{"id":6187,"date":"2011-03-13T00:20:10","date_gmt":"2011-03-12T23:20:10","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6187"},"modified":"2011-03-13T00:20:10","modified_gmt":"2011-03-12T23:20:10","slug":"friedhof-ungelesener-bucher","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6187","title":{"rendered":"Friedhof der ungelesenen B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt wieder ein Schreibbericht bez\u00fcglich meines work on progress &#8220;Zwillingswelten&#8221;. Damit es nicht so unverst\u00e4ndlich wird, verlinke ich mit den bereits vorhandenen Schreibberichten. Vor ca einem Monat habe ich damit angefangen und die Entwicklung l\u00e4\u00dft sich sehr gut verfolgen, da ich ja intensiv berichtet habe. Wie es dann wird, l\u00e4\u00dft sich dann wahrscheinlich in einem Jahr in meinem  25. Digitalbuch nachlesen. Schreibberichte gibt es hier <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/03\/abschlus-und-neuanfang\/\">1<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/07\/nachrichten-vom-wochenende\/\"> 2<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/12\/literaturberichte\/\"> 3<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/20\/zwillingswelt\/\"> 4<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/04\/schreibbericht-und-lesemarathon\/\"> 5<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/06\/lisbeths-leseliste-und-andere-neuigkeiten\/\"> 6<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/09\/katharinas-reise\/\"> 7<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/11\/neuigkeiten-und-schreibkritik\/\"> 8<\/a>.<br \/>\nSeit meinem letzten Eintrag vor ein paar Tagen, wo ich sozusagen in einer Krise war, hat sich viel getan. Das erste Kapitel habe ich ja in zwei Wochen ziemlich flott vor mich hingeschrieben und wu\u00dfte dann nicht recht weiter, beziehungsweise kam ich zu der Frage, soll ich jetzt der Lisbeth eine eigene Stimme geben oder nicht?<br \/>\nDie Erz\u00e4hlung handelt von zwei Zwillingsschwestern, die eine reist in der Welt herum, die andere liest ihre B\u00fccher. Im Kapitel 1 wird der erste Teil auf \u00fcber siebzig Seiten erz\u00e4hlt, dann kam meine Hemmung, die ich hatte, ob ich schon wieder von einer depressiven Frau schreiben soll, die zu Hause sitzt und ihre B\u00fccher liest? Denn das habe ich ja inzwischen schon ein paar Mal getan. In der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/03\/09\/radiosonate\/http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/03\/09\/radiosonate\/\">&#8220;Radiosonate&#8221;<\/a>, in der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/06\/sophie-hungers-in-der-alten-schmiede\/\"> &#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a> u. u. u. Meine Hemmung war nicht, da\u00df eine depressive Heldin vielleicht zu schwammig ist, denn das ist es, glaube ich nicht, obwohl eine Wald- und Wiesendepression nach all den B\u00fcchern, die dar\u00fcber schon geschrieben wurden, vielleicht nicht mehr sehr spektakul\u00e4r erscheint, sondern meine Angst mich zu wiederholen.<br \/>\nAndererseits scheint es mir wichtig zu sein. Und der Rohtext war auch so angelegt, da\u00df es immer wieder Hinweise auf die Lisbeth gibt. So sa\u00df die Katharina dann in Trapani und bekam keine SMS von ihrer Schwester mehr, was soll ich tun?<br \/>\nDie L\u00f6sung ist wie meist, sehr schnell nach dem \u00fcblichen Satz &#8220;Ich kann es nicht!&#8221; gekommen. Da habe ich mich entschlo\u00dfen, das Ganze in drei Kapitel zu schreiben und das ist anders, als bei den meisten meiner bisherigen Texte, wo ich drei vier Personen habe, deren Schicksal ich szenenweise erz\u00e4hle. Das erste, wo die Katharina von Wien nach Linz und dann nach Trapani f\u00e4hrt und sich dabei, sowohl an Martha Binder, als auch an Lenka Schwarz-Riegler erinnert, hat vorl\u00e4ufig ca siebzig Rohseiten. Da\u00df die Lisbeth im 2. Kapitel eine eigene Schiene unter dem Titel &#8220;Friedhof der ungelesenen&#8221; B\u00fccher bekommt, habe ich Donnerstagabend festgelegt. Freitag und Samstag habe ich das dann geschrieben und es ist mir gelungen, mich sowohl von der Sophie Hungers, als auch von der Josepha Stock abzugrenzen. Die Lisbeth ist n\u00e4mlich gar nicht depressiv, sondern durchlebt eine ganz normale Trauerreaktion und das auf ca sechzehn Seiten, die damit enden, da\u00df ein SMS von Philomena Richter kommt. Damit bin ich nun fertig. Das 3. Kapitel, das wieder in Linz spielen wird, ist geplant und da ich so ungef\u00e4hr wei\u00df, wo ich damit hinwill, ist anzunehmen, da\u00df ich in den n\u00e4chsten Tagen fertig sein werde. Dann h\u00e4tte ich wahrscheinlich ca 100 Seiten Rohtext mit in etwa 50.000 Worte und ein gutes Monat damit gebraucht. Also der klassische Nanowrimo. Mit meinen Themen und meiner Sprache und da ich sowohl vom Schreiben, als auch von meinen Berichten dar\u00fcber lerne, wird es wieder ein bi\u00dfchen fl\u00fc\u00dfiger sein.<br \/>\nThomas Wollinger, der ja ungef\u00e4hr das Gegenteil von mir scheint, hat da am Freitag wieder ein wunderbares Video \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.wollinger.info\/?p=8203\">Freude am Schreiben<\/a> herausgebracht. Er arbeitet f\u00fcnf Jahre an einem Roman und an der 9. Fassung. Ich schreibe in dieser Zeit wahrscheinlich zehn Romane. Freude macht es mir ebenfalls und es ist mir wahrscheinlich genauso wichtig, wie Thomas Wollinger, sonst w\u00fcrde ich es nicht tun. Und w\u00e4hrend er an einem St\u00fcck korrigiert, bis er damit zufrieden ist, versuche ich es immer wieder neu. Welcher Stil ist besser? Keiner w\u00fcrde ich sagen, das ist so, wie bei den Abend- oder bei den Morgenmenschen. Der eine wacht um sechs Uhr fr\u00fch auf, der andere geht, um vier am Morgen schlafen und wenn man sie daran hindert, st\u00f6rt man ihren Biorhythmus.<br \/>\nNat\u00fcrlich w\u00fcrde ich gern einmal einen Tausendseitenroman schreiben und daf\u00fcr zwei oder mehr Jahre brauchen. Ich kann es (jetzt) noch nicht. Da\u00df sich das \u00e4ndern kann, wei\u00df ich, weil ich einmal ein Morgenmensch war, dem um acht Uhr Abends die Augen zufielen, jetzt kann ich vor Mitternacht nicht schlafen. Also ist es m\u00f6glich, da\u00df sich auch mein Schreibstil \u00e4ndert und wenn nicht, denke ich,  bin ich nicht allein damit. Ich kenne gen\u00fcgend andere Autoren, die auch ein bis zwei B\u00fccher im Jahr schreiben. Das ist gut und ich jammere zwar ein bisschen im Literaturgefl\u00fcster dar\u00fcber, akzeptiere es aber letztendlich und k\u00e4mpfe auch nicht sehr dagegen an.<br \/>\nAlso kann ich nur wieder schreiben, da\u00df mir die Arbeit an den &#8220;Zwillingswelten&#8221; ganz gut gelungen ist. Es war z\u00fcgig und schnell und auch keine Wiederholung, da es vom Stil ziemlich anders und eher dem<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/18\/haus\/\"> &#8220;Haus&#8221; <\/a>\u00e4hnlich ist, das ja auch aus drei Kapiteln besteht. Da kommt dann allerdings noch ein Prolog und ein Epilog dazu. Ob es so bleibt, wei\u00df ich noch nicht. Habe ich das 3. Kapitel ja noch nicht geschrieben und dann korrigiere ich wahrscheinlich ein halbes Jahr oder l\u00e4nger und nehme mir diesbez\u00fcglich wieder vor, mir Zeit zu lassen und so viel wie n\u00f6tig oder m\u00f6glich zu ver\u00e4ndern. Da\u00df ich am Ende neun grundverschiedene Fassungen habe, glaube ich nicht. Aber was wei\u00df man schon genau? Nur, da\u00df mir das Schreiben sehr wichtig ist und da\u00df ich sehr viel Zeit daf\u00fcr verwende.  Das Einzige, das mich an diesen Diskussionen etwas st\u00f6rt ist, da\u00df es immer wieder zu dem Punkt kommt, da\u00df etwas nicht gut genug ist und man es daher nicht machen darf,  <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/07\/22\/sommerlocher\/\">Keine B\u00fccher besprechen<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/05\/winterfrische\/\">keinen LitBlog<\/a> f\u00fchren, nicht schreiben, etc. und das finde ich sehr schade, weil das ja nat\u00fcrlich jeder kann, darf und soll, der das will.<br \/>\nUnd was die leidigen Rechtschreibfehler betrifft, an denen sich meine Leser immer wieder sto\u00dfen, die sind mir an sich egal, ich habe aber nichts dagegen, da\u00df ein Lektorat sie in der alten oder beispielsweise auch auf die neue Rechtschreibung \u00e4ndert und ich denke, dazu sind Lektorate da, wenn sie nicht aus Kostengr\u00fcnden eingespart werden, wo wir bei den gesellschaftspolitischen Fragen und bei einem ganz anderen Thema sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt wieder ein Schreibbericht bez\u00fcglich meines work on progress &#8220;Zwillingswelten&#8221;. 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