{"id":59489,"date":"2018-03-02T23:21:42","date_gmt":"2018-03-02T22:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=59489"},"modified":"2018-03-02T23:21:42","modified_gmt":"2018-03-02T22:21:42","slug":"lucky-lawyer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=59489","title":{"rendered":"Lucky Lawyer"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe ja vor kurzem erst ein<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/01\/29\/balkanfieber\/\"> Buch<\/a> gelesen, das von dem Autor stammte, von dem mir Frau F\u00fchrer vor Jahren eines meiner ersten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/26\/mammons-fall\/\">Rezensionsexemplare<\/a> zukommen hat lassen. Dann hat sie zur &#8220;Buch-Wien&#8221; gewechselt, &#8220;Braum\u00fcller&#8221; vertreten und mir jetzt <a href=\"https:\/\/buch-findr.de\/verlage\/sco-publishing\/\">Ulrich Mannsfeldts Krimi<\/a> \u00fcber das Frankfurter Anwaltsmilieu zuikommen lassen. Das Debut eines Frankfurter Rechtsanwalts, der offenbar im Ruhestand zu schreiben begonnen hat, ein Buch das mir h\u00f6chstwahrscheinlich sonst entgangen w\u00e4re und das in vieler Hinsicht sehr interessant ist.<\/p>\n<p>Ich mag ja irgendwie Krimis, obwohl ich keine schreiben kann, weil ich Gewalt ablehne und<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_tauben.html\"> meine Morde daher immer an den Haaren herbeigezogen und auch keine sind<\/a>, ich lese sie aber eigentlich gerne, obwohl das ein Genre ist, bei dem die Literaturblogger meistens die Nasde r\u00fcmpfen, einige Autoren, die ich kenne, aber welche zu schreiben anfangen, weil man damit offenbar noch immer Leser findet und die Herren Rechtsanw\u00e4lte in Ruhestand dabei offenbar ein sch\u00f6nes Hobby haben, in dem sie vielleicht auch ihre Berufserlebnisse aufarbeiten k\u00f6nnen. Sie scheinen auch einen Verlag zu finden und wenn man jetzt die Nase r\u00fcmpt, kann man auch gleich den Kopf sch\u00fctteln, denn das Buch ist verdammt spannend geschrieben k\u00f6nnte man so sagen.<\/p>\n<p>&#8220;Ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Thriller aus dem Frankfurter Anwaltmilieu mit einem ganz eigenen rasanten selbstironischen Stil&#8221;, steht am Buchr\u00fccken, solches findet man glaube ich auch bei <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/customer-reviews\/R4MEDZ1TEMXLP\/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&amp;ASIN=3946926002\">&#8220;Amazon&#8221;<\/a> und das stimmt genau.<\/p>\n<p>Denn das Buch ist wieder einmal so nahe an der Autobiografie, da\u00df man wahrscheinlich nicht so leicht unterscheiden kann was jetzt wahr ist und was erfunden oder doch nat\u00fcrlich alles, denn es geht ja hier um Ebola-Viren, um Spionage und auch um einen rasanten Sturzflug in die Arme oder gesch\u00fctzt durch den des CIA und dann beginnt es, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/01\/28\/blogentwicklungen\/\">Wolfgang Tischer aufgepasst, aber es geht ja hier nicht um den Blogbuster<\/a>, mit einem Prolog, wo der\u00a0 Ich-Erz\u00e4hler erkl\u00e4rt, da\u00df er jetzt wo er im Ruhestand ist, alles aufschreiben m\u00f6chte und dann beginnt, die rasante Geschichte, die sich in sechs Tagen von Mittwoch oder Dienstag bis zum darauffolgenden Montag abspielt und sie f\u00e4llt auf, da\u00df sie sich einerseits fast bis zur L\u00e4cherlichkeit an das Krimimuster, das wir vom &#8220;Tatort&#8221; und Konsorten kennen h\u00e4lt, dann aber wieder dr\u00fcber steht und sich geh\u00f6rend dar\u00fcber lustig gemacht.<\/p>\n<p>Der Ich-Erz\u00e4hler ist, wie sein Autor Partner einer renomierten Anwaltskanzlei und er mu\u00df mit seinem Partner eine Pharmafirma vertreten, die nach Amerika verkaufen will. Da kommt es zum Streit mit dem Partner, Jochen Ehring, dem der Erz\u00e4hler Paul Balmer Geldgier und Unehrlichkeit vorwirft. Der kommt dann,\u00a0 um sich zu entschuldigen. Balmer weist ihn ab und als er dann auf der Autobahn zur\u00fcck nach Frankfurt f\u00e4hrt, kommt er in einen Unfall und sieht das Auto seines Partner, das gegen eine Br\u00fccke gefahren ist.<\/p>\n<p>War es Selbstmord, Mord, ein Unfall, der Sturm oder was auch immer? Die Ereignisse \u00fcberschlagen sich rasant und das was ich mit der L\u00e4cherlichkeit meine, ist die Stelle, wo Balmer zu Imogen, Jochens Witwe, in die er heimlich verliebt ist, geht, um ihr zu kondolieren und die bittet ihm gleich in ihr Schlafzimmer ins Bett.<\/p>\n<p>Nicht so kitschig, habe ich gedacht und etwas sp\u00e4ter vermutet, da\u00df sich der Autor hier ganz bewu\u00dft lustig \u00fcber die herk\u00f6mmlichen Krimis macht und er macht sich auch \u00fcber anderes lustig, \u00fcber seine oder Paul Balmers Schwierigkeiten mit dem Computer. Er kann gerade mal E-Mails lesen und das Internet ben\u00fctzen, so da\u00df ihm die &lt;juniorpartner, die ja unter ihm stehen, in dieser Weise \u00fcber den Kopf wachsen und er auch ihre Hilfe braucht.<\/p>\n<p>Er braucht auch die hilfe seiner Putzfrau, die ihm immer die Blumenarrangements besorgt und seiner Sekret\u00e4rin, da ist dieser Paul Balmer ganz konservativ und auch \u00fcberheblich, andererseits gibt es aber ber\u00fchrende Stellen, wie beispielsweise, die mit der wahrscheinlich ukrainischen Reinigungsberaterin, einer Putzerei, die noch nur gebrochen Deutsch spricht und der Rechtsantwalt ahmt sie automatisch nach und sch\u00e4mt sich dann dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Es geht auch um Low und order, um die Fragen, wie viel man l\u00fcgen mu\u00df, um durch das Leben zu kommen, ob Geld alles ist und, wie korrupt man als Anwalt wird und ob man eine Chance hat, dem zu entkommen?<\/p>\n<p>Die Ex-DDR spielt eine Rolle, Jochen Ehrling kam von dort und war ein Stasi-Mitarbeiter, wie auch der Pharmamann, dessen Firma er betreute und die war in miese Gesch\u00e4fte mit Ebola-Viren verwickelt, wie Paul Balmer bald herausfindet, als er pl\u00f6tzlich von zwei Arabern verfolgt wird, die ihn f\u00fcr den dritten Gesch\u00e4ftspartner halten und von ihm ein P\u00e4ckchen wollen.<\/p>\n<p>Es geht dann auch, um eine CD hinter der, der CIA her ist und Imogen, die sch\u00f6ne Witwe ist, als Paul zu dem Date mit ihr kommen will, pl\u00f6tzlich verschwunden. Zuerst vermutet er, da\u00df sie von dem Pharmamann entf\u00fchrt wurde, f\u00e4hrt zu ihm und wird bedroht, da gibt es auch ganz sch\u00f6n spannende Stellen mit viel gewollter Action, bis zum Mord durch einen Polizisten und der Gewissensfrage, wie es einem solchen nachher geht.<\/p>\n<p>Sie wurde aber vom CIA entf\u00fchrt, soll den Namen eines Anrufers bekanntgeben, tut das aber nicht, weil sie ein Gewissen hat, und der CIA ihr nicht garantieren kann, da\u00df er nicht zum Opfer wird, wenn er denPakistani, inzwischen geht es auch um terroristische Anschl\u00e4ge der IS, die mit den Viren ausgef\u00fchrt werden sollten, in die H\u00e4nde f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Jetzt schalter sich Paul Balmer ein, wird vom CIA nach Amerika geflogen, die Szenen die sich da in dem Flugzeug abspielen, sind durchaus k\u00f6stlich und sehr zum Lesen zu empfehlen und am Ende, das kann die spamerin in mir, auch noch verraten, geht alles gut aus.<\/p>\n<p>Paul bekommt seine Imogen, wird sogar zum sp\u00e4ten Vater und einen Epilog gibt es auch und ich, die ich das Frankfurter Milieu, ja nur von den zwei Buchmessen kenne, ich ich einmal dort besucht habe, habe ein sehr interessantes Buch gelesen, das ich jeden Krimilieser, der die spannende Unterhaltung liebt und vielleicht auch noch ein bi\u00dfchen Drumher\u00fcber haben will, nur empfehlen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe ja vor kurzem erst ein Buch gelesen, das von dem Autor stammte, von dem mir Frau F\u00fchrer vor Jahren eines meiner ersten Rezensionsexemplare zukommen hat lassen. 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