{"id":5952,"date":"2011-02-20T00:06:44","date_gmt":"2011-02-19T23:06:44","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=5952"},"modified":"2011-02-20T00:06:44","modified_gmt":"2011-02-19T23:06:44","slug":"zwillingswelt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=5952","title":{"rendered":"Zwillingswelten"},"content":{"rendered":"<p>Das ist der vorl\u00e4ufige Arbeitstitel, von den f\u00fcnf, sechs W\u00fcnschen bin ich abgekommen, der neue Text ist begonnen und das Schreiben geht sehr gut.<br \/>\nAn sich wollte ich am Donnerstag einen Recherchetag einlegen, aber dann war ich wieder in der Situation, da\u00df die ersten Szenen festgelegt waren und mir das nichts gebracht h\u00e4tte. So bin ich nur zum Lidl und auf die Bank gegangen, habe mich dann vor den Laptop gesetzt und war mit den entstandenen  drei ersten Seiten zun\u00e4chst nicht zufrieden.<br \/>\nAuch weil ich mich kurzfristig entschlo\u00dfen hatte, aus der Katharina eine Evelina zu machen, weil ich dachte, da\u00df das ein sch\u00f6ner Name ist,  passt aber nicht zur Hauptperson, so habe ich es am Freitag wieder auf Katharina ge\u00e4ndert. Evelina wird die Mutter hei\u00dfen, die in Linz begraben wird und habe die drei Seiten korrigiert und gesehen, es ist doch nicht so schlecht. Am Samstag bin ich  so richtig in Schwung gekommen und habe derzeit \u00fcber elf Seiten. Das Schreiben hat gro\u00dfen Spa\u00df gemacht und ich scheine ein bi\u00dfchen vom gewohnten Stil abzukommen. Wenn es so bleibt, gibt es keine Szenen, sondern das Ganze wird ein Block, erz\u00e4hlt von der Hauptperson. Die Lisbeth kommt als eigener Handlungsstrang bis jetzt nicht vor und die Martha Binder Geschichte ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen in die Erz\u00e4hlung einzukn\u00fcpfen.<br \/>\nDie Katharina ist vor kurzem in Pension gegangen,  will ein Jahr auf Reisen gehen und mit dem Begr\u00e4bnis beginnen. Sie f\u00e4hrt auf der Landstra\u00dfe bis nach St. P\u00f6lten, kommt an der ehemaligen Stadt des Kindes und in Purkersdorf am Haus ihrer Freundin Heidrun Petersen vorbei und beginnt  Martha Binders Geschichte zu erz\u00e4hlen, mit der sie  befreundet ist und die ihr durch ihren Neffen in Linz ein verbilligtes Zimmer im Hotel Wolfinger vermittelt hat. Bei der Verkn\u00fcpfung  ist mir glaube ich etwas  Interessantes bez\u00fcglich des nichtlinearen Erz\u00e4hlens gelungen. Es beginnt n\u00e4mlich mitten drin. W\u00e4hrend die Katharina noch ihre Taschen in den VW-Bus schafft,  von ihrer Mutter erz\u00e4hlt und von Lisbeth ein Mail bekommt, kommt schon die Martha Binder in die Handlung, in dem sie eine gute Reise w\u00fcnscht. Die Katharina will auch ans Meer fahren und da wartet in Trapani  Lenka Schwarz-Riegler auf sie.<br \/>\nSie f\u00e4hrt also los, denkt in Purkersdorf an Heidrun Petersen, die zuerst Erzieherin, sp\u00e4ter Leiterin  der Stadt des Kindes war, die ist jetzt zwar auch schon in Pension und schickte eine Ansichtskarte aus Griechenland, aber Katharina f\u00e4llt die Jugendamtstagung vor zwanzig Jahren in Linz ein, wo sie Martha Binder kennenlernte.<br \/>\nDort geht sie mit Heidrun in eine Pizzeria, wo sie Martha und Norbert treffen und Heidrun erz\u00e4hlt, wie Martha mit zehn Jahren von dem Wunsch getrieben, in die AHS zu d\u00fcrfen in die Stadt des Kindes gekommen ist, nennt sie eine L\u00fcgnerin und erkl\u00e4rt das an dem Beispiel, wo sie neun Jahre sp\u00e4ter nicht in den Berufsorientierungskurs geht und auf Heidruns Frage zur Antwort gibt, da\u00df sie vom Knochenkolloquium kommt, denn sie will ja Medizin studieren. Katharina macht in St. P\u00f6lten Halt, trinkt einen Kaffee in der Kremsergasse, f\u00e4hrt dann auf der Autobahn nach Linz und quartiert sich  im Hotel Wolfinger ein. Jetzt werde ich sie den Kongre\u00dfsaal und die ehemalige Pizzeria suchen und von der Tagung und Norberts Referat berichten lassen. Martha Binder gibt sich Heidrun als \u00c4rztin zu erkennen und am Nachmittag bringt sie Marthas Neffe zu ihrer Mutter, die mit Tochter und Enkeltochter in einer Gemeindewohnung lebt und die erz\u00e4hlt dann, wie Martha und Norbert sie vor zwanzig Jahren besuchten und die kleine Jasmina einen Unfall hatte. So l\u00e4\u00dft sich die Martha Binder Geschichte glaube ich sehr gut integrieren, dann kommt das Begr\u00e4bnis der Mutter und die Begegnung mit der Nachbarin Philomena Richter. Wann dann Katharina  wohin fahren wird, wei\u00df ich nicht, denn das ist derzeit ein sehr spontanes Schreiben, das sich Zug um Zug entwickelt.<br \/>\nWie weit die Lisbeth eine eigene Erz\u00e4hlstimme bekommt wei\u00df ich ebenfalls noch nicht. Vielleicht la\u00dfe ich die B\u00fccherszenen \u00fcberhaupt weg, dann h\u00e4tte ich einen neuen Handlungsstrang. Auch der Erz\u00e4hlstil weicht vom Gewohnten ab und das heutige Schreiben war  sehr spannend und hatte wieder fast so etwas, wie Suchtcharakter, was ja die erfreulichsten Schreibmomente sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist der vorl\u00e4ufige Arbeitstitel, von den f\u00fcnf, sechs W\u00fcnschen bin ich abgekommen, der neue Text ist begonnen und das Schreiben geht sehr gut. 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