{"id":53054,"date":"2017-07-16T13:25:50","date_gmt":"2017-07-16T11:25:50","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=53054"},"modified":"2017-07-16T13:25:50","modified_gmt":"2017-07-16T11:25:50","slug":"zuviel-und-zu-fluechtig-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=53054","title":{"rendered":"Zuviel und zu fl\u00fcchtig schreiben?"},"content":{"rendered":"<p>Das ist\u00a0 ein Vorwurf, der mich nun schon seit \u00fcber neun Jahren verfolgt und mit dem ich, obwohl ich es ja eigentlich sollte, nicht so ganz gelassen umgehen kann.<\/p>\n<p>Denn eigentlich sollte es mir ja&#8221;wurscht&#8221; sein, wenn Kommentare, wie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/19\/schlecht-schreiben\/\">&#8220;Wui ist das schlecht!&#8221;<\/a>, kommen und denken, ich tue was ich kann und bem\u00fche mich auch sehr, aber eigentlich ist mir die Rechtschreibung ja egal.<\/p>\n<p>So sollte es vielleicht sein, ich bringe es aber doch nicht zusammen, weil ich, wie mein Kritiker Uli schreibt, nur gelobt sein will?<\/p>\n<p>Da denke ich nur, aber schon ein bi\u00dfchen und nat\u00fcrlich habe ich ein paar Rechtschreibfehler, weil ich schon in der Schule dachte, die sind ja egal und nun im Leben merke, den Kritiker und den Verlagen ist es das wahrscheinlich nicht und die Ersteren picken sie sich bevorzugt heraus und legen den Finger auf die Wunden, die Letzteren schreiben,die bewu\u00dften Absagebriefe oder reagieren \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>Das kann mir nun seit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/20\/indie-bucher\/\">2000 egal sein, denn da mache ich meine B\u00fccher selbst<\/a>, seit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/03\/neun-jahre-literaturgefluester\/\">2008 blogge ich dar\u00fcber<\/a> und denke, das ist eigentlich toll, da\u00df ich da seit neun Jahren mein literarisches Leben dokumentiere und f\u00fcr mich ist es das auch und da ich nun schon an die vierzig Jahre mehrmals in der Woche in die &#8220;Alte Schmiede&#8221;, ins Literaturhaus, etcetera gehe,\u00a0 wahrscheinlich tausend ungelesene B\u00fccher habe und auch noch so an die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/buecher.html\">drei bis f\u00fcnf B\u00fccher im Jahr ver\u00f6ffentliche,<\/a> kommt so einiges zusammen.<\/p>\n<p>Daneben bin ich noch berufst\u00e4tig, habe Familie, gehe wandern und auch sonst noch einiges zu tun, schlafen mu\u00df man auch und so plane ich f\u00fcr mein t\u00e4gliches Bloggen eigentlich ungef\u00e4hr eine Stunde ein.<\/p>\n<p>So lange brauche ich, glaube ich, im Durchschnitt f\u00fcr einen Blogartikel, aber manchmal schreibe ich zwei oder auch drei am Tag, wenn ich auch noch ein Buch gelesen habe oder neben der Veranstaltung auch noch etwas \u00fcber mein Schreiben berichten will.<\/p>\n<p>Stoff also in H\u00fclle und F\u00fclle, wen interessiert das alles?, denkt sich vielleicht der Alfred, der ja meine B\u00fccher geduldig korrigiert oder mein Kritiker Uli, der hat das einmal, glaube ich, so geschrieben.<\/p>\n<p>Der Alfred meint eher, schreib nicht so viel, denn wer kann soviel lesen?<\/p>\n<p>Aber wenn mir soviel einf\u00e4llt, finde ich das\u00a0 eigentlich sch\u00f6n. Mein Blog ist mein literarisches Archiv, schreibe ich immer und da finde ich es tolle, wenn ich so einfach nachschauen kann, was ich b eispielsweise am\u00a0 <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/12\/tag-der-freiheit-des-wortes\/\">zw\u00f6lften Mai 2009 gemacht habe.<\/a><\/p>\n<p>Ich korrigiere auch, wenn mir das der Uli nicht glaubt,\u00a0 meine Blogartikel, mindestens, einmal nachdem oder bevor ich sie ver\u00f6ffentlicht habe.<\/p>\n<p>Aber da sind dann noch immer Fehler drinnen, das stimmt, d<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/19\/korrigierbericht-2\/\">enn meine Texte korrigiere ich inzwischen ein paar Monate <\/a>und manchmal so, wie in den\u00a0 letzten zwei Monaten war es auch besonders hektisch.<\/p>\n<p>Denn da habe ich ja beispoelsweise w\u00e4hrend meiner Strohwitwenzeit, w\u00e4hrend der Alfred mit dem Karli auf Urlaub war, auch ein drei oder vierfaches Programm gehabt.<\/p>\n<p>So habe ich doch mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/14\/von-der-oeffentlichen-kunst-in-und-um-die-u-bahnbereiche\/\">Ruth den \u00f6ffentlichen Raum erforscht<\/a>, meine B\u00fccher gelesen, bin in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/26\/von-der-seestadt-zum-museumsquartier\/\">Seestadt u<\/a>nd im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/10\/von-der-wien-erforschung-zur-schule-der-dichtung\/\">b\u00f6hmischen Prater<\/a> gewesen und habe auch noch bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/15\/von-den-fortsetzungsgeschichten-zum-roman\/\">Annika B\u00fchnemanns zehn Geschichten Challenges <\/a>mitgemacht, beziehungsweise da in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/11\/das-challenge-fortsetzungsgeschichtenprojekt\/\">zwei Monaten in achtzehn Geschichten mein neuen Werk geschrieben.<\/a><\/p>\n<p>Da habe ich ja am Ende meiner Strohwitwenzeit ein eigenes Marathonwochenende gemacht und bis f\u00fcnf Szenen an einen Tag geschrieben. Die hatte ich dann als der Alfred zur\u00fcck kam fast fertig und, als ich sie mir durchgelesen habe, fand ich sehr viele Fl\u00fcchtigkeitsfehler drinnen.<\/p>\n<p>&#8220;Uje, uje!&#8221;,, habe ich gedacht und das Ganze kurchkorrigiert. Am darauffolgenden Donnerstag aber noch einmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/24\/das-gespraech\/\">drei <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/22\/der-traum\/\">Texte <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/27\/besser-spaet-als-nie\/\">geschrieben<\/a> und f\u00fcr die war dann keine Zeit mehr, denn da kam ja zuerst das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/25\/auf-den-spuren-sigmund-freuds\/\">Sladky-Wochenende, <\/a>Ute und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/01\/weiter-mit-dem-wien-sightseeing\/\">Andreas aus Leipzig<\/a>, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/06\/fuer-kaiser-und-vaterland\/\">Sommerakademie<\/a>, der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/09\/wieder-einmal-bachmannpreis\/\"> Bachmannpreis<\/a>, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/09\/in-den-sommer\/\">Sommerfrische<\/a> und einen neuen Computer, wo die Maus immer wegh\u00fcpft und ganz woanders ist, wo sie eigentlich sollte, habe ich auch.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen war es also sehr hektisch, ich habe an die drei Artikel gleichzeitig geschrieben, bin mit meinen B\u00fcchern eine Woche im Voraus und bin erst am Freitag dazugekommen, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/14\/vom-work-on-progress\/\">meine achtzehn Geschichten im Text durchzugehen und zu schauen, ob ich mich damit begn\u00fcge oder versuche zu einem langen Roman umzuarbeiten.<\/a><\/p>\n<p>Da habe ich dann auch die Fehler gefunden und gedacht, ich mu\u00df\u00a0 noch einige Geschichten korrigieren, denn die habe ich jetzt ja im Blog und dann kam der Uli mit seinem fingierten oder auch echten Facebookaccount, wo er sich \u00fcber einen aufregt, der sich \u00fcber einen Absagebrief beklagt, meinte, das h\u00e4tte mit meinen fehlerhaften Texten zu tun, die ihm nicht gefallen w\u00fcrden und ich dachte zuerst, das kann mir doch egal sein, dann, ich mu\u00df meine Fehler korrigieren und als ich dem neuen Pressesprecher vom &#8220;Picus-Verlag&#8221; meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/14\/sisis-vermaechtnis\/\">&#8220;Sisis-Verm\u00e4chtnis-Besprechung&#8221;<\/a> schickte, meinte der ganz freundlich, ob ich vielleicht noch einmal die Fl\u00fcchtlingkeitsfehler durchschauen k\u00f6nne?<\/p>\n<p>Uje und ja das stimmt und wenn man allein drei Dinge gleichzeitg im Kopf hat, passieren eben <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/21\/allzu-kritisches\/\">Fehler<\/a>, die ich nicht so schlimm finde, die anderen aber schon und, der Blog ist ja meine Visitenkarte stimmt, andererseit auch ein Archiv und mein literarisches Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Langer Schreibe kurzer Sinn, die letzten drei Fortsetzungsgeschichten sind korrigiert, auch die Besprechung, \u00fcber die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/26\/angekommen\/\">&#8220;Angekommen-Geschichte&#8221;<\/a> mu\u00df ich noch dr\u00fcber gehen und meine Fortsetzungsgeschichten sind jetzt auch im Manuskript korrigert.<\/p>\n<p>Die Skavenka Jagoda ist in New York angekommen und will \u00fcber Lily Schmidts Blog ihre Dissertation schreiben. Im Blog bleibgt sie in Wien und forscht \u00fcber Eja Augustins <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/28\/dreitausendmal\/\">dreitausend Blogartikel <\/a>und das Ganze hat jetzt vierundf\u00fcnfzig Seiten und 21 685 Worte.<\/p>\n<p>Die Reihenfolge stimmt, glaube ich, in etwa. Die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/06\/schreibgruppe-denkmaeler\/\">Szene am Albertinaplatz<\/a> habe ich noch erg\u00e4nzt und weil ich in Harland keinen Drucker habe, mu\u00df ich bis Dienstag warten, bis ich mir das Ganze ausdrucken kann und wahrscheinlich wird es wieder so in etwa bleiben.<\/p>\n<p>Ein paar kleine Erg\u00e4nzungen und Einf\u00fcgungen werden wohl noch kommen. Vielleicht auch noch ein paar Szenen, aber sonst bleibt es wahrscheinlich eine eher kurze Geschichte, die ich nach Schreibimpulsen geschrieben habe und das habe ich\u00a0 als sehr spannend empfunden.<\/p>\n<p>Und genau, fehlerfreier und<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/23\/unverstaendlich-schreiben\/\"> verst\u00e4ndlicher<\/a> will ich nat\u00fcrlich werden. Das nehme ich mir wiedereinmal vor, aber keiner kann\u00a0 aus seiner Haut heraus und ich bin nun mal eine Schnelle, zumindestens beim Schreiben, beim Gehen und beim Wandern bin ich eher langsam und ich finde es\u00a0 eigentlich sehr sch\u00f6n, da\u00df ich in zwei Monaten in achtzehn Geschichten zu Scheibimpulsen wieder eine ganze Geschichte geschrieben habe, die ich nun nat\u00fcrlich korrigieren mu\u00df und auch schauen werde, da\u00df sie im Blog einigerma\u00dfen fehlerfrei sein wird, weil das ist ja auch ein Experiment, da\u00df man das Buch schon vorher im Blog finden und den Schreibproze\u00df daher ganz von Anfang an mitverfolgen kann.<\/p>\n<p>Sonst wird es im Blog aber so bleiben. Ich meine die nicht chronologische Reihenfolge und auch das, was ich im Text korrigiere, weil es nicht zur Handlung passt, denn da sind es ja achtzehn Geschichten, die die Vorstufe zu der Erz\u00e4hlung, die es dann in Buchform geben wird, bildeten.<\/p>\n<p>Ein wenig weniger hektischer wird es jetzt auch wahrscheinlich werden, denn es ist ja Sommerfrische, die Veranstaltungen sind bis auf <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/11\/erstes-glueck-im-cafe-prueckl\/\">die<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/07\/die-vierzehnten-o-toenen\/\">Sommerreihen<\/a> aus, aber wenn dann in einem Monat das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/08\/13\/buchpreisgeplauder\/\">Buchpreislesen anf\u00e4ngt<\/a>, besteht wahrscheinlich wieder ein bi\u00dfchen Druck, aber das macht mir ja Spa\u00df und war in den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/08\/21\/das-literaturpreis-archiv\/\">letzten Jahren, <\/a>glaube ich, auch nicht so fehlerhaft und wenn ich mir den Text durchlese und einen Fehler finde, bessere ich ihn auch aus, das verspreche ich.<\/p>\n<p>Sonst werde ich, glaube ich, so bleiben,\u00a0 wie ich bin, viel schreiben, viele lesen, mich sehr bem\u00fchen und wahrscheinlich auch weiter dar\u00fcber jammern, da\u00df es mir nicht gelingen will, in den Ligteraturbetrieb hineinzukommen, vielleicht, weil ich zu fl\u00fcchtig und zu wenig abgehoben bin oder\u00a0 auch zu realistisch und offen schreibe?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist\u00a0 ein Vorwurf, der mich nun schon seit \u00fcber neun Jahren verfolgt und mit dem ich, obwohl ich es ja eigentlich sollte, nicht so ganz gelassen umgehen kann. 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