{"id":51902,"date":"2017-06-01T23:44:38","date_gmt":"2017-06-01T21:44:38","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=51902"},"modified":"2017-06-01T23:44:38","modified_gmt":"2017-06-01T21:44:38","slug":"vom-oeffentlichen-raum-zu-brigitte-hamanns-sammlungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51902","title":{"rendered":"Vom \u00f6ffentlichen Raum zu Brigitte Hamanns Sammlungen"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/29\/vom-oeffentlichen-raum-zum-kuchldeutsch\/\">Erforschen des \u00f6ffentlichen Raumes mit der Ruth<\/a>, die inzwischen einen Veranstaltungsvorschlag f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr bei der GAV einreichen wird, ist es heute weitergegangen.<\/p>\n<p>Wir haben uns, vorher\u00a0 war ich mit der Anna am Naschmarkt essen und Probleme mit dem Internet hatte ich auch, bei der U-Bahnstation Krieau getroffen und dort steht die U-Bahntrasse auf einer Menge S\u00e4ulen und die wurden von zwei verschiedenen K\u00fcnstlern bemalt.<\/p>\n<p>Da gibt es einmal die &#8220;3 Brothers&#8221;, das ist ein Projekt des brasilianischen K\u00fcnstlers Speto, der eine Hommage an die Br\u00fcder Villas-Boas und an die Erz\u00e4hlkunst der indogenen Bev\u00f6lkerung Brasiliens geliefert hat, in dem er die S\u00e4ulen mit kugelf\u00f6rmigen Gesichtern in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen, die die Br\u00fcder darstellen sollten und noch eine indogene Frauenfigur dazu malte.<\/p>\n<p>Wir sind im Gras auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite gesessen und haben unsere Texte, was mit der wenigen Hintergrundinformation, die wir hatten, gar nicht so einfach war, geschrieben.<\/p>\n<p>Dann gab es eine Pause in der B\u00e4ckerei Felber bei Kaffee und Kuchen. Danach ging es mit dem franz\u00f6sischen K\u00fcnstler Honet, der seine S\u00e4ulen mit minimalistischen Figuren, beziehungsweise modernen Totemk\u00f6pfen bemalt hat, weiter.<\/p>\n<p>Da sind jeweils drei auf einer S\u00e4ule in den verschiedensten Farben und ich habe mir w\u00e4hrend des Schreibens Gedanken gemacht, wen\u00a0 die Totemk\u00f6pfe wohl bewachen, was ihre Funktion unterhalb derU-Bahntrasse ist und oben brausten die grauen Silberpfeile vorbei.<\/p>\n<p>Bei unserer Veranstaltung werden wir laut Ruths Plan, die beiden Stationen mit der &#8220;Gerngro\u00df-S\u00e4ule&#8221; von Franz West verbinden.<\/p>\n<p>Jetzt\u00a0 sind wir aber in die Servitengasse gefahren, denn da git es noch eine Erg\u00e4nzungen zu den &#8220;Antifaschismus-Stationen&#8221;,die wir schon am Montag beschrieben haben.<\/p>\n<p>Denn dort hat die K\u00fcnstlerin Julia Schulz in den\u00a0 Boden eine Vitrine eingelassen und die mit 462 Schl\u00fcsseln gef\u00fcllt, an denen jeweils ein Namensschild einer J\u00fcdin oder eines Juden befestigt ist, die dort bis 1938 ihren Wohnsitz oder ihr Gesch\u00e4ft hatten.<\/p>\n<p>Das regt nat\u00fcrlich an Geschichten \u00fcber Helena Friedmann, Alfred Kohn oder Moritz Eisler, etcetera, zu schreiben.<\/p>\n<p>Wir haben uns auch hier unsere Geschichten vorgelesen und uns dann getrennt. Die Ruth ist zu einer Lesetheaterveranstaltung ins Theatermuseum gefahren, ich in die Wien-Bibliothek, wo eine Ausstellung, der im Vorjahr verstorbenen Historikerin Brigitte Hamann er\u00f6ffnet wurde, denn die war eine gro\u00dfe Sammlerin und ihre Wohnung war voll von Gegenst\u00e4nden, Briefen, etcetera, die sie aus verschiedenen Nachl\u00e4\u00dfen und Auktionen erstanden hat.<\/p>\n<p>Die wurden inzwischen von der Wien-Bibliothek \u00fcbernommen und dort war es, als ich zwanzig Minuten vor Beginn gekommen bin, wieder sehr voll, so da\u00df ich nur ganz hinten einen Platz bekommen habe, mich aber da mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/10\/04\/heroine-unterm-hakenkreuz\/\">Agnes Pistorius<\/a> unterhalten konnte, die neben mir gesessen ist.<\/p>\n<p>Markus Hering hat Textbeispiele gelesen, dann kam ein Sohn von Brigitte Hamann und erz\u00e4hlte, wie aufregend es f\u00fcr ihn und seine Geschwister gewesen ist, mit den wertvollen Gegenst\u00e4nden, die einmal dem Kaiser Maximillian oder der Kaiserin Sisi geh\u00f6rt haben, aufzuwachsen.<\/p>\n<p>Brigitte Hamann hat auch die Truhe gefunden, die Sisis Gedichte enthielten, die erst 1950 ge\u00f6ffnet werden durften und dann ver\u00f6ffentlicht werden sollten.<\/p>\n<p>Die sind angeblich schlecht oder in der Heine-Nachfolge.<\/p>\n<p>Der Alfred hat mir aber einmal zum Muttertag ein kleines B\u00fcchlein mit den Gedichten der Kaiserin Elisabeth geschenkt und Kyra Waldner oder war es Marcel Atze, berichtete von der aufwendigen Haarpflege, die die Kaiserin mit ihren fast bodenlangen Haaren hatte.<\/p>\n<p>Dann gab es wieder Brot und Wein. Man konnte sich den Katalog &#8220;So sch\u00f6n kann Wissenschaft sein&#8221;, ein Ausspruch von Brigitte Hamann, die ich ja, glaube ich, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/26\/buch-wien-geschichten\/\">2012 das letzte Mal gesehen habe, als sie den &#8220;Toleranzpreis des \u00f6sterreichischen Buchhandels&#8221;<\/a> bekommen hat, kaufen oder sich die Ausstellung ansehen, in der nur ein Teil der Exponate, wie Marcel Atze betonte, zu sehen waren.<\/p>\n<p>Ich habe mir vor allem die tonaufnahmen angeh\u00f6rt, wo Brigitte Hamann \u00fcber ihre B\u00fccher \u00fcber Kronprinz Rudolf, dieKaiserin Sisi und &#8220;Hitlers Wien&#8221; berichtet hat.<\/p>\n<p>Ich habe zwar keines der B\u00fccher gelesen. Aber vielleicht finde ich einmal eines in den Schr\u00e4nken. Das ist sicher interessant und auch nat\u00fcrlich, da\u00df der Sohn sehr offen \u00fcberdie Demenz seiner Mutter berichtet hat, die ja, glaube ich, schon 2021 zu merken war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Erforschen des \u00f6ffentlichen Raumes mit der Ruth, die inzwischen einen Veranstaltungsvorschlag f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr bei der GAV einreichen wird, ist es heute weitergegangen. 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