{"id":5580,"date":"2011-01-18T00:22:32","date_gmt":"2011-01-17T23:22:32","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5580"},"modified":"2011-01-18T00:22:32","modified_gmt":"2011-01-17T23:22:32","slug":"prada-pumps-und-babypuder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5580","title":{"rendered":"Prada, Pumps und Babypuder"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Prada, Pumps und Babypuder&#8221; von Sophie Kinsella ist ein Fund aus dem offenen B\u00fccherschrank und der f\u00fcnfte Band der Shopaholic-Serie mit der Heldin Rebecca Boomwood bzw. Brandon. Den ersten Band, die Schn\u00e4ppchenj\u00e4gerin hat mir Alfred im Hardcover 2000 oder 2001 geschenkt, weil er meinte, da\u00df es zu mir passt und ich habe das Buch als eine psychologische Studie des Kaufrausches gelesen, die zwar ein bi\u00dfchen in der Upper Class Londons spielt und ein paar Klischees bedient, ein Adeliger kommt auch darin vor, aber k\u00f6stlich und ungef\u00e4hr das Gegenteil von dem ist, was ich unter Schn\u00e4ppchen verstehe. In den Romanen sind immer Briefe eingeschoben, bei der &#8220;Schn\u00e4ppchenj\u00e4gerin&#8221;, die von Banken, die die verschuldete Becky mahnen, doch ihr Konto auszugleichen und ihre Antworten, in denen sie sich dreht und windet und die Wirklichkeit verkennt.<br \/>\nAls ich &#8220;Das literarische Leben der Dora Faust&#8221; geschrieben habe, habe ich mich ein bi\u00dfchen an dem Schreibstil orientiert und Verlagsbriefe in den Roman integriert. Dann habe ich lange von Sophie Kinsella nichts mehr geh\u00f6rt, als ich einmal von einer Supervision heimgegangen bin, habe ich in einer der B\u00fccherkisten des B\u00fccherzentrums gesehen, da\u00df es Fortsetzungsb\u00e4nde gibt, aber ich kaufe mir ja keine B\u00fccher, die mehr als einen Euro kosten&#8230;<br \/>\n2006 habe ich beim Literaturwettbewerb in der Pannaschgasse einen Thalia-Gutschein \u00fcber zweihundertf\u00fcnfzig Euro gewonnen, &#8220;Fast geschenkt&#8221; und &#8220;Umtausch ausgeschlossen&#8221; entdeckt und beide B\u00fccher in einem Zug gelesen.<br \/>\nSie waren spannend, aber schon im Stil der Erfolgsserie geschrieben. Becky kauft weiter lustig ein, zerstreitet sich mit ihrem Luke, den sie im ersten Teil findet, ger\u00e4t in allerhand Schwierigkeiten, die sie am Schlu\u00df mit Bravour l\u00f6st. Im dritten Teil &#8220;Hochzeit zu verschenken&#8221;, den ich nicht gelesen habe, heiratet sie Luke, im vierten taucht eine geizige bzw. umweltbewu\u00dfte Schwester auf.<br \/>\nInzwischen gibt es einen sechsten Band &#8220;Mini-Shopoaholic&#8221;, 2010 herausgekommen, der gerade von den B\u00fccherblogs eifrig gelesen und besprochen wird und andere Erfolgsromane, wie etwa &#8220;Charleston Girl&#8221;,  hat die 1969 in London geborene Autorin, die eigentlich Madeleine Wickam hei\u00dft und Wirtschaftsjournalistin war, auch geschrieben.<br \/>\nJetzt habe ich &#8220;Prada, Pumps und Babypuder&#8221;, gelesen, in dem Becky Brandon, ein Jahr verheiratet und schwanger, mit ihrem Mann zur Ultraschalluntersuchung geht, der ja ein erfolgreicher Gesch\u00e4ftsmann und ziemlich autorit\u00e4r ist, so schleppt er sie zu einem alten Frauenarzt, der ihn schon zur Welt brachte und weigert sich das Geschlecht des Kindes zu erfahren, obwohl Becky das unbedingt wissen will. Sie tr\u00f6stet sich indem sie in einen Nobelkinderladen geht und dort die unsinnigsten Sachen in ihren Einkaufswagen schmei\u00dft, zuf\u00e4llig h\u00f6rt sie ein Gespr\u00e4ch zweier Nobelkundinnen, die von einer wahnsinnig tollen Frauen\u00e4rztin erz\u00e4hlen, wo man Lotuswassergeburten machen kann, zu der alle Models gehen. So will sie nat\u00fcrlich auch hin, verspricht der Assistentin alles, damit sie einen Termin bekommt und schleppt auch ihren Luke mit. Was nicht gut ist, denn der war der ehemalige Liebhaber, der schicken rothaarigen \u00c4rztin, die Markenklamotten, statt einen wei\u00dfen Mantel tr\u00e4gt, ganzheitliche Betreuung anbietet und  jeder ihrer Patientinnen eine pers\u00f6nliche Beziehung verspricht. Aber die scheint sie eher mit ihrem verflossenen Liebhaber aufzubauen, der wieder gesch\u00e4ftliche Schwierigkeiten hat, Becky hat sie ebenfalls, ist sie doch inzwischen Einkaufsberaterin in einem Kaufhaus, das vor der Pleite steht  und aus der Wohnung m\u00fc\u00dfen sie auch hinaus. Was aber nichts macht, haben sie ihr Traumhaus schon gefunden, das zwar schon verkauft wurde, aber Becky verspricht Fabia Paschalli ihre tollen Markenstiefeln und alles scheint in Ordnung oder doch nicht ganz, denn die Anzeichen h\u00e4ufen sich, da\u00df Luke etwas mit der sch\u00f6nen Geburtshelferin hat und die ist sehr gemein zu Becky, zwingt sie in h\u00e4\u00dfliche St\u00fctzstr\u00fcmpfe, nimmt ihr ihre Markentaschen weg und als Becky mit einem T-Shirt auftaucht, auf dem &#8220;Sie ist eine rothaarige Hexe und ich hasse sie&#8221;, steht, auftaucht, das eigentlich die Gesch\u00e4ftsidee ist, um das Kaufhaus zu retten, erz\u00e4hlt sie ihr, sie und Luke w\u00e4ren ein Paar und Becky ist wieder einmal niedergeschlagen.<br \/>\nAm Ende waren es doch nur Lukes Gesch\u00e4ftsprobleme, die ihn so oft das Haus verlassen lie\u00dfen, das hatten wir schon in Roman zwei oder vier, es kommt zu einer fulminanten Szene in der Entbindungsklinik, die kleine Minnie wird geboren, Becky hat f\u00fcr sie inzwischen auch ein bi\u00dfchen Geld gewonnen, nur das Traumhaus mit den vielen Luxuseinrichtungen und Kinderzimmern bekommen sie nun doch nicht. So wohnen sie vor\u00fcbergehend bei Beckys Eltern und geben auch ein paar der eingekauften Kinderw\u00e4gen zur\u00fcck. Da\u00df die Geschichte gut ausgeht war zu erwarten, habe ich inzwischen doch bei libromanie schon die Besprechung von <a href=\"http:\/\/libromanie.de\/2011\/01\/11\/rezension-kinsella-sophie-mini-shopaholic\/\">Mini-Shopaholic<\/a> gelesen. Spannend ist es immer noch geschrieben, obwohl Muster und die Klischees  deutlich zu erkennen sind und sich Luke und Becky vieleicht noch einige Male streiten und vers\u00f6hnen werden und Becky munter einkaufen geht. In Band sechs habe ich bei libromanie gelesen, kommt auch noch die Wirtschaftskrise vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Prada, Pumps und Babypuder&#8221; von Sophie Kinsella ist ein Fund aus dem offenen B\u00fccherschrank und der f\u00fcnfte Band der Shopaholic-Serie mit der Heldin Rebecca Boomwood bzw. Brandon. 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