{"id":52860,"date":"2017-07-17T00:46:08","date_gmt":"2017-07-16T22:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=52860"},"modified":"2017-07-17T00:46:08","modified_gmt":"2017-07-16T22:46:08","slug":"kinder-der-medusa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=52860","title":{"rendered":"Kinder der Medusa"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Ausflug in die Normandie mit nostalgischen \u00d6sterreich-Bezug geht es jetzt mit einem Krimi aus dem B\u00fccherschrank auf das griechische Meer.<\/p>\n<p>Krimi oder griechische Trag\u00f6die, da sind sich Buchbeschreibung und &#8220;Amazon&#8221; nicht sicher und ich dachte nahezu bis Ende des ersten Teils &#8220;Hey, da passiert doch nichts und das k\u00f6nnte ich sicher auch, wenn ich Krimis schreiben k\u00f6nnte!&#8221;<\/p>\n<p>Und wirklich, die &#8220;Morde&#8221;, die hier passieren, l\u00f6sen sich eher als Zufall auf und die 1954 in\u00a0 Wels geborenen Edith Keifl, mit der ich gleichzeitig an der Uni Wien Psychologie studierte, ist ja auch Psychoanalytikerin.<\/p>\n<p>Das Sommerbuch &#8220;Die Kinder der Mdedusa&#8221;, habe ich irgendwann im Schrank gefunden und auf meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste <\/a>gesetzt, geh\u00f6rt habe ich wahrscheinlich schon 2005, als das Buch erschienen ist, im damaligen \u00d6sterreich Cafe, das sich noch an einer anderen Stelle befand, in Leipizig daraus.<\/p>\n<p>Der Titel hat sich mir eingepr\u00e4gt, so da\u00df ich begierig nach dem Buch im Schrank gegriffen habe und von Edith Kneifl <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/06\/stadt-der-schmerzen\/\">habe<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/22\/schon-tot\/\">ich<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/20\/blutiger-sand\/\">schon <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/09\/der-tod-fahrt-riesenrad\/\">einges <\/a>gelesen und war auf <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Neuer+naschmarktkrimi\">einigen<\/a> Lesungen.<\/p>\n<p>&#8220;Ende der Vorstellung&#8221; hat mir, glaube ich, nicht so gefallen, dann hat mir &#8220;Haymon&#8221; einige ihrer B\u00fccher geschickt und eines mit &#8220;Margareten-Bezug&#8221;, das wie Kritiker meinen, mehr eine Werbeschrift ist, gibt es auch.<\/p>\n<p>Und mir haben die &#8220;Kinder der Medusa&#8221;, wie schon geschrieben, erst nach der H\u00e4lfte gefallen, beziehungsweise habe ich erst dann angefangen, das Buch f\u00fcr einen Krimi zu halten.<\/p>\n<p>Die Psychoanalytikerin Joe Bellini, Wienerin mit ausl\u00e4ndischen Namen und Vaterkomplex, die wahrscheinlich im Vorkrimi in einem Mordfall verwickelt war, in dem eine Freundin ums Leben kam, was sie traumatisierte, geht mit einigen griechischen und anderen Freunden auf einen Segelturn nach Griechenland und der erweist sich als Horrortrip, n\u00e4mlich alte Wunden und Verletzungen der beteiligten Personen brechen auf.<\/p>\n<p>Da ist Regina, eine ehemalige Schauspielerin, gerade vierzig, mit Christos, dem griechischen Gyn\u00e4kologin, der sie st\u00e4ndig betr\u00fcgt, verheiratet, der Skipper hei\u00dft Evangelos und ist Joe Bellinis Exfreund, eine Malerin namens Lisa mit halbw\u00fcchsiger Tochter gibt es auch, einen griechischen Burschen und Aphrodite, die am Schiff die Putzfrau spielt und Christos Schwester ist.<\/p>\n<p>Als Erstes verschwindet der Junge Akis von Bord, Kathi soll ihn ins Wasser gesto\u00dfen und nicht gerettet haben, was sie in einen Schock versetzt.<\/p>\n<p>Die Hafenpolizei ist unf\u00e4hig die Leiche zu finden, so macht sich die Medusa selbst zur Suche auf, ger\u00e4t auf eine merkw\u00fcrdige Insel mit lauter verr\u00fcckten und feindseligen Bewohnern, die sie ausrauben und dann verschwindet Christos im Wasser.<\/p>\n<p>Evangelis wird in seiner Kabine tot aufgefunden, er\u00a0 hat sich selbst mit Alkohol und Medikamenten hin\u00fcberbegeben.<\/p>\n<p>Ein\u00a0 aus Literaturzitaten zusammengestoppelter Abschiedsbrief scheint das zu beweisen und die Gedichte von Jannis Ritsos an die Joe sich klammert, spielen in dem Buch auch eine Rolle und es gelingt ihr endlich\u00a0 Jan Serner, einen Wiener Kriminalisten, den sie von ihren fr\u00fcheren F\u00e4llen kennt, herzuholen, der die Sache gemeinsam mit einem griechischen Spurensicherer, der lange in Wien gearbeitet hat und der Athener Polizei\u00a0 aufkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Am Schlu\u00df kommt noch Joes Vater, um seine Tochter heimzuholen,\u00a0 alles scheint sich aufzukl\u00e4ren und der Alptraum der eigentlich ein griechischer Traumurlaub sein sollte, ist vorbei.<\/p>\n<p>Die politische Situation von\u00a0 vor 2005 wird erl\u00e4utert und der Tourismus mit seinen Klischees und es ist wahrscheinlich auch interessant, das zw\u00f6lf Jahre alte Buch heute bei einem Griechenlandurlaub zu lesen und mit der heutigen Situation zu vergleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Ausflug in die Normandie mit nostalgischen \u00d6sterreich-Bezug geht es jetzt mit einem Krimi aus dem B\u00fccherschrank auf das griechische Meer. 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