{"id":6226,"date":"2011-03-15T00:15:39","date_gmt":"2011-03-14T23:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6226"},"modified":"2011-03-15T00:15:39","modified_gmt":"2011-03-14T23:15:39","slug":"lyrik-im-marz-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6226","title":{"rendered":"Wieder Lyrik im M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag war wieder Lyrik im M\u00e4rz, die gro\u00dfe Massenveranstaltung, die es in der GAV neben dem Tag der Freiheit des  Wortes seit den Achtzigerjahren gibt. Vorher gabs in meiner Praxis-Wohnung das Vorbereitungstreffen zur Frauenlesenung am 23. M\u00e4rz. Ilse Kilic hatte mir zwar  abgesagt und Marietta B\u00f6ning, die auf der Leseliste stand, wollte zwar kommen, kam aber erst so sp\u00e4t von der Angewandten weg, da\u00df wir uns  gleich im Uni Campus getroffen haben. Die anderen sind gekommen, sogar Margot Koller, die ich, weil sie in Salzburg wohnt, gar nicht erwartete. Ich habe wieder den Fastenkuchen, den ich f\u00fcr diese Gelegenheiten meistens mache, gebacken, ein Viertel Milch, ein Joghurt, hundert Gramm gemahlenden Weizen, ein Ei, N\u00fc\u00dfe, \u00c4pfel, diesmal war sogar  ein bi\u00dfchen Granatapfel dabei und die Honorarnoten geschrieben. Das Vorwort hatte ich ja schon vorbereitet, die Lesel\u00e4nge der zwei Absturzgefahrszenen mu\u00df ich noch abstoppen. Wir haben eine Stunde alles besprochen, sehr viel gibt es dazu ohnehin nicht zu sagen. Zehn bis f\u00fcnfzehn Minuten Lesezeit, fr\u00fcher kommen, die B\u00fccher f\u00fcr den B\u00fcchertisch mitnehmen und viel Werbung machen. Aber alle denen ich es bisher sagte, haben an diesem Tag eine Gro\u00dfmutter mit Geburtstag, bzw. einen Konzerttermin. Robert Eglhofer rief noch vorher an, der auf der Uni Vorlesungen besuchen wollte, nur leider war Rektorstag, so da\u00df er wissen wollte, ob ich zum Tag der Lyrik komme. Wenn es sich ausgeht, denn da kann ich gleich der Ilse Kilic die Honorarnoten \u00fcberbringen, bzw. die Flugbl\u00e4tter auslegen. Ich bin  mit der Margot Koller hin und zwar nicht ganz p\u00fcnktlich eingetroffen, aber wirklich angefangen hatte es noch nicht. Gerhard Jaschke war erst bei seinen Einleitungsworten, entschuldigte Julian Schutting und Waltraud Seidlhofer und k\u00fcndigte die vierzehn Autoren und die zehn Autoren in Bl\u00f6cken von jeweils f\u00fcnf Lesenden an. Au\u00dferdem wurden noch die Texte von den verstorbenen Kollegen Werner Herbst, Andreas Okopenko, Bernhard C. B\u00fcnker und Adelheid Dahimenegelesen. Also eine geballte Ladung Lyrik. Das Thema war &#8220;Gl\u00fcck und Glas&#8221;, der GAV Pr\u00e4sident Rolf Schwendter hat wieder organisiert und ausgew\u00e4hlt. El Awadalla, die realistische Dialektautorin, las aus dem Ikea-Katalog, diese Idee hatte zwar  vor ihr schon Franzobel, bei ihr war es aber sozialkritisch, zumindest das politisch korrekte Naturgedicht und das von dem Haserl, da\u00df das M\u00e4derl zuerst, so wie die Mutter das Kind pflegen soll, als es dann zu gro\u00df ist, wird es auf die Donauinsel ausgesetzt, seither hat das M\u00e4derl Angst dorthin zu gehen. Marietta B\u00f6ning war da viel poetischer und Manfred Chobot kam gleich mit den letzten Werten und verlautete was er sich w\u00fcnschte und  bef\u00fcrchtete, au\u00dferdem las er sein Nachruf Gedicht an Bernhard C. B\u00fcnker, der ihm anrief von seinem Krebs mitteilte und erkl\u00e4rte, der Leichenschmaus ist schon bestellt, es gibt Nirndln mit Reis. Und dann noch ein paar B\u00fcnker Gedichte, allerdings weil er die K\u00e4rtntner Mundart nicht beherrscht im Wiener Dialekt. Ich glaube, als ich 1989 zum ersten Preis der Arbeit nach Klagenfurt eingeladen wurde, hat Bernhard C B\u00fcnker den Preis gewonnen, Manfred Chobot und ich waren bei denen, die nur lesen durften, au\u00dferdem noch Klaus Hirtner, der inzwischen auch schon gestorben ist. Lisa Fritsch hatte sch\u00f6ne Gedichte zum Thema und erkl\u00e4rte, wie Glas entsteht, Christl Greller meinte, sie sieht das Gl\u00fcck in der Liebe, Waltraud Haas Gedichtband wurde sehr gelobt und Friedrich Hahn zerkn\u00fcllte die Bl\u00e4tter nach dem er gelesen hatte und warf sie in Publikum. Eines kam zur\u00fcck und eines fing Margot Koller auf, die neben mir sa\u00df. In der n\u00e4chsten Runde kamen die beiden alten Damen der Literatur, respektive, wie sie Gerhard Jaschke einleitete, die zwei bedeutendsten \u00f6sterreichischen Lyrikerinnen, n\u00e4mlich Marie Therese Kerschbauemer und Friederike Mayr\u00f6cker. Dann gabs eine Pause, wo es Wein zu trinken und etwas zu knabbern gab, ich habe mit einer Menge Leute smallgetalkt und mich mit Robert Eglhofer unterhalten, der inzwischen aus dem Kulturverein etcetera ausgetreten ist und habe meine Zettel verteilt, mal sehen, wen ich n\u00e4chste Woche wiedersehen werde. Es ging dann weiter mit Thomas Northoff, Peter Pessl, Ronald Pohl und Gerhard Ruiss, letzterer las wieder aus seinem Podium B\u00e4ndchen. Dazwischen las noch Bischof Michael B\u00fcnker Gedichte seines Bruders auf K\u00e4rntnerisch. Es gab noch eine Runde, unter anderen mit O. P. Zier der, wie er sagte, aus seinen zwei Gedichtb\u00e4nden, von denen ich einen schon gelesen und besprochen habe, sklavisch die zum Thema passenden Stellen vortrug und Rolf Schwendter, der, wie \u00fcblich als letzter las, hatte wieder eine Ballade zum Thema gemacht. Dann konnte man noch mit den Kollegen ins Wirtshaus gehen, ich bin mit Margot Koller bis zum Schottentor und dann alleine weitergegangen und verlinke f\u00fcr die, dies interessiert meinen Eindr\u00fccken vom<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/24\/lyrik-im-marz\/\"> letzten Jahr<\/a>, wo teilweise ganz andere Leute gelesen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag war wieder Lyrik im M\u00e4rz, die gro\u00dfe Massenveranstaltung, die es in der GAV neben dem Tag der Freiheit des Wortes seit den Achtzigerjahren gibt. Vorher gabs in meiner Praxis-Wohnung das Vorbereitungstreffen zur Frauenlesenung am 23. M\u00e4rz. 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