{"id":52485,"date":"2017-06-26T23:59:48","date_gmt":"2017-06-26T21:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=52485"},"modified":"2017-06-26T23:59:48","modified_gmt":"2017-06-26T21:59:48","slug":"luftlinie-a-b-der-sprachkunst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=52485","title":{"rendered":"Luftlinie A-B der Sprachkunst"},"content":{"rendered":"<p>Semesterabschlu\u00dflesung des &#8220;Hochschullehrganges f\u00fcr Sprachkunst&#8221;, fr\u00fcher hat das ja einmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/28\/studentenlesung-ii\/\">&#8220;Studentenlesung&#8221;<\/a> gehei\u00dfen, jetzt schon sch\u00f6ne Tradition im Literaturhaus, zehn bis elf Lesende und diesmal sind sogar als spezial guests Christel und Matthias Fallenstein sowie Ferdinand Schmatz und Esther Dischereit im Publikum gewesen.<\/p>\n<p>Bei der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/13\/das-unnoetige-ruestzeug-zukumft\/\"> letzten Lesung<\/a> war ich ja, glaube ich, die einzige Nichtstudentin im Publikum, diesmal war es besser und Barbara Zwiefelhofer k\u00fcndigte die Lesungen an.<\/p>\n<p>Was der Titel\u00a0 bedeuten soll, habe ich auch diesmal nicht so genau erkunden k\u00f6nnen, als Erstes kam jedenfalls Johanna Wieser und las, sehr modern, ihre Gedichte aus dem Handy, weil sie ja, wie sie sagte, dort entstanden sind und da h\u00e4tten wir schon die Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Titel.<\/p>\n<p>Denn die Gedichte entstanden alle in ihrer Urform auf dem Flughafen und die jungen Leute reisen offenbar auch sehr viel.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Lesende, die &#8220;wunderbare&#8221; Lena Biertempel, wie manche Ank\u00fcndigungen lauteten, eine junge Frau ohne Schuhe, die sich gleich auf den Vortragstisch setzte, schlo\u00df wie sie sagte gleich dort an und brachte einen Auszug oder vielleicht auch eine ganze melancholische Liebesgeschichte.<\/p>\n<p>Dann kam Muhammet Ali Bas, ein junger Mann mit Bart und hochgebundenen Z\u00f6pfchen, der auch noch seinen Zwilling hatte und der verbl\u00fcffte durch seine durchaus realistischen Erz\u00e4hlungen, wie das ist, wenn man immer gefragt wird, woher man kommt, wenn man doch in Vorarlberg geboren unde und die Vorarlbergische Krankenkassa die Geburt auch zahlte.<\/p>\n<p>Dann folgte Katharina Pressl und die las einen Auszug aus einem l\u00e4ngeren Text, wo eine junge Frau mit ihrer Schwester das Haus ihrer Eltern ausr\u00e4umt und dann noch die Mutter im Altersheim besucht.<\/p>\n<p>Sehr unterschiedliche Texte, was die Spannung sicher erh\u00f6hte und als n\u00e4chste folgte <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/14\/auserlesen\/\">Cornelia H\u00fclmbauer <\/a>und die ist mir ja eine alte Bekannte, hat die ja vor cirka acht Jahren meinen Blog sehr intensiv verfolgt, dann gewann sie bei den Exil-Preisen, hat ,glaube ich, auch fertig studiert und ein Hans Weigel-Stipendium bekommen, jetzt ist sie Studentin der Sprachkunst und zum Klagenfurter Literaturkurs ist sie heuer auch eingeladen.<\/p>\n<p>Dann folgte eine Pause und weiter ging es mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/22\/von-christel-fallenstein-zu-herrn-faustini\/\">Frieda Paris, die ich ja durch Christel Fallenstein kenne<\/a> und die brachte,<\/p>\n<p>glaube ich, einen Auzug aus einem Roma,n der von einer russischen Bildhauerin handelte, der sich sehr viel auf Steine bezog.<\/p>\n<p>Dann kam der Zwilling, n\u00e4mlich Damon Taleghani, etwas kleiner, aber mit der gleichen Frisur und einem g\u00e4nzlich anderen Schreibstil, denn der performte, rezitierte einen experimentellen Text und machte dazu rhythmische Bewegungen.<\/p>\n<p>Was danach folgte war auch ein Experiment, n\u00e4mlich Benedikt Steiner, denn der lie\u00df sich aus dem Publikum via Handy Gedichte schicken, die las er dann vor, was eher keine originale Sprachkunst ist, die Kunst des Schreibens wird dann aber wohl noch kommen, wenn er einen Text daraus machen wird und die Urheberfrage w\u00e4re wenigstens f\u00fcr mich nicht gekl\u00e4rt, aber ich habe ja kein Handy, so konnte ich nichts schicken und das ich in der Zwischenzeit f\u00fcr mich gedichtet habe, hat wohl auch eher an Goethe erinnert, also wohl auch eine Art Plagiat:<\/p>\n<p>&#8220;Ich besa\u00df es doch einmal, was so herrlich ist, da\u00df es sich von Mal zu Mal nimmer mehr vergi\u00dft&#8221;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste junge Mann Stephan-Manuel Eggenweber brachte dann drei eher makrabre Geschichten, die zuerst mit der Monatsblutung der Mutter begannen, was ist daran makaber, f\u00fcr einen Vierj\u00e4hrigen offenbar schon, aber dann wurde dem Bruder der Mund zugeklebt und der Freundin die Finger gebrochen, nun ja, nun ja, die anderen fanden es wieder lustig, ich weniger und die letzte Lesende war Maria Mjuhar, die ein paar Kurztexte brachte, worauf sie sich auf den Schreibproze\u00df und ihre Figuren bezog und auch aus der Schule ein wenig plauderte, n\u00e4mlich erz\u00e4hlte, wie man ein verpatztes Gedicht, durch eine andere Sprache retten kann und das nennt sich dann transrepair, interessant, interessant, wieder was gelernt uind einen sch\u00f6nen Eindruck von der Sprachkunstproduktion mitbekommen.<\/p>\n<p>Mal sehen was ich von den Studenten und Studentinnen noch so h\u00f6re und morgen geht es auf der Sprachkunst, glaube ich, auch noch weiter mit Ausstellungen, aber da werde ich dann nicht dort sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Semesterabschlu\u00dflesung des &#8220;Hochschullehrganges f\u00fcr Sprachkunst&#8221;, fr\u00fcher hat das ja einmal &#8220;Studentenlesung&#8221; gehei\u00dfen, jetzt schon sch\u00f6ne Tradition im Literaturhaus, zehn bis elf Lesende und diesmal sind sogar als spezial guests Christel und Matthias Fallenstein sowie Ferdinand Schmatz und Esther Dischereit im &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=52485\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[3647,5488],"class_list":["post-52485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-literaturhaus","tag-sprachkunstlesung"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52485\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}