{"id":57049,"date":"2017-12-03T13:10:18","date_gmt":"2017-12-03T12:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=57049"},"modified":"2017-12-03T13:10:18","modified_gmt":"2017-12-03T12:10:18","slug":"ach-reden-ueber-die-liebe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=57049","title":{"rendered":"Ach! Reden \u00fcber die Liebe"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_57143\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-121426.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57143\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-121426.jpg?w=300\" alt=\"Robert Huez\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"size-medium wp-image-57143\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57143\" class=\"wp-caption-text\">Robert Huez<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_57142\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-122258.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57142\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-122258.jpg?w=199\" alt=\"J\u00fcrgen Meindl\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-57142\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57142\" class=\"wp-caption-text\">J\u00fcrgen Meindl<\/p><\/div>\n<p>Ach reden wir \u00fcber die Liebe, ein sehr sch\u00f6ner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. Das Literaturhaus Wien tut es jetzt fast eine Woche lang, denn seit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/21\/internationale-erich-fried-tage\/\">zwei<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/11\/facts-an-fiction\/\"> Jahren,<\/a> glaube ich, dauert das Erich Fried Symposium so lange und diesmal ist die Liebe das Thema.<\/p>\n<p>Aha, werden meine literarisch gebildeten Leser sagen, das ist ja ein ber\u00fchmtes Fried-Gedicht und den letzten Absatz, &#8220;Es ist wie es ist, sagt die Liebe!&#8221;, zitiere ich ja immer besonders gerne, wenn wieder jemand kommt und mir erkl\u00e4rt, da\u00df ich nicht schreiben kann.<\/p>\n<p>Ich schreibe, wie ich kann und ich interessiere mich f\u00fcr Literatur und deshalb bin ich heute auch ins Literaturhaus gegangen, beziehungsweise mit Bus und Stra\u00dfenbahn gefahren und auch eine Viertelstunde zu sp\u00e4t gekommen, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und dann bin ich zwei Stunden ganz hinten gestanden und habe den Kopf gesch\u00fcttelt, als eine Dame, die noch ein St\u00fcckchen hinter mir in der letzten Reihe sa\u00df, bedeutete, ich solle mich verziehen.<\/p>\n<p>Es ist, wie es ist und ich blieb jetzt auch stehen, weil ich etwas sehen wollte. Es war sehr hei\u00df, ich habe in der Jacke und dem Schal geschwitzt und jetzt tut mir\u00a0 das Kreuz vom vielen Stehen weh.<\/p>\n<p>&#8220;Es ist, wie es ist!&#8221;, sagt die Liebe und Erich Fried, der 1921 in Wien geboren und 1988 in Baden Baden, ich glaube, bei einer Veranstaltung, gestorben ist. Dazwischen hat er, weil er ja vor den Nazis fliehen mu\u00dfte, in London gelebt und die Er\u00f6ffnungsrednerin des heurigen Symposiums kommt, was sicher nur ein Zufall ist, aus england und weil man f\u00fcr eine Veranstaltung, die dann so voll ist, da\u00df eine keinen Sitzplatz mehr findet, Werbung machen mu\u00df, war es heute im Mittagsjournal und als ich da den Namen Jeanette Winterson h\u00f6rte, schnallte es bei mir, denn &#8220;Das Powerbook&#8221; von dieser Autorin liegt ja seit einigen Monaten auf meinen Schlafzimmertischchen. Ich habe es einmal im Schrank gefunden und dann hervorgeholt, denn darin geht es ja \u00fcber das Netz und ich habe in den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/11\/19\/nanowrimowochenende-und-fertigwerden\/\">letzten Monaten ja einen Internet oder Blogroman<\/a> geschrieben und dachte, das nehme ich als Recherchelekt\u00fcre. Dann kam der Sommer und damit das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/08\/20\/luecken-oder-dreifach-lesen\/\">doppelte<\/a> oder jetzt schon dreifache Buchpreislesen und weil mir jetzt schon fast alle Verlage ihre Vorschauen schicken und ich nicht nein sagen kann oder will, h\u00e4uft sich mein Badezimmerstapel,\u00a0 ich schob das Lesen auf und dachte, was auch stimmte, ich kann &#8220;Die unsichtbare Frau&#8221; auch ohne dieses Buch schreiben, hatte jetzt aber ein Aha-Erlebnis.<\/p>\n<div id=\"attachment_57141\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-123333.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57141\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-123333.jpg?w=199\" alt=\"Klaus Amann\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-57141\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57141\" class=\"wp-caption-text\">Klaus Amann<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-120501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-120501.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-57144\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Signieren habe ich es\u00a0 trotzdem nicht ins Literaturhaus mitgenommen, erstens bin ich keine Autogrammsammlerin und zweitens ist die Tasche, die ich von der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/15\/um-den-bodensee-mit-ruth-und-alfred\/\">Ruth<\/a> geschenkt bekommen habe, so klein, da\u00df es nicht hineingepasst hatte, denn da steckte ja ohnehin schon Jovana Reisingers &#8220;Still halten&#8221;, das vierte Bloggerdebutshortlistbuch, das ich gerade zu lesen angefangen habe.<\/p>\n<p>Zum Weiterlesen bin ich im Literaturhaus aber nicht gekommen, denn ich kam ja zu sp\u00e4t und steckte dann im Stau und als ich das Literaturhaus erreichte, hielt Julia Danielcyk gerade ihre sch\u00f6ne Er\u00f6ffnungsrede, dann kam der britische Botschafter und sagte, wir alle k\u00f6nnen seine Facebookfreunde werden, denn er kommuniziere gern mit Menschen.<\/p>\n<p>Dann kam, glaube ich, noch Anne Zauner die Kuratorin und dann schon die 1959 in Manchaster geborene Autorin. Die ist ein Adoptivkind, wurde von streng religi\u00f6sen Elternangenommen und dann versto\u00dfen, als sie mit sechzehn eine lesbische Bezihung einging, sie ging dann nach Oxford um englische Literatur zu studieren und wurde dann mit ihrem Erstling &#8220;Orangen sind nicht die einzige Frucht&#8221;, die auch der Botschafter lobend erw\u00e4hnte, bekannt.<\/p>\n<p>Jetzt hielt sie einen Vortrag auf Englsich \u00fcber die Liebe, erw\u00e4hnte Romeo und Julia, Tristan und Isolde und auch Donald Trump dabei, die Lwute lachten und die, die sich zur Diskussion meldeten, luden sie\u00a0 zum Kaffeetrinken ein, nur leider fliegt sie schon morgen, wenn das Programm so richtig losgeht, wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>So konnte man wahrscheinlich mit ihr im Anschlu\u00df ansto\u00dfen oder sich die B\u00fccher signieren lassen und ich, die ich am Nachhauseweg drei schon vergilbte Taschenb\u00fcchlein von der 2015 in Darmstadt verstorbenen Gabriele Wohmann fand, kann mir jetzt \u00fcberlegen, wann ich &#8220;Das Powerbook&#8221; lesen werde.<\/p>\n<p>Am Mittwoch ging es dann im Filmcasino mit zwei Filmen, n\u00e4mlich dem &#8220;Greenaway-Alphabet&#8221; und &#8220;Goltzius\u00a0 and the Pelican Company&#8221; von Peter Greenaway, wo es ziemlich erotisch zuging, weiter.<\/p>\n<p>Am Donnerstag war das Programm wieder im Literaturhaus mit dem Schwerpunkt Prosa und Essay und da bin ich zu dem Vortrag von Bianca Burger \u00fcber die Sexualratgeber der Zwischenkriegszeit zu sp\u00e4t gekommen, habe aber, glaube ich, einen solchen von Paul Lazarsfeld\u00a0 in meinem Praxiszimmer stehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_57145\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-120122.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57145\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-120122.jpg?w=225\" alt=\"Teresa Pr\u00e4auer\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-57145\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57145\" class=\"wp-caption-text\">Teresa Pr\u00e4auer<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_57146\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-114322.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57146\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-114322.jpg?w=225\" alt=\"Franz Schuh\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-57146\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57146\" class=\"wp-caption-text\">Franz Schuh<\/p><\/div>\n<p>Dann kam die Pr\u00e4sentation von Peter von Matts &#8220;Sieben K\u00fcsse&#8221; und der streifte, weil der Verlag zu seinem achtzigsten Geburtstag, ein Buch von ihm haben wollte, in sieben Essays durch die Literaturwissenschaft, beziehungsweise besch\u00e4ftigte er sich mit den Werken, wo es um das K\u00fcssen ging und da wurde die Mrs Dalloway ja auf ihrer Abendveranstaltung von einer Freundin gek\u00fc\u00dft und bei Tschechow gibt es auch eine Erz\u00e4hlung, wo ein Langeweiler pl\u00f6tzlich einen Ku\u00df bekomme und dar\u00fcber aufbl\u00fcht.<\/p>\n<p>Sehr interessant, obwohl es wahrscheinlich das Beste ist, die B\u00fccher im Original zu lesen, aber zu Mrs Dalloway bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich das Buch, glaube ich, mal gefunden habe und jetzt wenigstens wei\u00df, worum es darin geht.<\/p>\n<p>Dann kam Zsuzsa Bank mit ihrem neuen Buch &#8220;Schlafen werden wir sp\u00e4ter&#8221;, wo es um eine Mailfreundschaft zweier Freund waren innen geht und ich mu\u00df gestehen noch kein Buch von Zsuzsa Bank gelesen zu haben, obwohl ich, glaube ich, einmal bei einer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/17\/literarische-soiree\/\">&#8220;Literarischen Soiree&#8221;<\/a> war, wo \u00fcber eines ihrer B\u00fccher gesprochen wurde. Dagegen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten von der Norwegerin Hanne Ostavik\u00a0 noch nie etwas geh\u00f6rt, was wahrscheinlich kein Wunder ist, da sie jetzt erst \u00fcbersetzt wurde, obwohl das Buch aus dem sie gelesen hat, schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und am Schlu\u00df kam der 1954 in London geborene Hanif Kureshi, von ihm habe ich, glaube ich, auch schon was im Schrank gefunden und den Film &#8220;Mein wunderbarer Waschsalon&#8221; habe ich 2000 im Rahmen der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/10\/widerstand-im-haiderland\/\"> Widerstandsbewegungen gegen schwarz blau<\/a> im Filmcasino gesehen.<\/p>\n<p>Der hat jetzt ein Buch geschrieben, wo es um einen achtzigj\u00e4hrigen im Rollstuhl sitzenden Mann geht, der miterleben mu\u00df, wie ihn seine Frau mit seinem Freund, der ein Schwindler ist, betr\u00fcgt.<\/p>\n<p>Am Freitag ging es dann um Lyrics, das hei\u00dft zuerst einmal ging es den Literaturwettbewerb f\u00fcr Sch\u00fcler &#8220;Zehn Zeilen\u00a0 Zuneigung&#8221;, den das Festival ausgeschrieben hat. <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/22\/gustav-ernst-und-der-dialog\/\">Gustav Ernst,<\/a> Zita Bereuter, Thomas Ballhausen und Robert Huez waren in der Jury.<\/p>\n<p>Siebzig Texte wurden eingereicht, die drei ausgew\u00e4hlten wurden vorgestellt und dabei hat mir der Text eines jungen Mannes mit blauen langen Haaren &#8220;Ich lerne mich zu lieben, damit ich dich lieben kann&#8221;, am besten gefallen und das werde ich, glaube ich, auch meinen Klienten so sagen.<\/p>\n<p>Dann gings zu einer von Thomas Ballhausen moderierten Diskussion \u00fcber Lyrik, bei der Silvia Geist, Tristan Marquart, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/31\/priessnitz-preis-2012\/\">Judith Nika Pfeifer<\/a> und Clara Luzia teilgenommen haben.<\/p>\n<p>Klara Luzia ist eine Singer Songwriterin, die im Anschlu\u00df ein Solokonzert gab und dazu sagte, da\u00df sie Solokonzerte hassen w\u00fcrde. Dann wurde es hochkar\u00e4tisch, es kamen n\u00e4mlich drei je zehn Minuten Lesungen mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/08\/der-erste-oesterreichische-buchpreis\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, Jan Wagner und Oswald Egger. Friederike Mayr\u00f6cker hat 2001 den &#8220;B\u00fcchner-Preis&#8221; bekommen, Jan Wagner heuer und 2015 den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/16\/leipzig-gebloggt\/\">&#8220;Preis der Leipziger Buchmesse&#8221;<\/a> mit seinen Regenbogenvariationen&#8221; und Oswald Egger von dem ich vor kurzem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/10\/22\/val-die-non\/\">&#8220;Val di non&#8221;<\/a> gelesen habe, den &#8220;Trakl-Prei&#8221;s. Da war es im Literaturhaus auch sehr voll und dann wurde &#8220;Die unm\u00f6gliche Liebe&#8221; die Kunst des Mminnesangs in Neu\u00fcbertragungen&#8221; vorgestellt. Das ist ein Buch, das von Tristan Marquart und Jan Wagner herausgegeben wurde und sechzig Dichter und Dichterinnen wie Elke Erb, Ulrike Draesner, Gerhard Ruiss, Oswald Egger, Silvia Geist, etcetera, haben nachgedichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_57140\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-124203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57140\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-124203.jpg?w=300\" alt=\"Franz Schuh\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"size-medium wp-image-57140\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57140\" class=\"wp-caption-text\">Franz Schuh<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_57139\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-125921a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57139\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171203-125921a.jpg?w=199\" alt=\"Teresa Pr\u00e4auer\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-57139\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57139\" class=\"wp-caption-text\">Teresa Pr\u00e4auer<\/p><\/div>\n<p>Silvia Geist, Ulrike Draesner und Oswald Egger haben ihre \u00dcbersetzungen vorgestellt. Daniele Strigl hat moderiert. Dann wurden die St\u00fchle f\u00fcr das anschlie\u00dfende Konzert von Sophia\u00a0 Kennedy wegger\u00e4umt, ich habe mir einen Becher Wein gekauft, bei den &#8220;Fried Tagen&#8221; mu\u00df man neuerdings daf\u00fcr bezahlen, mich l\u00e4nger mit Helene Hofmann uterhalten, die mir auch mein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/08\/09\/vorschau-auf-vor-dem-fruehstueck-kennt-dich-keiner\/\">neues Buch<\/a> abkaufte, mich dann kurz auf die Sesselreihe im Foyer gesetzt, als sich dann aber die Leute vor mich stellten und ich nichts gesehen habe und es nur laut war, bin ich gegangen, um noch Zeit zum bloggen zu haben, denn das soll man ja, wie mein Kritiker Uli unerm\u00fcdlich anmerkt, der auf seinen Blog einen l\u00e4ngeren <a href=\"https:\/\/lucas2600.wordpress.com\/2017\/11\/30\/offener-brief-nach-wien\/comment-page-1\/#comment-134\">diesbez\u00fcglichen Artikel<\/a> geschrieben hat, ja tun. Helene Hofmann hat mich \u00fcbrigens gefragt, warum ich ihm immer antworte, wahrscheinlich weil ich mich im Argumentieren \u00fcben will, harmoniebed\u00fcrftig bin und mit allen gut auskommen m\u00f6chte, ist die Antwort, es ist aber schon bedr\u00fcckend, immer wieder solche Kommentare zu bekommen.<\/p>\n<p>Helene Hoffmann hat mir noch gesagt, da\u00df sie am Samstag den &#8220;Graphic Novel-Tag&#8221; nicht kommen w\u00fcrde und ich habe mich noch gewundert, da\u00df es diese einen ganzen Nachmittag und Abend geben w\u00fcrde, denn ich bin keine Graphic Novel Spezialistin, obwohl ich schon<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/08\/irminia\/\"> einige<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/13\/totality-fliegende-schatten\/\">gelesen<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/15\/die-verwerfung\/\">habe<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/12\/die-letzten-tage-der-menschheit\/\"> und<\/a> als ich dann am Samstag knapp vor zwei eintraf, war es wieder sehr voll, so da\u00df ich gerade noch in der vorletzten Reihe einen Platz bekommen habe.\u00a0 Zita Bereuther sa\u00df am Podium mit dem 1960 in Boston geborenen Scott Mc Cloud, der seine Novel &#8220;Der Bildhauer&#8221; vorstellte und einen fulminanten Einblick in das Comicschreiben gab.<\/p>\n<p>Dann ging es nach Frankreich oder zu den 1984 geborenen Bastien Vivens, der schon drei Novels geschrieben hat, eine hei\u00dft &#8220;Der Geschmack des Chlor&#8221;, da gibt es viel Bewegung und kaum Sprache, denn Bastien Vivens kommt vom Trickfilm her, bei der &#8220;Schwester&#8221; und der &#8220;Liebe&#8221; \u00e4nderte sich das und als ich in der Pause in die untere Bibliothek, dort wo es den B\u00fcchertisch und die Getr\u00e4nke gibt, ging, wunderte ich mich \u00fcber die Schlangen, die sich die B\u00fccher signieren lie\u00dfen und die beispielsweise, die des danach auftretenden Amerikaner Craig Thompson, eine amerikanischen Comic Gr\u00f6\u00dfe, wie Anne Zauner einleitete, waren auch sehr teuer. Die Leute stellten sich aber, glaube ich, \u00fcber eine Stunde an und die Autoren zeichneten auch etwas in das Buch hinein.<\/p>\n<p>Erstaunlich f\u00fcr mich, die ich ja eher den Eindruck habe, B\u00fccher w\u00e4ren unverk\u00e4uflich, bei Comics ist das offenbar anders und dann kam\u00a0 noch eine \u00d6sterreicherin, n\u00e4mlich die 1967 in Wien geborene Ulli Lust, mir bisher genauso unbekannt, wie die anderen Autoren und die best\u00e4tigte etwas, was schon Craig Thompson erw\u00e4hnte, da\u00df Graphic Novels oder Comics sehr autobiografisch w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Sie hat zwei solche, sowie die &#8220;Flughunde&#8221; von Marcel Beyer, n\u00e4mlich &#8220;Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens&#8221;, sowie\u00a0 brandneu, die Fortsetzung davon &#8220;Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein&#8221;, wo es um eine Dreiecksbeziehung, n\u00e4mlich ihre sexuelle Beziehung zu einem Nigerianer und die mehr intellektuelle zu ihrem Freund Georg oder so, ging.<\/p>\n<p>Sehr erstaunlich f\u00fcr mich diese Erfahrung, gelten ja, wie auch diskutiert wurde, die autobiografischen Elelemente in der Literatur als <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/26\/vorschau-auf-zwillingswelten\/#comments\">etwas eher Verp\u00f6ntes<\/a> und, da\u00df sich soviele Leute daf\u00fcr interessieren, die B\u00fccher kaufen und sich eine Stunde daf\u00fcr anstellen, war f\u00fcr mich auch neu, obwohl bei der Friederike Mayr\u00f6cker steht man wahrscheinlich auch etwas l\u00e4nger, aber da haben die Buchh\u00e4ndler, als sie den Bp bekam schon gest\u00f6hnt, da\u00df sie sich nicht so gut verlaufen lassen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Eine neue Erkenntnis und ein Eck der Literatur in dem ich nicht so zu Hause bin, dann ging es von den Comics weg und wurde wieder experimenteller, stellte doch Sebastian Fasthuber den Amerikaner Mark Z. Danieleswski und sein Monsterprojekt &#8220;The Familar&#8221; vor, von dem es schon f\u00fcnf B\u00e4nde gibt, siebenundzwanzig sollen es noch werden und es geht darin, um eine Katze und um noch vieles andere. Eine Sondernummer der &#8220;Flugschrift&#8221; hat der Autor auch gestaltet.<\/p>\n<p>Das war es dann, der Parcour der verschiedenen Genres durch die Liebe und am Sonntag kam dann die ber\u00fchmte Preisverleihung und da ist ja das Besondere, da\u00df hier ein Juror allein entscheidet, weil man sonst ja meistens den Durchschnitt der Jurymitglieder also zu einer Kompromi\u00dfentscheidung kommen mu\u00df und diesmal war Franz Schuh der Juror, dessen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/10\/14\/fortuna-aus-dem-magazin-des-gluecks\/\">&#8220;Fortuna: Aus dem Magazin des Gl\u00fccks&#8221;<\/a> auf der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/09\/05\/die-oesterreichische-lange-liste\/\">&#8220;Longlist des \u00f6sterreichischen Buchpreises&#8221;<\/a> stand und der hat\u00a0 Teresa Pr\u00e4auer ausgew\u00e4ht, die mir ja das erste Mal als Illustratorin von Wolf Haas &#8220;Die Gans im Gegenteil&#8221; aufgefallen ist, dann hat sie schnell ein paar Romane herausgebracht und aus dem mit den Affen hat sie in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/30\/frauenpower-beim-bachmannpreis\/\">Klagenfurt<\/a> gelesen und wurde durch alle Runden durchgewinkt und ist ohne Preis nach Hause gegangen, bei den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/08\/26\/phantastische-o-toene\/\">&#8220;O-T\u00f6nen&#8221;<\/a> im letzten Jahr habe ich sie daraus geh\u00f6rt. Aber zuerst kamen im Literaturhaus, in der obeneren Bibliothek, wo man jetzt aus Angst vor dem B\u00fccherdiebstahl die Jacken abgeben mu\u00dfte, eine Reihe von Begr\u00fc\u00dfungsreden.<\/p>\n<p>Dann kam der Klagenfurter Literaturprofessor Klaus Amann, der mich auch einmal mit Mitjuroren f\u00fcr einen Preis nominiert hat, mit der Vorstellung des Laudators.<\/p>\n<p>Da las er eine Rezension vor, wo bedauert wurde, da\u00df der Autor \u00fcber kein Werk verf\u00fcge, weil keinen Roman geschrieben und ich dachte &#8220;&lt;\u00d6 ha, was ist denn mit dem &#8220;Stadtrat&#8221;, ein Buch, von dem ich, wie meine Leser vielleicht wissen, bedauere, es noch nicht gelesen zu habe, aber das ist ja bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/11\/20\/ritter-abend\/\">&#8220;Ritter&#8221;<\/a> erschienen und hat sich daher\u00a0 nicht zu den Rezensten durchgesprochen.<\/p>\n<p>Dann kam die Laudatio in der sich Franz Schuh auf &#8220;Jonny und Jean&#8221; bezog, das offensichtlich auch bei den\u00a0 O-T\u00f6nen vorgestellt wurde und Teresa Pr\u00e4auer bezog sich in ihrer Dankesrede auf den &#8220;Blick&#8221; oder die &#8220;Posen der Jugend&#8221;, das ist offenbar ein Bild einer K\u00fcnstlerin, wo zwei Jugendliche auf einem Sofa sitzen und vor sich hinschauen. Daraus hat sie einen Rundumschlag auf die prek\u00e4ren Arbeits- und Ausbildungsverh\u00e4ltnisse gezogen und sich danach bei allen, also auch beim Publkium f\u00fcr den Preis bedankt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ach reden wir \u00fcber die Liebe, ein sehr sch\u00f6ner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. 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