{"id":51968,"date":"2017-06-15T00:56:45","date_gmt":"2017-06-14T22:56:45","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=51968"},"modified":"2017-06-15T00:56:45","modified_gmt":"2017-06-14T22:56:45","slug":"tschik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51968","title":{"rendered":"Tschik"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein Kultbuch oder ein moderner Klassiker, wie man vielleicht rschon sagen k\u00f6nnte, jedenfalls das 2010 erschienene &#8220;Tschik&#8221; Jugendbuch und Roadmovie, das auf mehren Preislisten stand und jetzt auch verfilmt wurde, des 1965 geborenen Wolfgang Herrndorf, der sich 2013 wegen seiner fortgeschrittenen Krebserkrankung in Berlin erschossen hat.<\/p>\n<p>Von Wolfgang Herrndorf dessen Austieg beziehungsweise, die Erfolge seiner B\u00fccher &#8220;Tschik&#8221; und &#8220;Sand&#8221; ich\u00a0 hautnah miterleben konnte, habe ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/11\/in-pluschgewittern\/\">&#8220;Pl\u00fcschgewitter&#8221; <\/a>sein Debut, im Schrank gefunden und seltsamerweise, obwohl ich mich ja sehr f\u00fcr das Thema interessiere, habe ich &#8220;Arbeit und Struktur&#8221;, wo er sich mit seiner Krankheit auseinandersetzt, weder im Blog sehr viel gelesen noch ist das Buch bis jetzt zu mir gekommen.<\/p>\n<p>Vielleicht passiert das noch, habe ich ja auch vor kurzem erst Stefanie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/04\/pfingstsonntag-am-wasser-und-fortsetzungsgeschichten-schreiben\/\">Sargnagels &#8220;Fitne\u00df&#8221; in einem der Schr\u00e4nke gefunden.<\/a><\/p>\n<p>&#8220;Tschik&#8221; lag jedenfalls im Vorjahr in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/01\/salzburg-buechertour\/\">Margot Kollers Keller <\/a>und da ich mich von dort bedienen durfte, habe ich das Buch, das inzwischen auch verfilmt wurde, was im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/03\/21\/buchmessenreport-2\/\">Vorjahr in Leipzig sehr beworben wurde<\/a>, auch gelesen.<\/p>\n<p>In zwei Tagen habe ich es ausgelesen und ich mu\u00df sagen, es war eine \u00dcberraschung, obwohl ich es f\u00fcr ein Jugendbuch halte und die Roadmovieelemente manchesmal f\u00fcr mich auch zu slapstickartig waren, hat mich vor allem die Beschreibung der Lebensumst\u00e4nde des vierzehnj\u00e4hrigen Maiks gefesselt, denn ich habe es ja sehr mit der realstischen Literatur.<\/p>\n<p>Das Buch ist nicht chrologisch geschrieben, zumindest steht das Ende am\u00a0 Anfang und dann beginnt die rassante Erz\u00e4hlung des vierzehnj\u00e4hrigen Maik Klingenbergs, den es eigentlich beschissen ging, bevor Tschik in sein Leben kam und den Sommer in dem das Buch spielt, zu dem sch\u00f6nsten seines Lebens machte.<\/p>\n<p>Das erinnert ein bi\u00dfchen an <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/10\/09\/skizze-eines-sommers\/\">Andre Kubicek<\/a>, obwohl West-Berlin, beziehungsweise das wiedervereinigte Berlin, spielt das Buch ja 2010, gemeint ist.<\/p>\n<p>Aber da ist ein Vater, der im Sommer vierzehn Tage mit seiner Sekret\u00e4rin auf Reisen geht, die Mutter ist in der Entzugsklinik. Er dr\u00fcckt dem Filius zweihundert Euro in die Hand und sagt &#8220;Mach es gut und ruf mich an, wenn du was brauchst&#8221;&#8221;<\/p>\n<p>Und Maik geht es beschie\u00dfen, hat er doch erkannt, da\u00df sie ihn in der Schule f\u00fcr einen Langeweiler halten und das M\u00e4dchen in das ersich verliebt hat, Tatjana Cosic l\u00e4dt ihn und noch ein paar andere Langweiler, als einzige nicht zu ihrer Geburtstagsparty ein.<\/p>\n<p>Ja, das Leben kann hart sein, wenn man vierzehn ist und das ist es egal, da\u00df man der beste in Mathematik und Hochsprung ist.<\/p>\n<p>Aber da ist schon Tschik oder eigentlich Andrej Tschichatschow, der aus der Russland oder der Mongolei kommtoder eigentlich in Deutschland zuerst in der F\u00f6rderklasse, dann in der Hauptschule war und es jetzt aufs Gym, geschafft hat, in die Klasse gekommen.<\/p>\n<p>Er geh\u00f6rt aber genauso zu den Langweilern oder nicht Eingeladenen wie Maik und w\u00e4hrend, der am ersten Ferientag im Bett liegt und ihm die Decke auf den Kopf f\u00e4llt, kreuzt Tschik mit einem gestohlenen Lada auf und die beiden beschlie\u00dfen zuerst kurz bei Tatjana Party aufzutauchen und dann in die Ferien in die Walachei zu fahren.<\/p>\n<p>Das ist, wenn man erst vierzehn ist, nicht ganz so einfach und so fahren die beiden eigentlich in der n\u00e4cheren Umgebung im Kreis herum, machen mehr oder weniger nette Bekanntschaften, erleben Abenteuer, f\u00fchlen sich von der Polizei verfolgt, bevor, um wieder an den Anfang zur\u00fcckzukommen, Maik auf der Autobahn in einen Schweinetransporter hineinf\u00e4hrt, ein paar Tage ins Krankenhaus mu\u00df und es auch zu einer Gerichtsverhandlung kommt, denn er ist schon vierzehn und nicht, wie er irrt\u00fcmlicherweise glaubte, erst mit F\u00fcnfzehn strafm\u00fcndig.<\/p>\n<p>Mu\u00df daher Wiedergutmachung leisten, Tschik kommt dagegen in ein Heim und, als die Schule wieder anf\u00e4ngt, ist alles anders.<\/p>\n<p>Der Langweiler hat sich zum Abenteurer gewandelt und Tatjana fragt sogar brieflich, was ihm passiert ist. Er hat sich aber inzwischen in eine andere verliebt und freut sich auf das Wiedersehen mit Tschik.<\/p>\n<p>So einfach, so what und jetzt habe auch ich dieses Buch gelesen, das ja inzwischen schon fast zu der \u00e4lteren Bpcherchallenge z\u00e4hlt, die die Blogger im Vorjahr machten, das hei\u00dft, wegen der Verfilmung auch nicht so ganz, hat es\u00a0 ja erst Wolfgang Tischer vom &#8220;Literaturcafe&#8221; k\u00fcrzlich erw\u00e4hnt, so da\u00df es sogar mein Kritiker Uli, der sonst ja nicht soviel liest, gelesen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein Kultbuch oder ein moderner Klassiker, wie man vielleicht rschon sagen k\u00f6nnte, jedenfalls das 2010 erschienene &#8220;Tschik&#8221; Jugendbuch und Roadmovie, das auf mehren Preislisten stand und jetzt auch verfilmt wurde, des 1965 geborenen Wolfgang Herrndorf, der sich 2013 &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=51968\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2994,4855,6292],"class_list":["post-51968","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-jugendbuch","tag-roadmovie","tag-wlolfgang-herrndorf"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51968","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51968"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51968\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51968"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51968"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51968"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}