{"id":5835,"date":"2011-02-14T09:48:36","date_gmt":"2011-02-14T08:48:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5835"},"modified":"2011-02-14T09:48:36","modified_gmt":"2011-02-14T08:48:36","slug":"leseergebnisse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5835","title":{"rendered":"Leseergebnisse"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten Tage habe ich mich ausgiebig mit meinen B\u00fcchern besch\u00e4ftigt und da gibt es ja sehr viele. Den 1990 bei der Edition Wortbr\u00fccke herausgekommenen Roman &#8220;Hierarchien oder Kampf der Ger\u00e4usche&#8221; zum Beispiel und dann meine dreiundzwanzig Digitaldruckb\u00fccher, wie ich sie gerne nenne, mit denen ich seit 2000 unverdrossen gegen die Str\u00f6me schwimme und das auch erstaunlicherweise gut zusammenbringe. Zwar bekomme ich von den Lesern gelegentlich die mangelnde Qualit\u00e4tskeule und die Rechtschreibfehler um die Ohren geschwungen.<br \/>\nVor einer neuen Arbeit damit in die Badewanne zu steigen, tue ich ganz gern und das bringt auch immer wieder \u00fcberraschende Erkenntnisse. So kann ich mich erinnern, das vor ein paar Jahren mit den &#8220;Hierarchien&#8221; getan zu haben und da habe ich, da das Buch ja in einem Kleinstverlag erschienen, ein paar Rezensionen  und die gaben Einblick in die Rezensionslandschaft, die sich seit damals wahrscheinlich gar nicht so ver\u00e4ndert hat.<br \/>\nEin paar Gute gibts da n\u00e4mlich, die in v\u00f6llig unbekannten B\u00fcchereizeitschriften erschienen sind, dann ein paar gelangweilte Zeilen eines Falter-Redakteurs, auf dessen Schreibtisch das von Jack Unterweger ausgesandte Buch gelandet ist und  die Keule von Peter Zumpf in Literatur in \u00d6sterreich, der das Buch derart herunter machte, obwohl ich, als ich es vorher seiner Edition angeboten hatte, den Eindruck hatte, da\u00df er nicht so uninteressiert ist.<br \/>\nNun ja, das sind gruppendynamischen Effekte und nicht so ernst zu nehmen. Trotzdem dachte ich, als ich das Buch vor ein paar Jahren in die Badewanne nahm, &#8220;Das ist einer meiner ersten Romane, 1989 geschrieben, schauen wir, wieviel sich inzwischen ver\u00e4ndert hat!&#8221; und dann war ich erstaunt, was ich  darin gefunden hatte. Die Spuren waren gelegt, k\u00f6nnte man sagen, vielleicht  noch nicht so routiniert, wie nach Digibuch zehn oder elf, aber interessant oder auch nicht, denn das k\u00f6nnte man auch gegen mich auslegen und &#8220;Viel besser bist du nicht geworden!&#8221;, sagen und so ging es mir auch dieses Mal, denn da hatte ich  in der Harlander Badewanne zwei Aha Erlebnisse, um gleich mit den &#8220;Hierarchien&#8221; zu beginnen, hat sich da mein Eindruck verfestigt, denn so schlecht ist dieses &#8220;Anf\u00e4ngerbuch&#8221; nicht. Es ist sogar ein bi\u00dfchen surreal mit den beiden Zwillingsschwestern, die sich dann als wohnungslos entpuppen.<br \/>\n &#8220;Canettiesk&#8221; habe ich es genannt und es ist in der Gegenwart geschrieben, was 1990 w\u00fcrde ich jetzt einmal sagen, der g\u00e4ngige Stil war, wo man bez\u00fcglich des narrativen Schreibens ja noch etwas mi\u00dftrauisch war. Trotzdem w\u00fcrde ich die &#8220;Hierarchien&#8221; nicht so abtun und dann habe ich seither ja wirklich viel geschrieben. Zwei Erz\u00e4hlb\u00e4nde und viele Romane und Erz\u00e4hlungen, die das prek\u00e4re Leben in  Wien mehr oder weniger realistisch schildern. Denn da habe ich ja meine Ideen bzw.  Macken, gehe ich ja sehr oft von einer sozial schwachen Ich-Erz\u00e4hlerin aus, die sicher ihre autobiografischen Z\u00fcge hat, manchmal schreibt und meistens versucht ohne Geld zu leben und manchmal, das ist auch so eine Macke versucht, den Gro\u00dfen dieses Landes, die oft reale  Vorbilder haben, ein wenig unter die Arme zu greifen. Da bin ich mir selber gegen\u00fcber auch sehr mi\u00dftrauisch und denke manchmal &#8220;Nicht schon wieder&#8221;. Am Samstag habe ich den &#8220;Wiener Stadtroman&#8221; aber sehr interessiert gelesen und  gedacht, da\u00df mir die Schilderung eines Tags in Wien von acht Uhr fr\u00fch bis Mitternacht eigentlich recht gut gelungen ist und ich auch ein paar interessante Typen drinnen habe.<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/rezension.schokolade.re.html\"> Robert Eglhofer<\/a> hat in seiner Rezension zwar die mangelnde philosophische Tiefe beklagt und ich bin auch tats\u00e4chlich von James Joyce und seinem 16. Juni ausgegangen, auch wenn es bei mir am 9. November spielt und da war nicht nur die Reichskristallnacht, sondern auch mein Geburtstag.<br \/>\n\u00c4hnlich geht es mir mit der kleineren Erz\u00e4hlung &#8220;Die Zusteigerin oder die Reise nach Odessa&#8221;, 2005 erschienen, da scheint mir die Zusammenstellung des prek\u00e4ren Wiener Lebens auch gelungen und da findet man auch die Werbefahrten wieder, die ich so gern mache und die ist dann auch \u00fcbersteigert, denn zweimal zwei Tage nach Odessa deshalb zu fahren, ist der Wirklichkeit sehr weit entr\u00fcckt. Die Anselma hatte dort aber etwas zu tun und die Titelfotos stammen von meiner Lemberg-Reise, die vielleicht \u00e4hnlich verr\u00fcckt war, die habe ich aber mit dem akademischen Reiseb\u00fcro unternommen und relativ viel daf\u00fcr bezahlt.<br \/>\nDie anderen B\u00fccher habe ich dagegen eher durchbl\u00e4ttert, die Themen wiederholen sich nat\u00fcrlich, sehr oft spielen depressive Frauen eine Rolle und es konmmen auch h\u00e4ufig sehr alte Frauen und M\u00e4nner vor. Der hundertste Geburtstag wird bei mir sehr gern gefeiert und die Verkn\u00fcpfungen der verschiendenen Personen und Ebenen mag einmal mehr und einmal weniger gelungen sein.<br \/>\n\u00dcber das erfolglose Schreiben schreibe ich auch sehr viel und da gibt es auch einige <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/13\/abschreiben-kopieren-textmontagen\/\">Plagiatsgeschichten<\/a>, wie beispielsweise im &#8220;Wilden Rosenwuchs&#8221;, die dann ein paar Jahre sp\u00e4ter von der Wirklichkeit perfekt eingeholt wurden, damals hatte ich mir das so ausgedacht.<br \/>\nAlso insgesamt sehr viel, was sich in den fast vierzig Jahren, in denen ich schon literarisch schreibe, angesammelt hat. Da bin ich aber nicht allein, dem Peter Henisch und der Barbara Frischmuth geht es \u00e4hnlich, die haben auch ihre Themen und sehr viele B\u00fccher. Der Unterschied zu mir ist, da\u00df es bei mir noch sehr viel zu entdecken gibt, schreibe ich durch meine Digitalverlegung ja jenseits der \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nEin paar Rezensionen gibt es und die Leseproben unter <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/\">www.jancak.at<\/a>. Ich habe auch meine Stammleser und da ich die B\u00fccher ja gern als Pr\u00e4sent mitbringe, gibt es schon ein paar Personen, die sehr viel von mir gelesen haben.<br \/>\nDas habe ich in den letzten Tagen auch getan und war danach ein bi\u00dfchen ratlos gewesen bez\u00fcglich der Frage, wie soll ich da jetzt weiterschreiben, es gibt doch schon so viel?<br \/>\nNach der &#8220;Radiosonate&#8221; vor zwei Jahren, die ja mit \u00fcber dreihundert Seiten mein dickstes Buch ist, hatte ich auch den Eindruck ausgeschrieben zu sein und habe das, obwohl die &#8220;Sophie Hungers&#8221; ja gut angenommen wurde, immer noch ein bi\u00dfchen.<br \/>\nSoll ich die Katharina Hahnenpichler da wirklich nach Linz fahren lassen und das Ganze mit einem Begr\u00e4bnis beginnen lassen, wo der neue Roman von Evelyn Grill, das ebenso tut?, habe ich mich gestern Abend gefragt und war eher demotiviert.<br \/>\nInzwischen habe ich  wieder ein paar neue Ideen, so k\u00f6nnte die Katharina ja wirklich gem\u00fctlich die Landstra\u00dfe entlangfahren und um eine weitere depressive Heldin, die ihre alten B\u00fccher liest, zu vermeiden, k\u00f6nnte die Lisbeth ihrer Schwester e-mails oder SMS, schicken. Und f\u00fcr den Notfall, k\u00f6nnte ich den neuen Roman \u00fcberhaupt nur fl\u00fcstern und via Blogbericht entstehen lassen, wie ich das ja in den letzten Wochen schon begonnen habe.<br \/>\nDas w\u00e4re dann was wirklich Neues, das Copyright bleibt nat\u00fcrlich bei mir und da w\u00fcrde man das mit dem Ausgeschriebensein nicht so merken.<br \/>\nDas N\u00e4chste ist dann das Kopf ausleeren, die f\u00fcnfundzwanzig schon geschriebenen B\u00fccher, die &#8220;Absturzgefahr&#8221; gibt es ja auch, versuchen dort herauszubringen, das lie\u00dfe sich mit einem Tag Stra\u00dfenbahnfahren vielleicht so machen oder mit den B\u00fcchern der anderen und da bin ich schon bei den Fr\u00fchjahrsneuerscheinungen, die es auch in gro\u00dfer Menge gibt.<br \/>\nDa habe ich ja schon eine Leseliste, aber von Linda Stift, von der in den Kommentaren bez\u00fcglich des <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/06\/wie-man-den-bachmannpreis-gewinnt\/\">Bachmannpreisbuchs<\/a> soviel die Rede war, ist inzwischen &#8220;Kein einziger Tag&#8221; erschienen und da habe ich,  glaube ich, schon ein<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/02\/17\/kolikslam\/\"> St\u00fcck in der Gesellschaft der Literatur <\/a>geh\u00f6rt. Das k\u00f6nnte ich also auch zu besprechen versuchen, es haben aber auch Arno Geiger und Thomas Glavinic neue B\u00fccher und deren letzte, haben es noch nicht einmal in mein Badezimmer geschafft, obwohl sie Alfreds bibliophile WU-Kollegin l\u00e4ngst abverkauft hat und von der k\u00f6nnte ich mir  w\u00fcnschen, da\u00df sie die beiden Unterweger B\u00fccher liest und in einem Jahr auf ihre Flohmarktliste tut, bis dahin habe ich  vielleicht meine Leseliste geschafft&#8230;<br \/>\nDas w\u00e4ren schon wieder ein paar Ideen f\u00fcr die Lisbeth Hahnenpichler und, da\u00df es den anderen, was das Beachtetwerden auch nicht viel besser, als mir geht, wei\u00df ich schon. Gibt es ja die, die einmal beim Bachmannpreis gelesen haben und inzwischen auch bei Bod oder im Eigenverlag verlegen und dann gibt es noch den Wespennestmitgr\u00fcnder E.A. Richter, der das Literaturgefl\u00fcster freundlicherweise entdeckte und der hat mir jetzt die Links geschickt, wo er t\u00e4glich seine Texte der letzten Jahre stellt, die ich gerne weitergebe, <a href=\"http:\/\/earichter.twoday.net\/\">hier <\/a>und <a href=\"http:\/\/richtexx.twoday.net\/\">hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage habe ich mich ausgiebig mit meinen B\u00fcchern besch\u00e4ftigt und da gibt es ja sehr viele. Den 1990 bei der Edition Wortbr\u00fccke herausgekommenen Roman &#8220;Hierarchien oder Kampf der Ger\u00e4usche&#8221; zum Beispiel und dann meine dreiundzwanzig Digitaldruckb\u00fccher, wie ich &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5835\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-5835","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5835","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5835"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5835\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5835"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5835"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}