{"id":6218,"date":"2011-03-14T00:07:36","date_gmt":"2011-03-13T23:07:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6218"},"modified":"2011-03-14T00:07:36","modified_gmt":"2011-03-13T23:07:36","slug":"frauentag-und-krimilesung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6218","title":{"rendered":"Frauentag und Krimilesung"},"content":{"rendered":"<p>Das ist zwar vielleicht eine etwas ungew\u00f6hnliche Zusammenstellung, aber das, was mich abgesehen von meinem Roman oder Erz\u00e4hlung, so genau wei\u00df ich das noch nicht, was langsam fertig wird und der Umweltkatasthrophe, die sich seit Freitag in Japan zusammenbraut, besch\u00e4ftigte. Am Dienstag war wieder einmal Frauentag und am 19. M\u00e4rz 1911 sind zwanzigtausend Menschen ganz ohne facebook und Internet f\u00fcr das Frauenwahlrecht und den gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit den Ring entlangmarschiert und am Samstag gabs im Ega ab sechzehn Uhr ein gro\u00dfes Frauenfest der Wiener Sozialdemokratinnen und das sind allen voran, die Renate Brauner, sehr medienerprobte positiv motivierte Frauen und so gab es auch ein dichtes Programm, beispielsweise zweimal die Mieze Medusa und dann Andrea H\u00e4ndler und Angelika Hager die &#8220;Poly Adler&#8221; lasen, also die neuen Frauentexte, in denen es von den Fortpflanzs, die ihre M\u00fctter beherrschen und den Tussitrampelpfaden nur so wimmelt und ich von den &#8220;Rund um die Burg&#8221; Lesungen kenne. Meine Geschmack und Vorstellung von Frauenemanzipation ist das zwar nicht, aber wahrscheinlich megageil und so wurde auch der Frauentag sch\u00f6n geredet, es ist zwar noch nicht alles, aber viel erreicht, die M\u00e4nner k\u00f6nnen ihren Frauen das Arbeiten nicht mehr verbieten und es gibt das freie Recht auf freie Abtreibung, mit dem ich ja ein Problem habe, es ruinieren sich aber immer noch sehr viele Frauen freiwillig ihre F\u00fc\u00dfe durch Schuhe \u00fcber die die Orthop\u00e4dinnen st\u00f6hnen m\u00fc\u00dften, hungern sich zur Magersucht, lassen ihre Busen vergr\u00f6\u00dfern und ihre Lippen spritzen, daf\u00fcr gibt es den freien Hochschulzugang auch f\u00fcr M\u00e4nner nicht mehr und beide Geschlechter schuften sich, wenn sie jung sind, durch die Prekaritate, werden am Arbeitsmarkt ausgesiebt und abgebaut und sind ab f\u00fcnfunddrei\u00dfig zu alt f\u00fcr ihren Job, daf\u00fcr gibt es die Kindergartenpflicht, was in gro\u00dfen Gruppen mit zu wenigen Betreuern wahrscheinlich auch nicht lustig ist.<br \/>\nInteressant war auch, da\u00df das Ega, als ich es um sechzehn Uhr erreichte, mit eher \u00e4lteren Frauen gef\u00fcllt war, die ich nicht kannte, also nicht die Frauenszene mit der ich gro\u00df geworden bin. Es gab einen Polit Talk mit f\u00fcnf Frauengeneration im Gespr\u00e4ch, wovon sich die \u00c4lteste entschuldigen mu\u00dfte, eine Vernissage von Griechenlandbildern von Ewa  Jablonski, wo es gratis was zu trinken gab und ich ein paar Bekannte traf, dann sang  Maria Bill Edith Piaf, was ich auch schon bei &#8220;Rund um die Burg &#8220;h\u00f6rte, danach wurden die Sesseln entfernt und ich bin gegangen, obwohl es nochmals die Mieze Medusa gab, aber die war schon am Vormittag in \u00d61 zu h\u00f6ren.<br \/>\nBrot und Rosen gab es auch, zumindestens wurde dar\u00fcber gesprochen, aber keinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/09\/betrachtungen-zum-muttertag\/\">Frauenverlag<\/a> mehr, das war aber kein Thema, obwohl das Mieze Medusa Buch ja bei Milena erschienen ist und am Sonntag gabs die Pr\u00e4sentation der neuen Kriminalgeschichten von Alfred Komarek &#8220;Zw\u00f6lf mal Polt&#8221;, zu der mich der Haymon Verlag einlud und weil der Alfred den ausgedruckten Zettel auf meinem Schreibtisch liegen sah, schickte er mich hin, das Buch f\u00fcr seine Mutter zu kaufen. Als ich kurz vor sieben im Thalia-Landstra\u00dfe eintraf, hatte es schon begonnen und ich habe gerade noch den letzten Platz erwischt. Maria Gornikiewicz, die ich am Mittwoch im Literaturhaus traf, fotografierte und Alfred Komarek hat in seiner charmanten Art drei Geschichten angelesen, an den spannensten Stellen unterbrochen und etwas wie &#8220;Wenn Sie es weiter wissen wollen, m\u00fc\u00dfen Sie schon&#8230;..&#8221;, gemurmelt oder so dreingeschaut.<br \/>\nZw\u00f6lf Geschichten um den Simon Polt, einen der Romane habe ich ja gelesen, bzw. vom Alfred einmal zum Geburtstag bekommen, die meisten anderen bei Lesungen geh\u00f6rt. Ich kann mich an eine &#8220;Rund um die Burg&#8221; &#8211; Veranstaltung erinnern, wei\u00df aber nicht mehr aus welchen Roman es war, es war weit nach Mitternacht, ich bin daher eingeschlafen, aufgewacht durch den Schlu\u00dfapplaus und habe mir gedacht, schade, da\u00df ich es vers\u00e4umte, es war zu spannend. Das w\u00fcrde ich gerne Alfred Komarek einmal erz\u00e4hlen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Es gibt dann noch die Daniel K\u00e4fer Romane, die mich vielleicht mehr interessieren, so da\u00df ich darauf warte, sie vielleicht einmal im B\u00fccherschrank zu finden und es war wieder sehr spannend. Die zw\u00f6lf Geschichten scheinen das ganze Leben Simon Polts, der als Gendarm im Weinviertel, ich hoffe das ist jetzt richtig, anfing und dann, weil es ja keine Gendamerie mehr gibt, als Gehilfe einer grantigen Lebensmittelh\u00e4ndlerlin endet, die Lehrerin heiratet, Zwillinge bekommt, eine Katze hat er auch, zu umspannen. Au\u00dferdem kennt er alle S\u00e4ufer in der Gegend und hat das Herz am richtigen Fleck. Die erste Geschichte &#8220;Anfang vom Ende&#8221; war sehr interessant. Der junge Polt kommt das erste Mal in die Wachstube, f\u00e4hrt Streife mit einem \u00e4lteren Gendarmen,  der h\u00e4lt einen Besoffenen an und l\u00e4\u00dft ihm, nachdem er ihm eine Wurst abgenommen hat, weiterfahren, er \u00fcberf\u00e4hrt dann einen Radfahrer  und der alte Polizist setzt den jungen unter Druck ihn nicht anzuzeigen. Spannend zu erfahren, wie man da herauskommt, ohne den Rest der Dienstzeit die H\u00f6lle zu haben und nicht korrupt zu werden. Vielleicht sollte ich nachsehen, wie es endet, das Buch liegt ja auf Alfreds Schreibtisch. Bei den beiden anderen Geschichten interessierts mich weniger, obwohl der Komarek schon immer sehr interessante S\u00e4ufertypen hat. Da geht es um einen Sonderling, der sich sehr viel bieten l\u00e4\u00dft, wenns ihm dann zuviel wird, verschwinden die Peiniger und Polt kl\u00e4rts auf. Bei der dritten Geschichte &#8220;Vier Pfoten&#8221;, ist er nicht mehr Gendarm sondern h\u00fctet seine Kinder und hilft der Lebensmittelh\u00e4ndlerin, die im Rollstuhl sitzt, die findet eine tote Katze  und den Kater Czernohorsky, was soviel wie Schwarzenberg hei\u00dft, gibt es auch. Wie es aus war, habe ich das Buch gekauft und war ganz hinten in der Reihe, habe den Mann vor mir gefragt, ob er der letzte ist, der mich anschnautze, mich nicht vorzudr\u00e4ngen, nur hat er sich sein Buch erst von einer Frau holen lassen und dem Alfred Komarek, der wieder charmant und freundlich war, erz\u00e4hlt, da\u00df er mit ihm zur Schule gegangen ist.<br \/>\nAlfred Komarek wurde 1945 in Alt Aussee geboren und hat, glaube ich, beim Kurier gearbeitet, bevor er zu Schreiben begonnen hat, die Polt Romane wurden mit  Erwin Steinhauer verfilmt, ich war, wie schon erw\u00e4hnt bei vielen Lesungen, einmal bei einem Tag der offenen T\u00fcr im Stift Klosterneuburg und das letzte Mal bei seiner<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/16\/65-geburtstag-von-alfred-komarek\/\"> W\u00fcrdigung<\/a> in der Gr\u00fcnangergasse, wo er das goldene Buch bekommen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist zwar vielleicht eine etwas ungew\u00f6hnliche Zusammenstellung, aber das, was mich abgesehen von meinem Roman oder Erz\u00e4hlung, so genau wei\u00df ich das noch nicht, was langsam fertig wird und der Umweltkatasthrophe, die sich seit Freitag in Japan zusammenbraut, besch\u00e4ftigte. &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6218\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6218","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6218"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6218\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}