibfehlern <\/a>kritisiert, obwohl ich ja, glaube ich, ganu gut Deutsch oder besser \u00d6sterreichisch schreiben kann und mich trotzdem nicht anpassen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ruth hatte ja Idee zu den Kunstwerken, die es im \u00f6fentlichen Raum, da gibt es einen Folder, ein Schreibprojekt zu machen und dann im n\u00e4chsten Jahr eine Lesung oder einen Rundgang etcetera. 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