{"id":5189,"date":"2010-12-17T00:05:51","date_gmt":"2010-12-16T23:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5189"},"modified":"2010-12-17T00:05:51","modified_gmt":"2010-12-16T23:05:51","slug":"weihnachten-mit-maigret-und-kaffeehausratsel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5189","title":{"rendered":"Weihnachten mit Maigret und Kaffeehausr\u00e4tsel"},"content":{"rendered":"<p>Auf meinem Weihnachtsb\u00fcchersto\u00df liegt ein Georges Simenon Sammelband  &#8220;Weihnachten mit Maigret&#8221;, zwei Romane und eine Er\u00e4hlung. Die Erz\u00e4hlung d\u00fcrfte die Titelgeschichte sein und ich habe nur ein paar Maigret Romane gelesen. Hin und wieder sto\u00dfe ich auf einen und ich kann mich auch an die Fernsehkrimireihe aus den Sechzigerjahren erinnern und beim B\u00fccherturm der Literatur im M\u00e4rz gab es einmal einen Roman \u00fcber den Kommissar Maigret, aber an den kann ich mich nicht mehr sehr erinnern, obwohl ich ihn gelesen habe.<br \/>\nWeihnachten kommt immer n\u00e4her, also habe ich mir die Erz\u00e4hlung vorgenommen. Eine Geschichte von f\u00fcnfundsiebzig Seiten, sie spielt am Weihnachtstag in Paris. Am fr\u00fchen Morgen in der Wohnung von Kommissar Maigret. Madame Maigret m\u00f6chte ihn mit dem Fr\u00fchst\u00fcck und frischen Croissants \u00fcberraschen, aber er ist schon aufgestanden und bekommt auch gleich Besuch von zwei Damen, die in dem Haus gegen\u00fcber wohnen. Madame Martin und ihre Nachbarin, die erz\u00e4hlen, da\u00df die kleine Nichte von Madame Martin in der Nacht den Weihnachtsmann gesehen hat, der ihr eine Puppe brachte und in den  Fu\u00dfbodendielen etwas suchte. Die Puppe gibt es als Beweis, da\u00df wirklich jemand da war. Monsieur Martin ist Vertreter und hat Weihnachten au\u00dferhalb verbracht und Madame Martin geht einkaufen, obwohl ihr K\u00fchlschrank voll ist, w\u00e4hrend sich der Kommissar mit der kleinen Colette unterh\u00e4lt. Offenbar haben in Paris die Gesch\u00e4fte am Weihnachtstag offen und Kommissar Maigret beginnt zu ermitteln, obwohl er keinen offiziellen Auftrag hat. Auch keinen von Madame Martin, die scheint eher unwillig und wurde nur von der Nachbarin zum Kommissar geschleppt. Der ruft in seinem B\u00fcro an, offenbar sind dort die Assisenten im Dienst und bekommt von Madame Martin heraus, da\u00df sie fr\u00fcher Verk\u00e4uferin  bei einem Antiquit\u00e4tenh\u00e4ndler war, der verschwunden ist. Maigret l\u00e4\u00dft nicht locker, erf\u00e4hrt, da\u00df Madame Martin mit zwei Taxis herumgefahren ist und einen Koffer kaufte, schickt die Taxifahrer und den Lederh\u00e4ndler zu ihr und erf\u00e4hrt, da\u00df in den Dielen, das Geld von ihrem fr\u00fcheren Chef versteckt war, der einen Kunden umbrachte und dann von der geizigen Madame aus \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen hingehalten wurde, es sich aber holen wollte. Ein bi\u00dfchen verwirrend die Geschichte, ein wenig antiquiert und gar nicht weihnachtlich, aber ich bin kein Maigretfan. Die Krimis, die ich sonst lese, sind eher sozialkritisch und die Kommissare lange nicht so autori\u00e4r und damit m\u00f6chte ich wieder zu Klaudia Zotmanns Adventkalender hin\u00fcberleiten, bei dem ich nun schon vierzehn Tage begeistert  herauszufinden versuche, wo sich das kleine Schaf versteckt und das Kaffeehaus dann nicht erkenne. Obwohl ich das als Wienerin ja sollte. Als Studentin bin ich regelm\u00e4\u00dfig ins Cafe Sperl und ins Jelinek gegangen, aber auch in die Cafe Konditorei Adia in die Neubaugasse zu einem kleinen Brauen und einer Kolatsche gegeangen, ich habe ja damals in der Otto Bauergasse gewohnt. Mir das ins Kaffeehaus gehen aber inzwischen abgew\u00f6hnt. So habe ich das Cafe Hummel und das Cafe Schwarzenberg, nachdem man vorige Woche suchen mu\u00dfte, nicht erkannt, obwohl ich in beiden schon war. Im Cafe Schwarzenberg vor vielen Jahren, als wir uns noch mit dem Arbeitskreis schreibender Frauen und der Valerie dort trafen. Ins Cafe Hummel hat mich vor ca zweieinhalb Jahren die Ditha Brickwell eingeladen, weil sie etwas wegen einer Lesung besprechen wollte, die nie stattgefunden hat und der Osterspaziergang des Lesetheaters durch die Josefstadt hat auch  dorthin gef\u00fchrt. Man mu\u00df auch nicht immer Kaffeeh\u00e4user erraten, es gibt auch Hinweise mit einer Verlinkung, so da\u00df man nur nachzuschauen braucht, wieso das Cafe Korb Cafe Korb hei\u00dft und wann das Sperl gegr\u00fcndet wurde? Da\u00df Elfriede Gerstl Stammgast im Cafe Korb war, h\u00e4tte ich auch ohne Nachzuschauen gewu\u00dft. Manchmal gibt es auch eine Schreibaufgabe, dann beteiligen sich gleich viel weniger Leute und man kann Schreibprogramme, Gutscheine und B\u00fccher dabei gewinnen, so z.B. die beiden Krimis von Anni B\u00fcrkl, einer kommt noch an die Reihe, Hinweis f\u00fcr die, die mitmachen wollen und  Andreas Pittlers &#8220;Chuzpe&#8221;, habe ich heute gewonnen, was mich freut, da ich bei der Buch Wien im vorigen Jahr auf einer Andreas Pittler Lesung war, wo sein historischer Krimi um den Major Bronstein &#8220;Ezzes&#8221; vorgestellt wude. &#8220;Chuzpe&#8221; ist die Fortsetzung und das Ganze spielt in Wien nach dem ersten Weltkrieg.  Und als ich vorige Woche fasziniert \u00fcber die Kaffeehausbegeisterung von Klaudia Zotzmann war, die mit ihrem Schaf von einem Traditionscafe zum anderen zieht, habe ich im offenen B\u00fccherschrank auch ein Kaffeehausbuch gefunden. N\u00e4mlich Georg K\u00f6varys &#8220;Tr\u00e4ume deutsch mit ungarischen Untertiteln&#8221;.<br \/>\nDas hat mir am n\u00e4chsten Tag auf der Suche nach dem Cafe Schwarzenberg zwar nicht sehr geholfen, in dem Buch des 2009 in Wien gestorbenen Georg K\u00f6vary, der 1922 in Budapest geboren und 1956 nach Wien gekommen ist,  gibt es aber sowohl Ansichten von ungarischen, als auch von Wiener Kaffeeh\u00e4user zu bewundern und dazwischen immer wieder  Kaffeehausgeschichten. Also  passend zu Klaudia Zotzmanns Adventkalender, bei dem es noch eine ganze Woche etwas zum Raten und zu Gewinnen gibt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meinem Weihnachtsb\u00fcchersto\u00df liegt ein Georges Simenon Sammelband &#8220;Weihnachten mit Maigret&#8221;, zwei Romane und eine Er\u00e4hlung. Die Erz\u00e4hlung d\u00fcrfte die Titelgeschichte sein und ich habe nur ein paar Maigret Romane gelesen. 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