{"id":62415,"date":"2018-06-30T00:27:13","date_gmt":"2018-06-29T22:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=62415"},"modified":"2018-06-30T00:27:13","modified_gmt":"2018-06-29T22:27:13","slug":"nobels-testament","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=62415","title":{"rendered":"Nobels Testament"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt k\u00f6nnte eigentlich, wie ich es beim Schreiben ja immer gerne mache, ein wenig Rechercheliteratur, f\u00fcr mein &#8220;Work in Progress&#8221;, das hei\u00dft die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/11\/05\/nanowrimo-schreibmarathon\/\">&#8220;Unsichtbare Frau&#8221;<\/a> kommen, geht es da doch in einem Seitenstrang, um den Nobelpreis f\u00fcr Literatur und seine Vergabe, kommen.<\/p>\n<p>Aber Erstens geht es in Liza Marklunds &#8220;Nobels Testmament&#8221; um den Nobelpreis f\u00fcr Medizin, wie ich erst beim Lesen daraufgekommen bin, da ich das 2006 erschienene Buch, da ich den NB selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr den f\u00fcr Literatur gehalten habe, schon immer haben wollte, Liza Marklund wahrscheinlich 2007 in Leipzig auch daraus am blauen Sofa lesen h\u00f6rte und das Buch vor ein paar Jahren im Schrank gefunden und es auf meine heurige Liste gesetzt habe und da ist es dann w\u00e4hrend des Entstehens der &#8220;Unsichtbaren Frau&#8221; gestanden und gestanden und ich habe gar nicht daran gedacht, es f\u00fcr Recherchezwecke vorzuziehen.<\/p>\n<p>Erst jetzt, da ich mit dem Korrigieren hoffentlich schon bald fertig bin und dem Alfred sogar schon am Sonntag, ein allerdings noch sehr fehlerhaftes Manuskript gesendet habe, bin ich darauf gekommen, da\u00df ich das Buch, wie ich es auch sehr gerne mache, als Sommerlekt\u00fcre, ein Krimi ist ja leicht und sommerlich, vorziehen k\u00f6nnte und jetzt habe ich es gelesen und bin ein bi\u00dfchen verwirrt, denn es war zwar einerseits sehr spannend, andererseits auch eine ziemlich kunterbunt zusammengew\u00fcrftelte Geschichte, wo fast alles und jedesThema verarbeitet wurde.<\/p>\n<p>Von der 1962 gebobrenen schwedischen Autorin, habe ich, glaube ich &#8220;Primetime&#8221; gelesen, ein Buch, da\u00df mir meine Freundin Elfi einmal zu einem meiner Geburtstagsfeste mitbrachte und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/18\/mias-flucht\/\">&#8220;Mias Flucht&#8221;,<\/a> wo es um einen angeblich oder wirklich authentischen Fall geht und &#8220;Prime time&#8221; hat mir, glaube ich, schon nicht so gefallen. Wahrscheinlich habe ich es auch sehr verwirrend gefunden.<\/p>\n<p>Annika Bengtzon ist die Hauptfigur. Sie ist eine Journalistin im Abendblatt und weil es eine ganze Annika Bengtzon Reihe gibt, und &#8220;Nobels Testament&#8221; irgendwo in der Mitte angesiedelt ist und &#8220;Primetime&#8221; 2002, erschienen, wahrscheinlich auch, ist es nicht so leicht zu lesen, weil sehr viel von den vorigen Krimis offenbar vorausgesetzt wird und man sich nicht auskennt.<\/p>\n<p>Es beginnt mit der Nobelpreisgala, da tanzt Annika Bengtzon mit einem Journalisten der Konkurrenz und dann wird sie angerempelt. Ein Schu\u00df f\u00e4llt und der Nobelpreistr\u00e4ger f\u00fcr Medizin, der gerade mit der Vorsitzenden der Kommission tanzte, wird ermordet.<\/p>\n<p>Annika hat gar nicht so viel gesehen, nur die gelben Augen des &#8220;K\u00e4tzchens&#8221;, der Auftragskillerin, wird aber trotzdem von der Polizei verh\u00f6rt und bekommt, was ich ein wenig unlogisch finde, ein Redeverbot. Noch unlogischer ist allerdings, da\u00df sie daraufhin f\u00fcr ein halbes Jahr beurlaubt wird und, da\u00df das, was auf den ersten hundert Seiten passiert, eigentlich nicht sehr spannend ist.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil im Mai geht es dann weiter. Da ist Annika, die sich mit ihrem Mann Thomas einem Juristen, der im Ministerium f\u00fcr die Terrorismusbek\u00e4mpfung zust\u00e4ndig ist, st\u00e4ndig streitet und auch Alptr\u00e4ume hat, weil er sie offenbar in einem der vorigen Teile betrogen hat, in ein Haus an den Stadtrand gezogen, das sie sich von dem Geld kaufte, da\u00df sie offebar auch in einem vorigen Fall, als Finderlohn bekam. Dort hat sie einen &#8220;verr\u00fcckten&#8221; Nachbarn, der st\u00e4ndig mit der Polizei droht, wenn sie ihr Auto vor dem Haus stehen l\u00e4\u00dft, aber mit seinem in ihren Garten f\u00e4hrt und in diesemauch einen Maibaum aufpflanzt. Ihre zwei Kinder werden im neuen Kindergarten gemobbt und ihr Mann ist auch nicht da, weil er f\u00fcr die Terrorismusbek\u00e4mpfung neue \u00dcberwachungsgesetze ausheckt, die ihr ein Dorn im Auge sind.<\/p>\n<p>Es wurde auch in ihrer Redaktion umstrukuriert, die B\u00fcros verkleindert, die Mitarbeiter ausgelagert und eigentlich denkt sie, sie bekommt den golden Handeshake angeboten, wird aber als freie Tagesreporterin im Mai wieder angestellt und da geht es dann mit dem Fall los, denn es werden hintereinander, die Mitarbeiter des Karolinska Instituts, dessen Direktorin, das ermordete Nobelpreismitglied war, ebenfalls ermordet.<\/p>\n<p>Dazwischen geht es noch um sehr viel Kleinkram. Der Nachbar pudelt sich auf, als Thomas seinen Chef und seine Kollegen zu einem Abendessen einl\u00e4dt. Er macht seine Frau l\u00e4cherlich und ich wundere mich nur, wieso sie sich entschuldigt und nicht die Polizei holt, wenn er mit seinem Autor in ihren Garten f\u00e4hrt. Dann f\u00e4llt Kalle, der Sohn im Kindergarten noch von der Schaukel. Ein<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/06\/08\/dunkelgruen-ist-fast-schwarz\/\"> Arschlochkind<\/a> hat ihn huntergeschubbst und Anika geht w\u00fctend hin, und droht ihm an, es umzubringen, wenn es das noch einmal tut.<\/p>\n<p>Da kann man diskutieren, ob das nicht vielleicht ein bi\u00dfchen \u00fcbertrieben ist. In einem Roman mu\u00df das alles sein. Ich wei\u00df, da kann man nicht einfach sagen &#8220;Du pass auf, ich will nicht, da\u00df du meinem Kind was tust!&#8221;<\/p>\n<p>Es wirkt aber und es wird auch noch ein Kleinterrorist abgeschoben und Anika zerstreitet sich mit ihrem Thomas endg\u00fcltig, bevor die Molotows Cocktails in ihr Haus fliegen. Sie die Mordf\u00e4lle aufgekl\u00e4rt hat und mit den Kindern fl\u00fcchten kann und begreift, da\u00df er nicht widerkommen wird und was den Alfred Nobel und sein Testament betrifft. Richtig darum geht es nat\u00fcrlich auch. Da werden E-Mails geschrieben, die \u00fcber sein Leben und seine Beziehungen zu Frauen, wie beispielsweise der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/01\/zum-antikriegstag-auf-bertha-von-suttners-spuren\/\">Berta Kinsky<\/a>, nicht der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/08\/19\/die-waffen-nieder\/\">Baronin von Suttner<\/a>, Auskunft geben und auch, um eine sch\u00f6ne Vaterm\u00f6rderin aus vorigen Jahrhunderten, \u00fcber die Alfred Nobel offenbar wirklich ein Theaterst\u00fcck geschrieben hat.<\/p>\n<p>Spannend und geheimnisvoll der Schwedenkrimi, obwohl ich micht die ganze Zeit fragte, wieviel, die vielen Themen, die da hineingepackt wurden und da habe ich jetzt noch gar nichts \u00fcber die Stammzellenforschung an der im Karolinska Institut geforscht wurde und um die Intrigen und die Machtspielchen, die es dort gibt, geschrieben, miteinander zu tun haben?<\/p>\n<p>Wahrscheinlich ist das Buch trotzdem unterhaltsam und angenehm zu lesen und die schwedische Krimiautorin versteht ihr Gesch\u00e4ft, obwohl sie, wie ich gelesen habe, ihre Anika Bengzton Reihe inzwischen beendet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt k\u00f6nnte eigentlich, wie ich es beim Schreiben ja immer gerne mache, ein wenig Rechercheliteratur, f\u00fcr mein &#8220;Work in Progress&#8221;, das hei\u00dft die &#8220;Unsichtbare Frau&#8221; kommen, geht es da doch in einem Seitenstrang, um den Nobelpreis f\u00fcr Literatur und seine &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=62415\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[550,3697,5203],"class_list":["post-62415","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-aeltere-buecher-lesen","tag-liza-marklund","tag-schwedenkrimi"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62415\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}