{"id":53033,"date":"2017-07-22T00:09:35","date_gmt":"2017-07-21T22:09:35","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=53033"},"modified":"2017-07-22T00:09:35","modified_gmt":"2017-07-21T22:09:35","slug":"schattenfangen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=53033","title":{"rendered":"Schattenfangen"},"content":{"rendered":"<p>Noch ein \u00e4lteres Buch und eines das ich einmal in einem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/29\/die-allgemeine-tauglichkeit\/\">Schwung<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/18\/koenigsallee\/\"> Leseexemplare<\/a> h\u00f6chstwahrscheinlich im &#8220;Wortschatz&#8221; gefunden habe.<\/p>\n<p>Louise Erdrich &#8220;Schattenwerfen&#8221;, bei &#8220;Suhrkamp&#8221; 2011 erschienen und &#8220;Bitte keine Rezensionen vor dem 19. Februar 2011!&#8221;<\/p>\n<p>Das ist lang vorbei und inzwischen gibt es, glaube ich, einen neuen Roman von der 1954, als Tochter einer Indianerin und eines Deutschamerikaners geborenen Louise Erdrich, von der ich vor dem B\u00fccherfund noch nie etwas geh\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>Ja, die offenen B\u00fccherschr\u00e4nke sorgen f\u00fcr \u00dcberraschungen und heben das Bildungsniveau, sage ich immer und diese Autorin ist ja schon von ihrer Herkunf her,t ganz besonders interessant.<\/p>\n<p>Der Inhalt ein Ehe- und Familienroman, ganz besonder makaber und teilweise an die Ingrid Noll erinnernd, die glaube ich, in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/05\/der-hahn-ist-tot\/\">&#8220;Der Hahn ist tot&#8221;<\/a> etwas \u00e4hnlich B\u00f6sartiges beschrieben hat, hier wird es, glaube ich, obwohls im\u00a0 Klappentext so steht, nicht ganz ein Thriller.<\/p>\n<p>Aber da ist eine Ehepaar mit drei Kindern, beide mit indogenen Wurzeln oder Mischungen. Er ein ber\u00fchmter Maler und er hat seine Frau Irene, die sich jetzt, nachdem die Kinder halbwegs aufgezogen sind, an ihre Dissertation macht, nackt in allen Variationen gemalt.<\/p>\n<p>Sie hat sich damals dadurch das Geld zum Studium verdient. Er ist ber\u00fchmt geworden und liebt seine Frau abg\u00f6ttisch, ist aber auch sehr eifers\u00fcchtig und liest in ihren Tageb\u00fcchern, die sie vor ihm versteckte und so treibt sie ein teuflisches Spiel. Sie legt sich n\u00e4mlich noch ein solches an, hinterlegt es in einem Banksafe und in das andere schreibt sie Sachen, wie, da\u00df sie ihren Mann nicht lieben w\u00fcrde,\u00a0 sie ihn betr\u00fcgt, die Kinder nicht von ihm sind,\u00a0 sie von ihm loskommen will, etcetera.<\/p>\n<p>Das wird in kleinen Tagebuchpassagen, aber auch abwechselnd aus der Sicht von Gil, Irene und den Kindern beschrieben, die eher gegen den Vater sind. Wenn die Eltern streiten, nicht schlafen k\u00f6nnen und der Vater hat auch eher einen rauhen Ton, obwohl er auch\u00a0 seine Kinder sehr liebt und den Sohn Florian sogar f\u00fcr ein Genie h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Tochter Riel, die sp\u00e4ter das alles aufschreiben wird, sehnt sich nach ihren indianischen Wurzeln und trainiert f\u00fcr das \u00dcberleben, der kleine Stoney verstummt\u00a0 und weil Florian dem Vater etwas von einer Buchbesprechung, die er f\u00fcr die Schule dann doch nicht machte, vorgelogen hat, bekommt er von ihm eine Ohrfeige, was zur einer Familiekatastrophe f\u00fchrt, denn die Mutter zwingt den Vater nun zur Therapie. Sie gehen gemeinsam zu einer Therapeutin, wo Irene Gil dann auch erz\u00e4hlt, da\u00df die Kinder nicht die seinen sind, was die Therapeutin sprachlos macht.<\/p>\n<p>Irene erzwingt nach einem Vergewaltignsversuch auch die Scheidung, beziehungsweise eine neue Therapie.<\/p>\n<p>Gil darf seine Kinder l\u00e4nger nicht mehr sehen, auch keinen Sex mehr mit Irene haben, was ihn dazu veranla\u00dft seinen Selbstmord zu inszenieren und ins Wasser zu gehen und da die beiden ja nicht voneinander k\u00f6nnen, auch Irene nicht, springtt sie ihn nach und Riel wird Jahre sp\u00e4ter, wenn sie nach ihrem einundzwanzigsten Geburtstag, den Schl\u00fc\u00dfel zum Safe der Mutter mit den Tageb\u00fccher bekommen hat, die Kinder sind inzwischen bei der Halbschwester in einer indianischen Gro\u00dffamilie aufgewachsen und ihren Weg gegangen, all das aufschreiben, was von den Kritikern sehr gelobt wird, von denen die am Buchr\u00fccken stehen, bei &#8220;Amazon&#8221; gibt es ein paar Einstern-Rezensionen und ich w\u00fcrde mich dem anschlie\u00dfen und schreiben, da\u00df die Autorin zwar schreiben kann und es auch sehr interessant ist, vom\u00a0 heutigen indianischen Leben\u00a0 zu erfahren, da\u00df mir aber das, was und wie es es\u00a0 beschrieben wurde, nicht gef\u00e4llt, obwohl ich, in meinen therapeutischen Alltag ja auch mit manchen Krisen konfrotiert werde, zum Horrorroman eignen sich die aber, glaube ich,\u00a0 nicht, beziehungsweise will ich das in dieser Form nicht lesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein \u00e4lteres Buch und eines das ich einmal in einem Schwung Leseexemplare h\u00f6chstwahrscheinlich im &#8220;Wortschatz&#8221; gefunden habe. 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