{"id":54781,"date":"2017-09-24T15:55:23","date_gmt":"2017-09-24T13:55:23","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=54781"},"modified":"2017-09-24T15:55:23","modified_gmt":"2017-09-24T13:55:23","slug":"margaretner-sonntag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=54781","title":{"rendered":"Margaretner Sonntag"},"content":{"rendered":"<p>Ich lebe ja schon \u00fcber zwanzig Jahre in Margareten, im f\u00fcnften Wiener Gemeindebezirk. Aufgewachsen bin ich in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/20\/erinnerungen\/\">Hernals in einem alten Gemeindebau in der Wattgasse<\/a>. 1977 zog ich\u00a0 als <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\">Studentin in die Otto Bauergasse,<\/a> sp\u00e4ter mit dem Alfred in die Gumpendorferstra\u00dfe. Dann hatte ich Anfang Neunzig einePraxis in der Reinprechtsdorferstra\u00dfe. Eine Zeitlang sind wir auch von Harland nach Wien gependelt und seit Ende 1990 habe ich meine Praxis und meine Wohnung in der Krongasse und seit da besch\u00e4ftigte ich mich\u00a0 auch mit dem Bezirk, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/17\/margaretner-literaturgeschichte\/\">beziehungsweise der Kunst und Kultur die des dort gibt.<\/a><\/p>\n<p>In <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/buecher.html\">&#8220;M.M. oder die Liebe zur Germanistik&#8221;<\/a>, habe ich dar\u00fcber geschrieben und mit der Frau Bezirksrat Steininger, habe ich meinen ersten Frauenspaziergang durch Margareten gemacht.<\/p>\n<p>Ich erinner mich genau, da sind wir in dem Cafe gewesen, das sich in dem Haus befindet wo die Mutter von Bruno Kkreisky geboren wurde und als wir in die Zentagasse wollten habne wir da bei den Bankerln bei dem Durchgang zur\u00a0 Siebenbrunnengasse J<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/15\/jeannie-ebner-und-monika-bargmann\/\">eannie Ebner<\/a> getroffen und gleich angesprochen.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/04\/14\/margaretner-osterspaziergang\/\">Wiener Lesetheater hat seinen Ostersapziergang 2009 <\/a>durch Margareten gemacht.Da habe ich an einigen Stationen gelesen, darunter im Cafe Standard mein Gedenken an <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/04\/09\/osterferien-und-gerstl-nachruf\/\">Elfriede Gerstl <\/a>die da gerade gestorben war und wir haben den &#8220;Read!!ing room&#8221; besucht, wo ich inzwischen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/12\/17\/nika-im-readingroom\/\">mehrmals <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/13\/lesung-bei-summa-in-da-stadt\/\">gelesen<\/a> habe und der ja selbst <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/31\/sonntagsvergugen\/\">Bezirksrundg\u00e4nge<\/a> macht. Einen habe ich einmal besucht und jetzt hat mich der Alfred auf einen Wiener Frauenspaziergang aufmerksam gemacht die <a href=\"http:\/\/frauenspaziergaenge.at\/petra-unger\/\">Petra Unger<\/a> veranstaltet und dem Bezirk anbiegtet.. Drei solche hat sie und einer ist den K\u00fcnstlerinnen, vorwiegend bildende, wie sich herausstellen sollte, gewidmet und es war wieder sehr interessant, was es alles in dem Bezirk gibt, beziehungsweise wer dort gelebt hat, was ich nicht wu\u00dfte.<\/p>\n<p>So zum Beispiel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teresa_Feodorowna_Ries\">Teresa Feodowna-Ries<\/a> eine Bildhauerin, die von Russland nach Wien gekommen ist, da in der Laurenzgasse lebte, wo der Spaziergangbegonnen hat.<\/p>\n<p>Und Petra Unger scheint eine sehr k\u00e4mpferische Frau zu sein, so flocht sie in ihrem Vortrag immer wieder Beispiel der Unterdr\u00fcckung der Frau ein. So haben Frauen lange nicht an der Akademie studieren d\u00fcrfen, sondern mu\u00dften Privatunterricht nehmen. Teresa Feodowna-Ries hat sich aber trotzdem durchgesetzt und auch eine Skulptur geschaffen, die immer noch im Kongre\u00dfpark steht.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter zu einer Volksschule in die Gassergasse, in der sich einmal das &#8220;Sulkowski Theater&#8221;, befand wo eine Burgschauspielerin namens Stella Hohenfells laufgetreten beziehungsweise geprobt hat.<\/p>\n<p>Und in dem Hochhaus in der Leopold Ristergasse, Petra Unger nannte es &#8220;Prominentensilo&#8221; und zeigte ein Foto aus einem Artikel her, wo das so bezeichnet war und das in meiner &#8220;M.M. Geschichte&#8221; auch vorkommt, hat die Schauspielerin Gretl Sch\u00f6rg gelebt, die als &#8220;Fiaker Milli ber\u00fchmt geworden ist, aber auch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/10\/09\/lyrik-von-christine-busta\/\">Christine Busta<\/a>.<\/p>\n<p>Dann wares schon aus mit der Literatur und es ist in die Siebenbrunnenfeldgasse zu dem ehemaligen Atelier einer bildenden K\u00fcnstlerin gegangen, die aber inzwischen im sechsten Bezirk t\u00e4tig ist\u00a0 und danach zum sozialen Wohnbau der Neunzehhundertdrei\u00dfgerjahre, sprich den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/25\/rote-traenen\/\">Gemeindebauten erbaut aus der Breitnerschen Wohnbausteuer,<\/a> wo es am G\u00fcrtel ja ein paar sehr gro\u00dfe gibt, die ich w\u00e4hrend meiner &#8220;M.M.-Recherche&#8221;\u00a0 auch abgegangen bin.<\/p>\n<p>Wir gingen als zum Matteotti-Hof, wo es eine Gedenktafel, des von den Faschistisn ermordeten italienischen Politiker gibt und Petra Unger erkl\u00e4rte, da\u00df bei dem Wohnbau tamals immer ein Teil\u00a0 der Kunst gewidmet werden mu\u00dfte. So gibt es in diesen Gemeindebauten\u00a0 auch Bronzereliefs und Skulpturen und man k\u00f6nnte jetzt fragen, was der sozialistische Gemeidebau und die &#8220;Matteotti- Gedenktafel&#8221; mit den Frauen zu tun hat?<\/p>\n<p>Richtig, sie wurde von einer Frau gestaltet\u00a0 und dann ging es in die Brandmayergasse und zu Ulrike Linbacher, die ja die &#8220;Nazi-Idylle-Tafel&#8221; umgegstaltet hat und woch vor kurzem auch gewesen bin, um mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/15\/um-den-bodensee-mit-ruth-und-alfred\/\">Ruth<\/a> den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/05\/pfingstmontag-im-oeffentlichen-raum\/\">\u00f6ffentlichen Raum <\/a>zubeschreiben.<\/p>\n<p>Petra Unger wies hier auf die Familienidyllen hin, meinte, da\u00df Familie nicht Privatsache sei und, da\u00df es erst durch die zweite Frauenbewegung bessere Gesetzte f\u00fcr die Frauen gibt und man bei den Wahlen, die ja bald auf uns zukommen aufpassen mu\u00df, da\u00df diese Rechte nicht wieder still und einfach verschwinden und in eine falsche Idylle \u00fcbergehen, worauf Ulrike Linbacher mit ihrer verkehrten Schrift auch aufmerksam machen wollte.<\/p>\n<p>Weiter ging zum Siebenbrunnenplatz. Hier wies Petra Unger auf Haldis Scheicher hin, deren Atelier zwar geschlossen war, die sich aber sehr f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/15\/vom-funften-in-den-vierten\/\">Umgestaltung der Reinpreichtsdorferstra\u00dfe<\/a> und f\u00fcr die Begr\u00fcnung des Siebenbrunnenplatzes einsetzte und zuletzt ging es zum K\u00fcnstlerhaus und ich dachte, ha?, denn das befindet sich ja am Karlsplatz. Also dachte ich, es w\u00e4re ein neues, aber es gibt, was ich nicht wu\u00dfte, ein Ausweichquartier in der Siebenbrunnengasse mit einer aktuellen Ausstellung die Petra Unger sehr empfohlen hat.<\/p>\n<p>Das war es dann. Petra Unger wies noch auf ihre Website und ihre anderen Themenspazierg\u00e4nge hin.Ich ging nach Hause wo\u00a0 mich der Alfred der da ja sehr fortschrifttlich ist, bekochte und am Nachmittag gibt es wieder das traditionelle Sturmfest im Schlo\u00dfquadrat, was ja auch eine Margaretner Institution ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lebe ja schon \u00fcber zwanzig Jahre in Margareten, im f\u00fcnften Wiener Gemeindebezirk. 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