{"id":58875,"date":"2018-01-31T23:48:59","date_gmt":"2018-01-31T22:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=58875"},"modified":"2018-01-31T23:48:59","modified_gmt":"2018-01-31T22:48:59","slug":"schweizer-literatur-in-der-alten-schmiede","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=58875","title":{"rendered":"Schweizer Literatur in der Alten Schmiede"},"content":{"rendered":"<p>Von der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/10\/11\/partisanenliteratur\/\">Partisanenliteratur<\/a> bin ich heute in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; gegangen, wo es wieder eine &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221; gab und zwar haben da Ruth Schweikert und Samuel Moser J\u00f6rg Steiner vorgestellt. Das war ein 1930 in Biel geborener Schweizer Dichter, der 2013 dort gestorben ist und unter anderen, 1994 den &#8220;Erich Fried Preis&#8221;\u00a0 bekommen hat.<\/p>\n<p>&#8220;Nie etwas von ihm geh\u00f6rt!&#8221;, w\u00fcrde ich spontan sagen und gleich nachschauen, ob ich in meinem Buchkatalog vielleicht B\u00fccher von ihm habe, er scheint aber eher experimentell zu sein und auch ein bi\u00dfchen widerspr\u00fcchlich.<\/p>\n<p>Leider bin ich, weil ich mich in der Spengergasse noch ein bi\u00dfchen mit Stephan Teichgr\u00e4ber verplaudert habe, der Weg von dort in die Sch\u00f6nlaterngasse auch l\u00e4nger ist und ich noch auf die Bank und Milch besorgen mu\u00dfte, ein bi\u00dfchen zu sp\u00e4t gekommen, so da\u00df ich Kurt Neumanns Einleitung vers\u00e4umte.<\/p>\n<p>Es waren auch nicht sehr viele Leute im Schmiede Saal und die, die da waren, waren, wie ich aus ihren Wortmeldungen und den Gespr\u00e4chen in der Pause erfuhr, speziell an Literatur und vielleicht auch an J\u00f6rg Steiner interessiert. Ich h\u00f6rte Schweizer Akzent und das Paar das vor mir sa\u00df, schien <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/26\/50-jahre-manuskripte\/\">Alfred Kolleritsch<\/a>, mit dem ich ja k\u00fcrzlich telfoniert habe, gut zu kennen.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Steiner hat einige Romane geschrieben, zwei, beziehungsweise einer und ein Ez\u00e4hlband wurden vorgestellt.<\/p>\n<p>Und da scheint es sich bei Steiner um<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/01\/22\/bekannte-gestalten\/\"> Fortsetzungsgeschichten<\/a> zu handeln, beziehungsweise scheint er seine Personen von einem Roman zum anderen zu schleppen. Denn da gibt es einen namens &#8220;Strafarbeit&#8221;, 1962 erschienen aus dem nicht gelesen wurde, aber der 1951 geborene Dozent f\u00fcr Lliteraturkritik Samuel Moser, hat den Inhalt erz\u00e4hlt. Der handelt in einer Jugendstrafanstalt, wo einige Jugendliche untergebracht sind und einer von ihnen, n\u00e4mlich Jose Claude\u00a0 Ledermann, auch Schnorrer genannt, begegnen wir in\u00a0 &#8220;Euin Messer f\u00fcr den ehrlichen Finder&#8221;, aus dem gelesen wurde , wieder.<\/p>\n<p>Der ist der Sohn einer Bordellchefin in Biel und hat einem Freund ein Rennrad geborgt, das der verkaufte, worauf er ihn mit einem Messer niederstach und in die Strafanstalt kam.<\/p>\n<p>Ruth Schweikert und Samuel Moser schw\u00e4rmten sehr von den Text, Samuel Moser meinte, er w\u00e4re dadurch zum Lesen gekommen und in der Erz\u00e4hlung &#8220;Schnee bis in die Niederungen&#8221; treffen wir auch auf eine Figur aus der Strafanstalt, die tritt in den achtzehn Episode,n meist in anderer Gestalt und in anderen Berufen auf und einen Ich Erz\u00e4hler gibt es auch.<\/p>\n<p>&#8220;Ich habe bis drei Uhr Aufs\u00e4tze korrigiert und bin dann<\/p>\n<p>Ich bin spazierengegangen, weil mich das Lesen der von Hand geschriebenen Texte stark erm\u00fcdet, werde ich sagen&#8221; beginnt das Buch und das ist einer der sprachlichen Eigenheiten, die f\u00fcr J\u00f6rg Steiner wohl typisch sind. Es wurde dann auch diskutiert, wieviel Autobiografie in dem Text ist. Nun, da habe ich nachgegooglet, da? J\u00f6rg Steiner Lehrer war. Ein Herr Steiner kommt \u00fcbrigens auch darin vor, etcetera.<\/p>\n<p>Ruth Schweikert hat einen Text gelesen, dann kam die Diskussion und diesmal nur eine halbe Stunde Pause, weil die Veranstaltung l\u00e4nger gedauert hat. Da bin ich zum B\u00fcchertisch gegangen und habe gesehen, da\u00df es eine offensichtlich \u00e4ltere &#8220;Suhrkamp-Ausgabe&#8221; des &#8220;Schnees&#8221; um f\u00fcnf Euro gibt. Da habe ich nicht lange gez\u00f6gert und mir das eher d\u00fcnne B\u00fcchlein gekauft, zu einem &#8220;Sensationellen Preis!&#8221;, sollte Kurt Neumann sp\u00e4ter sagen.<\/p>\n<p>Das stimmt zwar nicht so ganz, habe ich ja &#8220;Suhrkamp-TBs&#8221; \u00f6fter schon um einen Euro gefunden. Bin auf das Lesen aber gespannt, umsomehr, da wir im Sommer ja vielleicht in die Schweiz fahren und ich daf\u00fcr schon Lesestoff sammle und da passt vielleicht ganz gut hinzu, da\u00df ich im &#8220;Wortschatz&#8221; heute auch drei B\u00fccher aus Schweizer Verlagen von Schweizer Autoren gefunden habe.<\/p>\n<p>N\u00e4mlich Gerold Sp\u00e4ths &#8220;Das Spiel des Sommers neunundneunzig&#8221; aus dem &#8220;Lenos-Verlag&#8221; in dem auch Michelle Steinbecks <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/08\/30\/mein-vater-war-ein-mann-am-land-und-im-wasser-ein-walfisch\/\">Debut<\/a> erschienen ist und zwei B\u00fccher von einer Elsabeth Jucker aus der &#8220;editon 8&#8221;.<\/p>\n<p>Ich bin gespannt und nach der Pause ist es gleich mit Samuel Moser und Ruth Schweikert weitergegangen, hat die 1965 in L\u00f6rrach geborene Autorin doch ihr 215 Buch &#8220;Wie wir \u00e4lter werden&#8221; vorgestellt. Von Ruth Schweikert habe ich in den B\u00fccherschr\u00f6nken schon &#8220;Ohio&#8221; und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/11\/augen-zu\/\">&#8220;Augen zu&#8221;<\/a> gefunden. Das letztere gelesen und war, glaube ich, nicht so begeistert. Bei dem Roman war ich es schon, weil er mir realistischer und verst\u00e4ndlicher erschien. Da geht es um zwei Familien, beziehungweise hat der Mann, der einen, auch zwei Kinder mit der Frau der anderen und auch eine Zeitlang mit ihr gelebt. Es geht also um Familiengeheimnisse und\u00a0 um drei Generationen und zwei Stellen hat Ruth Schweikart vorgelesen.<\/p>\n<p>Eine von dem Paar Jackes und Friederike und dann eine, wo Friederike vierzig jahre j\u00fcnger, ihre Mutter gestorben ist und sie in ihrer Wohnung hundertachtundf\u00fcnzig Dosen Katzenfutter findet, owohl die gar keine Katze hatte und sie die Dosen dann in der Nacht in s\u00e4mtlichen M\u00fclltonnen der Stadt Stuttgart verteilt. Das war sehr interessant und beeindruckend und in der Diskussion hat Ruth Schweikart noch erz\u00e4hlt, da\u00df sie das Buch nicht chrologisch geschrieben, sondern mit einem ganz anderen Kapitel angefangen hat. Sie scheint auch eine lebhafte Erz\u00e4hlerin zu sein und hat in der Pause und nach der Veranstaltung heftig zu ihrem Buch oder etwas anderen diskutiert, so da\u00df ich heute ein oder nat\u00fcrlich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/12\/23\/der-tod-heisst-engelchen\/\">zwei<\/a> sehr intensive Lliteratur Lectures erlebt habe und mich auf den Sommer und meine diesbez\u00fcglichen &lt;leseerfahrungen schon freuen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Partisanenliteratur bin ich heute in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; gegangen, wo es wieder eine &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221; gab und zwar haben da Ruth Schweikert und Samuel Moser J\u00f6rg Steiner vorgestellt. 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